00:00:00: Wir werden zu Gefangenen dieser Narrative, die manchmal auch sogar komplett widersprüchlich sind.
00:00:08: Die führen dazu dass man sich schlecht fühlt obwohl es einem gut geht.
00:00:13: und da glaube ich geht's darum selber zu erkennen meine Perspektive kann nicht verändern.
00:00:21: Das ist ein bisschen wie eine Fernbedienung beim Fernsehen ja?
00:00:24: Ich kann selber das Programm auswählen.
00:00:27: Das letzte stelle ich immer die Frage ja, wie gelingt sozusagen der Wandel hin zu einer besseren Welt.
00:00:33: Ist die Lösung eher technisch oder ist die Lösung eine Veränderung der Kultur?
00:00:41: Wie behält man eigentlich gerade einen klaren Blick auf die Welt wenn ständig irgendwas passiert sich Dinge widersprechen und jeden Tag neue Schlagzeilen dazukommen?
00:00:50: Und woran können wir uns orientieren um heilzufinden?
00:00:53: Antworten hat Ranga Yogeshwar.
00:00:56: Er ist einer der renommiertesten Wissenschaftsjournalisten im deutschsprachigen Raum und fielen sicherlich bekannt durch die TV-Sendungen Quarks & Co.
00:01:03: Wissen vor Acht, und we wie wissen.
00:01:06: Und damit herzlich willkommen bei Rebellish Gesund!
00:01:09: Mein Name is Jonas Höhlen.
00:01:11: Mit Ranga habe ich darüber gesprochen warum wir oft mehr von äußeren Narrativen geprägt sind als uns eigentlich bewusst ist und warum genau das dazu führt dass wir den Blick für das verlieren was wirklich zählt.
00:01:24: Es geht darum, wie wir in einer komplexen Welt bei uns bleiben.
00:01:27: Wie wir Dinge einordnen können ohne uns ständig verunsichern zu lassen und warum es vielleicht gar nicht mehr Leistung braucht sondern vielmehr eine andere Haltung weniger Konsum weniger Kontrolle und dafür mehr Orientierung mehr Lernen und mehr Bewusstsein für das eigene Leben!
00:01:44: Es ist ein Gespräch dass definitiv hilft die Dinge wieder klarer zu sehen.
00:01:48: hier kommt Ranga Yogeshwar.
00:01:59: Lieber Ranga, schön dich persönlich zu sehen.
00:02:01: Vielen Dank für die Einladung in deine vier Wände in dieses tolle Studio!
00:02:06: Büro
00:02:08: und Studio, oder?
00:02:09: Wenn eine Kamera läuft, nennt man es Studio.
00:02:11: Wenn die Kamera aus ist, das ist mein Büro!
00:02:13: Du hast auch eine Werkstatt in der du viel mit Holz arbeitest und sogar ne eigene Sternwarte im eigenen Garten.
00:02:20: Wo verbringst du aktuell mehr Zeit?
00:02:23: Also die Sternwerte war im Garten... Die habe ich jetzt verschenkt an den Verein in Häppenheim, die sind sehr engagiert.
00:02:35: Also da gab es irgendwann einfach so der Breakpoint wo ich gesagt habe okay ich verbringe nicht mehr jede zweite Nacht da drin und die Werkstatt ist unten, die kann ich dir danach zeigen.
00:02:47: Wo verbring ich mehr Zeit war deine Frage?
00:02:50: Das hängt immer davon ab.
00:02:52: mal gibt's ein Projekt in der Werkstatte, mal mache ich andere Sachen.
00:02:57: also ich langweile mich nicht
00:02:59: Aber wenn du ab und zu noch ins Weltall schaust, in den Weltraum, in die Sterne hoch.
00:03:05: Was ist das noch für ein Gefühl für dich?
00:03:07: Denn du warst ja schon als kleines Kind sehr angetan von diesem Weltraum.
00:03:11: Was gibt dir das, wenn du jetzt noch da hoch blickst?
00:03:13: Was siehst du da?
00:03:14: Ich glaube es gibt eine Dimensionserfassung die einfach super, super tief geht.
00:03:21: Also wir leben ja in unserem Alltag.
00:03:24: Wir leben in einer Welt, in der im Moment die Nachrichtenlage katastrophal ist und man mag verzweifeln Und dann zoomt man sich raus, wenn man in den Himmel blicken.
00:03:37: Dann merkt man dass wir so ein ganz kleines Fützelchen sind und um uns herum gigantische Galaxien da sind wo die Zeit anders läuft wo wir vielleicht ein bisschen bescheidener mal merken Halten uns immer für den Nabel der Welt, aber wir sind ein bisschen Sternenstaub mehr nicht.
00:03:56: Du beschäftigst dich mit sehr vielen Themen?
00:03:59: Du definierst dich auch über Themen und bist dann auch immer so ein Rabbit Hole hast du mal gesagt Vor einem Jahr bei Hotel Matze war es noch das Thema Heizung.
00:04:09: Gibt es ein aktuelles Thema, was dich intensiv beschäftigt?
00:04:12: Wo du dich drin aufgehst und alles wissen möchtest?
00:04:16: Es hat ein bisschen auch nicht mit Heizungen, aber mit Energie zu tun.
00:04:20: Das Ganze ist der aktuellen politischen Lage geschuldet.
00:04:24: Wir wissen alle die Straße von Hormuz wird momentan blockiert Da staut sich etwas, also normalerweise gehen da hundert große und zwar riesige Tanker am Tag durch.
00:04:37: Und das ist so ein bisschen die eine der Arterien, die gerade verstopft ist und dann ein bisschen tiefer zu gehen, zu verstehen.
00:04:48: was ist das?
00:04:49: Wir reden zum Beispiel über Öl.
00:04:50: wir reden viel zu wenig über Stickstoffdünger Also die Tatsache, dass wir heute eine Landwirtschaft haben.
00:04:57: Die angewiesen ist auf Düngung und diese Stickstoffdünger werden größtenteils mithilfe von Öl erzeugt.
00:05:07: Und die Katastrophe im Moment ist nicht nur das die Ölpreise bei uns steigen aber viel relevanter wenn man die Welt betrachtet ist dass wir Länder haben, die jetzt keinen Dünger bekommen und absehbar damit Miss- ernten oder Minimale Ernten in den nächsten Monaten vorhersagbar sind.
00:05:28: Also da merkt man, da passiert was!
00:05:30: Und wenn wir von Energie reden, reden wir auch immer davon... Wir merken wie abhängig wir es sind vom ich sag mal einem Stoff.
00:05:40: und dann gibt es viele, die sagen ah wir haben aber jetzt irgendwann die Energiewende Energy Transition.
00:05:48: Und das Interessante ist, dass wir – ich auch – ein Klimasuch in einer Weltleben wo wir sagen okay nach Kohle und Öl kommt jetzt die Erneuerbaren?
00:05:59: Und dann merkt man plötzlich oh was machen wir mit dem Dünger?
00:06:04: oder wir gehen immer davon aus, dass eine Technik die andere ersetzt hat.
00:06:10: Das ist sehr spannend weil wenn man wirklich mal nachguckt stellt man fest Dem ist nicht so.
00:06:16: Wir dachten alle, die Kohle hat das Holz ersetzt?
00:06:22: Nein!
00:06:23: Es wurde sehr viel mehr Holz verbraucht als die coole Industrie hochging weil man das Holz brauchte für die Stollen, weil man da Holz brauchten denke nur an die Eisenbahnen ja die ganzen Schwellen.
00:06:37: Das heißt der Holzverbrauch ist nicht runtergegangen sondern ist hoch gegangen bis heute.
00:06:43: Und das gilt genauso für Kohle, weil Kohle ist immer noch die absolut wichtige Basis für die Stahlproduktion.
00:06:51: Das heißt selbst wenn man so wie ich total stolz ist und sagt, boah!
00:06:55: Ich wohne in einem Haus bei dem heute die Sonne scheint und ich Energieautag bin dann ist es eben nur die halbe Wahrheit.
00:07:03: Weil natürlich ist jeder Stahl der hier steht gewonnen aus Kohle an der Stelle.
00:07:10: einfach mal zu verstehen, dass wir auf der einen Seite diese großen Narrative haben.
00:07:17: Die ein bisschen nette Geschichten sind.
00:07:19: also wird Träum von einer Welt die es aber so nicht gibt.
00:07:24: und ich glaube es ist vielleicht heute wichtiger denn je in eine Realität zu kommen und zu sagen was ist jetzt wirklich der Status ohne ihn dabei mit zu viel Dogmatismus vollzupumpen?
00:07:39: Das ist das Problem, was wir heute haben.
00:07:41: Wir haben immer so Lager die einen sind dafür, die anderen sind dagegen aber genau hin zu gucken und zu verstehen ja was warum ist das so?
00:07:49: Da möchte ich gerne mit dir jetzt mal reingehen denn ich glaube du gibst mir recht dass wir ja grundsätzlich alle ein gutes Leben haben wollen nicht nur jetzt sondern im bestfall auch für die zukunft für unsere kinder für unsere enkelkinder.
00:08:02: und obwohl wir ja so sicher so frei sowohlhabend wie noch nie zuvor leben und eigentlich ja alle Chancen und Möglichkeiten auch vor der Tür haben, fühlen sich viele Menschen nicht so.
00:08:14: Also viele Menschen fühlen sie sich orientierungslos, erschöpft überfordert unsicher ängstlich und das seit Jahren steigend.
00:08:22: Wie passt das zusammen?
00:08:23: Was nimmst du da wahr?
00:08:25: was passiert in Anführungsstrichen in unserer Gesellschaft aktuell?
00:08:28: wie nimmste du?
00:08:29: das war
00:08:29: Zuerst einmal?
00:08:30: hat es damit zu tun wie die eigene Perspektive ist Und dies variabel.
00:08:37: Das heißt, du hast Tage da kannst du morgens aufstehen und du willst gar nicht aufstehn und dich unter die Bettdecke verkriechen weil die Situation ja denke an die Nachrichten so furchtbar ist.
00:08:49: wir haben Kriege in der Ukraine, wir haben kriege im Iran.
00:08:51: Wir haben eine völlig katastrophale Welt Ja?
00:08:56: So scheint es.
00:08:58: Es gibt andere Tage wo man aufsteht und sagt kommen und man sieht andere Dinge.
00:09:04: Und ich glaube, der entscheidende Punkt ist es.
00:09:07: Wir zum Beispiel heute das Gefühl haben vor zwanzig Jahren war das Leben unbeschwerlich und was gings uns gut?
00:09:15: Nein wir haben sehr viel ausgeblendet!
00:09:18: Wir haben ganze Konflikte ausgeblendeden.
00:09:20: Wir haben nie die Frage gestellt wie jetzt den Menschen in Afghanistan oder im Irak.
00:09:24: Die waren uns völlig egal und wir haben nur auf uns geguckt.
00:09:29: Das heißt die Perspektive bestimmt ganz oft auch wie ich mich fühle.
00:09:35: Und es geht viel tiefer, das ist nicht nur die Frage der Weltpolitik und vielleicht auch die Frage von Medien, die uns natürlich heute ein Bild davon geben.
00:09:45: Wir erleben das ja nicht selber.
00:09:46: also weder du noch ich sind im Moment in Iran oder in Palestine oder Israel um so etwas vor Ort zu erleben.
00:09:55: Dadurch entstehen einfach große narrative Bilder Und wir werden zu Gefangenen dieser Narrative, die manchmal auch sogar komplett widersprüchlich sind.
00:10:09: Die führen dazu dass man sich schlecht fühlt obwohl es einem gut geht.
00:10:14: und da glaube ich geht's darum selber zu erkennen meine Perspektive kann nicht verändern ist ein bisschen wie eine Fernbedienung beim Fernsehen.
00:10:25: ja Ich kann selber das Programm auswählen.
00:10:29: Das heißt, ich kann entweder sagen gut.
00:10:31: Ich werde den gesamten Tag über nur gucken was furchtbar ist und am Ende fühle ich mich nicht gut!
00:10:37: Ich kann genauso gut sagen hey wie toll ist das?
00:10:40: Und die Welt ist immer widersprüchlich.
00:10:43: also während dem auf der einen Seite Menschen sehr bompt werden wie furchтbar haben wir heute Morgen ja die Nachricht gehabt dass der Wahl Also ich weiß nicht, wann du sendest.
00:10:57: Aber es gab einen Wahl der steckte fest in einer Sandbank.
00:11:00: und dann merkt man wie unendlich viel Arbeit und Mühen gemacht werden um diesen armen Wahl zu befreien.
00:11:09: Offensichtlich ist das diese Nacht genommen Und so merkt Man der Mensch kann furchtbar nett sein Der Mensch kann auch das größte Arschloch
00:11:16: sein.
00:11:16: Das heißt es hängt von der Perspektive ab?
00:11:19: Ich habe mich was gefragt weil vor paar Wochen kam der World Happiness Report raus Und wenn man sich da anschaut, welche Länder wieder unter den Top-Plätzen sind.
00:11:27: Zum ersten Mal ein lateinamerikanisches Land Costa Rica und in dem Report stand so drin das erfolgreiche Gesellschaft mehr sind als effiziente Wirtschaftsmaschinen.
00:11:38: also dass nicht nur der Wohlstand und die Kaufkraft Lebenszufriedenheit beeinflussen sondern es anscheinend auch andere Faktoren gibt.
00:11:46: ich sehe sie kurz auf soziale Unterstützung Vertrauen empfundener Handlungsspielraum und politische Verlästlichkeit.
00:11:53: Wenn du jetzt die Perspektive angesprochen hast, kann es sein dass wir vielleicht in den letzten Jahrzehnten gerade in Westeuropa im Deutschland uns zu sehr auf dieses Materielle fokussiert haben.
00:12:03: Auf diesen Wohlstand, auf diese Kaufkraft und diese anderen Faktoren außer Acht gelassen haben und grade auch so merken da fehlt uns was?
00:12:11: Da sind wir vielleicht nicht gut aufgestellt.
00:12:14: Wir sind zuerst einmal Wenn man so will, Opfer in Anführungszeichen eines sehr kapitalistischen Narratives.
00:12:22: Und das Narrativ geht so du musst möglichst viel haben dann geht es dir auch gut.
00:12:27: Also kauf dich glücklich und dann haben wir all die dazugehörigen Sätze, erinnert ich daran, dass gab mal den Slogan Geiz ist geil wo das natürlich schön ist.
00:12:40: ja Schnäppchen Jagd und alles das unter dem materiellen Aspekt.
00:12:46: Aber was wir nie überlegen ist, wofür das Ganze?
00:12:49: Was ist die Sinnhaftigkeit?
00:12:52: und ich glaube an der Stelle einfach ehrlich zu sein und zu sagen wann fühle ich mich wohl.
00:12:56: Ich bin immer vorsichtig mit dem Wort Glück weil Glück ist so.
00:13:00: ja es wird alles inflationär genutzt aber was sind die Faktoren die mein Wohlsein bestimmen?
00:13:08: natürlich gehört dazu muss man zuerst einmal sagen eine gewisse materielle Unabhängigkeit.
00:13:16: also Menschen die Struggeln, die wirklich von einem Tag zum nächsten überleben.
00:13:21: Die haben einen Existenzkampf zu führen der ist nicht immer witzig.
00:13:24: also da sollte man sehr ehrlich und sehr fair sein.
00:13:27: aber ab einem gewissen Niveau und das Niveaux haben wir hier in Deutschland wirklich fast alle ja sieht das anders aus und plötzlich kann man sich die Frage stellen bin ich unglücklich, weil ich nicht das letzte iPhone-Modell habe.
00:13:43: Bin ich un glücklich?
00:13:44: Weil mir etwas eingeredet wird was ich haben muss und wir haben uns in diese Schlaufe hineinbegeben bei der wir nie wissen bin ich dass oder kommt das von außen?
00:13:59: also ich hab immer gesagt den deutschen bräuchten wir neues Wort.
00:14:02: nicht Ich möchte sondern ich werde gemöcht.
00:14:05: Also ein ganz großer Teil ist Werbung und Werbung dient dazu, dich zu manipulieren.
00:14:11: Und dir zu sagen also wenn du das hast geht's dir besser ne?
00:14:16: Das sind immer Geschichten wie erzählt werden egal wo und man denkt super ja diese Narrative halten sich in einem Land wie Deutschland.
00:14:26: die Autoindustrie war auf jeden Fall eine tragende Säule.
00:14:31: und da gibt es dann so Sprüche Freude am Fahren.
00:14:37: Wir haben so das Gefühl, wenn man Werbung betrachtet dann siehst du das Cabrio im Sonnenuntergangslicht dass durch die Toskana fährt und jeder denkt Bortol hat aber mit der Realität nichts zu tun.
00:14:51: in der Realitätssteckst du im Stau.
00:14:53: Und dann muss man sich momentlang fragen ist es eigentlich Die große Freiheit die große Freude wenn ich eingesperrt in einem Raum sitze eigentlich kaum Bewegungsmöglichkeiten habe, also ich kann nur Bremsen oder Gas geben oder vielleicht die Spur wechseln.
00:15:12: Aber wir haben uns das so internalisiert, dass wir wirklich Energie brauchen um uns zu hinterfragen.
00:15:19: ja ist es das wirklich?
00:15:21: Und das machen gerade viele Menschen.
00:15:22: und kommen dann zu dieser Überforderung, die wir ja grade so wahrnehmen... Wir
00:15:27: haben eine Überforderungen, die darin liegt dass ein Regen von Forderungen auf uns niederschlägt.
00:15:36: Das fängt schon früh an, Karriere ist wichtig, Geld verdienen ist wichtig und das geht weiter mit.
00:15:42: was für Produkte muss man haben?
00:15:44: wie ist die Zukunft sobald irgendwas unsicher ist?
00:15:47: Boah!
00:15:48: Dann kommen wir ins Strauchen und wir wollen eigentlich etwas erfüllen, was komplett unrealistisch ist.
00:15:55: Wir wollen irgendeinen Narrativ haben bei dem Ja, dass die Welt toll ist und nett ist.
00:16:03: Und wir absolut sicher mit Vertrauen in den nächsten Tag gucken und genau schon ein bisschen da wird keine böse Überraschung kommen.
00:16:13: Das ist so diese Komplettversicherung also gerade in Deutschland ja auch fantastisch.
00:16:20: Wir Deutschen lassen uns gegen alles versichern weil Sicherheit oft wichtiger ist als Glück.
00:16:28: Das ist natürlich nicht realistisch, weil morgen kann ganz anders sein als heute.
00:16:33: Und ich muss lernen mit dieser Ungewissheit zu leben.
00:16:37: aber das ist nicht eine Ungewessheit im bedrohlichen Sinne.
00:16:40: Das ist die nur wenn sie das Bild bedroht was ich mir als Erwartung dahingestellt habe.
00:16:48: Wenn ich sage Morgen wird es ganz toll und es regnet dann ja liegt der Fehler nicht beim Wetter, sondern bei mir.
00:16:55: Weil ich vielleicht flexibler denken sollte.
00:16:58: okay es kann auch mal regnen und auch im Regen kann man glücklich sein.
00:17:02: also ein singing in the rain bekanntes Lied sagt ja auch die Umstände sind egal wenn deine eigene innere Perspektive stimmt
00:17:14: das heißt ich nehme raus du kannst die Menschen verstehen die momentan mit Unverständnis Mit Ratlosigkeit auch mit einem Art zurückziehen, ins Private darauf reagieren?
00:17:25: Ja wir sind natürlich auch Meister darin etwas zu zelebrieren.
00:17:32: Wir leben in Zeiten wo jeder heute ADHS hat, Zürichakie, ein Burnout oder kurz davor, ja mag alles in gewisser Weise stimmen und ich glaube die Ignoranz der vergangenen Jahrzehnte, die war nicht gut.
00:17:54: Aber ich glaube wir kommen heute in eine Phase wo diese Schwere zu einer Mode geworden ist.
00:18:01: Ich weiß ich mache mir jetzt vielleicht auch nicht immer Freunde aber es ist ja eine Mode heute dass man über all diese Schwierigkeiten offen redet statt an mancher Stelle aufzusehen In Anführungszeichen nach dem alten Spruch reiste ich zusammen Augen zu und durch.
00:18:22: Also, ich glaube da sind wir auch zu einer wenn man es ein bisschen böse ausdrückt mimosenhaften Gesellschaft geworden wo auch Entscheidungen nur gefällt werden, wenn ich alles weiß.
00:18:39: Merkt man zum Beispiel bei vielen Jüngeren die heute ob das die Berufsauswahl oder der Partner ist ja es wird so lange gewartet.
00:18:49: und ich sage dass es falsch gedacht weil wenn du heute eine Entscheidung fällst wird sie nicht dein komplettes Leben prägen auch wenn Leute das Gefühl haben nein Du hast immer die Freiheit diese Entscheidung immer wieder neu zu fällen.
00:19:04: Also das Leben ist ein Prozess und nicht ein Produkt, aber damit sind wir genau bei dem was ich vorher gesagt habe nämlich des kapitalistische Narrativ.
00:19:16: Verkauf dir ein Produkt und nicht einen Prozess.
00:19:20: Das Leben ist aber ein Prozess!
00:19:23: Und das müssen wir sehr tief verstehen.
00:19:25: Das heißt, es geht nicht darum, Schlüssel fertig mit einem Knopfdruck im Glücksparadies zu landen – nein!
00:19:33: Es ist ein Weg.
00:19:35: und bei dem Weg gibt es natürlich Taylor durch die man muss und man muss immer durch einen Tal um auf den nächsten höheren Berg zu kommen.
00:19:42: Also es ist ein weg der aber in sich eigentlich die Erfüllung des Lebens ausmacht.
00:19:48: Welche Rolle nehmen denn dabei jetzt so Technologien, Social Media und auch in Anfisch richten die Medien?
00:19:54: Weil du würdest mir recht geben.
00:19:55: Wir haben ja nie so viel Zugriff auf ein Wissen wie aktuell.
00:19:59: Und was ihr angesprochen, Depression, ADAS überall wird aufgeklärt.
00:20:03: Das gibt Podcasts, es gibt Bücher, TikTok irgendwelche Menschen, die nicht aus der Wissenschaft kommen aber trotzdem versuchen zu erklären, was ADAS ist.
00:20:13: Du kommst ja seit zwanzig, dreißig Jahren bist du in dieser Wissenschaftskommunikation.
00:20:17: Was nimmst du da wahr?
00:20:18: Ändert sich da was und ist das was Gutes oder was Schlechtes also?
00:20:22: Ich glaube die entscheidende Punkt dabei ist erstens wirklich zu gucken was die Grundlage.
00:20:27: Die Grundlage sind oft soziale Medien und die sind ökonomisch getrieben.
00:20:33: Die wollen dass du möglichst lange dran bleibst.
00:20:36: Das heißt, die Antworten sind nicht Antworten mit denen du zufrieden sein kannst sondern das sind Antworten, die noch mehr Fragen aufwerfen und die dich irgendwann genau in diese Spirale hineinsetzen.
00:20:49: Und das ist zum Teil gewollt.
00:20:53: wie gesagt es ist ein ökonomisches Medium.
00:20:56: Es ist so dass es jetzt in den USA ein erstes Urteil gibt was sehr spannend ist in die Richtung gehen zu sagen okay darf man eigentlich junge Menschen in der Form verführen?
00:21:07: Für
00:21:07: die Zuhörer und Zuhören, die den Entschluss gerade nicht parat haben.
00:21:11: Es wurde Meter verklagt sozusagen ich glaube jetzt zwanzig Millionen.
00:21:18: Junge Frau hat geklagt da sie süchtig geworden ist durch Social Media.
00:21:22: genau
00:21:22: Genau Und das zeigt Wir leben in einer Welt, die zuerst einmal auch in der Kommunikation nicht neutral ist.
00:21:31: Sondern extrem von Interessen geprägt ist und die in dem wie sie sich darstellt im Grunde genommen die Abhängigkeit schon eingebaut hat.
00:21:42: Das siehst du bei Social Media das siehst Du interessanterweise bei KI System.
00:21:46: also wenn Du mit ChatGPT irgendein Thema durchgehst Dann sagt das KI-Modell nicht, ach super danke.
00:21:55: Das ist gut sondern es geht immer weiter.
00:21:59: und möchtest du jetzt noch das haben?
00:22:00: Und hier ich kann dir das... Es gibt
00:22:01: immer eine Anschlussfrage!
00:22:02: Genau und das ist vielleicht einfach nicht gesund weil wir zu viel Zeit vor Bildschirmen verbringen, weil wird zu viel zeit in gestalteten Räumen verbringen.
00:22:13: also wir müssen immer verstehen es geht nicht darum wer was postet Es geht darum, dass die Plattform also die Grundlage eigentlich zutiefst und demokratisch ist.
00:22:25: Also der Dialog der Gesellschaft findet statt oder sollte stattfinden auf einem neutralen Raum wo jeder sie einbringt.
00:22:36: aber hier merken wir, wir haben Plattformen die gehören einem kleinen Kreis von Menschen die damit unendlich reich werden.
00:22:45: mit einer intelligenten neuen technologie sind wir auch noch in der lage die leute zu natschen also sie irgendwo hinzutreiben.
00:22:52: ja und Es ist so in den usa wird jetzt werbung Ja bei chat jbg kommen.
00:23:00: was heißen das?
00:23:02: das heißt wir werden zunehmen sozusagen wie ein hund dem man die leberwurst vorführt hin und her gelotst Und das ist eine Unfreiheit und eigentlich sollte Kommunikation des Gegenteils auslösen.
00:23:17: Passend dazu, du hast vor fünf Jahren in deinem Interview etwas gesagt – ich zitiere dich kurz -, dass aufgrund des technologischen Fortschritts es Gewinner-und Verlierer gibt und wir müssen aufpassen, dass das Volumen der Verlierern nicht zu groß wird, denn sonst schlägt es um!
00:23:32: erleben wir das gerade, dass es vielleicht zu viele Verlierer gibt.
00:23:36: und dieses System du kommst ja auch der Physik.
00:23:38: Du sagst ja mal, es muss stabil sein eine Balance haben, dass das eben grad ins Wanken gerät?
00:23:43: Wir erleben schon die ersten Symptome, wir erleben zum Beispiel, dass ist Well-Being einer ganzen Generation plötzlich anfängt komisch auszusehen.
00:23:53: Also es hat nie so viel Burnout oder Depression bei jungen Leuten gegeben.
00:23:59: Und machen wir uns klar, wir leben in einem Land was relativ stabil ist.
00:24:03: also wenn unsere Großeltern gesagt hätten nach dem zerbompten Köln oder Berlin waren wir am Boden und werden keine Lust gehabt das könnte man nachvollziehen.
00:24:15: aber was hier passiert ist wir merken zu nehmen dass es eine gewisse Toxizität gibt eine Giftigkeit in der Art, wie wir das nutzen.
00:24:24: Und deswegen ... ich glaube Detox heißt dein Podcast und Detox heisst, wir müssen in eine Entgiftungskur.
00:24:35: Eine Entgiftingskur heißt an dieser Stelle wirklich mal momentlang zu begreifen was ist hier die Realität?
00:24:42: Was ist ein Theaterstück, in dem ich... Das ist eben das Novum nicht mehr vielleicht mal ne halbe Stunde am Tag gucke, sondern ständig da bin.
00:24:52: Also man muss sich ja klar machen die mediale Transmission ist heute eine andere als in meinen jungen Jahren.
00:25:02: Ich meine ich fing an beim deutschen Fernsehen und man musste sich klarmachen das Fernsehen lief nicht.
00:25:11: Das fing abends an Und das ging auch nach Mitternacht schlafen.
00:25:15: Also da gab es dann irgendwann ein Sendeton und danach kam das Rauschen,
00:25:19: d.h.,
00:25:19: es gab eine Dosis wo man sagte okay so viel heute sind wir ständig on Das erste, viele Untersuchungen zeigen das.
00:25:29: Was Menschen machen wenn sie morgens aufstehen ist aufs Handy zu gucken und abends ist es wahrscheinlich das letzte Gerät was sie ja neben sich auf den Nachtisch liegen wenn Sie schlafen gehen.
00:25:39: Und wir sind immersed also in einem Stück in einer Welt die aber künstlich ist und da sieht man überall.
00:25:46: ich war vor drei Wochen in London und hab morgens mein Kaffee getrunken auf einer Parkbank und die Leute beobachtet und das waren so morgens die Leute, die zur Arbeit gehen.
00:25:59: Und es war einfach auffällig zu sehen dass mehr als neun von zehn laufen rum haben ihre earbuds und haben ihr smartphone und gucken da drauf.
00:26:12: also wenn man dieses bild vor dreißig jahren gesehen hätte hätte man gesagt schon mal sind hier lauter zombies.
00:26:18: also was passiert hier?
00:26:20: wir machen uns
00:26:21: nicht bewusst
00:26:22: das werden der stelle bei allen vorzügen dies auch gibt immens gefangen werden in einer Welt, die digitale bunte Bilder erzeugt.
00:26:33: Aber die nichts mit der Realität zu tun hat.
00:26:35: und die Realität ist, dass es wichtig spannender als die digitalen
00:26:42: Welt.".
00:26:42: Und kann das auch sein?
00:26:43: Dass das – und wir kommen jetzt gleich zur Lösung vielleicht was der Gesellschaft gut tut aber – kann das ein Grund für diese Überforderung sein, konsumieren, ob das jetzt Produkte sind oder auch Wissen ist.
00:26:54: Nachrichten Headlines aber uns gar nicht da richtig mit beschäftigen also reflektieren dass wir uns damit auseinandersetzen andere Perspektiven einholen.
00:27:04: hast du das Gefühl, dass da so einen zu starker Wissenskonsum auch da ist?
00:27:08: Es ist Konsum auch im Sinne einer Nicht-Selbstwahrnehmung im Gestalten.
00:27:16: Das ist immer schön, du hast vorher die Werkstatt angesprochen.
00:27:18: Ja wenn ich etwas baue dann merke ich das ist ein Prozess und ich bin daran beteiligt.
00:27:25: und dass was sich da mache mag vielleicht nicht das Schönste in der Welt sein aber es ist unik.
00:27:30: Ich habe dein
00:27:30: Schaukelpferd gesehen für deinen Enkelkinder sah super aus!
00:27:33: Ich hab
00:27:33: mir gebaut.
00:27:34: ja, ich habe mehrere Enkel Kinder Aber der Kern dahinter ist einfach zu begreifen Wenn Du etwas selber machst Kommst du sozusagen in etwas anderes rein?
00:27:47: Wir werden aber immer mehr erzogen zu Leuten, die eigentlich nur auf den Kauf-Button drücken oder auf dem Bedienungsbutton dricken und das entmündigt uns.
00:27:57: und nimmt uns etwas.
00:27:58: Also in einigen Bereichen haben wir so langsam verstanden, dass es anders geht.
00:28:02: also der Unterschied zwischen Produkt- und Prozess.
00:28:05: ich nehme immer das Beispiel der Küchen.
00:28:07: ja als ich noch jung war da war die Küche ein separater Raum.
00:28:13: wenn man eingeladen wurde dann ging man da nie rein sondern es war immer das gedeckte Esszimmer oder das schöne Wohnzimmer und dann kam was auch immer aus der Küche rauskamen dahin.
00:28:23: also das Produkt war da schmeckt lecker.
00:28:26: Heute merken wir immer mehr, das ist gar nicht so wichtig.
00:28:31: Das Schöne ist es selber zu machen.
00:28:33: D.h.,
00:28:33: die Architektur unserer Häuser hat sich geändert und die Küchen sind offen.
00:28:37: Man kann selbst gestalten und machen.
00:28:40: Und das ist genau das was macht, was spannend ist hinzukommt dass wenn du etwas selber machst kriegst du ein Bezug dazu.
00:28:51: Und Beziehung ist eine unendlich wichtige Vokabel Weil der kalte Konsum hat keine Beziehung.
00:28:58: Du kannst irgendein Smartphone kaufen, was ist deine Beziehungen dazu?
00:29:03: Du hast einen Kaufknopf gedrückt wenn du es online bestellt hast.
00:29:07: Wenn du etwas selber machst spürst du eine andere Beziehungszudem zu der Geschichte.
00:29:15: Ich bin einer, der viel repariert.
00:29:18: Es gibt den schönen englischen Spruch If you can't fix it You don´t own it.
00:29:23: Also wenn du es nicht reparieren kannst dann gehörst dir nicht.
00:29:26: Und das Schöne ist all die Sachen, die ich repariere Die habe ich sozusagen im Herzen aufgenommen und Das führt dazu dass sich die Nicht so ohne weitere Sensorge.
00:29:37: Aber Wenn wir in der Konsumschleife sind Dann schmeißen wir ständig weg.
00:29:42: Wir schmeißen unsere Produkte weg, schaut ihr einfach mal Sperrmüll an.
00:29:46: Da denkt man Leute was passiert hier?
00:29:49: Wir schmeissen unsere Elektronik weg weil es ständig etwas Neues gibt und wenn's nur die Farbe ist... Und irgendwann schmeiß'n wir uns selber weg!
00:29:57: Die anderen Partner aber die genau so obsolät sind.
00:30:01: Ich glaube genau da den Turn zu machen und zu begreifen ja dein eigener Weg hat eine wichtige Bedeutung.
00:30:11: Der Weg ist Unik und der Weg sollte nicht verglichen werden, weil das ist das Toxische in Medien.
00:30:18: Ist ja alles wird vergleichen von preisportalen bis zu Leuten.
00:30:22: bis wieviel Follower hast du also die Mieterisierung?
00:30:26: Die zahlenmäßige Erfassung des Vergleichs ist furchtbar und das siehst Du bei allen YouTubern oder Influencern die Komplett an dieser Nadel hängen und Videos machen.
00:30:39: Und dann gucken ja, wie viele Leute haben jetzt geliked?
00:30:41: Wie ist die Reaktions- und Gnade?
00:30:44: Gott wenn das irgendwann anfängt vielleicht runterzugehen oder sich zusättigen Dann fallen die alle in Depression weil wir uns abhängig machen von Kategorien die eigentlich nichts in unserem einen eigenen Leben verloren
00:30:58: haben.
00:30:59: Das sind wir ja schon wieder wie am Anfang.
00:31:00: Fokus aufs Materielle, Hartmann-Rosa sagt ja auch in Resonanz treten ob es jetzt mit Personen oder mit Gegenständen.
00:31:07: das passt ja auch zu dem was du jetzt gesagt hast.
00:31:10: Ranga lass uns jetzt auf die Lösung mal schauen weil ich glaube uns allen wird jetzt bewusst Wir sind an so einem Punkt wo ein großer Wandel ein großer Umbruch irgendwie stattfindet.
00:31:19: wir wissen noch nicht so ganz wohin die Reise geht aber Wir alle wollen natürlich eine bessere, eine nachhaltigere Zukunft.
00:31:26: Das ist den meisten Menschen bewusst.
00:31:29: Was ist jetzt die Lösung?
00:31:30: Du sagst das kann nur gelingen durch eine Veränderung der Kultur.
00:31:34: Jetzt haben wir schon so ein zwei Punkte ja angesprochen was du darunter vielleicht verstehen könntest aber magst du uns mal abholen?
00:31:40: Was bedeutet dass jetzt konkret eine Ver
00:31:44: Änderung der Kultur heißt für mich?
00:31:45: das ist die Frage die ich bei mir in den Vorträgen als letzte stelle.
00:31:49: Und das Letzte stelle ich immer die Frage ja, wie gelingt sozusagen der Wandel hin zu einer besseren Welt.
00:31:56: Ist die Lösung eher technisch oder ist die Lösung eine Veränderung der Kultur?
00:32:00: Es ist total spannend – habe ich diese Woche noch erlebt bei einem technischen Kongress -, dass die überwältigende Mehrheit sagt es ist nicht Technik, nein!
00:32:10: Das heißt wir spüren unbewusst eigentlich irgendwo gibt's da ein Fehler im System und mit all dem Konsum, der nur kurzfristig unser Dopamin hochjagt.
00:32:25: Das ist so der Moment wo das Amazon-Paket auspackst oder das zelebrieren.
00:32:30: Das sieht man ja an Boxing.
00:32:32: also was für ein... An Boxing und wenn die Folie abgeht scheint es nicht nur da abzugehen.
00:32:41: Das is glaube ich einfach einen Ansatz der nur in den Konsumismus geht und im Konsumismus stecken bleibt.
00:32:50: Und an der Stelle ist es natürlich für jeden Menschen sehr schwer, warum?
00:32:54: Weil wir auf der einen Seite – du hast es angesprochen!
00:32:58: Wir wollen eine nachhaltige, wir wollen eine Welt haben die ja also unerreichbar, also riesen Thema.
00:33:06: ich klein und auch nicht mal im Bereich wo ich erkenne, wo sind meine Freiheitsgrade?
00:33:13: Und das ist das Rezept zum Unglücklichsein.
00:33:16: Also gebe jedem eine Zielsetzung die ihn vollkommen überfordert und setze ihn auch noch in Situationen bei der er seine Selbstwirksamkeit verliert weil er sozusagen im Karussell des Konsums unterwegs ist.
00:33:34: ja dann passiert genau dass und in dem Moment wo man daraus steigt und raussteigen heißt für mich zuerst einmal in der Perspektive rauszusteiten.
00:33:45: Also wir können nicht morgen die Welt mit einem Charter umdrehen, aber ich kann verstehen was tue ich?
00:33:50: Und wo sind Dinge, die vielleicht ganz bescheiden sind, die ich aber für mich machen kann gestalten kann selber machen kann und zwar ohne KI sondern Ich ja, die also nicht sozusagen Produkt orientiert ist Bei der KI zum Beispiel ein Wesenszug.
00:34:09: KI ist kein Prozess, also wenn ein Autor einen Buch schreibt dann schreibt er und unterscheicht er und dann setzte die Kapitel um und das ist eine riesengeschöne Arbeit sehr erfüllend.
00:34:21: Wenn du ein Prompt bei der KI gibst, bung kommt das fertige Produkt.
00:34:26: wo ist der Prozess?
00:34:27: Wo ist genau die Freude am Leben?
00:34:28: Und das Leben ist ein Prozess.
00:34:30: und das tiefer zu verstehen und so sagen Wenn ich das bis verstehe, weiß ich auch wo ich meine Wertigkeiten hinsetze.
00:34:40: Und dann sage ich vielleicht okay ich bin Influencer aber weißt du die Zahl der Follower wird jetzt nicht mal einen Tag bestimmen.
00:34:48: Sondern klar!
00:34:50: Die Zahl der Follower wird am Anfang das liegt einfach in der Natur des Mediums hoch gehen.
00:34:54: sie wird sich irgendwann settigen.
00:34:56: Du wirst irgendwann erleben dass du auch Videos hast die vielleicht nicht so geguckt werden.
00:35:00: Okay ja lebe weiter.
00:35:03: Und diese Gelassenheit an der Stelle zu entwickeln und zu sagen, ja das ist dann so.
00:35:10: Dafür gibt es aber andere Sachen.
00:35:12: und wegzukommen von dieser Metrisierung des Erfolges, der Metrisierungen des Glücks.
00:35:21: also uns wird ständig gesagt was für Faktoren da sein müssen um erfolgreich zu sein, um glücklich zu sein ,um ein Zukunft zu haben die perfekt ist Und sich mal davon zu distanzieren und zu sagen, nein das Leben läuft komplett anders.
00:35:38: Ich kann nur jedem sagen was du als zwanzig-zwanzig Corona anfing dass hatte niemand auf dem Schirm und plötzlich ja läuft die Welt in eine völlig andere Richtung.
00:35:48: Und an der Stelle zu begreifen wir können nicht planen.
00:35:51: also wir wollen es gerne Wir sind ein Versicherungsvolk aber wir können's nicht und manchmal liegt ihn dem Überraschenden vielleicht sogar eine Chance, wenn wir bereit sind sie zu sehen.
00:36:04: Jetzt hast du ja individueller Aspekte angesprochen.
00:36:07: Veränderung der Kultur.
00:36:08: da habe ich auch an die Gesellschaft und soziale Kontexte gedacht.
00:36:11: Was muss sich da ändern?
00:36:13: oder was siehst du da?
00:36:14: Woran würden wir es merken, wenn sich die Kultur verändert?
00:36:18: Wir müssen vielleicht mal begreifen dass wir aufhören müssen in einem Narrativ zu leben welches elementare gesellschaftliche Bedürfnisse ignoriert.
00:36:32: Ich führe es kurz aus, wir leben in einer Welt bei der uns immer versprochen wird ist wird alles besser?
00:36:38: also nehmen wir mal die Nachhaltigkeit wo es dann heißt ja also die Energiewende die kommt und wie Kai aus der Kiste will irgendwas passieren?
00:36:48: Und dann sind wir auch da ein vollkommen überzogenes Ziel, dann sind wir in der Null-Emissionswelt.
00:36:56: Dann sind wir im zirkularen
00:36:58: Wirtschaft.".
00:37:00: Es ist ein tolles Dativ, gebe ich zu!
00:37:02: Aber mit der Realität hat es absolut nichts zu tun.
00:37:05: Das heißt wenn ich schon dahin strebe und weiß das kann nicht funktionieren... ...nicht weil sich jetzt irgend ein konservativer Binde an irgendwas festhält sondern so läuft das Leben nicht heute und in der Vergangenheit auch nicht.
00:37:19: dann begreife ich, lass dich nicht fangen von völlig überzogene Narrativen.
00:37:25: Trau dich deine Entscheidung zu fällen auch wenn du nicht alles blickst.
00:37:31: Kann ich nur jedem empfehlen der... Es gibt ja viele Menschen, die heute sagen, soll ich mit dem zusammenleben oder heiraten?
00:37:40: Oder nicht.
00:37:41: Am besten wollen sie von KI jetzt alles durchgeplant haben und genau das ergeben muss?
00:37:45: Ja!
00:37:45: Und wer ist der richtige Partner?
00:37:48: Natürlich ist es so, dass irgendwo noch einer vielleicht besser geeignet ist.
00:37:53: Das ist einfach Müll für die Seele.
00:37:58: Es geht eher darum an dieser Stelle zu sagen ... Vertraue deinem Bauchgefühl.
00:38:04: Und für den Rest ist es der Beginn einer sehr abenteuerlichen Reise, also wir wissen alle nicht wo sie endet aber Sie kann total schön werden!
00:38:12: Also ja ich bin seit thirty-fünf Jahren verheiratet.
00:38:17: Ich kannte nicht alle Parameter Ja Sondern das war okay.
00:38:22: Wir lassen uns ein auf eine Reise in Sohn gewisse und ich glaube diese Haltung zu haben zu sagen Wichtig ist macht den Schritt Weil wenn du wartest mit dem Leben, bevor du alles geklärt hast, bist du irgendwann feststellen, du hast das Leben verpasst.
00:38:37: Du beschäftigst dich sehr stark mit den Bildungssystemen, mit Schulen und da sagst du wir brauchen eine Lernorientierung und keine Leistungsorientierung?
00:38:46: Ich habe mich gefragt können wir das nicht auf die Gesellschaft, auf die Arbeit, auf der gesamte Leben übertragen dass wir mehr die Lern-Orientierung brauchen anstatt so ne Leistungs Orientierung?
00:38:55: Ja
00:38:56: wir machen uns nicht bewusst der Kapitalismus in den letzten Jahrzehnten das Betriebssystem dieser Gesellschaft komplett durchdrungen hat.
00:39:08: Ich mach's mal klar, wenn man vor hundert Jahren oder in meiner indischen Kindheit war es noch viel einfacher weil da sah man dass Personen die respektiert werden waren nicht die Creme, das waren nicht.
00:39:27: Das waren Lehrer, die respektiert wurden.
00:39:30: Das war ein Priester, das nicht materielle.
00:39:34: Bei dem man irgendwo merkte, da geht es um was anderes und mit der Zeit hat sich etwas etabliert bei dem alle keine Stimme mehr haben und nur noch Reichtum zählt.
00:39:47: Also wenn ihr die anderen anguckst, wie viel Müll produziert wird über Jeff Bezos oder über Allen Musk.
00:39:56: Und alle kriegen leuchtende Augenwalper.
00:39:58: Das sind die Main Player und wir wollen ein bisschen so sein als die und haben ja die Milliarden und sowas.
00:40:04: Hey!
00:40:06: Komm mal darunter weil jeder von denen wird irgendwann sterben und nichts mitnehmen.
00:40:16: Also, sich klar zu machen dass wir nicht in einer Welt leben bei der dieses Bunkern irgendeinen Einfluss hat auf eine langfristige Zukunft.
00:40:28: Sondern das es vielleicht anders ist und das führt dazu dass wir vielleicht auch nicht unbedingt fragen... Das ist ja auch ne Kultur.
00:40:39: wenn Menschen sich begegnen wird in Deutschland immer gefragt was machst du?
00:40:44: Und dann kommt sofort, ja am besten das berufliche wird runtergerasselt.
00:40:50: in den USA muss man noch so ungefähr sagen wo man im Einkommen steht.
00:40:56: Es geht auch anders und das zu verstehen dass wir wegkommen von einem Narrativ was gar nicht so alt ist aber was uns komplett durchdringt und es immer sehr schwer wenn man da mittendrin steckt mal zu begreifen.
00:41:10: Es gibt eine Alternative dazu, es gibt eine alternative wo Respekt nicht gleich bedeutend ist mit materiellem Reichtum.
00:41:18: Wo Glück nicht einhergeht mit Konsum.
00:41:22: Man kann die Frage stellen wie viel CO² muss ich eigentlich produzieren um glücklich zu sein?
00:41:26: Wie viele Tonnen Stahl, Kunststoff und sonst?
00:41:29: was muss ich bewegen um glücklich zu sein?
00:41:32: Und Ich glaube an der Stelle zu begreifen wir sind da in einer Falle reingetapst und Da sollten Wir wieder rausfinden.
00:41:40: Und das rausfinden heißt, uns wahrzunehmen.
00:41:44: Auch mal andere wahrzunnehmen.
00:41:45: Also ich sag mal Dialog und zwar direkter Face-to-Face nicht über irgendwelche Maschinen mit Thumbs up zeigt einen plötzlich wenn man ehrlich ist ja die geht's nicht nur so den anderen geht es auch so und dann vielleicht auch merken Es geht um was anderes Und das aber freudig sehen.
00:42:09: Also nicht dieses Lamoyante, also Work-Life Balance wird ja immer so ein bisschen unfreudig dargestellt... ...aber einfach zu sagen hey, dass ist meine Priorität, das ist das Wichtigste!
00:42:25: Also du kannst Karriere machen.
00:42:27: das schön gut, aber ich kann dir nur sagen Das ist am Ende nett, aber nicht relevant.
00:42:34: Wenn du so alt wirst wie ich Dann kann ich dir sagen, das kannst du alles wegräumen.
00:42:39: Es gibt ganz andere Fragestellungen die immer nennt viel wichtiger und schöner sind als was hast Du wann?
00:42:47: Wo würdest Du gehyped?
00:42:49: Dir geht es ja um diese richtigen Fragen!
00:42:51: Und welche Fragen sollten wir uns jetzt eben stellen?
00:42:54: Welche Fragen vielleicht auch nicht mehr?
00:42:56: Welcher Frage sollten wir US stellen?
00:42:58: Ich bin nicht derjenige, der jetzt die Liste gibt aber an der einen oder anderen Stelle sich... die fünf Minuten nehmen und in sich hinein hören.
00:43:11: Und zwar in das echte Sich, nicht das planerische Sich was schon überlegt wo man was für günstig Geld kaufen kann oder welche Aktivität ich machen muss oder wo man im Kopf schon den Terminplan des nächsten Tages durchgeht.
00:43:26: Und momentlang zu merken da gibt es etwas was sehr viel tiefer ist als dieses Rauschen was uns jeden Tag erfüllt und dann nach und nach dem immer mehr Raum zugestehen.
00:43:44: Und begreifen, dass das andere die Sirenen sind.
00:43:50: also bei Odysseus die Siren.
00:43:54: du kennst vielleicht die Geschichte der Odyssee wo Odysseuss an den Mast gebunden wird, die Seefahrer haben alle ihre Ohren verstopft.
00:44:03: Weil diese Sirenen so unglaublich schön singen.
00:44:06: So unglaublich Schön dass man dran verzweifeln kann und Odysseus bei Humor schreit vor einer Ergriffenheit um sich weil er ja den Gesang der Siren hört.
00:44:21: aber wir wissen alle die Sirene sind.
00:44:24: Die wollen nicht das Beste von uns.
00:44:26: Und wir leben eben heute in einer Zeit wo Diese Klänge der Sirenen ständig auftauchen, sie klingen fantastisch.
00:44:34: Aber sie sind nicht unbedingt gut für
00:44:38: uns.".
00:44:39: Was Sie aber spannend fand in der Recherche?
00:44:41: Du hattest in einem Interview gesagt du rätst deinen Kindern nicht auf einen alten Mann zu hören.
00:44:46: Absolut!
00:44:46: Warum?
00:44:48: Weil in meinem Fall sehr konkret alte Männer so wie ich haben Ihren Frame der Welt sind auch so sozialisiert worden, haben auch eine natürlich beschränkte und andere Perspektive.
00:45:03: Und nichts ist schlimmer als diese alten Herren die alles besser wissen.
00:45:09: also das für Neymar Faustbau.
00:45:10: und es gibt schöne Beispiele.
00:45:12: Es gab eines Christoph Käsin bekannter von mir, der sagte mir sein Vater hätte ihm als er jung war gesagt junge Studierbergbau.
00:45:21: Das ist sicher ja?
00:45:22: Also Das war in seiner Kategorie sicher, aber wir wissen heute wäre keine gute Idee gewesen.
00:45:28: Das zweite ist höhere vielleicht auf junger, auf alte.
00:45:33: Aber höre vor allem auch auf dich und baue sozusagen aus dir selber heraus dein Leben auf.
00:45:41: also Der wichtige Punkt ist viele Menschen denken es gibt eine Blaupause.
00:45:48: Ja Also mach das dass das das und dann geht's.
00:45:51: gehts dir gut?
00:45:53: Nein, das Leben hat keine Blaupausen und jeder hat seinen Weg.
00:45:59: Und sein Weg muss nicht immer... Also ich habe viele bestimmte Fehler gemacht und Dinge falsch gemacht
00:46:05: usw.,
00:46:07: klar!
00:46:08: Aber ich weiß es war mein Weg und ich bin an vielen Stellen nicht vielleicht nach links abgebogen oder rechts abgeboken aber das ist mein Leben.
00:46:20: Und wir sind heute so in einer Haltung, wo immer dieses hätte-hätte Fahrradkette kommt also hätte ich doch da so.
00:46:28: nein das Leben läuft weiter.
00:46:30: Jetzt ist ja nicht nur so, dass junge Menschen ältere Menschen nach Rat fragen.
00:46:34: Sondern eher die älteren Menschen das Gefühl haben sie müssten den jüngeren Menschen zeigen was richtig ist, was falsch ist.
00:46:42: Das hängt... Also es ist eine pauschale Aussage und die hängt sehr differenziert von den jeweiligen jüngern Menschen und den ältern Menschen ab.
00:46:50: Es gibt alle Kombination.
00:46:52: Ja ich hatte nur so das Gefühl in der Arbeitswelt dreht sich halt sehr viel um die jüngeren Menschen.
00:46:57: Es geht immer um die Talente, es geht darum, die Menschen aufzubauen zu entwickeln und manchmal bekomme ich dann mit dass sich die älteren Menschen so ein bisschen wie so auf den Abstellgleis gefühlt, ne?
00:47:07: Die jetzt nicht KI verstehen oder nicht die sozialen Medien.
00:47:12: und manchmal habe ich das Gefühl, dass die ältere Menschen so Angst vor einem Bedeutungsverlust vielleicht auch haben.
00:47:17: und deswegen denken sie müssen jetzt mit ihrem Wissen und ihre Erfahrung glänzen und überall sich noch einmischen.
00:47:24: Wie schaffen wir es da diese Waage, diese Ballons?
00:47:27: Dass wir auf der einen Seite natürlich die jungen Menschen an den Tisch holen.
00:47:30: Dass sie ihre Erfahrungen machen können auch was dazu beitragen können und gleichzeitig älteren Menschen aber auch das Gefühl geben hey!
00:47:37: Wir brauchen euch noch weil ihr seid ja auch ein Teil der Gesellschaft.
00:47:40: Ja wir brauchen euch.
00:47:41: aber ich sage liebe Ältere arbeitet an eurem Bedeutungsverlust.
00:47:47: also ich tue das auch Und das ist einfach wichtig.
00:47:49: An der Stelle mal zu begreifen, nein es ist jetzt nicht mehr in Charge und Karrieren, also enden irgendwann so wie sie beginnen, so wie Sie blühen, so enten sie auch.
00:48:03: Und an der Stelle ganz gelassen zu akzeptieren – Das isst so!
00:48:09: Es gibt viele die meinen immer noch, sie müssten ganz wichtig sein.
00:48:16: Gedanken, Sprung gehe mit mir in ein Altenheim.
00:48:20: Und dann siehst du um die Mittagszeit die älteren Herrschaften, die ja manche im Rollstuhl da sitzen und eine Suppe schlüpfen.
00:48:30: Ich könnte dastehen und sagen an das war der Vorsitzende der Firma und hier war der war ganz wichtig.
00:48:37: davon ist alles ausgeglichen.
00:48:39: es sind ältere Menschen, die hoffentlich genüsslich ihre Suppe genießen zu begreifen an der Stelle dass dieses wichtig eben auch ein Narrativ ist.
00:48:51: Ein Narrativ, was angeklebt wird an Karrieren, alles das aber... Das eigentlich Wichtigste ist etwas ganz anderes.
00:49:01: und an der Stelle sage ich keine Angst vor Bedeutungsverlust.
00:49:05: Das gehört dazu!
00:49:06: Das sage ich den Älteren, aber das sage ich eben auf den Jüngeren.
00:49:10: also an der stelle zu sagen ja wenn du Influencer bist und deine Zahlen gehen zurück Ja, dann genieße die Zeit, die es war und guck nach was Anderem wenn es erfolgt.
00:49:21: Also halte ich nicht fest.
00:49:24: Klammern nicht!
00:49:25: Du hast es ja geschafft so du hast... Manchmal
00:49:28: ja also ich bin auch nicht
00:49:29: der... Von außen...
00:49:30: Ja also geschafft mit
00:49:32: um den Zuhörern und Zuhöhrerinnen das zu erklären.
00:49:34: Du hast für dich irgendwann erkannt dass du sozusagen aus dem Rampenlicht ein bisschen raus treten möchtest weil es jüngere Menschen gibt, die die Wissenschaftskommunikation Fass besser oder genauso gut
00:49:45: machen.
00:49:45: Besser nicht genauso gut, nicht vergleichen!
00:49:47: Aber was war das für so ein Schalter?
00:49:49: Dass du das eben wahrgenommen hast und dass auch dich dann...
00:49:51: Ich war immer ein großer Loslasser.
00:49:54: Also es fängt damit an, dass ich auch vorher Formate entwickelte und die dann losgelassen habe.
00:50:00: Und das ist so etwas, wo viele Leute in einem Zwang sind.
00:50:03: also wenn es läuft, dann denken die Gottzüge jetzt muss ich das unbedingt machen weil wenn ich das loslasse, dann sterbe ich.
00:50:10: Und an der Stelle war die Erfahrung da.
00:50:13: Und das zweite ist wahrhaftig und selbstkritisch sein.
00:50:17: Also mein Gott, ich habe vierzig Jahre Fernseherfahrung hinter mir.
00:50:23: Ich habe gelernt auf ein Bildschirm zu gucken und zu sagen was passiert da?
00:50:28: Wenn ich dann einen jungen Menschen sehe – wir haben ja großartige Talente ob das Mighty ist oder Jakob Botton ist und jetzt könnte ich noch viele andere nennen die das fantastisch machen.
00:50:42: Und ich mir dann vorstelle und die Alternative ist ein alter Mann, dann sage ich nein, ich gucke mir doch lieber auch die anderen an also da auch ein Stück Selbst-Ehrlichkeit, auch professionelle Selbst-Erlichkeit zu haben.
00:50:55: Das beflügelt dich.
00:50:57: und das zweite ist immer zu wissen definiere dich nicht nur über den Job, definier dich nicht mehr über die Karriere oder über die Zahl der Follower.
00:51:09: Interessiere dich für das Leben und ich habe überhaupt kein Problem.
00:51:12: Ich hab so viele Interessen, äh ... Und werde immer wieder überrascht.
00:51:17: also ich muss nicht morgens aufstehen und mir recallen oh ja ich bin ja der große Fernsehmacker nein!
00:51:23: Das ist total unwichtig, ja?
00:51:26: Sondern ich hab irgendetwas irgendein Gedanken, irgendeine ein Projekt was mich beflügelt go.
00:51:32: Passend dazu du zitierst in dein Vorträngen im am Ende Pablo Picasso.
00:51:36: Ohja
00:51:37: Und ich zitiere kurz, das ist das Wesenhafte des modernen Menschen.
00:51:41: Der in
00:51:42: aller Angst des Loslassens doch die Gnade des Gehaltenseins im Offen werden neue Möglichkeiten erfährt.
00:51:51: Das beschreibt ja genau das was du ja sagst auf der einen Seite loslassen und trotzdem ja offen sein für das Neue wo man noch nicht ganz weiß wie jetzt auch bei dir?
00:52:00: Die
00:52:00: Gnaden des Gehaltenseins ist natürlich das irrewitzige.
00:52:03: also Normalerweise, wenn man nicht weiß im Offen werden in den neuen, fühlt man sich ja schwebend.
00:52:11: Und die Gnade des Gehaltenseins im Offenen werden neuermöglich an also das tiefe innerliche Vertrauen zu sagen es wird schon was kommen.
00:52:20: so wie mein Schwiegervater immer sagt er hat uns immer was Jutes eingefahren.
00:52:24: Also das war seine reinische Version.
00:52:28: Wenn wir jetzt aber nochmal übergeordnet auf die Gesellschaft schauen Was spürst du, was wir loslassen sollten und welche Chance siehst du auch vielleicht auf die wir uns einlassen können?
00:52:39: Ich glaube es ist eine Haltungsfrage.
00:52:41: Also die Haltunsfrage heißt wollen wir in einer säufzenden klagende Gesellschaft münden, die nur noch sagt wie alles schrecklich ist?
00:52:53: Und das ist bei deutschen tendenziell ohnehin ein bisschen gegeben.
00:52:57: der amerikaner sagt immer Germans love to complain.
00:53:00: Oder wollen wir in einer Gesellschaft landen, wo wir wissen dass wir eben manchmal den Bedeutungsverlust haben.
00:53:08: Dennoch freu da an unserer Existenz an dem was wir machen in der Schönheit und in vielen fantastischen Überraschungen auch des Alltags haben und dabei auch anderen Menschen etwas gönnen.
00:53:24: Also das offene, ja?
00:53:26: Es gibt ja das deutsche Wort Schadenfreude.
00:53:29: Ich glaube in keiner anderen Sprache dieses Wortes gibt es nur bei uns.
00:53:33: zeigt dir auch ein bisschen was.
00:53:35: Das mal weg und sagen großartig!
00:53:37: Und es ist eben so.
00:53:39: wenn ich heute Junge Leute sehe in den Medien, die das machen.
00:53:44: Dann freue ich mich!
00:53:45: Dann sitze ich doch nicht da wie so manche, die dann krakillen und sagen ne also so kann man das doch nicht machen usw.
00:53:51: Ne, die machen es anders.
00:53:53: aber guck mal drauf mit Freude auch mit einem gewissen Wohlwollen.
00:53:57: Das ist das was wir oft zu wenig haben dass wir ja immer in so einer Bitterkeit auf die Welt blicken stattzusagen kommen wird schon.
00:54:08: Dann lass uns noch das Faszinierende jetzt noch unterstützen, was nimmst du denn wahr?
00:54:13: draußen in der Welt?
00:54:14: Es passieren so viele schreckliche Ereignisse aktuell.
00:54:17: Natürlich auch etwas Tolles wie auch der Wahl.
00:54:19: ich glaube war Nullkommar Mark.
00:54:21: Robert Lehmann hat gesagt Null Komma eins Prozent irgendwie die Wahrscheinlichkeit dass doch nach der Wahl ins Meer schingt.
00:54:27: Ich weiß nicht ob Robert Leemans Prozent Rechnungen stimmen aber das ist auch völlig egal.
00:54:33: es gibt ja eher darum zu sagen es gibt immer Sachen an denen man sich erfreuen kann.
00:54:39: Welche
00:54:39: Sachen gibt
00:54:40: es denn?
00:54:40: Das muss nicht der Wahl sein, das muss... Ey, guck raus!
00:54:44: Guck also wenn man's ganz basic macht.
00:54:46: Also ich gehe jetzt mal so fast so ein bisschen gurumäßig.
00:54:52: Wenn du dir einfach mal bewusst machst wir haben vorher ein bisschen vom Weltraum gesprochen welcher atemberaubende Chance kosmisch gesehen ist dass du existierst.
00:55:06: Es gibt dich Hey, viereinhalb Milliarden Jahre alleine hier auf der Erde und vorher noch.
00:55:13: Über dreizehn Milliarden Jahre krümmelt sich eine Universum um.
00:55:17: am Ende gibt es dich!
00:55:20: Und es gab drei Billarden Optionen das ich nicht hätte geben können.
00:55:27: Das ist so wie hey du hast den das große losgezogen.
00:55:32: macht dir das mal bewusst.
00:55:33: also Das ist jemand mit Klingplatten, wenn man sagt das Geschenk des Lebens.
00:55:37: Aber wow!
00:55:40: Das ist überhaupt nicht trivial.
00:55:42: und schon alleine da mal zu spüren was für eine irre Entwicklung die am Ende zu deiner eigenen Existenz geführt hat.
00:55:52: Du kannst atmen du kannst ja?
00:55:55: Und jetzt hast du diesen Sechser im Lotto.
00:56:00: und freu dich darüber und klage nicht.
00:56:03: also Die Grundhaltung ist, wie die Fernbedienungen am Fernseher schaltet mal ein anderes Programm ein.
00:56:12: Klagen können alle.
00:56:13: das ist einfach.
00:56:14: aber entdecke in dem Das neue.
00:56:18: im Sanskrit gibt es einen schönen Spruch der so in etwa übersetzt heißt Alles kann dir Freude geben Aber in allem kannst du auch Freude sehen.
00:56:27: also Es geht um das aktive zu sagen meine perspektive entscheidet am ende darüber ob ich das sehe oder ja.
00:56:35: in der abgeschwächten version sagen wir dann dass glas ist halb voll oder halb leer.
00:56:40: es kommt alles auf eigentlich die ähnliche essenz raus nämlich es ist unsere perspektiven zu sagen ja wo wo stehen wir?
00:56:51: und mit freude reingehen und wissend Ja, die Welt immer wieder in Turbulenzen war.
00:56:58: Und wer das nicht glaubt, schlage ein Geschichtsbuch auf, guckt ihr mal die Zahl der Krieger alleine in Europa an?
00:57:04: Da musste man noch nicht einmal in Richtung Nahe Osten oder sonstwo hin reisen.
00:57:10: Wahnsinn!
00:57:11: Das gehört dazu.
00:57:12: und zu begreifen ja, der Mensch ist wahrscheinlich nicht so perfekt wie wir uns ihn wünschen aber er kann das Schlimme machen, aber eben auch das Nette.
00:57:21: Also es ist immer ein bisschen beides.
00:57:24: und zu verstehen dass Konsum ja etwas ist was manchmal nett aber eben nicht alles abdeckt.
00:57:31: und lass dich nicht davon zu sehr verführen von diesen süß klingenden Serien.
00:57:37: also aber Leber und Kucker und Tapmal nennen dir einfach mal selber Gründe warum es gerade im Moment geil ist.
00:57:45: Das ist ja auch etwas was wir als Gesellschaft Ich habe in einem meiner Bücher das mal erwähnt, wenn du die Menschen fragst ja wie ist der Zustand in Deutschland.
00:57:57: Und dann stellst du die Frage aber wie geht es dir persönlich?
00:58:01: Wir gehen eigentlich gar nicht so schlecht, wir gehen sogar gut und du merkst dass es diese komplette Diskrepanz gibt zwischen auf der einen Seite den publizierten medialen Barometern Ja, des Wohlbefindens und auf der anderen Seite dem Individuum.
00:58:19: Und an der Stelle mal zu verstehen hey es geht um dich, es geht jetzt nicht um den Rest.
00:58:26: Ich habe noch zwei Fragen in der Ranga.
00:58:29: die erste Frage ist und die wird ihr wahrscheinlich sehr häufig gestellt aber wenn man sich mit dir sehr intensiv beschäftigt und viele Interviews siehst und wir haben jetzt heute gar nichts so sehr um das globale, um die Gesellschaft gesprochen ... schlaue Ansätze, gute Frage und...
00:58:43: Weiß ich nicht.
00:58:43: Ich buhre alles nicht.
00:58:45: Und was ich so aus dem Netzwerk auch gehört habe der eine oder andere Politiker-Politikerin mit denen bist du ja auch sehr intensiv im Austausch wenn es um Rat geht oder um Tipps
00:58:52: geht.
00:58:52: Manchmal ja.
00:58:53: Und ich hab verstanden warum du damals nicht in die Politik gehen wolltest also am Anfang deiner Karriere das da einfach andere Branchen für dich attraktiver waren.
00:59:02: Hast du dir aber jetzt mal die Frage gestellt ist wäre Politik nicht etwas für dich zum Bewegen?
00:59:09: Ich glaube, der wichtige Punkt ist es gibt nicht nur eine Schublade.
00:59:13: Also ich bin ein sehr politischer Mensch aber das heißt nicht dass sie in einer Partei Wahlkampf machen muss.
00:59:19: Ich würde auch völlig verzweifeln.
00:59:20: also das ist einfach nicht meine Welt.
00:59:23: Aber ich würde eher sagen engagiere dich in gesellschaftlichen Fragen und das tue ich oder versuche so gut es geht natürlich auch mit all den Möglichkeiten die man hat und nicht hat und auch da dosiert.
00:59:39: Also es gibt auch Menschen, die sich verbrennen weil sie meinen ich muss jetzt die Welt retten und egal wie.
00:59:45: Und ja nein du kannst immer nur einen kleinen Beitrag leisten ob der Frucht ist sogar mal der hingestellt.
00:59:55: also vielleicht ist auch eine Illusion zu denken ich kann jetzt eine Gesellschaft gestalten.
01:00:02: Ja, vielleicht ist das Gesellschaft und sind Zeiten so wie es Wetter.
01:00:05: Und vielleicht bin ich eher ein Wettermoderator der vielleicht guckt wann das nächste Hochdruckgebiet kommt oder das Tiefdruckgebiet aber ich kann das Wetter selber nicht ändern.
01:00:16: Ich kann vielleicht nur den Blick darauf werfen oder vielleicht ein bisschen Zusammenhänge verstehen insofern befreite ich davon und Politik in irgendwelchen Landtagen oder Bundestag stattfindet.
01:00:34: Es ist eher, und ich glaube das ist wichtig im Klein.
01:00:38: Die Politik die wir dringend brauchen ist das echte einfache menschliche Miteinander.
01:00:43: also wie gehen wir zuerst einmal... Wie gehst du mit deinem Nachbarn um?
01:00:46: Wie gehste du in der Straße um wenn du deine Bäckerin siehst?
01:00:50: oder gestern war ich einkaufen und da war eine super nette Verkäuferin, die mir dann erzählte sie es aus der Ukraine.
01:00:58: Sie hat Theaterwissenschaften studiert und jetzt verkauft und wir kamen ins Gespräch und wir teilten etwas und sie erzählten mit von ihren beiden Kindern und von ihrem Mann der ja und nimmt Teil daran.
01:01:11: also Es geht wiederum um Beziehung sowie vorher, wenn man etwas macht und produziert.
01:01:19: Das ist nicht um Konsum sondern so geht es auch bei Menschen um Beziehung.
01:01:23: das ist viel wichtiger und höre auf diese inquisitorische schwarz-weiß Malerei die wir zur Perfektion treiben.
01:01:32: in einer Erregungsbewirtschaftung ja die ständig nur von einem Skandal zum nächsten Nudelt gibt es ja eine Inquisition, die nur überlegt wie können wir den jetzt wieder in die Pfanne hauen.
01:01:45: Und wenn einer das macht geht das gar nicht.
01:01:48: und so hey cool it!
01:01:51: Also gestehe Menschen zu dass sie Fehler machen weil du machst auch welche.
01:01:55: Gestehe menschen zu dass Sie früher auch mal scheiß gebaut haben weil ich habe auch scheiß geba... also toleranter offener ehrlicher menschlicher
01:02:07: und eingestehen, dass man auch mal die Meinung ändern kann.
01:02:09: Wenn sich die Fakten ändern?
01:02:11: Na klar!
01:02:11: Ich meine nicht nur eingestehn sondern zu verstehen das Leben ein Prozess ist bei dem durch Erkenntnis Das ist die Grundlage von Aufklärung.
01:02:25: Meine Meinungsbildung geprägt wird durch neue Erkenntnisse.
01:02:30: Also natürlich im Laufe des Lebens sieht man hier etwas, sieht man da etwas und ändert damit auch seine Perspektive, seine Sicht.
01:02:40: Und unter Umständen eben auch seine Meinung.
01:02:42: aber wir leben nur in einer Welt von Meinungen.
01:02:45: Aber wichtiger ist doch zu sehen was führt dazu dass meine Perspektiv auf etwas sich mit der Zeit verändert hat?
01:02:52: Das ist normal.
01:02:53: das sollte man sich selber zugestehen und anderen auch.
01:02:57: Dann kommen wir jetzt zur Abschlussfrage Ranga.
01:02:59: Das Motto des Podcasts ist Wir müssen nicht mehr machen sondern einfach nur etwas anders machen.
01:03:04: Stell dir vor, du kannst auf einen Knopfdruck an alle Menschen in Deutschland eine Nachricht schicken.
01:03:11: Was würdest du dir wünschen was wir ab heute, ab morgen anders machen?
01:03:15: Es gab es schon viele Punkte im Podcast wo ich mir vorstellen kann das wäre jetzt ne gute Antwort.
01:03:20: aber vielleicht gibt's ja noch ne Antwort wo du sagst darüber haben wir noch nicht gesprochen und dass würdest Du dir innerlich von uns allen wünscht was wir anders machen können.
01:03:28: Wie lange dauert der podcast?
01:03:29: Fünfundsechzig
01:03:30: Minuten sind wir jetzt Okay?
01:03:32: dann wäre meine Botschaft Die Länge des Podcasts, also eine Stunde.
01:03:39: Off sein und mal nur in sich rein hören!
01:03:43: Kein
01:03:44: anderes Rauschen sondern gönne dir eine Stunde dich selbst oder dich selbst im Sinne von geschützt ohne das Rausche lernen mal anders zu gucken.
01:03:58: Und wenn du diese eine Stunde, also wenn du die Alternative hast jetzt nach diesem Podcast den Nächsten zu wählen.
01:04:04: Nein, wähle ihn nicht auch wenn er vielleicht ganz gut ist.
01:04:06: aber gönne dir eine Stunde wo der Bildschirm dunkel bleibt Aber du leuchtest
01:04:13: und dann kannst du uns mal schreiben was dann für Gedanken Fragen Antwort Mal aufgekommen sind.
01:04:18: Also Wenn Du das Teil möchtest schreib uns gerne denn Das wird mich mal dann interessieren.
01:04:23: es gibt Ängste.
01:04:24: Es gibt Leute die plötzlich denken Ja, die Ablenkung ist weg.
01:04:29: Ohohoho!
01:04:30: Ich muss mich jetzt mit mir selbst beschäftigen?
01:04:31: Ja also aber da sage ich man geht durch einen Tal um auf den Berg zu kommen.
01:04:36: Also halt das mal aus.
01:04:38: wir sind heute ja Langeweile als Kind wahnsinnig.
01:04:41: es war toll.
01:04:43: Man hätte meine Knochenwachsen hören können so langweilig war mir.
01:04:48: Aber es war total kreativ.
01:04:49: und dass nicht auszuhalten sondern mal wieder zu verstehen.
01:04:55: Es ist nicht immer alles hochturig und rotierend, ablenkend.
01:05:00: Und wenn das vorbei ist schon wieder in das nächste Springen?
01:05:04: Nein!
01:05:05: Atmen.
01:05:06: Ranga vielen Dank für die Schlussworte.
01:05:08: Vielen Dank für diese Einladung.
01:05:10: Das war wirklich eine große Freude mit dir zu sprechen und zuzuhören.
01:05:14: Wir hören nicht auf alte Männern.