00:00:00: Es ist eine lebenslange Aufgabe, mit eigener Stimme sprechen zu lernen.
00:00:04: Wir müssen uns immer wieder von neuem fragen – Ist das meine Stimme?
00:00:08: Bin ich
00:00:08: das?!
00:00:10: Aber wir Menschen haben viele Sehnsüchte und Gelüste!
00:00:14: Und das hat halt nicht alles Platz in einem Leben... ...und deswegen ist bedauern die Begleitmelodie mal innezuhalten und sich zu fragen wie will ich eigentlich sein?
00:00:24: worum geht es mir eigentlich?
00:00:25: was ist eigentlich wichtig?
00:00:27: bin ich eigentlich Wohl in der Umgebung, in der ich bin.
00:00:31: Kann nicht die besten Seiten von Jonas leben?
00:00:35: Wenn ich in dieser Umgebungen drin bin, bin ich wie ein Fisch im Wasser oder am Strand!
00:00:41: Also einfach das Happy Life gehabt zu haben wird am Ende des Lebens.
00:00:44: Wer möchte ich gewesen sein?
00:00:46: Nicht das sein was uns glücklich zurücklässt sondern die Frage habe ich einen positiven Unterschied gemacht und hab mich beigetragen zu einer Welt, die mir irgendwie lebenswert scheint?
00:01:00: Unser Leben ist oft darauf ausgerichtet, etwas zu werden – erfolgreicher, klüger, erfüllter.
00:01:07: Viel zu selten halten wir allerdings auch mal inne und stellen uns die Frage wie wir eigentlich sein möchten?
00:01:14: Zu Gast ist daher Barbara Bleisch, siehe es Philosophin, Autorin und Gastgeberin des wunderbaren Podcasts Zimmer forty-twound und Moderatorin der Sternstunde Philosophie!
00:01:26: Und damit herzlich willkommen bei Rebellish Gesund.
00:01:29: Mein Name ist Jonas Höhn.
00:01:31: Mit Barbara habe ich darüber gesprochen, warum die Lebensmitte vielleicht die spannendste Zeit unseres Lebens ist.
00:01:37: Weshalb bedauern zu einem guten Leben dazugehört und warum wir die Dinge viel öfter einfach tun sollten weil sie schön sind
00:01:45: und nicht
00:01:45: nur weil Sie einen Zweck dienen.
00:01:48: Du erfährst wie wir unsere eigene Stimme finden Warum Krisen und Zeilen können was wirklich wichtig ist?
00:01:54: weshalb sich gute Entscheidungen nicht immer leicht sondern vor allem stimmig anfühlen und warum unsere Gesellschaft aktuell so eine große Lust auf Unmündigkeit entwickelt.
00:02:05: Es ist ein Gespräch über Sehnsüchte, Haltung, Verantwortung gegenüber anderen – und die große Frage wer wollen wir gewesen
00:02:14: sein?
00:02:15: Barbara, ich habe ein kleines Geschenk für dich dabei.
00:02:28: Denn ich hab gehört Post-Hits sind so dein Ding.
00:02:31: und dann dachte ich wegen der Sternstunde habe ich Post- Hits gefunden die als Stern und dachte die bringe ich dir doch einfach mal mit.
00:02:38: Danke Jonas das ist ja total nett.
00:02:41: darf ich aufmachen?
00:02:42: Ja darfst du gerne aufmachen
00:02:43: Das ist ja mega schön Und es finde ich jetzt echt lustig.
00:02:47: Ich kriege nämlich oft Post-Its, seit ich das erzählt habe.
00:02:51: Dass sich diese Post-It so gerne mag und dass für mich ein großes Thema ist – das Leben aus To Do Liste!
00:02:58: Aber so schöne hab' ich ehrlich gesagt noch nie bekommen.
00:03:00: Ja, der Sterne dachte bisschen besonders...
00:03:03: Vielen Dank!
00:03:03: Super!
00:03:04: Was schreibst du also drauf?
00:03:04: Wunderbar, ich werde an dich denken….
00:03:06: Na ja, to do's was erledigt werden muss und eigentlich ist es auch so ein bisschen ambivalent weil ich mich auch lustig mache eben über dieses Phänomenen Ihr ganzes Leben eigentlich, wie eine Zuduliste behandeln.
00:03:19: Das ist ein großes Thema in meinem Buch über die Mitte des Lebens.
00:03:23: Gleichzeitig bin ich schon auch eine Person, die gerne Sachen irgendwie eben gebacken kriegt und dann sich halt ne Liste macht was noch gemacht werden muss.
00:03:32: Hät vielleicht auch mit dem Alter zusammen dass nicht mehr alles im Kopf behalten kann was erledigt werden muss!
00:03:37: Also sowohl privat als auch beruflich die Tudus schreibst du dir auf also auch privat?
00:03:41: Ja genau vor allem privat.
00:03:43: aber Ich muss dann auch noch sagen, ich habe ja auch Kinder.
00:03:46: Man hat irgendwie viele verschiedene Dinge an denen man denken muss, irgendwie Absenzenliste ausfüllen, Einkaufen für den Schulausflug und solche Dinge will man ja dann auch unbedingt nicht vergessen.
00:03:55: Da leitet ja jemand drunter wenn man es vermisst.
00:03:58: Das
00:03:58: stimmt!
00:03:59: Ja also viel Spaß damit.
00:04:01: du bist aber nicht nur ein großer Fan von Post-its sondern auch von Büchern.
00:04:05: Du beschreibst dich selbst als große Leseratte als du klein warst, als du jung warst aber auch eben jetzt was für eine Bedeutung haben Bücher für dich, was geben sie dir?
00:04:15: Ah Bücher sind eine ganze Welt.
00:04:17: Ich glaube für so viele Menschen das sind Welten um abzutauchen.
00:04:21: es sind Welte um neue Horizonte auszuloten Es sind auch Freundinnen und Freunde.
00:04:27: ich hatte schon als Kind immer dieses Gefühl von wenn ich ein Buch aus der Bibliothek ausgeliehen hatte und ich fand es ganz großartig, dann wollte ich das unbedingt behalten.
00:04:37: Und da habe ich mir dann manchmal zum Geburtstag gewünscht was meine Eltern total bizarr fanden weil ich hatte das Buch ja schon gelesen aber das war dann so ein bisschen wie ein Freund.
00:04:46: den wollte ich dann gerne bei mir behalten.
00:04:48: und jetzt mittlerweile... Ich hab einfach zu viele Bücher, ich verschenke auch immer ganz viele dann wieder oder leg sie nach draußen Was ich ein total interessantes Phänomen finde wenn ich Bücher nach draußen lege und dazu schreibe gratis zu mitnehmen Wirklich, also eine Stunde und dann sind alle weg.
00:05:04: Und wie können wir uns das so vorstellen?
00:05:06: Wie viele Bücher liest du im Jahr?
00:05:07: Wie viel kommen da so zusammen?
00:05:09: Ich würde unterscheiden zwischen Lesen und Anschauen.
00:05:13: Also es gibt viele Bücherte, die schaue ich an...
00:05:16: Für die Arbeit
00:05:16: oder...?
00:05:16: Genau mit Blick darauf.
00:05:18: ist das für eine Sendung interessant, ist das auch für eine Kolumne interessant, für einen Text ...und dann lese ich vielleicht nicht alles entscheide ich auch einfach, will ich das wirklich noch richtig lesen oder ist es nur so angelesen und vielleicht interessant aber jetzt auch nicht so megainteressant.
00:05:32: Und dann gibt's Bücher die lese ich wirklich!
00:05:35: Und da gibts natürlich wiederum Unterscheidung zwischen den philosophischen Fachbüchern und den Romanen oder auch mal Lyrik oder so.
00:05:43: Das ist immer auch ein bisschen fasendabhängig.
00:05:45: Natürlich auf dem Sommer hin lesee ich sehr viel mehr.
00:05:49: Da lese sich dann nochmal mehrere Bücher in der Woche weil ich dann wirklich viel viel viel lese.
00:05:54: Aber so unter der Woche im Alltag ist es dann manchmal auch weniger.
00:05:58: Und glaubst du, wenn die so einen Zauber haben diese Bücher wie du sie auch beschreibst?
00:06:02: Glaubst du das Büchermenschen beeinflussen können prägen können oder sogar ja weiterentwickeln können?
00:06:09: also welchen Einfluss haben Bücher auf Menschen?
00:06:11: Glaubst du dass Bücher menschen prähen können?
00:06:14: Also ich glaube schon Wenn das nicht so wäre Dann würde zum Beispiel die USA nicht so viele Bücher verbieten.
00:06:20: Also man hat natürlich Angst davor und immer schon gehabt, dass ... Inhalte von Büchern uns prägen, beeinflussen Ideen in die Welt bringen.
00:06:28: Die explosiv sein können, gefährlich sein können und Revolutionen anzetteln.
00:06:32: Also insofern natürlich ja!
00:06:34: Und darüber hinaus glaube ich, können sie Menschen einfach präge, indem sie uns zum Beispiel auch... Auch das ist in der Geschichte des Lesens immer wieder beobachtet worden, indem Sie uns vertraut machen mit Schicksalen von anderen Menschen.
00:06:45: Man sagt manchmal Bücher können empathiefördernd sein weil wir uns einfühlen in andere Schicksale.
00:06:51: also Büchervermögen bestimmt ganz viel.
00:06:54: Ich glaube, es gibt aber natürlich auch Bücher einfach rein zur Unterhaltung und ich will das überhaupt nicht werten.
00:07:01: Ich finde zum Beispiel großartig, wenn Kinder gerne Comics lesen – ich habe als Kind total gerne Comics gelesen!
00:07:05: Ich mache die Astrix & Obelix sehr gerne bis heute.
00:07:08: Ich lese jeden Astrix&obelix.
00:07:10: Bin dann auch immer sehr gespannt wie so das Niveau sein wird.
00:07:15: Den jetzigen finde ich ganz gut übrigens... Also insofern es gibt viele, viele Dinge die lesen, anrichten kann, vermögen kann und alle ... Die ganze Palette ist großartig.
00:07:25: Aber was braucht denn ein gutes Buch für dich damit du so voll drin aufgehst?
00:07:29: Damit's dich bezaubert?
00:07:31: Was braucht so'n gutes Buch Für Dich?
00:07:33: auch da glaube ich gibts wieder unterschiedliche dinge.
00:07:35: Es gibt Bücher die bezaubern mich mit einzelnen Sätzen.
00:07:39: Da beginnt nen buch einfach Mit nem Satz Und ich denke einfach Boah!
00:07:43: Was für ne Schönheit In der Sprache.
00:07:46: Und das können dann eben zum Beispiel auch Gedichte sein, wo man einfach eine Zeile immer wieder liest und sehr berührt ist davon.
00:07:52: Dann gibt es Bücher, da ist es mehr so, dass es philosophisch mir ein Horizont eröffnet.
00:07:57: Letzt hin habe ich z.B.
00:07:58: das Buch gelesen von Agnes Callard über Socrates.
00:08:02: Das fand ich unglaublich großartig, weil ich Socrates gar nicht so gut kannte.
00:08:07: Man kannte natürlich den einen oder anderen Dialog vom Platon aber ... Irgendwie war ich nicht so ganz vertraut mit dem Sokratischen Denken und das Buch ist in vielerlei Hinsicht auch so sperrig.
00:08:16: Es bricht mit so vielen Intuitionen, da stehen zum Beispiel solche Sachen drin wie Wenn Du sagst Da muss sich nochmal alleine für mich drüber nachdenken dann ist das eigentlich eine Ausrede, dass du nicht darüber nachdenken willst.
00:08:28: Weil Nachdenken ist immer was Theologisches und da sind so Ideen, wo ich so denke, hä?
00:08:32: Aber ich sag das die ganze Zeit!
00:08:34: Ich will alleine drüber nachdenke.
00:08:35: Also ich fand es wirklich richtig großartig.
00:08:38: Und dann gibt's Romane.
00:08:39: ja, da ist es so, dass man auch mal schummelt bei der Arbeit und sagt man hat ein Termin, man muss nach Hause umfertigt zu lesen.
00:08:45: Das sind natürlich großartige Leseereignisse die man nie wieder vergisst.
00:08:50: Dann lass uns doch heute gemeinsam nachdenken im Dialog, denn wenn ich meinen Umfeldbarer so beobachte dann sind viele Menschen aktuell in der Lebensmitte also zwischen dreißig und sechzig Und wenn ich den so beabachte ist es sehr unterschiedlich.
00:09:03: Die einen stellen ihr ganzes Leben infrage werfen noch mal alles komplett um wollen nochmal bei null anfangen.
00:09:10: andere sind viel gelassener viel glücklicher viel zufriedener als je zuvor.
00:09:15: was macht diese zeit so besonders?
00:09:18: Ich glaube, die mittleren Jahre zeigen sich halt für viele aus durch erste Momente des Bilanzierens.
00:09:24: Also man hat schon genug Lebensmaterial sozusagen um überhaupt zurück zu blicken.
00:09:28: das hat man mit zehn oder fünfzehn Jahren noch nicht so.
00:09:31: und man stellt auch fest dass gewisse Entscheidungen unwiederruflich sind also dass wir eben nicht bei null anfangen können.
00:09:38: Das ist ein Traum der Essens nicht vergönnt.
00:09:40: vielleicht ist es auch gut so.
00:09:42: Dann kommt noch hinzu, dass wir auch feststellen das viele Dinge die wir vielleicht großartig finden in der Jugend.
00:09:49: Die brauchen Übung.
00:09:50: also man muss Anlauf holen um ein Ziel zu erreichen und in der Mitte des Lebens stellt man dann vielleicht fest, dass man zu spät angefangen hat oder gar nicht angefangen ist und das Ziel nicht mehr erreichen wird.
00:10:00: Also ich in meinem Alter kann jetzt nicht mehr prima Ballerina werden.
00:10:03: Das wollte ich jetzt auch nie aber wenn ich das wollen würde es wird's halt einfach nicht mehr weil man dazu eben üben muss.
00:10:10: Und alle diese Dinge glaube ich führen dazu, dass man stärker in dieses Bilanzieren kommt und überlegt was habe ich denn schon erreicht?
00:10:16: Was wollte ich eigentlich?
00:10:18: Wo stehe ich jetzt heute im Verhältnis zu dem, was ich mir mal erträumt habe?
00:10:21: Und wo muss sich jetzt allenfalls auch gewisse Träume platzen lassen?
00:10:26: Und wer eingestehen das wird es nicht mehr!
00:10:29: Ich versuche aber ja auch die mittleren Jahre erst... die besten Jahre herauszustreichen, weil natürlich was wir bekommen in den mittleren Jahren ist zum ersten Mal auch so ein Stück weit das gesammelte Wissen in Form von Lebenserfahrung.
00:10:44: Viele viele Dinge können ja nicht in der Schule lernen.
00:10:47: Das war übrigens schon bei Immanuel Kanton ganz wichtiger Punkt Die Urteilskraft.
00:10:51: Die lernt man nicht in einer Schule, die lermt man im Leben.
00:10:54: also man kann den kategorischen Imperativ in der schule lernen und auswendig lernen und zitieren.
00:10:58: aber die Frage dann was sozusagen unter ein gewisses Prinzip fällt, das braucht Urteilskraft und damit müssen wir uns mit dem Leben auseinandersetzen.
00:11:06: Uns dem Leben stellen wie wir sagen!
00:11:08: Und dann reden wir ja auch so wenn wir mit jüngeren Menschen reden dass wir dann sagen weißt du ich rede aus Erfahrung und damit meinen wir genau dass das Leben uns gewisse Dinge eben beigebracht hat weil es auch um leibliche Erfahrungen geht.
00:11:22: und all diese Dinge die kriegen wir geschenkt Wenn wir bereit sind, uns dem Leben zu stellen... Also nicht jeder ist lebenserfahren.
00:11:29: Man kann auch erwachsen sein und kindisch.
00:11:31: Das sind genau die Menschen, die eben nicht bereit sind sich vom Leben formen zu lassen.
00:11:36: Aber wenn wir da bereit sind dann glaube ich sind es auch Jahre in denen sehr viel zur Blüte kommen können, in denen wir sehr viel ernten können.
00:11:43: Würdest du sagen, das ist der Hauptunterschied oder gibt es noch vielleicht einen anderen Unterschied?
00:11:47: Dass eben für manche Menschen sich das wie Stichwort Midlife Crisis wie eine Art Krise anfühlt dieses Bilanzieren.
00:11:53: Für andere Du hast gesagt andere blühen richtig auf.
00:11:56: Du beschreibst ja auch die beste Zeit des Lebens was würdest du Sagen was der große Unterschied zwischen den Menschen ist ob es sich eher wie ne Krise anfühlt oder eher wie ein Arzt aufblühen?
00:12:06: Ich glaube, ich möchte zuerst sagen dass sich die Krise eben gar nicht so schlimm finde.
00:12:10: Ich will es nicht verniedlichen, Lebenskrisen können heftig sein und ich bin überhaupt nicht Fan von einer platten positiven Psychologie, die sagt mei alles was Schlimmes wird schon sein Gutes haben!
00:12:21: So meine ich das nicht?
00:12:23: Ich würde eher die Kriser Existenzphilosophie steuten wie das Kaliaspas getan hat Die Krise aus eine Form der Existenzerhellung.
00:12:31: Damit ist gemeint, dass in Krisen eigentlich deutlich wird was uns wirklich wichtig ist und manchmal ist das auch erst der Fall wenn wir etwas verloren haben.
00:12:40: Wenn wir verlassen werden, wenn wir merken es klappt nicht mit der Karriere.
00:12:45: aber diese Existenzerheilung ist wichtig um zu verstehen worum es uns geht im Leben Und um ernst zu machen mit Dingen gerade auch Mit Blick darauf, dass das Leben endlich ist.
00:12:56: Weil das ist ja auch so etwas in der Mitte des Lebens werden wir oft mit der Endlichkeit konfrontiert.
00:13:01: Wir haben vielleicht erste Zipperlein, irgendwie das Knieschmerz beim Joggen.
00:13:05: Wir verlieren die Eltern oder sehen wie sie alt und krank werden oder sogar Menschen im Freundeskreis Und das alles führt dazu, dass wir in der Lage sind ernst zu machen mit dem Leben.
00:13:14: Also das will ich zuerst mal sagen, die Krise ist nicht nur schlecht.
00:13:17: Das Zweite wenn ich davon spreche es sind die besten Jahre Dann meine ich damit auch nicht einfach so ein Plattes Happy Life.
00:13:23: Philosophisch gesehen ist, glaube ich die Theorie des guten Lebens nicht eine Vorstellung das wir einfach glücklich in der Hängematte liegen und alles is easy peasy sondern gemeint ist mehr auch die Fülle des Lebens.
00:13:33: Und dazu gehören manchmal auch schwere Momente.
00:13:36: aber dass irgendwie auch zu einer Erkennen menschliches Leben hat viel zu tun damit Auch Trauer ins Leben zu lassen.
00:13:45: Ich glaube wer nicht trauern will wird nie wirklich lieben.
00:13:49: Also lieben zu lieben heißt auch mit Trauer, mit Verlust umgehen zu können.
00:13:54: Mit Frustration umgehen kann.
00:13:56: also deswegen mir geht es darum auch zu sagen die besten Jahre im Sinne der Fülle des Lebens und das ist so ein bisschen das aristotelische Konzept Die Eude harmonia die Füllen des Lebens die Tugendhaftigkeit die auch meint eben zur Entfaltung zu bringen was alles in uns steckt in uns liegt Und dass müssen wir erst einmal erfahren.
00:14:17: und dazu gehören auch schwierige Momente.
00:14:19: In der Psychologie nennt man das Ganze.
00:14:21: Ich weiß nicht, ob du den Begriff schon mal gehört hattest.
00:14:22: Psychologisch reiches Leben ist so eine neue Säule die eben genau das beschreibt dass es eben ein... ...die Gefühle des gesamten Spektrums meint und nicht dieses only positive vibes sondern wirklich... Es gehört trauer dazu.
00:14:35: Und ich fand irgendwie psychologisch Reiches leben.
00:14:37: Das ist auch wieder diese Positivität da drin wo ich sage ja dann ist es eben Ein Reichesleben irgendwie
00:14:42: Ja!
00:14:43: Ist ganz interessant was du das erwähnst?
00:14:44: Ich bin da auch kürzlich drauf gestoßen.
00:14:46: Ich fand interessant, dass es erst mal ein Schiff gab vom guten Leben hin zum sinnhaften Leben.
00:14:52: Weil Sinn im Leben war auch so'n großes Thema jetzt in der Psychologie was natürlich sehr anschlussfähig ist für die Philosophie auch.
00:14:58: Wo's ja nicht nur darum geht zu fragen das ist der Sinn des Lebens.
00:15:02: sozusagen Der Alien guckt auf die Welt und denkt Was machen diese Armeisen da?
00:15:06: Sondern mehr wie gestalte ich mein Leben damit es mir sinnhaft erscheint?
00:15:12: Und jetzt kommt dieses reiche Leben.
00:15:14: Ich glaube, da kommen viele Dinge auch noch einmal neu zusammen?
00:15:16: Ich fand ja den Begriff gelingendes Leben ganz toll weil ich diese Unterscheidung zwischen gelingen und erfolgreich super finde, weil wir immer meinen irgendwas muss erfolgreich sein.
00:15:25: aber ein Gerald Tüter hat das so toll an einem Kuchen gezeigt einen Kuchen dem wir backen der kann nicht erfolgreich sein.
00:15:31: er kann gelingen oder nicht gelingen weil wir entweder zu viele Zutaten drin haben irgendetwas vergessen haben.
00:15:36: Aber und das finde ich beim leben auch ob jetzt ein lehm erfolgreich so ein leben kann gelungen Oder eben vielleicht auch nicht.
00:15:42: Deswegen fand ich das Wort gelingen in den Zusammenhang so schön?
00:15:46: Ja, das ist schön wobei ich jetzt auch sagen würde... Ich kenne diese Stelle nicht bei Gerhard Hüter aber man kann dann ja dann Gelingensziele festlegen und das irgendwie auch messen von einer Skale von eins bis zehn.
00:16:00: wie gelungen es jetzt der Kuchen?
00:16:02: Und mir gefällt sehr gut die Unterscheidung zwischen tälisch-atelisch.
00:16:05: Das hat ein bisschen zu tun mit den Kaustits.
00:16:09: Erklär mal kurz die Zuhörerinnen, die mit den Begriffen an nichts anfangen können.
00:16:12: Genau, so tälisch kommt von Griechisch Tellers und das meint im Grunde genommen zielfokussiert.
00:16:18: Und meistens sind wir in unserem Leben in diesem tälischen Modus unterwegs.
00:16:22: also wir haben eben diese Vorstellung dass leben ist wie eine To-do Liste.
00:16:26: Wir machen eine Weiterbildung, um dann vielleicht eine Lohnerhöhung zu bekommen.
00:16:29: Wir wollen die Lohnerhöhungen, um ein Eigenheim kaufen zu können.
00:16:33: Wir haben einen Eigenheim, um noch Hunde zu halten.
00:16:36: Und so geht es immer weiter!
00:16:44: ohne Zielfokussierung.
00:16:46: Und das ist vielleicht ein bisschen was Gerhard Hüter meint, also da geht es zum Beispiel darum dass man eben nicht joggen geht um dann den Marathon in Bestzeit zu laufen sondern dass man joggengeht um des Joggens Willens weil es einfach gut tut und weil es schön ist.
00:17:00: Wie viele Dinge in einem Tag tun wir eigentlich atelisch?
00:17:03: Einfach weil's schön ist!
00:17:05: Atelische Dinge lassen sich nicht steigern sie lassen sich nichts messen.
00:17:09: Man kann nicht besonders gut spazieren gehen Man geht spazieren.
00:17:12: Fertig!
00:17:13: Und man kann es auch nicht vergleichen, also man kann sich irgendwie sagen der Nachbar geht besser spazierend sondern oder bar.
00:17:19: man kann ich besser ein Bad nehmen.
00:17:22: und die Idee ist irgendwie sozusagen dass es wichtig ist beide Dinge im Leben zu haben.
00:17:26: Ich glaube ganz ohne Lebensziele ganz ohne Bucket List ganz ohne To-Do Listen Geht's Nicht.
00:17:32: Wir wollen uns ja auch weiterentwickeln aber ohne ertälische Elemente bleiben wir leer zurück weil wir immer wenn wir was erreicht haben gleich wieder das nächste wollen.
00:17:42: Wenn ich das vielleicht noch sagen darf, dass ist das Schopenhauer-Schependl also Arthur Schopenhauer der Philosoph, der hat es ja so schön beschrieben, dass wir immerhin und her schwanken zwischen einerseits Unlust, Frustration weil wir noch nicht haben was wir wollen oder totale Langeweile Weil Wir Haben Was Wir Wollen Und Ich glaube Das Kennen wir doch alle.
00:18:04: dieses Gefühl von Ich habe den Estrich aufgeräumt Oder Dachboden heißt das auch Deutsch Hab mir ja total Mühe gegeben, dann bin ich ungefähr einen halben Tag glücklich und dann denke ich, die Küche müsste auch mal rein.
00:18:16: Genau!
00:18:17: Und dieses Hin-und-Herr schwebendes Pendels um nie zur Ruhe kommen hat zu tun mit diesem tälischen Leben.
00:18:22: Und Voraussetzung dafür ist ja wie du sagst sich mit dem Leben auseinanderzusetzen, auch mit sich selbst.
00:18:27: was möchte ich eigentlich im Leben?
00:18:29: Was ist mir
00:18:29: wichtig?!
00:18:30: Was macht mich glücklich, Sinn des Lebens?
00:18:33: Es gibt auch noch eine andere Frage über die wir ja heute sprechen möchten.
00:18:36: Wer möchte ich heute gewesen sein?
00:18:38: Das ist ja so eine Frage, die man sich vielleicht auch gerade in der Lebensmitte mal stellen kann.
00:18:43: Frage direkt an dich ganz persönlich Barbara!
00:18:46: In einer Welt, in der wir inzwischen ja wirklich fast alles werden können und alle Türen, alle Möglichkeiten für viele Menschen – das muss man dazu sagen – offen stehen.
00:18:54: Welcher Mensch möchtest du gewesen
00:18:56: sein?".
00:18:58: Ich möchte freundlich gewesen
00:18:59: sein.".
00:19:01: zufrieden, liebevoll, achtsam.
00:19:07: Und jetzt merkst du schon ich nenne lauter Adjektive und ich glaube ich finde an dieser Frage so schön die kommt ja von Harald Welzer eigentlich respektive auch von Roger Willemsen auf den er sich da auch bezieht.
00:19:19: Die waren auch sehr eng befreundet.
00:19:20: die beiden dieses Denken im Futur zwei.
00:19:24: daran gefällt mir so sehr, dass es eben eigentlich um Eigenschaften geht.
00:19:27: Also Harald Welser schlägt vor einen Nachruf aus sich selbst zu schreiben und da schreibt man ja dann nicht rein er war Klemmtner, er war dreifacher Familienvater, sondern man schreibt eben rein Er war ein gutherziger Vater, er hat die Natur geliebt.
00:19:43: Er hatte immer Zeit für mich also eigentlich Eigenschaften von Menschen und das halte ich tatsächlich für eine sehr gute Frage.
00:19:50: Sowohl am Ende des Tages sich zu fragen wie bin ich durch diesen Tag gegangen?
00:19:55: Und wer möchte ich gewesen sein am Morgen sich zu Fragen mit welchem Gefühl möchte ich ins Bett gehen aber natürlich auch das Leben so zu leben sich zu fragen was soll denn in meinem Nachhof stehen?
00:20:05: und da geht es eben nicht alleine oder eigentlich sogar sehr wenig um Berufsziele.
00:20:13: Und das ist eben der große Unterschied zu einer anderen Übung, dieses prospjektive Bedauern was ja von Elon Musk immer propagiert wird und im Silicon Valley so verbreitet wird.
00:20:23: Da geht es sehr viel mehr darum... Die Weichenstellung soll ich jetzt irgendwie diese Stelle antreten oder nicht.
00:20:30: Soll ich die Frau verlassen?
00:20:32: Oder nicht, soll ich auswandern oder nicht?
00:20:34: und dann eben prospjektives Bedauern werde ich einmal bedauert haben diesen Job nicht angenommen zu haben.
00:20:40: Diese Fragen finde ich sehr schwer, sehr schwer zu beantworten weil es komplett außer Acht lässt dass uns Entscheidungen ja immer verändern und das wir eigentlich gar nicht so richtig wissen ob dieses prospektive Bedauer überhaupt epistemische Kraft hat, überhaupt eine Aussage hat weil wir wissen gar nicht, ob wir bedauern werden was wir jetzt entscheiden.
00:21:00: Weil die Entscheidung wird uns verändern und wir wissen nicht wie wir sein werden wenn wir diesen Weg gehen.
00:21:05: also deswegen denken im Foto zwei finde ich wunderbar und damit verbunden sind Eigenschaften und nicht to dos die abzuhaken sind.
00:21:14: Welche Macht hat denn dann die Frage am Ende oder auch die Antwort auf diese Frage?
00:21:18: Du hast ja gerade völlig zu Recht gesagt, wenn ich mich noch vorstelle bevor ich dreißig geworden bin.
00:21:22: Da ging es ja wirklich um etwas Werden.
00:21:24: also ich will erfolgreich werden.
00:21:26: Ich will nochmal studieren und eine Frau finden Kinder bekommen Haus.
00:21:30: Also da geht's ja sehr um dieses Werden.
00:21:32: Und mittlerweile also ich bin jetzt sieben Dreißig stelle ich mir schon auch die Frage so Wie will ich eigentlich leben?
00:21:38: Also es geht gar nicht mehr darum, ich muss jetzt etwas wehren.
00:21:40: Sondern vielleicht auch mit dem Anzufreunden was sich jetzt aktuell habe.
00:21:44: also welchen Unterschied macht das ob wir uns eben fragen was will ich noch alles werden oder eben um dieses sein geht?
00:21:50: hat nun rosa sagt ja so schön in der Welt seien diese Beziehung zur welt.
00:21:56: welche Macht hat die Frage wenn's um dieses Sein geht und nicht mehr um dieses Werden?
00:22:01: Schön, dass du das erwähnst Jonas mit diesem Werden.
00:22:03: Kennst du den Film Forest Gump?
00:22:05: Ja!
00:22:06: Da gibt's doch die Szene wo er ganz lange läuft läuft läuft mit den vielen Leuten hinten dran und mit dem Baden so... Wo er irgendwann einfach anhält Und dann ist fertig mit dem Laufen.
00:22:14: da zieht der glaube ich das T-Shirt aus und es ist fertig.
00:22:17: Und für mich ist das so ein prägendes Bild geworden weil ich so gedacht habe Das ist die Mitte des Lebens.
00:22:22: Wir rennen rennen Rennen und dann sind wir in der Mitte und wir halten mal inne.
00:22:28: Eigentlich glaube ich das Ziel und dass es genau die Figur vom tälischen Leben ins atelische Leben zu kommen, mal innezuhalten.
00:22:35: Und sich zu fragen wie will ich eigentlich sein?
00:22:38: Worum geht's mir eigentlich was ist eigentlich wichtig?
00:22:41: Und da glaube ich ist das Wichtige in diesem Sein.
00:22:44: sich auch zu fragen bin ich eigentlich wohl in der Umgebung in der Ich Bin kann nicht die besten Seiten von Jonas leben?
00:22:54: Wenn ich in dieser Umgebung drin bin, bin ich wie ein Fisch im Wasser oder am Strand.
00:23:00: Das gilt für viele Bereiche des Lebens.
00:23:03: Kann ich mich in meiner Beziehung entfalten?
00:23:05: Kann ich sich an meinem Arbeitsplatz entfalten?
00:23:08: Fühl ich mich gesehen von meinen Freundinnen und Freunden?
00:23:11: Oder fühle ich mich eigentlich permanent unwohl auch?
00:23:15: Und das ist für mich im Buch so'n bisschen die Frage nach der Lebendigkeit... Also fühle ich mich in einer Stagnation, in einem kalten Kerker?
00:23:25: Oder fühle Ich mich lebendig?
00:23:27: und mit Lebendigkeit glaube ich kann man zwei Dinge verbinden.
00:23:30: Was lebendige ist wenn wir eine Pflanze nehmen Das wächst, also das kann sich weiterentwickeln und eine Pflanze Stoff wechselt.
00:23:38: Die macht ja Fotosynthese.
00:23:40: D.h.,
00:23:40: die ist in Tuchfühlung, in Austausch chemisch mit der Umgebung.
00:23:44: Und für uns Menschen ist es vielleicht mehr so die Idee der Resonanz von Hartmut Rosa.
00:23:48: Also nicht nur kann ich mich entfalten, bin ich lebendig, kann ich wachsen sondern auch fühle ich mich sozusagen gesehen, fühle Ich mich berührt mit anderen mich in einer Art und Weise austauschen, dass etwas entsteht.
00:24:04: Entsteht diese Resonanz?
00:24:05: Das ist Lebendigkeit!
00:24:07: Und dann glaube ich bin nicht der Jonas... ...der blühen kann um dieses Bild vielleicht der Pflanze noch einmal zu nehmen.
00:24:14: Dann ist es gut!
00:24:15: Aber um das richtig zu beantworten müssen wir uns ja schon auch die Fragen stellen Was sind eigentlich meine Wünsche und meine Bedürfnisse?
00:24:21: Weil ich habe oft auch das Gefühl, dass wir ja oft Wünsche und Bedürfenisse von anderen Versuchen zu erfüllen oder Erwartungen die von entweder der Gesellschaft unseren Eltern vom Partner von einer Partnerin auf uns gedrückt wird.
00:24:33: Und dass dann viele Menschen vielleicht in diesem Sein gar nicht jetzt wissen ist es jetzt eigentlich was Ich möchte?
00:24:38: was du meinest mit diesem Umfeld?
00:24:39: bin ich jetzt der Fisch im Wasser oder auf dem Land?
00:24:41: ist Die Arbeitsstelle die ich mir gerade hier ausgesucht hab ist wirklich meins Oder habe ich das eben gemacht, weil mein Vater wollte oder Mutter, dass ich Jura studiere oder in die Medizin gehe.
00:24:50: Also wie finde ich das heraus?
00:24:52: Dass es wirklich meins ist und nicht das Leben anderer, das sich gerade lebe!
00:24:58: Bei Stanley Quell einem Wittgenstein-Jana ein wunderbarer Philosoph mittlerweile verstorben heißt es genau diese Frage, die Frage des Erwachsenenwerdens ist und es eine lebenslange Aufgabe Mit eigener Stimme sprechen zu lernen.
00:25:14: Und ich glaube, das ist tatsächlich so!
00:25:16: Wir müssen uns immer wieder von neuem fragen – Ist das meine Stimme?
00:25:20: Bin ich
00:25:21: das?!
00:25:22: Und wichtig daran ist es geht nicht um ein falsches Authentizitätsideal bei dem wir uns vollkommen abschneiden von der Umgebung weil wir sind ja auch soziale Wesen.
00:25:32: Ich glaube niemand kann sich in einer Innenschau fragen, wer bin ich denn eigentlich und was will ich wirklich?
00:25:40: Sondern wir sind immer geprägt vom Zeitgeist von den Peers, von den Freunden, von unserer Erziehung.
00:25:46: Das heißt die wichtige Frage ist vielleicht nicht so sehr Bin das mein nacktes Ich ohne die anderen sondern bin ich nicht daran mich zu verleugnen.
00:25:56: also Kann ich mit eigener Stimme sprechen zu meiner Stimme stehen Ohne mich zu Verleugnern mich so zu sehr das Gefühl haben Ich darf gar nicht so recht dem nachgehen, was ich will.
00:26:07: Das scheint mir eine relevante Frage zu sein.
00:26:09: Und noch einmal – ich glaube es ist ne lebenslange Aufgabe!
00:26:12: Die Frage sich zu beantworten?
00:26:14: Ist jetzt nicht einer wo wir uns mal zehn Minuten hinsetzen können, ne Antwort niederschreiben sondern das ist ein Prozess sagst du sozusagen.
00:26:20: Ganz genau und es kann auch sein dass Du jetzt oder in fünf Jahren das Gefühl hast Jetzt lebe ich das Leben was ich wirklich leben will Und dann veränderst du dich.
00:26:28: Du lässt dich prägen, hoffentlich lässt du dich
00:26:31: prägnen.".
00:26:31: Das ist Reifen am Leben!
00:26:32: Du machst Erfahrungen, du siehst Dinge anders und dann passt es nicht mehr.
00:26:37: Dann kommt die Frage wieder – das ist in Ordnung.
00:26:39: Ich kann mir jetzt vorstellen, Barbara, die uns zuhören, dass die einen sagen, das ist bestimmt irgendwas total Befreiendes wenn ich dann mir die Frage stelle oder eine Antwort finde.
00:26:48: Andere kommen wiederum zum Ergebnis wahrscheinlich, dass es auch sehr traurig sein kann, auch sehr frustrierend sein kann.
00:26:52: Du hast ja schon ein bisschen angesprochen, Was wäre, wenn hätte ich mich doch damals anders entschieden oder ich bedauer etwas nicht gemacht zu haben?
00:27:01: Oder Ich habe etwas gemacht und ich bedauere das.
00:27:03: Und du hast mal gesagt Bedauern ist eine Begleitmelodie eines reich erfüllten Lebens.
00:27:10: Warum gehört bedauern für dich zu einem gelingenen oder zu einem reicherfüllten Leben dazu?
00:27:15: Warum es bedauert so wichtig?
00:27:17: Also wichtig ist es vor allem bedaueren.
00:27:20: von Roy jetzt unterscheiden und bedauers heißt erstmal nur dass wir nicht alles machen konnten, nicht alles haben können, wonach uns gelüstet.
00:27:31: Und das wiederum ist eine so kratische Idee, dass er sagt naja man muss sich auch mal vorstellen wenn man so ein Hummer wäre, so einen schalen Tier, so ein krusten Tier mehr.
00:27:40: dann will man vielleicht nur schlafen und fressen und das war es!
00:27:44: Und sowas kriegt man unter in einem Hummerleben.
00:27:46: aber wir Menschen wir haben viele Sehnsüchte, viele Gelüste Wir wollen ganz unterschiedliche Dinge und das hat halt nicht alles Platz in einem Leben.
00:27:55: Und deswegen ist Bedauern.
00:27:56: die Begleitmelodie, ich kenne das zum Beispiel extrem gut!
00:28:00: Ich bin eine Person mit sehr vielen Interessen und Sehensüchten.
00:28:04: Ich könnte mir immer noch tausend Dinge ausdenken.
00:28:06: Es gibt so viel was mich interessiert du nix, du kennst es?
00:28:09: Genau.
00:28:09: und dann merkt man mal na gut... Das hat jetzt halt keinen Platz.
00:28:13: Vielleicht geht es später, aber je älter wir werden, desto mehr merken wir.
00:28:17: Nee das geht später nicht!
00:28:18: Das hat in diesem Leben keinen Platz.
00:28:20: Aber dafür habe ich andere Dinge gemacht.
00:28:22: und ich glaube wenn wir uns damit versöhnen können und verstehen können Bedauern ist die Kehrseite dessen dass wir interessierte Wesen sind mit vielen Sehnsüchten Und verstehen.
00:28:32: sehnsucht ist ja so eine superkraft finde Ich das ja so ne Schubkraft das etwas was uns antreibt Dann ist es vielleicht nicht mehr so schlimm dann können Wir uns damit wirklich gut versöhne.
00:28:42: Und wir wissen aus der Psychologie, am schlimmsten ist es eigentlich aus Angst davor etwas zu bereuen.
00:28:47: Jetzt kommen wir zur Reue nicht zu entscheiden.
00:28:50: Also an der Wegmarke zu stehen und keinen Weg einzuschlagen und sich einfach niederzusetzen und da einzupennen und nichts zu tun weil dann entscheidet er das Leben für uns.
00:29:01: besser ist es selber zu entscheiden und ich glaube dass müsste man mal auch wieder sagen.
00:29:07: Passend dazu gibt's noch so ein Zital, was total auf mich mal zugetroffen ist in den letzten Jahren.
00:29:11: Wenn du dich nicht entscheidest verbringst du das ganze Leben auf einem Flur und das fand ich irgendwie total spannend dass es ja auch etwas Erleichternes haben kann wenn wir durch eine Tür durchgehen und dadurch dann andere Türen zumachen anstatt die ganze Zeit auf dem Flur zu warten Und zur hoffen oder nicht zu wissen durch welche Tür möchte Ich jetzt also ist ja auch Etwas Befreiendes Oder Dann Durch Die Tür durchzumarschieren Zu Sagen Ich habe mich Jetzt Dafür Mal entschieden
00:29:33: Ja und es ist ja auch interessant, dass viele junge Menschen also wenn ich jetzt so mit Studierenden zum Beispiel spreche die erzählen von den Lasten.
00:29:40: Den Bürden das sich entscheiden müssen weil noch so viel offen ist und dann könnte man ja sagen ist eigentlich gut Türen schließen zu können.
00:29:49: Also irgendwann abzuschließen mit gewissen Dingen und zu sagen Das mache ich jetzt tatsächlich nicht mehr.
00:29:54: Das ist keine Option für mich.
00:29:56: Aber das Bureuen kommt ja und das finde ich ja so spannend Weil Menschen ja versuchen in ihrem Leben alles irgendwie unterzubekommen.
00:30:02: Also ich spreche da gerade so auch Ambivalenzen und Widersprüchlichkeiten an, also die einen möchten sicheren Job und sicheres Leben aber gleichzeitig wollen sie auch ins Abenteuer sich stürzen und du zitiere es ja oft auch Eva von Redeker mit Bleibefreiheit also zufrieden mit dem zu sein was man gerade hat und dort auch die Bleibe Freiheit zu genießen zu sagen Ich darf jetzt auch mal hier bleiben um mich nicht stetig immer weiterentwickeln und wachsen.
00:30:25: Aber warum?
00:30:26: tun wir uns so schwer, habe ich mich gefragt im Leben diese Ambivalenzen auszuhalten und zu sagen ja ich kann doch einen sicheren Job haben aber mich auch gleichzeitig mal für ein Tag eine Woche in einem Abenteuer stürzen.
00:30:36: Aber ich hab oft das Gefühl wir sind immer sehr schwarz-weiß oder entweder nur das eine oder das andere.
00:30:42: Warum tun wir es so schwer dass irgendwie auch auszahalten um ins Leben zu bringen?
00:30:45: Diese Widersprüchlichkeiten?
00:30:48: Ich weiß gar nicht, ob es bei dem was du beschreibst wirklich um Ambivalenzen geht.
00:30:51: Ob's da auch nicht wieder darum geht dass wir uns nicht richtig entscheiden wollen.
00:30:54: also das wir einerseits den sicheren Job wollen und gleichzeitig das Abenteuer.
00:30:59: Da, glaube ich ist natürlich auch ein bisschen der Zeitgeist, der uns da in die Quere kommt.
00:31:04: Wir leben natürlich dauernd mit dieser Fear of missing out dieses Fomo und wir werden ja dauerend berieselt damit was man noch für einen tolleren Urlaub hätte machen können.
00:31:12: dann hockt man irgendwo am Strand und denkt auf das Safari wäre es besser gewesen.
00:31:16: also das ist gar nicht so einfach das heute auszuhalten weil man so viele Optionen hat.
00:31:20: Die Ambivalenz wiederum glaube ich isst etwas anderes.
00:31:23: die ambivalenz hat stark damit zu tun dass wir natürlich feststellen, das manchmal aus traurigem Gutes erwächst.
00:31:32: Und gerade auch in der Mitte des Lebens sind wir mit Ambivalenzen konfrontiert.
00:31:35: Zum Beispiel ist es vielleicht so, dass wir verlassen werden... Es ist ganz furchtbar und tut wahnsinnig weh!
00:31:42: ...und dann verlieben wir uns neu.
00:31:44: Dann müssen wir damit zurechtkommen, dass wie einerseits diese neue Liebe feiern ohne diesen Schmerz klein zu reden, der wir vielleicht dann leiser aber auch ohne sagen zu müssen die andere Beziehung war es nicht wert gelebt zu leben.
00:31:58: Sondern Es ist alles wertgelebt zu Leben und ich finde das wichtig dass wir mit ambivalenzen umgehen können.
00:32:04: also man kann durchaus aus schlimmem etwas schönes erwachsen sehen Ohne dann zu sagen Das schlimme war gar nicht schlimm.
00:32:13: nein!
00:32:13: Es ist ambivalenz Die zunimmt je älter wir werden.
00:32:17: Und da sind ja auch die Lebenserfahrungen, die du angesprochen hast.
00:32:19: Das wäre ja langweilig wenn wir nur von der einen Seite die Lebens- erfahrung haben und das andere gar nicht wahrgenommen oder gar nicht gelebt zu haben.
00:32:25: Genau!
00:32:26: Ich mag zum Beispiel alte Möbel sehr.
00:32:28: Ich habe zu Hause ein sehr alten Holzestisch.
00:32:32: Der hat ein bisschen wackelige Beine und er hat Partina sagen wir manchmal.
00:32:37: Warum sagen wir von Menschen nicht dass sie schön werden mit Partina?
00:32:40: Sowohl äußerlich wie auch seelisch, geistig.
00:32:43: Also Partier anzusetzen sich vom Leben kerben zu lassen prägen zu lassen ist doch was ganz Großartiges.
00:32:51: ich finde das macht Menschen interessant.
00:32:54: Ich find' auch Babys großartig die sind ja noch so glatt und neu.
00:32:58: Aber aber das Leben das prägt uns Und ich finde eigentlich erwachsene Menschen bei denen man die Prägung nicht wahrnimmt sehr langweilig.
00:33:05: Und
00:33:05: passend dazu finde ich noch das Konzept von Schulz von Tun ganz spannend.
00:33:08: mit diesem Stimmig sein.
00:33:11: Wenn wir uns fragen, wer möchte ich gewesen sein?
00:33:13: Uns auch mal in den Bauch hineinzuhören fühlt sich etwas stimmig an.
00:33:16: Du hast jetzt den Fisch im Wasser oder am Land.
00:33:19: Wann hast du dich das letzte Mal stimmlich gefühlt?
00:33:21: Oder wie hast du für dich auch herausgefunden?
00:33:23: Das fühlte sich jetzt... Wir haben eben über deinen Job gesprochen, dass du ganz viel machen kannst und da glaube ich hörst du ja auch ein bisschen auf dich.
00:33:29: bei welchen Themen oder bei welchem Menschen fühlt es sich eben stimmlig an?
00:33:33: Vielleicht kannst du unsere Zuhörer und Zuhöhrerin mal so mit reinnehmen diesen Prozess vielleicht wie man in dieses Stimmig sein, dann auch irgendwie reinkommen.
00:33:40: Weil ich finde das eine ganz schöne Vorstellung sich immer wieder zu fragen.
00:33:42: Fühlt es sich gerade für mich stimmig an?
00:33:46: Und ist ein schönes Adjektiv weil's ja darum geht dass die Dissonanz verschwählen wird oder ein Stück weit
00:33:51: Und auch die, also es kommt jetzt wieder sehr aus der Psychologie.
00:33:54: Weil die Dissonanz im Gehirn ist ja wenn die Erwartung mit der Realität nicht übereinstimmt.
00:33:59: Also wir haben eine Coherenz, wenn die erwartungen, die wir an das Leben haben und unseren Arbeitsplatz mit der realität übereinstimmen.
00:34:05: Und jegliche Dissonant ist der größtmögliche Stressfaktor für unser Gehirnen weil's halt Deckungsgleich haben möchte.
00:34:11: deswegen finde ich so spannend dieses wie schaffen wir es in diese Coheren oder eben in dieses Stimmig sein reinzukommen?
00:34:17: Ja, und ich glaube du hast selber jetzt schon ganz viele Antworten gegeben.
00:34:20: Also eben wenn das zur Passung kommt und wenn Du mich fragst wann ist es der Fall?
00:34:24: Zum Beispiel jetzt!
00:34:26: Ich finde wir haben ein schönes Gespräch, ich vergesse die Zeit, ich mag deine Fragen, Du hörst mir zu.
00:34:31: also Gespräche gute Gespräche leben davon dass man den Eindruck hat Man isst wie ein Fisch im Wasser, man iß nicht dauernd noch auf einer Meta-Ebene.
00:34:39: also darum geht's glaub' ich, dass man aufhört sich zu beobachten bei dem was man tut.
00:34:45: Jetzt denke ich gerade, es ist eigentlich interessant.
00:34:47: Weil bei gewissen Formen der Achtsamkeitsmeditation geht es ja gerade darum sich zu beobachten also den Atem zu beoberten.
00:34:54: aber das ist wiederum glaube ich eine andere Form der Stimmigkeit.
00:34:57: da kommt man versucht man den Geist zu beruhigen indem er in beobachtet.
00:35:01: Aber grundsätzlich glaube ich, ist vieles von diesem sich selbst vergessen etwas ganz Zauberhaftes was ja auch in der Psychologie mit Flow umschrieben wird.
00:35:10: also typischerweise ich finde zum Beispiel großartig Kinder zu gucken beim Legospiel und zwar vor allem beim freien Legospielen wenn es nicht darum geht genau das Piratenschiff nachzubauen sondern wenn die einfach was bauen.
00:35:22: und wirklich man einfach so sieht manchmal Grinnt den noch der Speichel übers Kinn runter, weil die so vertieft sind.
00:35:28: Das finde ich was Großartiges und das ist glaube ich dieses Moment wo man stimmig ist, wo man einfach gar nicht mehr in diesem Außenwarnigung
00:35:37: ist.
00:35:37: In deinem Buch nennst du auch diese flowmomente Momente des Glanzes?
00:35:42: Und ich fand deine Beschreibung so toll auf dieser Zeitachse dass wir immer auf dieser horizontalen Achse unterwegs sind.
00:35:48: Immer dieses im Kopf auch was ist morgen oder später Und du irgendwie so uns wünschen würdest, wieder in diese Tiefe zu kommen.
00:35:55: Also in die vertikale Axt.
00:35:56: und das war nicht irgendwie eine tolle Vorstellung dass wir uns dann auch wieder mit Themen auseinandersetzen dürfen und jetzt nicht eben zehn Minuten ein YouTube Tutorial uns anschauen wie wir einen Fahrrad reparieren sondern irgendwie drin auch dann aufgehen in dieses Flow reinzukommen.
00:36:10: woran liegt's?
00:36:11: Schwierigkeiten haben in diese Momente des Glances zu kommen, das auch wirklich wahrzunehmen und bei einem Konzert nicht direkt das Handy raus holen dran zu denken.
00:36:19: Ich muss doch heute Abend noch irgendwas posten für andere sondern dieses Lied wirklich mal zu genießen auf den Text zu hören auf die Mitmenschen links rechts.
00:36:28: wie kommen wir da wieder ein bisschen mehr rein?
00:36:29: In dieser Momente Des Glances Wie du es beschreibst und ich finde ist auch ein tolles Wort diese Momentes des Glanzes irgendwie
00:36:36: ja ist sozusagen ein Begriff, bei dem ich versucht habe es so ein bisschen dieses A zu übersetzen.
00:36:43: Also Dacryl Keltner hat da dieses Buch geschrieben über A, also AWE geschrieben.
00:36:49: Diese Wunder des Lebens diese A-Momente man übersetzt das oft auch mit Ehrfurcht, also Momente in denen eben sozusagen einfach... Dinge passieren, wo wir uns ganz vergessen.
00:37:01: Aber oft auch Dinge bei denen wir uns aufgehoben fühlen in einem größeren Ganzen.
00:37:06: also so großartige Naturerreignisse Momente in Gruppen, wo wie einfach ausgelassen heiter lachen.
00:37:13: es können auch spirituelle Momente sein und was sicher ganz wichtig ist dass wir zwei Voraussetzungen erfüllen.
00:37:20: das eine ist so eine temporale Offenheit Dass wir eben aufhören dauernd auf die Uhr zu blicken und in einen begrenzten Moment Wir gehen eine Stunde in die Sauna und es muss zack auf Knopfdruck ganz großartig entspannen sein, sondern dass wir uns Zeit nehmen für Dinge.
00:37:37: Und Sachen sich nicht auf Knopffdruck ereignen müssen – das ist diese temporale Offenheit!
00:37:42: Und dann die modale Offennheit eben Dinge nicht zu verzwecken, da sind wir wieder bei diesem tälischen.
00:37:48: also irgendwo hinzugehen an ein Konzert Nicht mit Blick darauf, einen tollen Instagram-Post nachher zu machen oder erzählen zu können.
00:37:56: Ich war übrigens am Konzert XYZ sondern um einfach mal zu gucken.
00:38:01: was passiert also modal offen so bleiben zu hoffen vielleicht aber nicht er zwingend so wollen dass es mich berührt das ist oft glaube ich schwer für uns.
00:38:13: Es gibt bei Hortmus Rosa dieses lustige Beispiel, das er sagt.
00:38:16: Es gibt heute Polarlichter Expedition mit Polarlichtsgarantie was natürlich ein totaler Witz ist weil Polarlichten sind unverfügbar man weiß nie so recht ob man sie sehen wird oder nicht und das ist Teil des Glanzes und des Zaubers dass wir ein bisschen dann immer auch noch denken boy ich hatte total Glück!
00:38:33: Ich habe ganz viele Polarlichte gesehen und wir wollen ja nicht dahin gehen und wissen da gibt es sieben Polarlicher nachts um zehn zwei vor zehn sind wir dafür nach zehn sind fertig.
00:38:42: Dann haben wir das hier sieben Polarlichter gesehen.
00:38:44: Nein, man ist da unter diesem Nachthimmel und weiß nie so recht!
00:38:47: Seh's nicht wie bei den Sternschnuppen.
00:38:50: Und das sind Momente des
00:38:51: Glanzes.".
00:38:52: Ich musste gerade an einen Restaurantbesuch denken weil es ja wirklich bei ganz kleinen Sachen anfängt... ...wie viele schauen sich eine Speisekarte vor einem Restaurantbesuchs an um genau zu wissen Pizza, Fleisch was gibt es da?
00:39:06: Ich entscheide mich doch im Restaurant völlig spontan.
00:39:08: ich lass mich vom Ambiente beeinflussen.
00:39:10: Ich lasse mich vielleicht von dem Kellner, der Kellnerin beeinflusst.
00:39:12: und weil die mir gerade sagt du Jonas wir haben hier einen Fisch gefangen oder heute ist das und dass besonders dann denke ich immer so sich ein bisschen drauf einzulassen und auch nicht zu wissen ist es jetzt wirklich das beste Gericht von der Karte oder eben das zweitbeste?
00:39:24: aber ich werde nie herausgehen.
00:39:25: also dieses hat ja wieder mit offen sein zu tun oder dass viele Menschen gar nicht mehr offen sind, sondern eben das verfügbar machen wollen, planen wollen kontrollieren wollen.
00:39:35: Es ist ein schönes Beispiel und Freunde und Freundinnen zum Beispiel wenn die einen bekochen es ist das schöne Jahr dass sie sich so ein bisschen überlegen was magst du vielleicht?
00:39:42: aber dann gibt's halt was es gibt und es gibt ja mittlerweile schon so'n bisschen Trend in sehr guten Restaurants da es einfach ein Menü gibt oder vielleicht gibt's ein Menüt vegetarisch und eines mit Fleisch Und dann ist das aber einfach das und man lässt sich drauf ein
00:39:58: Von dem Leben, was wir leben, Barbara.
00:39:59: Was glaubst du?
00:40:00: Was ist wirklich selbstbestimmt und wie viel es am Ende dann doch am Ende Glück, das wir im Leben hatten oder eben doch von anderen Menschen beeinflusst?
00:40:08: Ob's die Eltern sind oder Menschen, die wir in einem Leben kennenlernen?
00:40:11: also wie sehr ist unser Leben, dass wir führen, selbstbestimmt?
00:40:16: Als Philosophin würde ich jetzt sagen müsst ihr drüber sprechen, was meinen wir mit Selbstbestimmung?
00:40:21: Also natürlich kann man jetzt irgendwie mit Theorien der Willensfreiheit kommen und sagen gar nichts ist das bestimmt selbst.
00:40:27: Genau, selbst wenn du jetzt nix dann hast du nicht frei aus freiem Willen genickt sondern alles ist vorher schon so.
00:40:33: also mit physikalischen Gesetzen und da kommt man in die Quantenphysik rein es gibt doch Willens Freiheit.
00:40:38: aber das ist nicht das was du meinst.
00:40:40: Du meinst Was wählen wir wirklich selbst?
00:40:42: Und ich glaube dass ist tatsächlich einfach ein Mix.
00:40:45: Die Gene spielen große Rolle für unsere Charaktereigenschaften.
00:40:49: Das wissen wir Da natürlich, wo wir aufwachsen.
00:40:53: Die Eltern prägen uns extrem die frühkindlichen Erfahrungen.
00:40:56: Natürlich auch das Land, in dem wir aufwachszen.
00:41:00: Wir haben zum Beispiel in der Schweiz und Deutschland immer noch einen starken Klassismus.
00:41:04: Darüber wird viel weniger gesprochen wie über Rassismus oder Sexismus
00:41:07: z.B.,
00:41:08: aber es gibt den Klassismus.
00:41:10: Es macht eine große Rolle was du für Eltern hast, wo du aufwächst.
00:41:15: Und dann haben wir aber natürlich auch noch uns.
00:41:17: und da würde ich schon sagen, natürlich gibt es Sesvestimmo.
00:41:20: Natürlich gehört zum erwachsenen Leben auch Verantwortung zu übernehmen und sich nicht dauernd als Opfer... zu gerieren und zu sagen, der andere war schuld.
00:41:32: Das Leben meint es schlecht mit mir.
00:41:34: Nie kriege ich das was ich will ist schon typisch dass Ich wieder Pech habe.
00:41:38: Es gibt ja so Leute Und das stimmt nun mal einfach auch für keinen.
00:41:43: Also es gibt immer irgendwie die Möglichkeit denke ich sich auch zum leben Zu verhalten um diese lücke zu finden.
00:41:49: wo hab ich spielräume?
00:41:51: Wo kann ich mich verhalten?
00:41:53: Zudem was mir widerfährt das ist der raum wo die freiheit beginnt.
00:41:58: Ganz viele Menschen fühlen sich aber aktuell nicht selbstbestimmt, entweder bei anderen Menschen ihnen was vordiktieren.
00:42:04: Wie sie zu arbeiten haben wie sie zu leben haben.
00:42:06: Viele Menschen sehnen sich aber auch danach.
00:42:09: also viele Menschen Denken wir an die Influencer, Influenzerinnen.
00:42:12: Wie viele lassen sich von denen beeinflussen was sie kaufen?
00:42:15: Also da kriegen Sie Werbung über Social Media und sagen ich muss jetzt dahin reisen oder ich muss das auch erleben.
00:42:21: Denken wie an KI, wie vieler jetzt KI schon als besten Freund, als beste Freundin um irgendwie einen Ratschlag oder eine Antwort zu bekommen.
00:42:27: Wie soll ich auf eine Nachricht antworten, wie soll ich das machen?
00:42:30: Denken mir an Longevity Experten und ExpertInnen, die uns erzählen, wie wären wir gesund, was müssen wir alles tun?
00:42:37: Ihr beschäftigt euch ja im Rahmen eines anderen Events mit diesem Thema.
00:42:41: Wieso ist gerade diese Lust auf Unmündigkeit so groß?
00:42:44: Also warum sehen sich manche Menschen wirklich danach von anderen beeinflusst zu werden, von anderen zu hören wie ich mich jetzt verhalten habe was richtig und falsch ist?
00:42:54: Kannst du das erklären?
00:42:56: Naja, interessanterweise glaube ich die Antwort hat schon Immanuel Kant gegeben.
00:42:59: Also seine ganz bekannte Aufklärungsschrift wo es ja darum geht eben zu wagen den Mut zu haben sich seines eigenen Verstandes zu bedienen und aus dieser selbstverschuldeten Unmündigkeit herauszukriechen.
00:43:13: Dieser Aufruf von Kant er ist natürlich aktueller denn je Und der sagt Es geht sowohl um Feigheit wie um Faulheit.
00:43:19: Also Feigheit, weil es natürlich Mut braucht zu widersprechen.
00:43:22: Autoritäten nicht zu glauben, nicht einfach blind zu folgen sondern erst einmal für sich selber noch einmal zu überprüfen.
00:43:30: glaube ich das wirklich?
00:43:30: will ich das wirklich?
00:43:32: sehe ich das anders und Es ist halt auch sehr sehr bequem.
00:43:36: also Wir sind auch einfach faul Und Kant is der relativ hart.
00:43:40: er sagt wir haben halt die Möglichkeit Menschen zu sein sprich mündig zu werden oder Hausvieh zu sein Sprich Trottel zu sein, die einfach alles niederbeten was die anderen schon denken.
00:43:52: Der Preis den wir bezahlen für Mündigkeit ist halt tatsächlich dass wir das eigene Leben in die Hand nehmen müssen heißt dann auch selber die Verantwortung übernehmen müssen wenn wir falsch entschieden haben.
00:44:02: zum Beispiel Warum ist es gerade jetzt so zu beobachten?
00:44:07: Dass wir das Gefühl haben wie wir beim Philosophikum Lechtes nennen dass wir betreutes Denken favorisieren?
00:44:14: naja da muss man natürlich sagen da gibt es so etwas wie einen Techno-Kapitalismus.
00:44:20: Es gibt sehr viele Unternehmen, die haben ein großes Interesse daran dass wir uns im Denken betreuen lassen.
00:44:25: mit unseren Daten kann man unglaublich viel Geld verdienen und insofern macht man uns natürlich gerne weiß es ist besser wenn du nicht selber nachdenkst sondern lass es noch mal zu überprüfen von Chajipiti.
00:44:36: Es ist besser, wenn du dich selbst überlegst wo du entlang reisen möchtest weil Chajhipiti weiss wie du die beste Reise machen kannst.
00:44:42: und mit all diesen Dingen wird natürlich Geld verdient.
00:44:45: Was verlieren wir denn, wenn wir nicht mehr selbst denken?
00:44:49: Naja einerseits kann man gesellschaftlich einfach feststellen das wahrscheinlich unser IQ sinken wird.
00:44:55: Weil wir sehr viel weniger Ideen durchmischen.
00:44:59: Das ist ein bisschen wie Inzestdenken.
00:45:01: Also es kommen dann immer mehr.
00:45:02: dieselben Ideen die viele Klicks haben werden immer noch mehr Klicks bekommen.
00:45:08: Es ist wirklich so diese Logik der Metrik die immer stärker wird.
00:45:14: Das ist so das eine, das gesellschaftliche.
00:45:16: Wir wissen natürlich auch dass die lautesten diejenigen der meisten Brüllen dann am meisten stimmen bekommen.
00:45:21: wir sehen jetzt niedergang von demokratien zunahme von autokratischen regimen.
00:45:26: also was politisch gesehen da auf dem spiel steht es darf man nicht unterschätzen.
00:45:31: für uns selber glaube ich geht es wirklich darum sich noch einmal zu fragen was zeichnet eigentlich den menschen aus wer sind wir eigentlich, wenn wir nicht mehr selber denken.
00:45:41: Und dann können wir auch ins Denken kommen darüber was ist eigentlich Denken.
00:45:45: und da schlage ich vielleicht nochmal den Bogen zu Agnes Colored und dieser Idee Ich muss doch mal alleine für mich selbst nachdenken sei eigentlich Mumpits.
00:45:53: weil Denken immer was Dialogisches isst.
00:45:55: und mit Chachipiti zu Denken ist halt ein Fake Dialog das ist halt kein Dialog.
00:46:01: also Chachhipiti widerspricht mir nur so lange wie es mir irgendwie gefällt.
00:46:06: wenn es mir dann nicht mehr gefällt und ich ein bisschen wütend werde, dann kommt mir Jatjipiti auch entgegen.
00:46:11: Das weiß man zum Beispiel aus Studien darüber inwiefern Jathipiti gute psychologische Therapie bieten kann.
00:46:20: das kann schon mal hilfreich sein aber in einem wirklichen psychotherapeutischen Setting geht's ja auch darum dass der Therapeut nicht nur mir widerspricht sondern ja auch körperlich leiblich im Raum anwesend ist.
00:46:34: Er wird uns vielleicht unangenehm, er ärgert sich vielleicht darüber dass wir nicht wirklich ehrlich sind.
00:46:40: Der spürt ja das wir nicht auspacken mit unseren Problemen und dieses ganze Spiegeln, dieses leibliche Spiegeln findet alles nicht statt mit einer KI.
00:46:50: also da geht ganz viel verloren was uns wirklich im Denken auch anleitet weil denken uns nur voran bringen kann wenn wir uns in Widerspruch reinbegeben.
00:46:59: Und dann sind wir wieder beim Entfremde da sein, dass wenn wir uns ja nicht mehr, wenn wir nicht mal selbst denken sondern dann die Antworten in KI reingehen oder eben auf Influencer-Influencerinnen hören was ich jetzt kaufen soll wohin ich reisen soll.
00:47:12: Das ist ja nicht meine eigenen Wünsche und Bedürfnisse sind.
00:47:14: also natürlich kann ich mich inspirieren lassen von anderen Menschen.
00:47:17: aber... Ich krieg ja schon so mit wenn ich mit manchen Menschen spreche die sagen KI hat mir das und das gesagt, ich mache das jetzt.
00:47:23: Oder Person Y hat mir sozusagen über Instagram das und dass gesagt... Ich werde das auch mal machen.
00:47:29: Da sind wir ja wieder bei diesem Entfremde sein mit sich selbst weil es nicht unsere eigenen Wünsche und Bedürfnisse sind.
00:47:34: Ganz genau!
00:47:35: Und was wir vorhin als Modale Offenheit bezeichnet haben, das geht ja komplett flöten.
00:47:39: Weil ich kauf dann das Arrangement, das mir von der App irgendwie vorgeschlagen wurde die um die Reise mit den Hotels und dann wird irgendwie versprochen, was das alles hat.
00:47:49: Und danach kommt ja sofort wenn es fertig ist des Ratings.
00:47:52: ich soll dann sagen wie weiß das Erlebnis?
00:47:54: Das Kundenerlebnis keine Ahnung was... und da werde ich's ja daran bemessen was mir versprochen wurde.
00:48:00: aber die großartigen Dinge sind ja eben im Leben fast immer die Sachen die wir nicht planen konnten.
00:48:06: also man mag mal sich vorstellen man würde sich verlieben aufgrund eines Tools, das mir eben alles irgendwie vorbestellt.
00:48:14: In
00:48:15: sieben Tagen Jonas um dreizehn Uhr wirst du die und die Personen dann sehen?
00:48:18: Ganz genau funktioniert
00:48:20: halt nicht!
00:48:21: Und ich will damit nichts sagen dass es nicht sehr gute Plattformen gibt um vielleicht Partner und Partnerinnen kennenzulernen.
00:48:27: aber dazu kommt ja immer man muss dann viele Leute daten und vielleicht funkt's dann irgendwann auch viel erzählen.
00:48:33: aber auch Sie haben viele Leute gedatet da zu Ihrem Freundeskreis erweitert Zufall jemanden kennengelernt.
00:48:41: Also solche Dinge, ich will auch nicht die KI schlecht reden.
00:48:44: Vieles vieles was die KI kann ist auch zum Segen der Menschheit.
00:48:48: also schon nur im Bereich der Medizin.
00:48:50: und da habe ich jetzt nur ein kleines Beispiel genommen.
00:48:53: es wird ein Segen sein wie die Diagnostik voranschreitet weil sie soviel schneller ist so viel genauer so viel früher einsetzen kann.
00:49:01: Es gibt viele viele Anwendungen der KI die sind großartig.
00:49:04: aber genau diese Dinge dass wir diese modale Offenheit komplett verlieren Halt dich für ein wirklich, einfach einen riesengroßen Verlust.
00:49:11: Glaubst du es könnte auch daran liegen dass wir... Du hattest eben schon mal angeschworen die Sehnsucht vielleicht dann nicht haben?
00:49:16: Also das diese Menschen in ihrem Kopf und im Dasein gar nicht eine Sehensucht nach etwas haben.
00:49:21: Ich zitiere dich kurz, du hast mal gesagt alles beginnt mit der Sehmsucht.
00:49:25: Kann das sein, dass vielleicht den menschenden Art Sehtsucht fehlt Und die deswegen gucken was sagen andere?
00:49:31: Was gibt KI mir raus?
00:49:33: Was sagen longevity Experten und Experte denn weil die keine Sehsucht vielleicht haben?
00:49:38: Der Satz übrigens, der Stammt von Nelly Sacks.
00:49:40: Und ich habe immer gesagt wenn ich mal Politiker geworden wäre was ich nicht geworden bin und nicht mehr werden werde dann wäre das vielleicht mein Wahlspruch weil ich das wirklich sehr mag.
00:49:49: alles beginnt mit der Sehnsucht.
00:49:50: Ich glaube wirklich diese Schubkraft die sowohl politisch gesehen extrem wichtig als auch eben für uns Individuen und ich würde sagen die Menschen haben schon eine Sehensucht Wenn sie das wollen was der Influencer will.
00:50:01: aber es ist halt die Sehsucht gleich zu sein.
00:50:04: Die Sehmsucht genau das zu bekommen sagt, wie es ganz, ganz toll ist.
00:50:09: Und das ist nicht eine Sehnsucht die aus mir erwächst und deswegen ist darin vielleicht auch immer so ein kleiner Moment der Entfremdung mit eingebaut weil ich will ja gleich sein wie der und es ist eben dieses Vergleichsmoment und dieses Dauern sich vergleichen dass ist das was ja so tödlich ist für uns.
00:50:25: wir sind dann immer im Wettbewerb.
00:50:27: habe ich dann die zehn Punkte wie der auch hat hab ich's genau gleich empfunden.
00:50:31: war es so großartig wie er das gesagt hat und nicht dieses mich überraschen lassen ohne irgendwelche Ratings einfach festzustellen, Mensch das war jetzt aber ein lustiger Abend.
00:50:42: Was ist denn deine Sehnsucht?
00:50:44: Im Moment muss ich wirklich sagen habe ich eine große Sehmsucht daran dass wir umdenken bezüglich der Klimafrage.
00:50:50: Das ist meine politische Sehtsucht.
00:50:52: es macht mir große Sorgen.
00:50:54: Es war ja auch mein letztes kleines Buch das sich mit anderen Klimafilosofen und Philosophinnen Büchlein geschrieben haben darüber wie wir besser über diese Klimafragen nachdenken können.
00:51:07: Für mich ganz persönlich würde ich sagen, ich stehe so vor der Sommerpause.
00:51:12: Meine Sehnsucht ist tatsächlich dass sich eintauchen kann in einer modalen Offenheit das sich eintauchen kann im dieses Gefühl mich überraschen zu lassen.
00:51:22: Wenn wir jetzt auf das Thema Klima noch ein bisschen eingehen weil die Frage wer möchte ich gewesen sein hast du ja ganz am Anfang mit Adjektiven beantwortet?
00:51:30: Weil Du bewusst gesagt hast es geht um Tugende und Werte vielleicht auch um Beziehungen.
00:51:34: Welche Tugende würdest du jetzt sagen in den Hinblick vielleicht auch auf Nachhaltigkeit Klima?
00:51:38: Welche sind gerade so wichtig, welche tugende Werte kommen dir da in den Sinn wo du sagst.
00:51:43: Wenn wir davon ein bisschen mehr haben, vielleicht schaffen wir es doch noch mit der Nachhaltigkeit und dass das Klima nicht ganz so drastisch kippt.
00:51:52: Ich denke Fairness ist extrem wichtig.
00:51:54: ich möchte fair sein Weil wir jetzt ja so viel den Satz hören, mein Beitrag macht ohnehin keinen Unterschied.
00:52:00: Es spielt doch überhaupt gar keine Rolle was ich hier tue.
00:52:04: Was sagst du diesen Menschen?
00:52:05: Naja wenn wir so auf die Welt blicken dann erstens mal es stimmt nicht, es stimmt deswegen nicht weil das Klima ist ein kollektiv verursachtes Problem.
00:52:14: Es ist schon richtig dass es einzelne Staaten gibt und einzelne Personen gibt, die sehr viel mehr zur Klimaverwärmung beitragen.
00:52:21: Dennoch bleibt es ein kollektives Problem.
00:52:26: Ist ein Beitrag, sei er noch so klein.
00:52:28: Also die Aussage stimmt logisch nicht.
00:52:30: Vor allem aber würde ich sagen diese Brille immer nur zu fragen... Macht eigentlich jetzt mein Beitrag den Unterschied oder nicht, ist einfach nicht die einzige Brille, die wir aufhaben sollten und sehr oft haben wir dir ja auch nicht auf.
00:52:42: Denken wir zum Beispiel an die Steuern, die we bezahlen müssen.
00:52:45: also niemand geht jetzt hin und sagt ich bezahle meine Steuer nicht weil ehrlich gesagt meine Steuer macht jetzt einen Braten auch nicht weiß.
00:52:50: nein es ist eine Frage der Fairness dass jeder prozentual zu dem was er verdient dann einkommende Steuer entrichtet.
00:52:57: und genauso sollten wir alle uns auch überlegen vielleicht proportional zu unserem Wohlergehens unseren Möglichkeiten kann ich beitragen.
00:53:06: Und es ist eine Frage der Fairness, Fairness gegenüber Menschen die... sehr stark von den Folgen der Klimawärmung betroffen sind im globalen Süden, aber auch Menschen bei uns die zum Beispiel bereits krank sind.
00:53:19: Die alt sind.
00:53:20: Menschen die es sich nicht leisten können sich in klimatisierte Gebäude zurückzuziehen und so weiter.
00:53:25: Aber natürlich auch Fairness gegenüber zukünftigen Generationen um da vielleicht auch noch einmal Harald Welser zu zitieren.
00:53:31: er hat den schönen Begriff der Enkeltauglichkeit erwähnt.
00:53:34: Enkeltauglich zu leben.
00:53:36: ich glaube sich vorzustellen, ich will so leben dass es auch noch Menschen in Jahr Millionen gut gehen wird.
00:53:42: Das ist eine Überstrapazierung dessen was uns möglich ist.
00:53:46: das werden der Philosophie auch diskutiert.
00:53:48: diese sogenannten Long-Termism Fragen wie weit in die Zukunft müsste wir eigentlich überlegen wenn wir uns überlegen wie wir leben.
00:53:57: aber Ich finde die Enkeltauglichkeit eine sehr gute Vorstellung und für mich ist das wirklich etwas was mich auch traurig stimmt mir vorzustelle dass meine Kinder ist schon sehr viel schwieriger haben werden mit großer, großer Wahrscheinlichkeit.
00:54:11: Wenn die so alt sein werden wie ich.
00:54:13: Ich fand im Begriff von Maya Göpel in unserem Podcast war so toll diese Tugend.
00:54:17: Anstand hat sie ein bisschen mehr gefordert.
00:54:19: Bahaftigkeit und Anstand.
00:54:20: aber ich fand dieses Anstand das sagt soviel aus wenn wir auf Geschäftsführerinnen gehen oder auch Politiker-Politikerinnen einfach wieder Anstand durchs Leben zu gehen.
00:54:30: Wenn ich etwas verspreche, dass sich dann mich auch dran halte oder wenn Ziele nicht erreicht sind, dass ich dann eben auch Verantwortung übernehmen muss.
00:54:36: und als du jetzt Klima angesprochen hast... Ich weiß nicht ob du die Bilder von der Weltmeisterschaft gesehen hast?
00:54:40: Von den Japanern nach den Fußballspielen.
00:54:43: Die hatten in Amerika aber das hatten sie ja schon.
00:54:45: bei der letzten EM war das glaube ich so.
00:54:47: Die hatte alle Müllsäcke dabei!
00:54:49: Und dann siehst du auf diesen Videos wie die ihre ganzen Plätze voll mit Müll wieder sozusagen reinigen in diese Müllsägge mit den Müllsäcken rausgehen.
00:54:58: Und dann waren die natürlich auch interjut und die haben gesagt, sie fühlen so eine große Dankbarkeit in diesem Stadion zu sein, so ein Fußballspiel zu sehen.
00:55:05: Und die möchten natürlich dem Platz auch wieder so verlassen wie Sie ihn vorgefunden habe.
00:55:09: Da dachte ich so brauchen wir nicht das generell wenn ich mit Flugzeugen unterwegs bin oder durch die Stadt gehe wo ich mir denke auch liebe Menschen lasst uns mal alle bitte wieder bisschen Anstand haben, wie wir mit Sachen umgehen.
00:55:20: Wie wir Sachen hinterlassen?
00:55:21: Da muss ich ja nur in den Kinosaal gucken!
00:55:23: Ich weiß nicht ob du mal mit deinen Töchtern und deinen Kindern das letzte Mal im Kino warst... ...wie es danach aussieht.
00:55:28: Und dann frage ich mich so, brauchen wir nicht ein bisschen mehr wieder Anstand, wie Maja Göppel
00:55:31: sagt?!
00:55:33: Also ich finde alle diese Tugenden eigentlich zu reaktivieren wäre gut.
00:55:39: Tatsächlich finde auch Sorgfalt zum Beispiel.
00:55:42: Wir brauchen mehr Sorgfalte wieder im Umgang miteinander aber auch im Umgang mit der Sprache, dem Umgang mit der Umwelt Ähm... Ich glaube oder kann mir vorstellen, dass Meier Güppel das aber auch noch im weiteren Sinne meint.
00:55:53: Also die Frage des Anstandes betrifft ja auch wie viel nehme ich mir eigentlich heraus?
00:55:58: Im Verhältnis zu dem was andere sich da rausnehmen und sich das einfach mal zu fragen war.
00:56:03: Wann haben wir eigentlich aufgehört uns die Frage zu stellen ist es eigentlich in Ordnung für sich selbst soviel anzuhäufen und anderen so wenig zu lassen?
00:56:11: eben zukünftigen Generationen?
00:56:13: Aber eben auch die Frage jetzt Lebensraum der zerstört wird in anderen Ländern weil so dermaßen über den Möglichkeiten leben, die wir eigentlich bräuchten und die eben umweltverträglich zu stemmen sind.
00:56:27: Also ich finde das eigentlich eine gute Idee.
00:56:30: es ist halt nicht besonders sexy.
00:56:31: also Menschen zur Anstand zu rufen ist jetzt nichts was man politisch machen möchte Und das ist ja auch eine große Frage.
00:56:39: Wie kriegen wir es hin, positive Geschichten zu erzählen?
00:56:42: Menschen irgendwie zu motivieren?
00:56:44: und da würde ich sagen ist für mich jetzt aus philosophischer Sicht fast das wichtigste wieder auf diese Sinnfrage zurückzukommen dass man einfach weiß aus psychologischen Forschungen und die decken sich dann eben sehr stark mit der Philosophie, dass es für Menschen enorm wichtig ist wenn es um Sinnfragen geht beizutragen zu einem größeren Ganzen.
00:57:01: Also einfach das happy life gehabt zu haben, dass wird am Ende des Lebens, wer möchte ich gewesen sein?
00:57:06: Nicht das sein was uns glücklich zurücklässt sondern die Frage habe ich einen positiven Unterschied gemacht und hab mich beigetragen zu einer Welt die mir irgendwie lebenswert scheint?
00:57:17: hinterlass sich meinen Platz wie die Japaner irgendwie anständig aufgeräumt Dann ist es vielleicht gar nicht schlecht, in der Mitte des Lebens schon mal damit anzufangen.
00:57:25: Weil sonst hat man dann mit siebzig großen Stress das noch aufzuräumen.
00:57:29: Passend dazu zitierst du häufig den deutsch-amerikanischen Psychoanalytiker Erik Ericsson, der ja von Generativität spricht gerade in der Lebensmitte.
00:57:39: für die, die noch nichts von diesem Begriff gehört haben Es geht eben darum, die Aufgabe für kommende Generationen zu sorgen und Erfahrung weiterzugeben.
00:57:47: Wie essentiell ist das diese Frage sich zu stellen?
00:57:50: Was gebe ich eigentlich an anderen Menschen weiter?
00:57:52: Und dann hatte ich überlegt, wenn wir über die Frage nachdenken, wer möchte ich gewesen sein.
00:57:55: Sollten uns nicht auch die Frage stellen, wer möcht ich gegenüber anderen Menschen gewesen sein?
00:58:00: Unbedingt und Generativität meint das auch nicht nur so wörtlich.
00:58:04: also was gebe ich den kommenden Generationen weiter sondern dass ist eben das, was sich vorhin angesprochen habe mit Beitrag zu einem größeren Ganzen.
00:58:12: Das heißt, das kann heißen dass ich für die Begrünung meiner Straße sorge.
00:58:15: Das kann heiße dass sich in einem Chor mitsinge und dafür Sorge dass überhaupt das Chorkonzert möglich ist weil wenn da immer nur drei Leute zur Probe kommen dann wird das halt nix.
00:58:24: Und sich einfach zu überlegen wo es mein Ort Wo kann ich etwas bewegen?
00:58:29: Etwas beitragen was nicht nur auf Mein Konto einzahlt sondern Auf ein Konto eines größeren Ganzen Das
00:58:37: Gemeinwolsen
00:58:37: Genau!
00:58:38: Gemeinwohl orientiert zu leben.
00:58:40: Das Generativität meint, dass in der Mitte des Lebens das der Hebel ist.
00:58:46: Wo wir entscheiden können führen wir ein beglückendes Leben oder nicht?
00:58:51: Also Ericsson meint In der Mitte eines Lebens wird es immer wichtiger.
00:58:55: Vorher geht es sehr stark darum wer will ich sein was ist mein Lebensentwurf?
00:58:59: Ich muss Karriere machen und mich beweisen haben wir hoffentlich schon viel davon abgehakt.
00:59:05: Und jetzt kommt die Frage, was mache ich denn nun?
00:59:08: Es geht nicht mehr nur darum, mein Leben großartig anzufüllen.
00:59:12: Ansonsten werden wir vermutlich ziemlich
00:59:32: unzufrieden."
00:59:33: bereitstellen und wenige sich eben fragen, was tu ich eigentlich dem System?
00:59:37: Was trage ich dazu bei dass es ein kollektives glücklich sein gibt.
00:59:41: Weil ein individuelles Glücklichsein wird nicht funktionieren wenn's dem Kollektiv nicht gut geht.
00:59:45: Und das fand ich irgendwie so spannend.
00:59:47: und wäre jetzt meine Frage an dich welche Verantwortung tragen wir denn eigentlich für andere Menschen, für die Welt, für den Planeten also natürlich für uns selbst?
00:59:56: aber welche Verantwortung tragen vielleicht noch?
00:59:58: Also Sie haben sicher nicht die Verantwortung die Welt zu retten.
01:00:02: Das ist ja oft, kommt das sofort.
01:00:05: Ja diese Klimaaktivisten die sind ja alle so Weltretter.
01:00:09: Niemand kann im Alleingang die Welt retten.
01:00:12: Die ist zu groß zu gegebenermaßen.
01:00:14: Sondern die Verantwortung ist einfach sozusagen Inner dessen, was mir möglich ist, fair zu leben.
01:00:22: Der Begriff der Fairness scheint mir schon sehr wichtig zu sein.
01:00:25: Es geht jetzt nicht darum sich zu kasteilen bis man fast vom Stangelikate wie wir in der Schweiz sagen also von der Stange fällt dir ein toter Vogel.
01:00:33: das ist irgendwie nicht verlangt von uns!
01:00:35: In der Philosophie gibt es natürlich einen großen Streit darüber wie viel müssen wir denn wirklich tun?
01:00:40: und da gibt es zig Antworten.
01:00:41: ich habe aber das Gefühl dass die Leute sich jetzt nicht ganz sicher sind, wie viel muss ich tun?
01:00:47: Sondern die meisten haben wir sich schon längst entschieden.
01:00:48: Ich musste da gar nichts tun!
01:00:50: Solange der Staat nichts tut, fahren solange USA und China nichts tun – und dann kommt noch Indien….
01:00:54: Da ist doch unser Beitrag total egal.
01:00:57: Und da würde ich mit der Idee der Fairness sagen das stimmt nicht.
01:01:04: Das Gut Ancestors, also das Guten Vorfahrens.
01:01:08: Das gibt auch ein wunderbares Buch zu diesem Thema des Good Ancesters.
01:01:13: Wie sind wir gute Vorfahren?
01:01:14: Also sich zu überlegen wer will ich gewesen sein wie kann ich ein guter Vorfahre sein auch ein gutes Vorbild sein?
01:01:20: bin nicht denn eine Person tugend ethisch gedacht die man sich zum Vorbild nehmen kann?
01:01:27: und da glaube ich dass ist jetzt nicht irgendwie egoistisch gedacht.
01:01:32: Ich bin hier super Hero.
01:01:34: Sondern gibt es Züge an mir, da man sich mal auch ein Beispiel nehmen könnte?
01:01:39: Vielleicht in Sachen Freundlichkeit und den Anstand.
01:01:42: Wäre ja schonmal im Anfang.
01:01:43: Das stimmt!
01:01:44: Zum Abschluss ich habe noch drei Fragen Barbara.
01:01:46: die erstes wir hatten Jens Korsen der ist Verhaltenstherapeut unserer Podcastfolgerin.
01:01:51: er hat obwohl er aus der Psychologie kommt gesagt Die Philosophie ist der größere Lebensberater als die Psychologie.
01:01:57: Was kann die Philosophies einem geben was vielleicht die psychologie uns nicht geben kann?
01:02:03: Ich mag die Disziplin-Mama gar nicht gegeneinander ausspielen, sie haben Überschneidungen.
01:02:09: Vielleicht mal so viel... Die Psychologie befasst sich natürlich mit der Frage des Wohlbefindens irgendwie im Leben.
01:02:15: Die Philosophie tut das nur in einem kleinen Bereich!
01:02:17: Die Philosopie ist ja viel größer.
01:02:19: da geht es auch um Logik und Handlungstheorie, da gibt es um mathematische Dinge auch und also die ganze theoretische Philosophies.
01:02:28: Und insofern Ist nur ein Teilgebiet der Philosophie überhaupt vielleicht ein Stück weit Deckungsgleich mit der Psychologie?
01:02:35: Der große Unterschied ist sicher, dass sie nicht Ratschläge erteilen will eigentlich sondern eben dazu befähigen selber nachzudenken.
01:02:43: Mir sagen allerdings viele Psychologen das wollen wir ja auch!
01:02:46: Wir sind ja auch nicht einfach billige Politik die da irgendwie Ratgeber verteilt.
01:02:50: und das stimmt ja auch also insofern Es ist vielleicht einfach stärker, die herangehensweise über das Denkendinge zu lösen.
01:03:00: Wobei auch da gibt es gerade viel Bewegung hin zu einer Leibphilosophie.
01:03:05: Man entdeckt gerade auch hinter der Philosophie den Leib wieder sehr viel stärker und versucht sich zu überlegen wie kriegen wir irgendwie den Körper stärker ins Philosophieren rein?
01:03:14: Also da ist auch viel in Bewegungen.
01:03:15: Du hast ja ganz am Anfang gesagt man soll Nicht alleine denken.
01:03:19: das war ja das was du im buch aufgegriffen hattest was so ganz spannend fand?
01:03:22: es den satz.
01:03:23: Weil ich finde die philosophie ermöglicht gerade auch mit der frage wer möchte ich gewesen sein dass man so ein bisschen ins nachdenken kommt in so bisschen, nicht in den flow aber einfach mal so bisschen alles auf sich so einzupasseln und zu gucken wo sie stimmig wohl nicht.
01:03:37: würdest du dann eher raten?
01:03:38: Das dann gar nicht mit sich selbst auszumachen, sondern vielleicht auch im Dialog mit anderen Menschen.
01:03:43: Um einfach zu philosophieren und gegenseitig zu schauen wohin geht die Reise?
01:03:47: Wo werden wir vielleicht enden anstatt sich jetzt mit einem Zettel, mit einem Stift zu Hause hinzusetzen und sagen ich schreibe mir mal persönlich auf wer möchte ich gewesen sein.
01:03:56: Glaubst du im Dialoge ist es besser diese Frage zu beantworten?
01:04:00: Ich glaube, es braucht beides.
01:04:01: Also ich bin doch immer noch der Ansicht für sich selbst nachzudenken ist auch gut.
01:04:05: aber tatsächlich ist der Dialog extrem wichtig und zwar auch deswegen weil ja vorhin gesagt haben vieles im Leben müssen wir erfahren und Menschen machen unterschiedliche Erfahrungen und die können uns davon erzählen was sie ausprobiert haben das bei ihnen geholfen hat wie es ihnen damit ergangen ist und ich finde dass etwas wunderschönes Solange man sich wirklich ehrlich miteinander austauscht, leider ist das Gespräch, das wirkliche Gespräch ja relativ prekär geworden.
01:04:31: Also Menschen sitzen gemeinsam am Tisch und beide gucken ins Handy rein – da sind natürlich kein Gespräch.
01:04:36: oder man prallt einfach damit dass man jetzt eben den allergrößten, tollsten besten Urlaub gemacht hat!
01:04:42: Das ist auch kein Gespräch.
01:04:43: also ein wirkliches Gespräch ist der Versuch den anderen zu verstehen Und Rückfragen zu stellen und auch selber in einer Offenheit von sich zu erzählen.
01:04:54: Das sind zauberhafte Momente, aber das passiert natürlich nicht die ganze Zeit.
01:04:58: Das müssen wir auch immer wieder üben!
01:04:59: Die Abschlussfrage Barbara bei uns ist, denn das Motto des Podcasts lautet Wir müssen nicht mehr machen sondern einfach nur etwas anders machen.
01:05:07: wenn du jetzt die Henni-Nummer von allen Beziehen wir es jetzt auf Deutschland, aber wir können auch die Schweiz mit einbeziehen von allen Bürgern und Bürgerinnen hättest.
01:05:14: Und du könntest auf einen knopfdruckende Nachricht eine Message an die Menschen raus schicken was würdest du dir wünschen?
01:05:20: Was wir vielleicht zukünftig anders machen?
01:05:22: heute oder morgen gibt es da so eine Sache Vielleicht die wir noch heute nicht genannt haben.
01:05:27: worüber du noch gerne sprechen möchtest was du gerne Möchtest oder dir wünschten würde das menschen das anders machen
01:05:32: haltet inne.
01:05:36: Ich würde sagen mehr innehalten also Dinge langsamer tun.
01:05:41: Diese enorme Beschleunigung, glaube ich ist eine große Gefahr.
01:05:46: Weil eben zum Beispiel dann sehr stark dieses schnelle Denken nur kultivieren.
01:05:52: Daniel Kahneman hatte diese Unterscheidung zwischen dem schnellen und dem langsamen Denken.
01:05:56: Schnelles Denken kann man an die KI delegieren also eben sehr stark einfach abhängig von vielen Resultaten, die zusammengewürfelt werden.
01:06:03: aber dieses langsame Denken, dieses intuitive Denken Dingen nachhängen Also innehalten, um Momente wirklich zu genießen.
01:06:12: Einzusinken in diese vertikale Tiefe zum Beispiel aber auch innezuhalten aufzuhorchen in Gesprächen wirklich zuzuhören.
01:06:23: Wenn wir Dinge langsamer tun dann tun ja auch weniger.
01:06:26: also wir kaufen weniger Wir rennen weniger durch die Welt.
01:06:31: das alles würde zb helfen die Klimakrise ein bisschen einzudämmen.
01:06:36: Also inne halten bisschen langsamer, weniger Stress.
01:06:41: Ich glaube das würde vieles entschärfen.
01:06:43: Man weiß auch gestresste Menschen sind weniger freundlich!
01:06:46: Das kenne ich an mir extrem gut.
01:06:49: Ich denke immer wieder ich möchte gerne freundlicher sein und das heißt bei mir weniger gestresst sein.
01:06:55: Und ich glaube es stimmt für viele Menschen.
01:06:57: Ich musste gerade so schmunzeln Barbara weil als du gesagt hast halte inne war sofort in meinem Kopf das schnelle Denken was kannst du dir vorstellen?
01:07:05: In meinem Kopf kam sofort die Frage auf Wozu?
01:07:08: Da sind wir wieder so am Anfang dieses, immer in dieses Zweck und dann dachte ich so, nee Jonas.
01:07:12: Halte doch einfach inne gar nicht wegen um zu sondern einfach halte inne und guckt mal was da kommt!
01:07:18: Und da musste ich mich gerade selbst beobachten wie sehr wir in diesem... Um diese Brücke zu schlagen Wie sehr wir im diesem Ja Wir machen Sachen nicht wegen den Sachen Selbst Wegen des Selbstfechts sondern wirklich Umzu, und da dachte ich so nicht, das kann es ja jetzt echt nicht sein.
01:07:32: Ja, und ich glaube wirklich in diesem innehalten liegt vielleicht auch ein Teilschlüssel hin zu mehr sozialer Gerechtigkeit weil unsere Welt ist so ungerecht!
01:07:41: Das beschäftigt mich auch immer wieder und das würde ja auch bedeuten eben sich öfters die Frage zu stellen steht mir das eigentlich so?
01:07:49: Ist das fair dass ich das alles habe?
01:07:51: und was zählt wirklich?
01:07:53: wo kann ich vielleicht etwas verändern und bewegen?
01:07:57: Ich wünsche mir, dass wir mehr innehalten.
01:07:59: Ich finde es auch mir selbst.
01:08:00: Einfach ist das nicht.
01:08:01: Wer mehr von dir erfahren möchte... Du bist überall präsent!
01:08:06: Das darf ich sagen in meiner Bubble zumindest was diese philosophische Bubble angeht.
01:08:10: Du hast einen eigenen Podcast.
01:08:12: Zimmer zweiundvierzig, was ihr an dieser Stelle wirklich sehr empfehlen kann weil da sind wirklich tolle Gäste, tolle Themen und tolle Fragestellungen von dir.
01:08:20: Es gibt noch den Sternstundenphilosophie Kann man Podcast sagen, ist eher eine Sendung.
01:08:25: Die Sendung Sternstunde Philosophie für die in Deutschland leben auf YouTube wunderbar zu schauen.
01:08:31: auch dort ganz tolle Gespräche nicht nur von dir, sondern auch ich glaube ihr seid insgesamt zu dritt als Moderatorinnen oder?
01:08:39: Soviert.
01:08:42: Also dort wird man etwas finden.
01:08:45: Du hast es schon angesprochen du hast Bücher geschrieben.
01:08:48: das große letzte Buch war Mitte des Lebens.
01:08:51: also wer da noch mal ein bisschen eintauchen möchte und dass etwas in Anführungsstrichen kleinere weil du's mit anderen geschrieben hast was aber auch sehr lohnswert ist.
01:08:59: Ich war bei der Lesung in Köln.
01:09:00: besser streiten um die Zukunft Also wie wir vielleicht mit dem Klima anders umgehen, was wir vielleicht auch entgegnen können.
01:09:07: Wenn Menschen wieder zu uns sagen, was soll ich schon groß fürs Klima tun?
01:09:10: Mein Beitrag ist doch ganz gering.
01:09:12: Dort habt ihr auf jeden Fall philosophische Antworten.
01:09:15: Barbara es war wirklich eine große Freude!
01:09:17: Es hat sich gelohnt nach Zürich zu kommen und es war ganz wunderbar.
01:09:20: viel vielen Dank für deine
01:09:21: Zeit.
01:09:22: Ich danke dir.
01:09:22: Jonas hat großen Spaß gemacht Vielen Dank.