Rebellisch gesund by detoxRebels

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Transkript

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00:00:00: Die Frau, die wütend ist.

00:00:02: Eigentlich wütent aber statt mit der Faust auf den Tisch zu hauen oder laut zu werden zeigt sie Tränen.

00:00:09: das wäre sozusagen ein sekunderes Gefühl von Traurigkeit oder Verletzlichkeit Frust wobei die eigentliche Wut weder zum Ausdruck kommt noch teilweise überhaupt bewusst wahrgenommen und empfunden wird.

00:00:26: nur dass die Gefühle die mit einer Trennung verbunden sind Die sind häufig so schwer auszuhalten, dass eben rationale Überlegungen anstelle dieser Gefühle gestellt werden.

00:00:38: Die einem den Freifahrtschein geben, paradoxerweise in seinem Unglück verharren zu dürfen.

00:00:47: Ein Point of No Return, an dem Hopfen und Malz verloren ist sozusagen.

00:00:53: Und der ist in etwa ein Jahr vor Beziehungsende Und von da andauert es im Schnitt immer noch ein Jahr, bis tatsächlich die Tremung vollzogen wird.

00:01:06: oder ob es wirklich Zeit ist zu gehen.

00:01:29: Antworten darauf hat Dr.

00:01:31: Carlotta Welding, Siehs Emotionscoachin und Paartherapeuten.

00:01:36: Und damit herzlich willkommen bei Rebellisch Gesund!

00:01:39: Mein Name ist Jonas Höhn.

00:01:41: Mit Carlotta habe ich darüber gesprochen warum Menschen häufig in unglücklichen Beziehungen bleiben, woran Beziehung entscheidern und wie wir erkennen wann es sich lohnt zu kämpfen und wann es besser ist.

00:01:53: Besonders spannend fand ich unsere Diskussion über sogenannte primäre und sekundäre Gefühle.

00:01:58: Denn viele Konflikte entstehen gar nicht, weil wir unterschiedliche Bedürfnisse haben sondern weil wir oft nicht das Gefühl zeigen dass wir eigentlich empfinden.

00:02:07: Du erfährst in diesem Gespräch welche ersten Schritte helfen können eine unglückliche Beziehung zu verlassen Wie Verbundenheit über viele Jahre erhalten bleiben kann Und warum eine einfache Warum-Technik Konflichte entschärfen kann.

00:02:21: Es ist ein Gespräch über Beziehungen über Gefühle und die Frage, wann es besser ist zu gehen.

00:02:27: Hier kommt Dr.

00:02:28: Carlotta Weldin.

00:02:38: Sag mal wie geht's dir eigentlich damit?

00:02:39: Weil ich bekomme ja momentan mit dass schon in der Gesellschaft so eine Art Vereinsamung stattfindet.

00:02:46: Ich bin auch in der Dating-Bubble da so ein bisschen unterwegs und merke, dass auch ganz viele Menschen ja Schwierigkeiten haben eine Beziehung überhaupt einzugehen.

00:02:54: Weil es könnte immer besserer noch vorbeikommen oder viele fangende Beziehungen an aber merken dann irgendwie... Der Fuß gefällt mir nicht oder das Haar gefällt mich nicht und trennen sich dann direkt.

00:03:04: Wie nimmst du das als Paartherapeutin wahr?

00:03:07: Also dieser Stellenwert unserer klassischen romantischen Beziehung, welchen Stellenwert hat so eine klassische romantische Beziehungen noch heutzutage?

00:03:15: Ich bin ein großer Fan von der klassischen Romantischen-Beziehung also aus einem psychologischen Blickwinkel heraus halte ich das für ganz wichtiges Konstrukt oder einen ganz wichtigen Ort auch persönliche Entwicklung und Wachstum, auch ja Überwindung von vielleicht eingeprägten negativen Erfahrungen.

00:03:38: Und ich glaube dass dieses Bedürfnis so tief eingeschrieben ist in den Menschen das das auch heute immer noch in unserer Zeit ein ganz verbreitetes, ganz tiefes intensives Bedürfnis ist von Menschen.

00:03:52: Aber

00:03:53: merkst du so eine Entwicklung, dass sich da ein bisschen was verändert?

00:03:56: Oder ist das nur aus meiner Sicht, aus meiner Brille?

00:03:59: Ich verstehe absoluto von Du sprichst!

00:04:02: Ich weiß, was Du meinst.

00:04:03: dieses... Ja, ob Du... Das ist ja auch schon einige Jahre alt.

00:04:06: jetzt dieses Generations- beziehungsunfähig, Bindungsängste all diese Buzzwords die so damit schwingen Da ist mit Sicherheit was dran.

00:04:17: Das ist sicherlich ein gesellschaftliches Phänomen unserer Zeit, das natürlich durch solche Techniken wie Online-Dating vielleicht noch mal befördert wird und in irgendeiner Weise steht eben auf der einen Seite die Du beobachtet hast diese Tendenz des Menschen oder einiger Menschen sich nicht binden zu können oder Kleinigkeiten wie den Fuß oder die Haare oder was auch immer nicht passt zu nehmen als Grund, sich von den Menschen abzuwenden und nach einem besseren zu suchen.

00:04:51: Das steht natürlich in dem totalen Konflikt.

00:04:53: zu dem was ich beschreibe ja das ist mir auch bewusst.

00:04:57: Ich halte aber trotzdem nicht dass eine für falsch und das andere für richtig sondern ich glaube dass beide Phänomene parallel zu beobachten sind.

00:05:04: heute

00:05:05: Wir wollen ja heute über Trennungen sprechen Aber vorher die Frage Was macht denn Für dich oder Auch Für Die Wissenschaft erfüllte Beziehung überhaupt aus.

00:05:13: Also was macht so eine Beziehungen zu einer zufriedenen Beziehungs- und erfüllenden BeziehUNG?

00:05:17: Ja, das ist ne gute Frage!

00:05:20: Und dass fragen viele Betroffene sich ja auch.

00:05:23: Ist mein Leid wirklich ernst zu nehmen?

00:05:27: Bin ich wirklich unglücklich genug?

00:05:30: Was braucht?

00:05:31: ne zufrieden, ne glückliche Beziehunge?

00:05:33: Ich halte eigentlich, dass das Modell am tauglichsten dieser vier Pfeiler die ich auch im Buch beschreibe, das geht auch auf andere Forschungen zurück wo es teilweise nur drei Pfeiler sind.

00:05:48: Aber da geht es darum dass wir vier große Stützen brauchen in einer Beziehung wie ein Tisch für Beine braucht zum Stehen.

00:05:55: also ist nicht akzeptabel wenn ein Pfeiller dieser vier kippelig ist sondern es müssen alle wirklich da sein.

00:06:03: keine Luxusveranstaltung sondern sie müssen dort sein.

00:06:06: Und da geht es um Leidenschaft auf der einen Seite, dann Vertrauen, Sympathie und Commitment.

00:06:14: Das sind die vier großen Aspekte.

00:06:16: Ich glaube das hilft.

00:06:17: wenn man sich das erst mal fragt ist das da?

00:06:21: Wenn das da ist schon mal sehr gut können immer noch Kleinigkeiten stören aber sie sind deutlich leicht in den Griff zu bekommen als wenn an einem dieser vier Pfeiler etwas fehlt oder wackelt.

00:06:34: Nicht alle Beziehungen schaffen das ja dann über den gesamten Zeitraum aufrecht zu erhalten?

00:06:39: Was sagt die Wissenschaft, was sagt die Forschung und was sind so die häufigsten Trennungsgründe?

00:06:44: Warum ist denn eben?

00:06:45: dazu kommt dass Menschen wieder auseinandergehen?

00:06:48: Trennungskründe sind ganz gut erforscht weil das praktische daran ist.

00:06:52: ja wenn eine Beziehung getrennt ist also geendet hat Dann kann man natürlich die Betroffenen total einfach vergleichsweise befragen, was war der Grund für die Trennung?

00:07:05: Ob das dann wirklich zu dem Prozess, der stattgefunden hat, eins-zu-eins passt oder ob man da eher abfragt.

00:07:12: Was ist im Nachhinein meine Geschichte zu dem, was passiert ist?

00:07:15: Das ist nochmal eine andere Frage.

00:07:17: aber sagen wir retrospektiv betrachtet sind die Gründe für ne Trennung untreue Auseinanderleben, fehlendes Vertrauen.

00:07:26: Auch teilweise sowas wie Exzesse in Richtung Gewalt oder Drogen was ja auch dann wieder das Vertrauen in Mitleidenschaft zieht Geld auch häufig der Alltag Stress sich auseinander entwickelt haben.

00:07:41: Jetzt

00:07:42: gibt es aber ja Menschen die nehmen sowas auch wahr dass der Partner die Partnerin fremdgegangen sind oder erleben leider gewaltsamer Erlebnisse vom Partner, von der Partnerin.

00:07:53: Und wenn man die Objektiv wahrscheinlich auch fragen würde, würden sie auch sagen oder von außen ja das ist eine unglückliche Beziehung und trotzdem bleiben dir in dieser Beziehungen.

00:08:03: Warum bleiben Menschen in einer unglücklichen Beziehungs?

00:08:06: Das ist genau das Kernthema eigentlich mit dem ich mich jetzt über Jahre hinweg beschäftigt habe weil ich es eben auch so beobachtet habe dass Personen ganz explizit berichten, dass ihre Beziehung unglücklich ist und das die Trennung der einzige Ausweg ist.

00:08:26: Und für sie auch die einzige Möglichkeit zu Glück zu gelangen und Sie aber trotzdem nicht gehen – und nicht eine Woche lang es nicht schaffen zu gehen.

00:08:36: Das versteht sich hoffentlich von selbst, sondern über einen sehr, sehr langen Zeitraum nicht gehen können.

00:08:43: Dazu gibt es einige Theorien.

00:08:46: Da gibt es zum Beispiel diesen Investment-Ansatz, das heißt Menschen vergleichen den möglichen Benefit der eine Trennung hat mit dem was sie aber schon investiert haben in die Beziehung und zu investieren.

00:08:59: Zu diesen Investitionen gehört nicht nur Zeit oder vielleicht auch Geld wenn man irgendwie vielleicht gemeinsam einen Besitz angehäuft hat sondern eben auch emotionale Investition.

00:09:11: also habe ich mich geöffnet identifiziere ich mich vielleicht auch mit der anderen Person.

00:09:18: Das heißt, da kommen quasi Rechnungen ins Laufen die unter Umständen die Personen dazu bewegen zu bleiben weil eben bereits so viel reingesteckt worden ist in die Beziehung dass es jetzt fatal wäre unsinnig unwirtschaftlich in gewisser Weise zu gehen.

00:09:39: Das ist dann so eine reine Cognitive Entscheidung wahrscheinlich, oder?

00:09:42: Man überlegt sich und sagt okay ich habe jetzt zehn Jahre, zwanzig Jahre lebe ich schon in dieser Beziehung.

00:09:48: Wir haben ein gemeinsames Haus wir haben die gemeinsamen Freunde Die Familien verstehen sich alle super Und wenn ich jetzt hier aber ausbrechen würde das wird ja alles auf den Kopf stellen und Ich hab doch so viel rein investiert.

00:10:00: Deswegen bleibe ich dabei Richtig,

00:10:05: das sind kognitive Überlegungen.

00:10:06: Da kommt natürlich dann auch noch der Aspekt Alternativen hinzu.

00:10:10: also habe ich aktuell eine Alternative mit der Ich mir ein besseres Leben vorstellen könnte oder was auch häufig kommt naja Mit jeder anderen Person würde ich ja nach XY Jahren an demselben Punkt stehen.

00:10:23: Eine Beziehung nach XY-Jahren ist eben so schlecht unerfüllt und so weiter.

00:10:30: Das sind kognitive Überlegungen, die meiner Meinung nach einen ganz wichtigen Zweck erfüllen.

00:10:36: Nämlich die Betroffenen davor bewahren auf die Gefühle zu schauen, die eigentlich sie vom Gehen abhalten.

00:10:46: Es ist teilweise leichter für den Betroffenen sich auf einer kognitiven Ebene zu sagen es ist sinnvoll das du in deinem Leid verharst dass es leichter auszuhalten als dem ins Auge zu blicken was einen wirklich hier bleiben lässt.

00:11:02: Ist das so deine Erfahrung durch die Sitzungen, weil du sprichst ja genau mit diesen Menschen, die das erleben?

00:11:08: Dass sie auch in diesem Beziehung bleiben bei diesem Zugang zu ihren eigentlichen Gefühlen gar nicht haben oder gar nicht richtig mitbekommen?

00:11:14: wie fühle ich mich eigentlich tagtäglich also dieser Zugang fehlt dass das eben der Grund ist warum Sie dann nicht diese Entscheidung treffen können Weil es für sie sich gar nicht so anfühlt Für Außenschende schon aber für sie in dieser Situation gar nicht.

00:11:28: Also Das Leid, das wird schon wahrgenommen von den Betroffenen.

00:11:36: Nur dass die Gefühle, die mit einer Trennung verbunden sind, die sind häufig so schwer auszuhalten, dass eben rationale Überlegungen anstelle dieser Gefühlen gestellt werden und die einem den Freifahrtschein geben, paradoxerweise in seinem Unglück verharren zu dürfen.

00:11:59: Das ist natürlich ein wahnsinniges Gefangensein in seinem eigenen Leid.

00:12:04: Also, ich habe beispielsweise eine Klientin deren Geschichte auch in dem Buch etwas ausführlicher Beschreibe die die Trennung geschafft hat am Ende Die sich ganz lange Zeit sehr schwer damit getan hat zuzulassen Zu sehen dass sie mit dem falschen Mann einem Mann den sie unsympathisch fand über die Jahre hinweg, mit diesem Mann zwei Kinder bekommen hat.

00:12:38: Diesen Mann geheiratet hat sich auch lange Zeit mit diesen Mann identifiziert und verbunden gefühlt hat um das zu spüren und das wirklich zuzulassen und zu sagen so ich habe meinen Kindern einen Vater gegeben wenn man das so formulieren kann den nicht verabscheuern.

00:12:58: Und in meinen Kindern sind auch Teile dieses Menschen vertreten, mit denen ich zurechtkommen muss.

00:13:07: Wenn man das vergleicht zu den Überlegungen die wir jetzt gerade gestreift haben... Ich bin in einer Beziehung, die ist nicht erfüllt aber ich habe jetzt schon viel reingesteckt.

00:13:18: oder vielleicht wäre eine Beziehungsbeziehung mit einer anderen Person nach zehn Jahren eben ähnlich unerfüllt und so.

00:13:23: Dann sieht man dass das eine doch leichter zu ertragen ist als das andere.

00:13:28: Wir

00:13:28: haben jetzt über die Gefühle gesprochen, da fand ich super spannend in deinem Buch denn du hast von der emotionsfokussierten Therapie dort geschrieben und die unterscheidet ja unterschiedliche Emotionen und Gefühlen.

00:13:42: In einer Situation ist eigentlich angebracht, eine gewisse Emotion.

00:13:46: Also wenn du jetzt etwas machst was mich wütend macht dann könnte ich ja mit Wut und Frustration reagieren.

00:13:52: aber viele Menschen reagieren damit einer Emotion die gar nicht in diese Situation passt.

00:13:57: Können wir da mal kurz reingehen?

00:13:58: Du sprichst von oder die Forschung spricht, von primäradaptiven Emotionen.

00:14:03: Von primärmaleradaptive Emotionen und sekundären Emotionen.

00:14:07: Mal da kurz rein zu gehen weil ich glaube das ist was ganz viele Menschen auch im Alltag für sich selbst glaube ich widerspiegeln.

00:14:14: Ah ja!

00:14:15: Das könnte auch auf mich zutreffen.

00:14:16: Das sehe ich ganz genau so dass das ein Wissen ist... Forschung kommt, aus der Theorie kommt was tatsächlich einem in der Praxis enorm weiterhelfen kann.

00:14:28: In Auseinandersetzungen im Privatleben, im Berufsleben überall weil das Mechanismen sind die wirklich häufig zu beobachten sind ja.

00:14:38: In der Forschung oder spezifisch in der emotionsfokussierten Therapieforschung die auch Coaching-Ansätze und auch Partherapie Ansätze vertritt Da geht man davon aus, dass es primär adaptive Gefühle gibt.

00:14:52: Das heißt also primär im Sinne von unverstellt direkt und adaptiv in Sinne von angemessen.

00:15:00: Also bringt mich weiter kennen wir alle das Wort.

00:15:03: aber wenn man jetzt so genauer sich überlegt was bedeutet das heißt?

00:15:07: Ich komme damit weiter ist passt zu der aktuellen Situation Und ich habe dann auch ein Vorteil davon.

00:15:13: jemand behandelt mich ungerecht Da entsteht dann eben eine Wut, Frustration, da entsteht Energie dagegen vorzugehen.

00:15:20: Das ist jetzt in dem Sinne angemessen wahrscheinlich?

00:15:22: Genau genau!

00:15:23: Das heißt ich bei primär Adaptiv bringe immer das Beispiel Ich laufe in der Fußgängerzone entlang jemand versucht mir meine Handtasche zu entwenden und ich werde laut vielleicht mache ich ne große Bewegung jage dem Dieb oder den Versuchten, der den Diebstahl versucht.

00:15:44: Angst ein vielleicht wecke ich Aufmerksamkeit der anderen Passanten und verhindere damit den Diebstahl.

00:15:51: Das heißt das was in mir aufkommt die Wut oder vielleicht auch ein Gefühl von bedroht sein, ist sehr primär.

00:16:00: Ich habe das ist nichts was sich da irgendwie noch drüber gelagert hat es sehr unverstellt und sehr adaptiv.

00:16:06: ich habe den Diebscheifer hindert.

00:16:08: Im Vergleich dazu oder im Kontrast dazu sind primär maladaptive Gefühle oder Emotionen in dem Fall können wir das auch synonym behandeln solche die nicht zu der aktuellen Situation passen.

00:16:24: Deshalb das Maladaptiv,

00:16:27: d.h.,

00:16:27: das sind Gefühle die aus der Vergangenheit resultieren.

00:16:30: meistens also wenn wir zum Beispiel in den Bereich gehen Traumatisierung da finden wir solche Phänomene.

00:16:37: Das Beispiel dazu was ich meistens anbringe ist jemand der körperliche Grenzüberschreitungen erlebt hat in der Kindheit oder in der Vergange ist traurig und möchte von und ein Gegenüber möchte ihn trösten Trösten in den Arm nehmen beispielsweise.

00:16:54: Und in der Person löst diese körperliche Annäherung aber Ablehnungen oder vielleicht auch Ekel, sich bedroht fühlen aus was aber zu der aktuellen Situation wo mein Gegenüber mich gerade nur tröstend in den arm nehmen will nicht passt sondern eben aus meiner Erfahrung aus der Vergangenheit resultiert.

00:17:18: das heißt es ist zwar primär Das ist ein direktes, unverstelltes Gefühl.

00:17:23: Aber es passt nicht zu der aktuellen Situation.

00:17:25: Ich lehne also die Person ab, die mich gerade versucht zu trösten und mich dazu in den Arm nehmen will was mir absolut nicht weiter hilft weil ich entsprechend weniger gut vielleicht getröstet werden kann.

00:17:38: das sind primär mal adaptive Gefühle.

00:17:41: Und dann haben wir noch die sekundären Emotionen quasi?

00:17:44: Richtig richtig genau!

00:17:46: Die Sekundären... aus meiner Erfahrung heraus, gerade aus einem partherapeutischen Kontext das wahrscheinlich zentralste Phänomen.

00:17:57: Weil das ganz häufig auch in so Konfliktdynamiken zwischen zwei Personen zu beobachten ist.

00:18:04: Sekundäre Gefühle sind solche die sich über Primäre drüberlegen wenn man das so schichtweise sich vorstellen kann.

00:18:13: Das heißt, ich habe da irgendwo ein primäres Gefühl.

00:18:16: ob jetzt adaptiv oder maladaptiv ist erstmal egal gibt beide Konstellationen.

00:18:22: Ich habe ein primäres Gefühl was mir aber vielleicht gar nicht bewusst ist also zudem ich selber gar keinen Zugang habe.

00:18:30: ich weiß gar nicht dass ich das fühle.

00:18:33: stattdessen fühle ich ein sekundaires Ganz einfache Veranschaulichung ist, wenn wir dieses klassische Geschlechterverhältnis nehmen.

00:18:43: Die Frau die wütend ist eigentlich wütent.

00:18:48: also primäres Gefühl is Wut aber statt mit der Faust auf den Tisch zu hauen oder laut zu werden oder zu gestikulieren oder Schimpfwörter zu verwenden zeigt sie Tränen.

00:19:01: so.

00:19:02: das wäre sozusagen ein sekundäres Gefühl von Traurigkeit oder Verletzung, Verletzlichkeit, Frust sowas in der Richtung.

00:19:12: Wobei die eigentliche Wut, die darunter schlummert weder zum Ausdruck kommt noch teilweise überhaupt bewusst wahrgenommen und empfunden wird.

00:19:23: Und das ist wahnsinnig kontraproduktiv für Entwicklung jeder Natur weil wenn ich meinem Gegenüber mit Tränen signalisiere, dass ich traurig bin.

00:19:36: Dann reagiert mein Gegenüber natürlich auf mich als wäre ich trauri verhält sich dementsprechend.

00:19:42: wie auch immer das ist und letztlich kann Ich nur Unzufrieden aus dieser interaktion rausgehen weil das was ich eigentlich gefühlt habe nicht reguliert werden konnte weder von meinem gegenüber noch von mir selbst.

00:19:57: findet also keinen Fortschritt statt.

00:19:58: Okay,

00:19:58: das heißt wir beziehen das jetzt mal auf Beziehungen.

00:20:01: Das heißt nehmen wir jetzt mal typisch Frau Mann.

00:20:03: Der Mann macht irgendetwas was dazu führt dass die Frau darüber wütend ist weil das nicht ihren Werten entspricht oder nicht ihren Vorstellungen einer Beziehung.

00:20:11: aber anstatt dem Mann nicht jetzt anzuschreien und zu sagen hey das finde ich nicht gut und das macht mich wütende zieht sie sich eher zurück weint es traurig und dadurch reagiert der Mann sozusagen auf eine Emotion, die ja eigentlich gar nicht in ihr ist und denkt warum ist jetzt meine Partnerin traurig?

00:20:29: Was soll ich jetzt machen?

00:20:29: Und was hat das für Folgen?

00:20:31: Ist es ein gefährliches Wechselspiel, weil jetzt der Mann quasi auf etwas reagiert.

00:20:36: Aber die Frau denkt sich dann, nee, das brauche ich gar nicht und reagiert wieder frustriert.

00:20:41: Dadurch denkt sich der Mann, was soll ich denn sonst noch machen?

00:20:44: Das ist so'n gefährliche Teufel, also negative Spirale.

00:20:48: Absolut!

00:20:49: Ganz genau, ganz genau so ist es.

00:20:51: In dem Beispiel könnte man sich ja vorstellen der Mann sieht Ausdrücke also auf der Verhaltensebene von Traurigkeit bei seiner Frau reagiert darauf entsprechend.

00:21:02: zum Beispiel versucht er vielleicht Trost zu spenden sie in den Arm zu nehmen.

00:21:05: das aber natürlich absolut nicht.

00:21:07: dass was eine Frau die eigentlich wührendes gerade gut vertragen kann Sie weiß aber auch nicht warum.

00:21:14: Das heißt Genau so, wie du beschreibst ist es.

00:21:18: Das ist einfach ein Zyklus der sich ins negative immer weiter zuspitzt und die beiden Beteiligten entfernen sich immer weiter voneinander.

00:21:28: das Tolle ist ja wenn ich ein primäres Gefühl habe Und in der Lage bin das wahrzunehmen zu empfinden und meinem gegenüber zu zeigen dass das sofort Nähe hervorbringt.

00:21:41: nicht unbedingt angenehme nähe nicht unbedingt Sonnenschein und Vogelgezwitscher, aber näher in irgendeiner Form.

00:21:49: Das heißt ich spüre okay da bist du also.

00:21:53: Da fängst Du an, da hörst Du auf!

00:21:55: Ich für mich merke das auch mein Gegenübermerktes und es ist quasi ein weiteres kleines Mosaik-Steinchen im Kennen lernen letztlich.

00:22:05: Woran liegt's denn das Menschen dieses primäre Gefühle nicht wahrnehmen können oder auch dann in dem Sinne nicht ausdrücken können.

00:22:13: Woran kann es liegen, dass sie da eher dieses sekundäre Gefühl Emotion hochkommt und eben nicht dieses Primäre?

00:22:19: Ja das hat ganz viel mit der Prägung, mit der Geschichte zu tun, mit dem emotionalen Lernen, was ich in der Kindheit erfahren habe.

00:22:27: So automatisierte Mechanismen sind's dann auch teilweise schon.

00:22:30: ja.

00:22:31: also wenn beispielsweise jemand beigebracht bekommen hat vorgelebt bekommen hat dass man nicht wütend zu sein hat oder das wenn Zeichen von Wut aufkommen, sofort negative Konsequenzen drohen.

00:22:48: Dann wird es der Person schwerfallen im erwachsenen Alter Impulsen von Wud nachzugehen die zuzulassen sondern er wird eventuell die in einer anderen Form irgendwie umleiten und vielleicht Deckeln oder Überlagern mit einer sekundären Emotion.

00:23:08: Und kann das auch so eine Schutzstrategie sein, diesen Kernschmerz nicht zu fühlen?

00:23:13: Zu wollen sondern eher ja so eine sekundäre Emotion stelle ich mir vor könnte dann einfacher sein für die Person anstatt in diesem Schmerz den sie da eigentlich spürt reinzugehen.

00:23:23: ist es also so?

00:23:23: ne Statt den Kernschmerz zu spüren bleibe ich lieber in einer unglücklichen Beziehung und bleibt lieber dann traurig an statt in diese Wut zu gehen

00:23:32: Ja So zu sagen, also den Mechanismus, den du jetzt gerade angesprochen hast.

00:23:35: Der Kernschmerz ist ein anderes Wort für ein primär maladaptives Gefühl.

00:23:41: Also mein ganz tief eingeschriebenes negatives Schema oder Schema in dem Fall was sehr schmerzhaft ist und was ich schlecht aushalten kann.

00:23:56: Und da gibt es auch den Fall das eben sich darüber ein sekundäres Gefühl drüberlegt.

00:24:02: Wenn man es jetzt so bewusst analysiert, wie wir das jetzt tun.

00:24:06: Kann man das schon so beschreiben dass das leichter fällt?

00:24:10: Das ist natürlich kein bewusster Prozess.

00:24:12: Ah!

00:24:13: Möchte ich jetzt das spüren oder das?

00:24:14: Aber das ist leicht also fühle ich mal das.

00:24:16: So funktioniert's natürlich nicht aber klar wenn man jetzt so quasi von außen betrachtet dann ist das so.

00:24:21: das sekundäre Gefühl is eins was wir gut können was wir schon ganz oft gefühlt und ausgedrückt haben Was zu uns gehört Erlernt und beigebracht und beobachtet haben in der Kindheit, dass man eben so sich fühlt.

00:24:37: In Situation X Y Und der Kernschmerz darunter also das primär maladaptive Gefühl oder aber auch ein primär-adaptives Gefühl kann auch überlagert werden von einer sekundären Emotion.

00:24:53: Das ist deutlich anstrengender auszuhalten.

00:24:58: Und wenn man sich diese Beziehung vorstellt, das führt zu diesen Enttäuschungen und Entfremdung irgendwann.

00:25:05: Wenn es immer häufiger auftritt.

00:25:06: Weil die Frau erwartet etwas von einem Mann was der Mann aber in dem Sinne dann vielleicht gar nicht geben kann weil er das ja gar nicht merkt oder gar nicht wahrnimmt.

00:25:15: Das heißt auf der einen Seite haben wir eine Frau, die enttäuscht ist.

00:25:17: Aber wir haben natürlich auch ein Mann, der dann irgendwann enttäuscht ist und sagt hey du bist immer irgendwie sauer und frustriert, aber ich verstehe gar nicht warum also da das Harmonie, weil man auf verschiedenen Ebenen miteinander kommuniziert und nicht das was eigentlich offen sein sollte primär.

00:25:33: Darüber spricht man ja nicht.

00:25:34: Das ist gar nicht an der Oberfläche sondern wie so ein Wasserball unter der

00:25:38: Ober-Fläche.

00:25:39: Ja also Entfremdung ist etwas was dadurch entstehen kann wenn wir uns nicht wirklich begegnen sondern die ganze Zeit bei diesem sekundären Emotionszyklen uns ausgedacht haben als Beispiel ein.

00:25:57: Das führt natürlich dazu, dass beide Parteien sich ganz unverbunden fühlen zu Recht.

00:26:04: Sie irgendwie interagieren sie ständig miteinander.

00:26:07: das sind dann ja auch oft Prozesse die über Stunden hinweg Streits verursachen.

00:26:13: also irgendwie arbeiten sie die ganze Zeit sich aneinander ab und fühlen sich trotzdem ganz un verbunden gar kein Verständnis für den anderen Vollkommens, ja Kopf schütteln.

00:26:24: Ich versteh einfach nicht was so.

00:26:26: und wir reden und reden und streiten und streitten und streuten und vielleicht sind dann auch wieder Perioden von Kontaktlosigkeit dabei und so.

00:26:34: aber da kann natürlich Entfremdung geschehen.

00:26:37: entfremden kann aber auch ohne So etwas eintreten kann auch Eintreten einfach das zu wenig verbindende Momente Passieren in der Beziehung dass wir zu wenig Zeit einfach auch haben, dass vielleicht auch Verletzungen nicht aufgearbeitet werden können.

00:26:59: Dass also immer wieder wenn eine Kleinigkeit auftaucht die ganze Verletzung, die vielleicht gerade im Begriff war zu heilen wie da neu aufreist und man gar nicht wieder auf ein Status quo gelangt.

00:27:09: Es gibt verschiedene Wege zur Entfremdung.

00:27:13: Vielleicht könnte ich noch ein anderes Beispiel für diese sekundären Zyklen Weil wir haben jetzt gerade das so eingeführt, dass die Frau diejenige ist, die sozusagen ihre aggressiveren Gefühle nicht zeigt.

00:27:28: Sondern die Verletzlichkeit zeigt und weint, wie das dem Geschlechterklischee vielleicht auch entspricht.

00:27:36: Es gibt aber ganz häufig den Zyklus innerhalb eines Paares zu beobachten, der auch auf der Ebene der sekundären Emotion stattfindet wo die Frau eine andere Rolle übernimmt.

00:27:49: Und das finde ich eigentlich ganz spannend, nämlich... Das ist das Phänomen der sogenannten Nagging-Wife also die meckende Ehefrau oder auch Frau und der Partner, der männliche Partner kann natürlich auch wenn es eine homosexuelle Beziehung ist, selbstverständlich auch innerhalb von einer homosextuellen Beziehungen aufgeteilt sein.

00:28:11: Es geht ja nur um diese Rollen nicht um das Geschlecht also die andere Seite, die sich immer weiter zurückzieht so und das haben wir ganz häufig.

00:28:19: Also dass wie eine Person greift und kritisiert und attackiert und meckert und sozusagen versucht den anderen irgendwie zugreifen zu bekommen, verantwortlich zu machen in Kontakt zu gehen und die das Gegenüber immer weiter ausweicht.

00:28:45: Und sich immer weiter zurückzieht und immer mehr vermeidet.

00:28:49: Selbstverständlich führt es dazu, dass Person A noch weiter versucht, noch stärker versucht, zugreifend zu bekommen und ja ihre regelrecht ihre Tentakeln ausfährt wodurch selbstverständlich die andere Person eben noch weiter in die Vermeidung oder in den Rückzug geht.

00:29:08: Und da ist es auch im Buch so beschrieben, dass die Frau mit dem Nagging-Wife gibt sich ja auch andersrum.

00:29:15: aber dieses Phänomen ist schon deutlich zu beobachten das die Frau diejenige ist, die Aggression sozusagen initial in den Zyklus einbringt.

00:29:28: Jetzt stellen sich aber ja viele die Frage du hast es eben in einem Nehmensatz gesagt, dass die das nicht bewusst machen.

00:29:34: Also ich reagiere jetzt so und dann sind ja so unbewusste Verhaltensweisen.

00:29:39: was kann eine Frau oder auch ein Mann ist ganz wichtig?

00:29:43: kann ja auch mit einer sekundären Emotion reagieren, also anstatt traurig zu sein sich verlässlich zu zeigen zeigt eher das vielleicht mit Aggression oder Wut.

00:29:51: Also es ist ja in beide Richtungen das auch nochmal vielleicht an der Stelle wichtig zu sagen dass die Männer natürlich da auch häufig falsche Emotionen im Sinne in den Situation haben.

00:30:00: was könnte aber jetzt dann ein Mensch oder was soll das jetzt auch in dieser Beziehung dann empfehlen um aus diesen sekundären in diese primären Emotion überhaupt mal reinzukommen dazu spüren zu wissen Eigentlich fühle ich mich gerade traurig, aber das ist eigentlich gar nicht mein Kernschmerz.

00:30:16: Sondern es ist was ganz anderes!

00:30:17: Wie kommt da so ein Mensch hin und auch dieser Gedankenprozess?

00:30:22: Vielleicht könnte das auf mich zutreffen und vielleicht sollte ich mich da mal reflektieren.

00:30:26: Was wären also die ersten Schritte, die du empfehlen würdest?

00:30:29: Also erstmal gut, dass du da noch darauf hinweist, weil natürlich in dieser Dynamik, die ich jetzt grade genannt hatte mit der Nagging-Wife, ist natürlich das Gegenüber auch im sekundären Gefühl gefangen.

00:30:39: Nämlich indem von Dann werde ich halt auch nicht und dann meckert die immer nur.

00:30:46: Dann gehe ich jetzt irgendwie mit Freunden was trinken, habe mich auch keinen Lust mehr.

00:30:49: Das ist ja auch ein sekundäres Gefühl nämlich eigentlich ist da ja ein Gefühl von Ich kann nichts, ich bin nicht genug Sie mag mich anscheinend nicht mehr, ich mache alles falsch Und das wird ja auch nicht bewusst wahrgenommen, geschweige denn geäußert.

00:31:06: Also das ist absolut natürlich.

00:31:08: wenn man von einem Zyklus spricht der auf einer sekundären Gefühlsebene stattfindet dann sind es beide Parteien die diesem Mechanismus unterliegen.

00:31:17: Wie kann man das merken?

00:31:18: dass man da drin steckt?

00:31:21: also erst mal jede Dynamik jeder Interaktionszyklus jedes Muster was häufig und langanhaltend stattfindet.

00:31:35: Und sich nicht gefühlt jedenfalls so verändern lässt, sich nicht verändert immer wieder im gleichen Gewand auftaucht muss unter die Lupe genommen werden.

00:31:50: also wenn ich merke und das merken meine Erfahrung nach Paare oder einzelne Personen in ein paar sehr deutlich ah wir haben immer denselben Streit.

00:32:01: Das jetzt ist vielleicht ein anderer Anlass.

00:32:03: Gestern war es das Fenster, heute ist es die WhatsApp-Nachricht und morgen ist es bei sich der nicht geteilte Terminkalender oder was auch immer... Es ist eigentlich immer dasselbe!

00:32:15: Also Personen können das schon gut durchleuchten ja?

00:32:18: Aber irgendwie ist es immer so, dass du meckerst und ich ziehe mich zurück in irgendeiner Form.

00:32:25: Und das sollte einem Anlass genug sein, da hinzuschauen.

00:32:32: Es ist total schwierig für eine Person selbst im Alleingang je nachdem wie zum Beispiel reflektiert es selbst die Person schon ist ob sie schon Therapie Erfahrung hatte in der Vergangenheit beispielsweise.

00:32:44: all solche Faktoren spielen natürlich eine Rolle ob ich es selbst schaffe auf eigene Faust hinter meine eigene Kulisse zu blicken also selbst zu spüren.

00:32:56: Das ist vielleicht ein sekunderes Gefühl, was ich hier gerade empfinde und ausdrücke.

00:33:00: Und eigentlich ist da etwas dahinter, was sie vielleicht noch nicht ganz gegriffen bekommen.

00:33:06: Aber ich habe irgendwie das Gefühl es ist nicht ganz authentisch!

00:33:10: Es bin nicht ganz ich!

00:33:13: Ich gehe unbefriedigt daraus weil unsere primären Gefühle sind ja einzig und allein dazu da, uns in unserem Wohlbefinden zu sichern.

00:33:26: Das heißt wenn ich es schaffe mein primäres Gefühl in einem angemessenen Modus an den Tag zu legen dann werden meine Gegenüber darauf in irgendeiner Form eingehen und ich werde in irgend einer Form befriedigt daraus

00:33:42: gehen.".

00:33:42: Aber wenn das dann mehrere Stunden, mehrere Tage andauert kann das dann eben ein Indiz sein dass das vielleicht nicht das primäre

00:33:49: Gefühle

00:33:50: oder die primäre Emotion ist.

00:33:51: Ja, genau und man hat auch eigentlich ein Gespür davon sind wir gerade echt in einem echten Kontakt?

00:33:59: Oder ist das ein bisschen eine Inszenierung also diese Interaktionszyklen auf einer sekundären Ebene die wirken immer ein bisschen wie nachgespielt.

00:34:13: Also eben auch, also klar die Tatsache wenn über einen langen Zeitraum keine Annäherung und keine Auflösungen geschieht und eben auch wenn es immer wieder, also wenn wir einmal im Monat mehr oder weniger denselben Konflikt austragen mit einem anderen Anlass jeweils und nie wirklich weiterkommt dann kann das auch ein Hinweis darauf sein.

00:34:35: Und dann würdest du aber den empfehlen ehrlich miteinander mal zu sprechen, sich da auszutauschen oder klappt es in Anfälschlichen dann wirklich nur über eine fremde Hilfe die da so bisschen von außen da so ein bisschen ja vermitteln kann zwischen den zwei Parteien?

00:34:50: Oder kann man da auch mal sagen hey Schatz ich möchte mal ehrlich mit dir sprechen.

00:34:54: Ich habe mir mal Gedanken gemacht und so und Von Aus mit Rat, würde ich sagen.

00:34:58: Okay am Ende wir sollten ehrlicher uns machen aber das sind natürlich auch ganz viele Ängste.

00:35:03: was passiert jetzt wenn ich mich ehrlich mache und sage hey da ist irgendwas.

00:35:07: also Was wäre da jetzt so der Schritt wenn man dann merkt okay?

00:35:11: Das könnte auf mich zutreffen weil die Emotionen es Ich bin nicht befriedigt danach und mir geht schlecht und ich entdecke ah Ich könnte ich habe ein falsches Gefühl in dem Sinne.

00:35:21: was wird an den nächsten Schritten?

00:35:22: Ehrliches Gespräch mit dem Partner oder sich dann coach holen?

00:35:25: was was sagt?

00:35:26: eine Erfahrung?

00:35:27: Das kommt sehr drauf an, wie emotional intelligent den Betroffenen sind.

00:35:35: Oder wie... Wie

00:35:37: tief die Beziehung

00:35:39: ist natürlich?

00:35:41: Wie sehr Personen, dass die Stärke und das Rückgrat haben sich selbst so anzupacken Der Beziehung das zuzutrauen, dass sie es aushält ist sehr unterschiedlich.

00:35:54: Natürlich sehe ich bei mir nur die Personen, die es nicht auf eigene Faust offensichtlich in den Griff bekommen.

00:36:01: aber ich halte das nicht für unmöglich auch als Paar neu zu beleuchten und den Partner dazu animieren vielleicht auf diese Dynamik, die ihm ja auch oder ihr auch vertraut ist.

00:36:17: Mal mit einem neuen Blick darauf zu werfen und mal gemeinsam auf die Meta-Ebene zu gehen und zu sagen hier guck mal... Ist dir schon aufgefallen wenn wir streiten?

00:36:28: Es ist immer so!

00:36:29: dass ich so und du so und so.

00:36:31: Und schauen wir, woran könnte das liegen?

00:36:32: Man kann das schon auch selber in den Griff bekommen.

00:36:35: aber je nachdem wie verdeckt und wie tief diese primären Emotionen vergraben sind und wo die da schlummern lassen, die sich manchmal eben nicht auf eigene Faust aufdecken bei diesem Klassischen Verfolgervermeider-Zyklus, den ich jetzt eben mit dieser Nagging Wife als Beispiel veranschaulicht habe.

00:36:57: Da wäre es so der erste Schritt aus der Coachperspektive, dass man dem Verfolgarer, der Nagging-Wife in dem Beispiel klar macht was diese Angriffe oder diese Attacken oder dieses Gemäckere im anderen auslöst tatsächlich, weil das der Person oft gar nicht bewusst ist.

00:37:24: Also zu sensibilisieren dafür was hat das für eine Wirkung beim Anderen?

00:37:29: Dafür musste der andere natürlich auch dazu beitragen dass Person A das sehen und verstehen kann also zeigen wie ein das verletzt.

00:37:40: Ich überlege gerade auch im Kopf dass natürlich der Partner oder die Partnerin da natürlich helfen kann und so den Spiegel ein bisschen vorhalten kann.

00:37:47: Und sagen kann, hey irgendwie habe ich eine andere Emotion bei dir jetzt erwartet?

00:37:51: Weil ich hab irgendwas gemacht und anstatt dass du jetzt büten bist hast du angefangen zu weinen oder andersrum.

00:37:56: Genau gibt ja beide das da auch so vom Partner von der Partnerin mal so ein ehrliches Nachfragen und so wie geht es dir eigentlich wirklich um so Interesse auch zu zeigen könnte ich mir vorstellen.

00:38:06: Ja absolut!

00:38:07: Dass auch der andere dabei helfen kann.

00:38:09: Ich habe mich jetzt noch gefragt als du während der ganzen Zeit gesprochen hast Ist natürlich auch eine Frage, wie viel will ich jetzt noch investieren?

00:38:16: Also ist die Beziehung noch... Möchte ich noch in dieser Beziehungen drin bleiben.

00:38:20: Dass es sich lohnt darum zu kämpfen darüber zu sprechen?

00:38:23: oder bin ich eh schon in meinen Gedanken woanders?

00:38:25: und das wäre so meine Frage an dich.

00:38:27: Wann merken denn Menschen dass es eben nur ne Krise isst also eigentlich lieben wir uns und wir durchlaufen gerade einfach eine Krise Und wir kommen aber da gestärkt wieder raus oder dass es wirklich dieser Punkt ist zu sagen hey Ich glaube ne Trennung ist für uns besser.

00:38:41: Also wann ist schlecht, schlecht genug in diesem Sinne?

00:38:45: Wie kann man oder welche Fragen sollte man sich da stellen oder was würdest du denen damit geben ob es jetzt eine Krise ist oder wirklich ... Du sagst glaube ich in deinem Buch auch ein Art Point of No Return dann ist.

00:38:57: Genau also dieser Begriff Point Of No Return den fand ich auch total interessant bei der bei der Recherche zu meinem Buch.

00:39:04: das ist ein Begriff der von zwei Forscherinnen Bühler und Ort stammt die ganz neue Studienergebnisse beigetragen haben zur Trennungsthematik.

00:39:16: Ganz viel dazu geforscht haben und die haben in ihren Untersuchungen eben gesehen, dass es einen Punkt gibt ein Point of No Return an dem Hopfen-und Malz verloren ist sozusagen.

00:39:30: Und der ist in etwa einem Jahr vor Beziehungsende.

00:39:35: das muss man sich auch erst mal auf der Zunge zergehen lassen dass vorher schon richtig viel passiert ist an Entfremdung, teilweise aber auch an Reparaturversuchen.

00:39:46: An Maßnahmen, ein paar Beratungen was auch immer und an dem Punkt wo die Zufriedenheit der Person wirklich drastisch nach unten geht – the point of no return.

00:39:59: von da andauernd es im Schnitt immer noch ein Jahr bis tatsächlich die Trennung vollzogen wird.

00:40:05: Man darf das wirklich nicht unterschätzen je nachdem wieviel an der Beziehung hängt wie lange die Beziehung schon Bestand hatte, wie enorm schwierig diese Ablösungen sein kann.

00:40:18: Und von diesen beiden Forscherinnen stammt auch das Kriterium, dass man sich befragt oder so beschreiben Sie es jedenfalls in Ihren Berichten, Limit sind, also sozusagen der Cutoff-Wert von ist noch tolerabel zu ist nicht mehr tolerabel.

00:40:45: Also sie empfehlen Betroffenen die sich Gedanken machen über den Zustand ihrer Beziehung täglich zu notieren von einer Skala von null bis zehn wie zufrieden bin ich?

00:40:56: null das wenigste zehn das Maximum.

00:40:59: und wenn ich über einen Zeitraum von einigen Wochen bei einem Wert von sechs Komma fünf oder da drüber angekommen bin, dann ist es sozusagen in Ordnung.

00:41:10: und wenn ich darunter bin.

00:41:13: Dann ist das aus einer statistischen Perspektive heraus ein Anzeichen dafür dass sich bald den Point of No Return überschreiten werde.

00:41:23: Das heißt, du hast in deinem Buch auch da ganz viele Fragen, die man sich in diesem Zeitraum dann stellen kann.

00:41:29: Also klassisch sich abends mal hinzusetzen.

00:41:31: Hast du mal so ein zwei Beispiele aus dem Kopf?

00:41:33: Fragen, den man sich dann eben stellen kann weil es immer sehr schwierig finde.

00:41:36: ich bist du zufrieden?

00:41:38: und an Skala von null bis zehn aber es gibt ja so... Ich glaube du hast einen Fragenkatalog gehabt.

00:41:42: vielleicht einfach nur so ein paar Beispiele um eine Ahnung zu bekommen.

00:41:46: ah okay in diese Richtung könnte ich mir paar Fragen dann stellen.

00:41:48: also was ich empfehle tatsächlich oder was ich auch Paare.

00:41:53: frage ist, ob Nähe gesucht wird.

00:41:56: Also damit meine ich jetzt nicht körperliche Nähe aber ob sozusagen die Möglichkeiten hergestellt werden aktiv dass wir miteinander sein können.

00:42:06: Versuche ich also an einem Tag selbst aktiv in irgendeiner Form die Möglichkeit zu erkreieren mit meinem Partner meiner Partnerin zusammen zu sein.

00:42:19: Oder ist es eher so, wenn alle Glocken gleichzeitig schlagen?

00:42:23: Dann essen wir abends zusammen.

00:42:25: Aber wenn ich dann nicht ... Das ist ja was, was ich sehr stark auch selbst in der Hand habe.

00:42:31: Ich kann gucken und mache das möglich.

00:42:34: Frage ich meinen Partner oder meine Partnerin, wann hast du Zeit?

00:42:36: Ich würde gerne heute Abend mit dir einen Film gucken.

00:42:40: Oder nicht!

00:42:42: Also suche ich aktiv die Nähe.

00:42:44: und dann die andere Frage, die ich für auch noch relevant halte ist.

00:42:48: Wie geht es mir nachdem wir näher hatten?

00:42:52: Also wie geht's mir nach dem wir eine Stunde Frühstücken waren?

00:42:58: Bin ich danach inspirierter?

00:43:02: bin ich danach Lehrer?

00:43:04: Bin ich generfter, bin ich total erledigt.

00:43:07: Da frage ich mich warum mein... Warum habe ich da... Warum bin ich nicht mit einer Freundin frühstücken gegangen?

00:43:14: Das heißt das sind ja auch Marker dafür.

00:43:18: mache ich das morgen nochmal oder lasse es lieber so und dadurch wenn ich nicht selber versuche in die Hand zu nehmen dass wir gemeinsam Zeit haben dann wird sie die Möglichkeit dafür geringe, dass wir verbindende Momente überhaupt erleben.

00:43:36: und je seltener eine Beziehung verbindenden Momente erlebt, desto eher geht sie bergab.

00:43:41: Also es ist nicht etwas was einfach von alleine wächst und gedeiht wie eine Pflanze ja?

00:43:47: Die wächst auch nicht von alleine.

00:43:49: ich muss mich schon hin und wieder mit der befassen.

00:43:52: Und wenn dann die Menschen ja dazu kommen und sagen, okay mein Skala liegt da drunter oder ich bin wirklich unglücklich.

00:43:59: Hast du ja gesagt in der Wissenschaft es dauert dann im Durchschnitt so ein Jahr noch um sich dann wirklich zu trennen?

00:44:05: Bei anderen bei manchen Menschen bleiben wir wirklich noch drei vier Jahre in der Beziehung.

00:44:11: Wir haben jetzt gar nicht darüber heute so groß gesprochen.

00:44:13: im Buch ist aber ein großer Anteil auch darüber natürlich über die Bindungstypen und Bindungsstil.

00:44:18: Aber vielleicht kann es uns da noch mal so was mitgeben, warum Menschen ... Weil für mich das natürlich sehr schwierig ist aus einer externen Perspektive.

00:44:25: Weil das sind ja Ängste?

00:44:26: Also ich merke, ich bin unglücklich in der Gegend wart!

00:44:30: So und viele Menschen haben aber Ängster, was die Zukunft angeht also dass man verlassen wird, dass man einsam wird, vielleicht auch dass man als Frau jetzt vielleicht aufgrund des unterschiedlichen Gehalts vielleicht dann auch unsicher sich fühlt und sagt wie soll ich das denn alles finanziell dann irgendwann stemmen.

00:44:48: Warum ist dieses Gefühl, diese Angst vor einer Zukunft wo man ja gar nicht weiß ob die in Kraft tritt oder nicht?

00:44:53: Warum ist die so stark so groß dass man die Gegend waren.

00:44:57: Dieses Glück was man aktuell so runter wie soll ich das sagen?

00:45:02: also wenn man die angst ist so groß das man sagt Ich bin lieber unglücklich in der Gegenwart anstatt in der zukunft irgendwie unglücklich zu sein.

00:45:11: verstehst du was ich meine?

00:45:11: das hatte ich gefragt Woran das liegt oder was du vielleicht auch den Menschen mitgeben kannst, die uns gerade zuhören und sagen ja, das trifft auf mich zu.

00:45:18: Die Angst ist einfach...die nimmt mich ein und bringt mich nicht zum Handeln.

00:45:23: in dem Sinne dann.

00:45:24: Find ich auch total interessant die Frage weil die eine Angst, die ist ja bereits da und das andere negative Gefühl dass das malig an die Wand, das kann hypothetisch eintreffen in der Zukunft irgendwann aber das andere negativen Gefühl is absolut greifbar schon da.

00:45:43: Ich glaube, das ist die Crux unseres großen Gehirns was wir Menschen haben.

00:45:47: Wir sind glücklicherweise oder leider in der Lage Zukunft zu visualisieren durchzuspielen, Szenarien zu erstellen, Hypothesen aufzubauen, was sehr schön ist und sehr nützlich und teilweise eben aber auch ganz schöne Last aufbürdet.

00:46:08: genau in diesem Sinne.

00:46:10: Das ist, glaube ich was, wo jeder Mensch sich an die eigene Nase fassen kann und sich fragen kann, okay, ist es das wirklich wert?

00:46:16: Dass ich etwas Mögliches in der Zukunft vermeiden will indem ich etwas Aktuelles, Greifbares, Reales im Hier-und-Jetzt erleide.

00:46:28: Ist das wirklich sinnvoll?

00:46:30: das andere, was du gesagt hast mit den Bindungsstilen.

00:46:33: Das ist etwas, was da noch erschwerend drauf kommen kann.

00:46:37: wenn ich also vom Bindungstypus her zum Beispiel die schwierigste Voraussetzung um aus einer unglücklichen Beziehung aktiv rauszugehen ist wenn ich einen unsicherängstlichen Bindungstil habe.

00:46:54: Das heißt bei dieser Personengruppe muss man sich das so vorstellen, dass aktiv eine Bindung aufzulösen.

00:47:02: Sich regelrecht wie Sterben anfühlen kann oder wie man sich vorstellt, wie Sterbe sich anfühlt weil das natürlich niemand berichten kann.

00:47:12: aber das ist so tief im Menschen drin, dass die Bindung an sich unabhängig von der Qualität So lebensnotwendig ist, dass die Bindung aufzulösen schier unmöglich scheint.

00:47:29: Und wie sprichst du dann mit diesen Menschen?

00:47:31: Was hilft denn in dieser Situation?

00:47:33: Erst mal hilft zu realisieren was sind das für Ängste, die dahinter stehen?

00:47:39: also... Wie fühle ich mich wenn ich ohne Bindung bin?

00:47:44: Was kommt da in mir hoch, das zuzulassen und dann eine neue Perspektive darauf zu gewinnen.

00:47:50: Und ganz häufig gibt es irgendwo im Menschen ein kleines Pflänzlein, was selbstwert empfindet, das auch wahrnimmt, dass es einen Recht auf Zufriedenheit hat, was Lebensmut und Lebenswille enthält – und das muss gestärkt werden!

00:48:14: Wenn wir jetzt bei dieser Lösungsorientierung sind und ich weiß, jeder Mensch bringt ja etwas anderes mit gerade bei dir.

00:48:20: Aber wenn jetzt ein Mensch dir gegenüber sitzen würde im Couching und dir davon berichten würde... Ich habe mir die Fragen gestellt, die Scala!

00:48:27: Ich bin einfach unglücklich sozusagen.

00:48:30: Wie gehst du dann mit diesen Menschen vor?

00:48:32: Also wir hatten eben schon geschworen wie man in diese Gefühle, in Emulsionen, wie man da reinkommt.

00:48:37: aber was würdest du jetzt so einen Menschen mitgeben der in Couchings gegenüber sitzt und sagt hey Ich bin in einer unglücklichen Beziehung und ich möchte mich irgendwie trennen, aber ich habe Angst oder ich fühle mich irgendwie ... Ich hab nicht diese Energie.

00:48:49: Wie würdest du mit ihm dann vorgehen?

00:48:51: Wie kann ich mir das vorstellen?

00:48:51: Oder wie können wir uns das

00:48:52: vorstellen?".

00:48:53: Also der erste Abschnitt von so einem Coaching-Prozess wäre erst mal all diese Gefühle die so unfassbar schwer zu ertragen sind, die zu begleiten als zum Beispiel die Traurigkeit darüber dass dieser Traum der irgendwann mal da war und verfolgt wurde, dass er im Begriff ist zu platzen oder geplatzt ist.

00:49:18: Sich davon zu verabschieden, sich von der Vorstellung zu verabschieden die heile Familie zu sein den Kindern die Heile Familie bieten zu können einen etwas nicht non-linearen Lebensweg umzuhaben all diese Gefühle, die damit verbunden sind was auch immer.

00:49:41: Die da sein zu lassen in einem sicheren Rahmen und eben auch zum Abschluss zu bringen.

00:49:49: also innerhalb einer Sitzung gibt es ja auch einen Bogen so wie ein Gefühl selbst auch einen bogen hat oder eine Wellenform.

00:49:59: Es geht hoch und dann muss aber natürlich auch innerhalb von einer Setzung der Abschluss und das ab das Absinken dieses Gefühls begleitet werden.

00:50:10: Das heißt, Personen erleben innerhalb einer idealen Coaching-Sitzung zum Beispiel dass sie eines dieser fürchterlichen schwer zu ertragenen Gefühle aushalten können Dass es da sein darf und das ist aber auch wieder abklingt Und Sie danach immer noch in Sicherheit sind und nichts Schlimmes passiert es.

00:50:38: Ich bin da, das Gegenüber ist da die Welt ist da und so kann wie ja wie sie die Mensch schichtartig dieses Schreckgespenst von Gefühl abgetragen werden.

00:50:52: nach und nach

00:50:53: okay?

00:50:53: Und wenn dann die Menschen den Schritt gegangen sind und sich getrennt haben erlebe ich das auch oft dass dann sich der Partner, die Partnerin um hundert-achtzig Grad dreht.

00:51:03: Auf einmal wenn man jetzt zum Beispiel gemeinsame Kinder hat und noch gemeinsam zusammen wohnt oder immer im Kontakt das merkt man auf einmal weil man sich getrennt hat ist es dem anderen wie die Schuppen von Augen gefallen.

00:51:14: und hey ja ich muss mich jetzt ändern!

00:51:15: Ich muss mich öffnen als Mann sozusagen ne?

00:51:18: Ich bin wieder supportive und bin da und dann kommt ja oft in den Menschen der Gedanke okay Soll ich wieder in Anführungsstrichen zurück?

00:51:27: Sollte ich Ihnen noch mal eine Chance geben oder auch ihr.

00:51:30: Wie siehst du das aus der Expertise, aus der Partherapie?

00:51:35: Wann ist es sinnvoll zu sagen hey!

00:51:37: Ich gebe dir nochmal die Chance und wir arbeiten nochmal da dran.

00:51:39: Und wann ist es so wo man sagt nee ich gehe jetzt diesen neuen Weg ich bin gestärkt und ich will dass nicht was wir hier hatten und auch wenn du dich veränderst aber Der point of no return ich komme einfach emotional nicht mehr hin wo wir sind.

00:51:52: ich weiß Menschen und ich auch.

00:51:56: Ich sehe nämlich auch ständig nach Zahlen, Messwerten und Cutoffwerten in irgendeiner Form von Greifbarkeit dieser Prozesse.

00:52:09: Und in ganz minimalen Bereichen haben wir das ja.

00:52:13: Das sind ja Versuche wie diese sixty-fünf Prozent so etwas irgendwie zu operationalisieren.

00:52:23: meiner alltäglichen Interaktion mit meinem Gegenüber kann ich natürlich nicht ständig da irgendwie ein statistisches Barometer anlegen, aber ich habe mein emotionales Barometer immer bei Hand und ich glaube darauf muss man sich zurückbesinnen.

00:52:39: Was ich beruhigend finde dabei ist dass man sich sagen kann das in meinem Gefühl was ich empfinde wenn beispielsweise meinen Ex-Partner meine Ex-Partnerin zu mir kommt Und an meine Haustür kratzt sozusagen und sagt, ich habe mich verändert.

00:52:53: Ich bin ganz anders geworden.

00:52:55: Jetzt haben wir eine Chance

00:52:56: usw.,

00:52:57: dass ich mein Gefühl was in dem Moment bei mir losgeht, was ja bestimmt irgendein Gefühl wird losgehen das in diesem Gefühl ganz viele Informationen statistische Werte Erkenntnisse Erfahrungen wie in einem Sud schon eingekocht sind und das Gefühl, was ich in dem Moment habe sozusagen mein Barometer sein muss.

00:53:27: dem dürfen wir dann auch vertrauen.

00:53:29: Dem dürfen wir auch vertrauen, wenn wir es uns angeguckt haben.

00:53:34: Ein Gefühl ist ja glücklicherweise kein Befehl sondern ein Hinweis eine Information.

00:53:39: ich muss meinem Gefühl nicht nachkommen.

00:53:41: wenn ich denke ah okay gefühl ich weiß woher du kommst so ich hab verstanden das kommt aus irgendeiner Schwäche meiner Persönlichkeit oder in einem Defizit.

00:53:51: dann Gottes Willen dann kommen dem nicht nach.

00:53:53: aber es ist immer ne interessante Informationsquelle.

00:53:58: Ich selber glaube nicht, dass häufig Beziehungen die mal getrennt waren irgendwann total glücklich sein können.

00:54:07: Nicht häufig!

00:54:08: Mit Sicherheit gibt es das?

00:54:10: Ich glaube ist eher seltener der Fall

00:54:12: Weil einfach der Point of No Return mal da war und die Emotionen so runtergekochen sind, dass das eben schwierig ist, das einmal wieder einmal komplett aufzu... Zum

00:54:21: Beispiel das.

00:54:22: oder weil einfach tatsächlich die beiden Personen einfach nicht gut zusammen passen.

00:54:27: Und klar können Menschen sich ändern aber Persönlichkeitsmerkmale lassen sich nicht ändern.

00:54:34: Was können wir denn für die Zukunft dann mitnehmen wenn diese Menschen aus diesen Beziehungen dann vielleicht irgendwann mal erfolgreich raus gegangen sind?

00:54:41: Im Bestfall erleben Sie ja noch mal eine zweite Beziehung oder eine dritte Beziehungen je nachdem.

00:54:46: Und viele hoffen dann, die Beziehungszeit wird es jetzt oder da mache ich alles anders.

00:54:51: Also jetzt ein bisschen lösungsorientiert in die Zukunft gesprochen.

00:54:55: wie kann ich als Mensch dafür sorgen dass die Wahrscheinlichkeit einer erfüllenden BeziehUNG wir haben über die vier Pfeiler ganz am Anfang gesprochen das die auch über einen längeren Zeitraum gegeben sind.

00:55:05: also Was kann ich tun, was kann ich reinbringen?

00:55:08: damit ist dann irgendwann nicht nochmal vielleicht dazu kommen sondern es wirklich eine erfüllende Beziehung wird.

00:55:14: Da kommen wir jetzt vielleicht wieder ganz minimal oder ganz leicht an dem Punkt vorbei den wir zu Beginn schon mal hier hatten nämlich wo du erzählt hattest von den Personen in der Dating-Welt oder überhaupt dem Klima, dass du offensichtlich beobachtest das eben sobald eine Kleinigkeit stört die Person ausgesondert wird.

00:55:37: Ausselektiert wird weil ein großes Rezept für die Zukunft ist gut auszusuchen.

00:55:47: ganz viele Beziehungen die unglücklich sind hätten nie entstehen sollen.

00:55:54: aber Das was du beschreibst, ich möchte dich nicht noch einmal wiedersehen weil dein Fuß komisch geformt ist.

00:56:05: Ist selbstverständlich das falsche Kriterium was da angelegt wird.

00:56:10: Dennoch halte ich eine hohe Fluktuation für absolut sinnvoll.

00:56:15: Ich halte es für sinnvoll dass wenn wir merken so richtig flowig ist das Gespräch so richtig wohl fühle ich mich nicht.

00:56:26: Irgendwas stört mich an dem anderen, wie er lacht ist irgendwie komisch wirkt ein bisschen aufgesetzt was auch immer.

00:56:36: dass wird dann eher vielleicht sagen sollten okay vielleicht ist das an und für sich ein toller Mensch und ich bin ein toler Mensch aber vielleicht sind wir nicht füreinander gemacht und ich schau mal weiter.

00:56:47: also es nicht zu lange versuchen zu sehr hinbiegen wollen Weil das, glaube ich, der große Schritt ist für eine glückliche Beziehung irgendwann.

00:57:00: Dass ich die richtige Partnerin an meiner Seite habe?

00:57:03: Ich

00:57:04: finde hier nochmal spannend die Perspektive und macht total Sinn.

00:57:07: Also ich meine am Anfang gar nicht dass wir auf Teufel kommen raus dann mit einem Menschen in die Beziehungen treten.

00:57:13: Und du hast ja völlig recht.

00:57:14: diese Gefühle und das kennen wahrscheinlich auch viele da draußen dieses wenn man jemanden sieht und mit jemandem spricht wo man entweder so ein tolles Gefühl direkt hat oder schon so ein ungutes Gefühl.

00:57:25: Und ich meine, es ist wieder sehr klischeehaft.

00:57:28: aber auch wenn man ins Fernsehen schaut da gibt's ja schon die Bad Boys sag' ich jetzt mal und Frauen, die dann total anhimmeln und so.

00:57:34: Ich glaube aber innerlich stört den ja auch etwas.

00:57:37: Aber das ist dieses Ahne, er ist doch so attraktiv oder irgendwie versuchen wir es.

00:57:42: Aber da mehr... Also die These unseres Gesprächs hat wirklich auf das Gefühl zu hören und zu sagen hey, wenn da schon so n störendes Gefühl is', auch wenn alles andere passt vielleicht erst gar nicht die Beziehung einzugehen, weil das ... wie du jetzt sagst, der Faktor für diese ganzen unglücklichen Beziehungen ist.

00:57:59: Dass viele zusammenkommen, die hätten nie zusammenkommen sollen anscheinend?

00:58:02: Ja, absolut!

00:58:03: Du hattest eben das Beispiel gehabt mit dir... Vielleicht können wir da kurz reingehen.

00:58:07: Du hättest ein Beispiel gebracht von einer Person, die er gesagt hat und ich fand den Mann ganz unsympathisch und bin ja trotzdem in die Beziehen geheiratet.

00:58:13: Und was war dann der Grund, dass obwohl sie ihn ja unsypathisch fand, trotzdem diese Bindung eingegangen ist und sogar geheiratete

00:58:20: hat?!

00:58:21: Also in dem Fall war das so, der Partner dieser Person war schon immer jemand, der gerne viel Sprach, der gern viel erklärte.

00:58:33: Der sich selbst für sehr klug hält, schätze ich mal immer noch und meine Klientin hat es so aufgenommen dass das in irgendeiner Form Defizit auf sie ausstrahlt.

00:58:50: Da war ein Störgefühl.

00:58:52: Das fokussierte sich dann aber nicht auf ihn, sondern sie hat das auf sich bezogen.

00:58:58: Ich muss anscheinend noch mehr Bücher lesen.

00:59:02: Ich muß anscheint noch irgendwie mehr wachsen um dem auch zu folgen.

00:59:06: Er tritt so selbstbewusst auf, dass muss ich auch irgendwann

00:59:09: können.".

00:59:10: Das hat sich über die Jahre, vielen viele Jahre gedreht.

00:59:13: zu er ist besser wisserisch.

00:59:17: Ich finde ihn unangenehm, wenn er im Beisein von anderen Personen spricht.

00:59:21: Ich schäme mich für ihn.

00:59:23: Er textet jeden und jede zu ohne darauf zu achten ob das gegenüber das überhaupt höheren will.

00:59:29: also wahnsinnige Fremdheit innerhalb dieser Beziehung ist entstanden.

00:59:34: Und ja das hat sich ganz gedreht.

00:59:38: aber dieses diese kleine Disconnect der war von Anfang an da der Überzeugung, dass eine Beziehung die lange halten soll idealerweise.

00:59:54: Am Anfang leicht und fluffig und positiv und schön und wundervoll sich anfühlen muss weil schwierig wird sowieso irgendwann mit Untermal für Phasen.

01:00:09: das heißt nicht dass die Beziehung generell an Niveau verliert.

01:00:14: Das finde ich überhaupt nicht, im Gegenteil würde ich sagen.

01:00:17: aber natürlich gibt es wenn man zwanzig Jahre zusammen ist oder alt wird miteinander Phasen die schwierig sind.

01:00:24: natürlich ja Aber

01:00:26: da sind wir ja am Ende wieder bei den Gefühlen bei den Primären und Sekundäre.

01:00:30: Wenn du jetzt sagst, sie hat ihn so kennengelernt aber hat den Fehler dann bei sich gesucht würde ich ja sagen Sie hat da eine sekundäre Emotion gehabt und hatte gar nicht den Zugang zu dem Primären.

01:00:39: also würdest auch sagen das ist eigentlich doch die Grundvoraussetzungen da reinzugehen würde ich sagen und das könnte ganz viele Probleme und Konflikte dann lösen.

01:00:48: Ja bin ich absolute Ansicht weil Ich auch die Erfahrung gemacht habe wenn ich meinem gegenüber meine primären Gefühle zeige, ob das jetzt meine primären Adaptiven oder Malle Adaptiven sind.

01:01:03: Dann habe ich eine große Erfolgsaussicht weil mein Gegenüber seltenst wenn es mich sieht in meinem Kernschmerz und wenn ich zum Beispiel in irgendeiner Form damit in Kontakt gebracht werde dass ich mich eigentlich als nicht liebenswert irgendwie fühle.

01:01:20: Dass sich eigentlich irgendwo in mir eingebrannt habe Gefühl von, ich habe der Welt eigentlich nichts mitzugeben.

01:01:27: Ich bin eigentlich

01:01:28: überflüssig.".

01:01:29: So wenn ich so etwas meinem Gegenüber Partner-Partnerin zeige dann ist die Erfolgsaussicht relativ hoch dass mein Gegenüber darauf eingehen wird und mich nicht ablehnen abstoßen das gegen mich verwenden wird.

01:01:46: Das hoffe ich jedenfalls sehr gibt sicherlich auch Fälle die das Gegenteil beweisen.

01:01:51: aber im Normalfall in der normalen Beziehung, die ein Problem hat.

01:01:56: Die in einer Krise ist wo aber eigentlich beide Beteiligten sich wünschen dass diese Beziehungen noch weiterlebt da werde ich dadurch eine Entwicklung in Gang bringen ganz ganz positive für mich selbst.

01:02:09: Ich werde die Erfahrung machen oh wow!

01:02:11: Ich kann jemand zeigen das ich mich irgendwie eigentlich als nicht liebenswert wahrnehme irgendwo in mir.

01:02:19: sicherlich ist es nicht das einzige was ich über mich empfinde Und mein Gegenüber nimmt mich dankend und liebend an.

01:02:30: Das ist eine wahnsinnig hilfreiche Erfahrung.

01:02:34: Total, was helfen kann?

01:02:35: Du hattest noch ne Warum-Technik in deinem Buch!

01:02:38: Und du hattet das.

01:02:39: ein Beispiel in so Konfliktsituationen.

01:02:42: da ging es dann um die Milch im Kühlschrank.

01:02:43: vielleicht kannst du mal kurz den Dialog weil nämlich die Partnerin auch ... helfen können, den Zugang da vielleicht zum primären Emotionen zu bekommen.

01:02:52: Maximal diese Warum-Technik an diesem Beispiel.

01:02:55: Ich glaube es war eine Milch im Kühlschrank.

01:02:56: Ja genau.

01:02:56: Wenn du ein anderes Beispiel hast auch gerne daran.

01:02:58: Nee das kann man ganz gut nehmen.

01:03:00: Genau also eine Person A hat... möchte Milch aus dem Kühlschrank nehmen, die Milch ist nicht da und sie macht Person B den Vorwurf dass die Milche nicht gekauft wurde.

01:03:11: Und reagiert vielleicht in irgendeiner Form kritisch oder vielleicht aggressiv

01:03:17: genervt richtig

01:03:18: genau und statt sofort in die Defensive zu gehen sagen zu sagen Was habe ich überhaupt nicht versprochen?

01:03:28: Du wolltest das doch oder warum muss ich es überhaupt immer tun.

01:03:31: Warum

01:03:32: kriegst du dich auf, ist da nur eine Milch?

01:03:33: Genau, genau könnte man fragen.

01:03:35: Ja okay gut wofür brauchst du die denn?

01:03:38: Genau oder was ist denn jetzt gerade erzählt?

01:03:41: doch mal also und das ist einfach eine ganz einfache Methode wie ich ohne direkt in meine übliche Position zu wechseln versuchen kann, erstmal Verständnis für den anderen aufzubringen.

01:03:56: Also je mehr ich verstehe über die Position des Anderen, desto eher habe ich die Möglichkeit das nachvollziehen zu können und in Verbindung zu bleiben obwohl wir gerade ein Konflikt haben.

01:04:08: also nicht direkt dieses Kontra zu gehen und noch lauter zu werden und noch vorwuchsvoller zu werden sondern sich kurz zurücknehmen.

01:04:15: Warum ist jetzt der anderen Person das anscheinend gerade so wichtig?

01:04:19: Oder was ist da los, eine Neugier auf leicht zu haben und zu spüren.

01:04:24: Absolut!

01:04:24: Warum rupt ich das jetzt so auf?

01:04:26: Erzähl mal, wofür brauchst du die Milch?

01:04:28: oder... Richtig, richtig.

01:04:29: Und dann hätte die andere Person die Chance das aufzulösen für dich.

01:04:33: Richtig.

01:04:33: Und je nachdem, das hängt natürlich ganz viel mit meinem aktuellen Energiehaushalt zu tun.

01:04:40: Wie sehr schaff ich es bei mir zu bleiben und Dinge vielleicht auch in einem Modus vorzutragen, dass mein Partner die Möglichkeit hat... ...zu verstehen wo stehe ich gerade?

01:04:50: Vielleicht bin ich aber auch grade schon so runtergerockt das ich nichts anderes zur Auswahl habe als Boah warum ist denn hier keine mich im Kühlschrank verdammt?

01:05:00: nochmal!

01:05:01: Ist ja auch okay, das kennt jeder, das hat auch jeder Aber wenn eben der eine von beiden das gerade nicht kann, dann kann es vielleicht eben der andere von den Beinen und kann von seiner Energie da was abgeben in dem Fall.

01:05:16: Und sagen so okay ja ist doof aber sag doch mal kurz so vielleicht kann ich sein besser verstehen oder vielleicht kann Ich Dann aufbringen.

01:05:25: Okay, ich habe zwar auch keine Lust aber ich gehe halt gerade nochmal kurz weil ich verstehe jetzt warum jedes grad so wichtig ist.

01:05:30: Vielleicht verstehe ich auch wie dein Tag bisher gelaufen ist und warum dich jetzt grade eben die Milch auf die Palme bringt?

01:05:36: Ja!

01:05:36: Und du hast es in einem Buch wunderbar geschrieben Verbindung ist das Gegengift zur Entfremdung.

01:05:41: und dass auch ein bisschen vielleicht im Kopf zu haben in diese Verbindung zu gehen Weil wenn wir ja dann in diesen Konflikt gehen und uns nur gegenseitig anschreien Ist ja nicht die Verbindung da sondern dieser Verbindung verstehen möchte, warum mach dich das jetzt so wütend?

01:05:55: Warum geht's dir gerade so traurig?

01:05:57: Warum weinst du jetzt, dass deine Verbindung zu gehen.

01:06:01: Das

01:06:01: können wir glaube ich überall so als im Kopf ne, als Glaubenssatz.

01:06:06: verbindung ist die entf... Ist das Gegengift zur Entfremdung?

01:06:10: Ja absolut!

01:06:11: Verbindung ist das große ...die große große Überschrift und es geht ja nie um die Milch oder was auch immer, den Fuß oder den typischen Klodeckel der auf- oder zugeklappt ist.

01:06:28: Sondern es geht immer um das, was daran angefühlt bei uns ausgelöst wird

01:06:34: und nicht in diese Spirale reinzukommen, in das Gefühl noch stärker reinzugehen weil du hast in dein Buch wunderbar geschrieben eigentlich ist ein Gefühl immer nur so eine neunzig Sekunden Regel aber wir steigern uns sehr in dieses Gefühl rein.

01:06:46: Eigentlich nach Neunzig sekunden sollte das Gefühl Doch kann man sagen, weg sein?

01:06:52: Genau.

01:06:52: Also diese Neunzig Sekundenregel, das beschreibt tatsächlich einen biochemischen Prozess der Ausbreitung eines Gefühls in uns.

01:07:01: Das heißt nach diesen Neunzig Sekunden sind diese biochemische Signale die Emotionen befördern und ausbreiten lassen abgestorben.

01:07:12: Und daher kommen diese Neunsig Sekunde, dass man sich sagen kann wenn ich es schaffe neunzig sekundenlang Das Gefühl nicht zu füttern heißt es da.

01:07:21: Also keinen neuen Kognitiv, keinen neuen Anlass zu bieten in das Gefühl reinzugehen.

01:07:27: dann habe ich eine gute Chance dass nach neunzig Sekunden auf jeden Fall der Pegel deutlich abgeflacht ist.

01:07:35: und tatsächlich ist es so ob jetzt Neunzig sekunden oder nicht aber klar ein gefühl ist hat einen Wellenform Und in dem Moment, wo ich das Gefühl wahrnehme und sehe, registriere.

01:07:48: Ob ich das jetzt in der Form ausdrücke oder nicht ist da erstmal egal.

01:07:52: Dann wird das Gefühl auch wieder schwächer werden.

01:07:55: Das kann ich mir zunutze machen.

01:07:58: also der zeitliche Hebel ist sozusagen der erste Hebel den man sich anschaut wenn man beispielsweise Probleme bei der Regulierung hat.

01:08:08: Wenn man zum Beispiel jemand ist, der schnell ausbricht und vielleicht auch Beziehungen oder vielleicht auch geschäftliche Verhältnisse dadurch in Gefahr bringt, dann ist diese zeitliche Komponente ein ganz leichter total wirksamer Ansatzpunkt.

01:08:23: Schön mit Blick auf die Uhr!

01:08:25: Ich habe noch zwei Fragen.

01:08:27: Dann komme ich nämlich zum Schluss.

01:08:29: Du hast ja ganz am Anfang gesagt der Stellenwert einer Romant, der klassischen romantischen Beziehung du für sehr wichtig hältst.

01:08:36: Für unsere Gesellschaft und jetzt wollte ich nicht mal fragen brauchen wir aber vielleicht eine andere Vorstellung weil oft ist es ja dieses bis uns der Tod scheidet?

01:08:44: Und manchmal sind ja solche Rollenbilder und solche gesellschaftlichen Erwartungen auch problematisch, weil man sagt Ich kann mich jetzt nicht trennen Weil wir müssen doch bis zum Lebensende zusammen sein und und und brauchen da einfach nur ein anderes Verständnis.

01:08:57: schon die klassische romantische Liebe Aber dass die eben auch endlich sein kann und eben nicht dieses bis zum Tod uns scheidet, sondern uns jedes Jahr alle Jahre immer mal wieder fragen.

01:09:07: Sind wir noch da?

01:09:08: Und passen wir noch zusammen?

01:09:09: Also da muss ja auch irgendwie so ein Wandel vollzogen werden.

01:09:13: oder im Kopf dieses Verständnis ist es kein Fehler, das ist kein Scheitern wenn es eben nicht bis um tot geht.

01:09:19: Ja absolut Ich würde mich sogar das deutlich häufiger fragen als alle paar Jahre.

01:09:24: Sind wir noch in der Beziehung, die wir wollen?

01:09:27: Also das ist eine wichtige Frage nicht unbedingt täglich.

01:09:30: ich muss nicht jeden

01:09:32: Morgen aufstehen

01:09:33: und mein meiner Partnerin sagen heute liebe ich dich seventy-fünf Prozent und dass das würde ich auch nicht empfehlen.

01:09:40: also zu viel Bauchnabel schaue es ist auch nicht förderlich.

01:09:46: aber ich halte Erlangung von Freiheit in Liebesbeziehungen, die wir ja in der westlichen Welt haben für unfassbar wichtig und bin da sehr dankbar dafür dass wir nicht gesteinigt werden wenn wir uns scheinen lassen.

01:10:02: Und dennoch ist es natürlich so, dass je nachdem wie fest und institutionalisiert eine Beziehung ist.

01:10:12: Dass eine Trennung eine gewisse Rechtfertigung offensichtlich von den Personen abverlangt.

01:10:17: Also das ist zumindest das was man so nachlesen kann.

01:10:20: Menschen die verheiratet sind zusammen leben Haus Kinder wir auch immer Die müssen irgendwie erklären ja warum denn?

01:10:28: Auf der einen, das ist einfach ein Spagat.

01:10:32: Zwischen auf der einen Seite ist etwas was lange existiert hat erhaltenswert eine Pflanze die lange gewachsen ist in meinem Pflanzenanalogie zu bleiben hier dass wir schön wenn sie weiterleben kann ja und auf der anderen Seite es auch genau so wichtig und legitim zu sagen Wir haben viele Jahre oder einige jahre gut zusammengepasst.

01:10:58: Wir haben uns schöne Zeit gegeben und vielleicht haben wir uns jetzt in unterschiedliche Richtungen entwickeln, und jetzt geht jeder anderer Wege und dass das mit Sicherheit kein Scheitern oder in irgendeiner Form ein Unwerturteil über die Betroffenen

01:11:14: aussagt.".

01:11:16: Die Abschlussfrage Carlotta ist bei uns immer, denn das Motto des Podcasts ist wir müssen nicht mehr machen sondern anders machen.

01:11:23: Also stell dir vor du kannst auf einen Knopfdruck an alle Menschen die in einer Beziehung sind vielleicht also auf dieses Thema aufzugreifen eine Nachricht raus schicken was würdest du dir wünschen?

01:11:33: Was wir zukünftig heute was wir anders machen sollten?

01:11:37: gibt es da noch eine Sache die du gerne zum Schluss platzieren möchtest?

01:11:45: Also ich finde das Motto total gut, nicht mehr machen sondern anders.

01:11:49: Es kommt ja auch in dem Buch vor dieses Dulles-Zitat von meiner Lieblingspartherapeutin.

01:11:58: Ich würde sagen am ehesten den Blick auf die eigenen Gefühle schärfen mit einer Offenheit und Neugier den eigenen Gefüllen entgegentreten mit auch der nötigen Skepsis und dem nötigem Zweifel, ob das was ich glaube zu fühle.

01:12:17: Fühlen wirklich das ist, was ich fühle oder ob da nicht vielleicht noch etwas anderes sich dahinter verbirgt?

01:12:24: Und mit diesem Schatz an Wissen den ich dort finden kann zumal in einem Gegenüber zu gehen und ja die Jacke aufzumachen und denen dort ein Blick gewähren zu lassen.

01:12:42: Ja, schöner Abschluss weil das ist ich habe auch dein Buch gelesen da gibt es so viele Impulse.

01:12:46: aber ich fand dass mit den gefühlen so hab ich ganz viel mit rausgenommen und passend dazu dein aller.

01:12:53: erstes Buch sozusagen, womit du auch rausgekommen bist ging es ja genau um dieses Gefühlsthema.

01:12:58: Also wird da nochmal tiefer rein schauen möchte, du hast ein eigenes Buch über Gefühle geschrieben aber dein aktuelles Buch und genau darüber haben wir heute gesprochen lautet wenn es besser ist zu gehen die Psychologie der Trennung.

01:13:11: also da kriegt man einen Gefühl für diese Gefühlen aber noch viel mehr für die Bindungstile und Bindungstypen.

01:13:18: Wer da ein bisschen tiefer in die Materie eintauchen möchte, große Empfehlung.

01:13:21: Du arbeitest als Partherapeutin in Berlin und leibt sich, machst aber auch Online-Sessions.

01:13:26: also wer mal mit dir einen Austausch gehen möchte man findet alles unter Dr.

01:13:30: Carlotta Welding.

Über diesen Podcast

Warum fühlen sich viele Menschen trotz Fortschritt, Wohlstand und unzähliger Möglichkeiten erschöpft, gestresst oder orientierungslos? Im Podcast Rebellisch Gesund spricht Moderator Jonas Höhn alle 14 Tage Mittwochs mit führenden Stimmen aus Wissenschaft, Psychologie, Medizin, Soziologie, Neurowissenschaften und Wirtschaft über genau diese Frage.

Zu den Gästen zählen unter anderem Leon Windscheid, Ranga Yogeshwar, Maja Göpel, Hartmut Rosa oder Friedemann Schulz von Thun. Gemeinsam erkunden sie, welche Faktoren unsere mentale, körperliche und soziale Gesundheit prägen – und wie gelingendes Leben und besseres Arbeiten möglich werden.

Der Podcast verbindet wissenschaftliche Erkenntnisse mit persönlichen Erfahrungen und übersetzt komplexe Forschung verständlich in den Alltag. Der Titel „Rebellisch Gesund“ steht für einen Perspektivwechsel: Statt schneller Selbstoptimierungs-Hacks hinterfragt der Podcast verbreitete Narrative über Erfolg, Leistung und Gesundheit.

von und mit Jonas Höhn | Autor & Gründer detoxRebels

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