00:00:00: Eine Frage, die uns total beschäftigt hat in den letzten Jahren ist die Frage Was kann KI?
00:00:06: Und ich denke dass sich die Leitfrage ein Stück weit verschieben muss.
00:00:12: Stattdessen wird die Frage wichtiger Wo wollen wir eigentlich Menschen?
00:00:16: also nicht was kann KI sondern wo wollen wir sie?
00:00:19: Ist es möglich Die Trauerrede auf einer Beerdigung von einer KI schreiben zu lassen?
00:00:26: Ja das ist möglich.
00:00:27: Kann KI das ja?
00:00:28: KI kann das.
00:00:30: Wollen wir das?
00:00:32: Etwa ein Viertel aller erwachsenen KI-User, KI manchmal als emotionale Bezugsperson sieht.
00:00:40: Ein Viertell der erwachsenden KI-User in Deutschland nach ein paar Jahren und dass es ja auch erst der Anfang ist wird nicht dastehen bleiben.
00:00:50: und das verändert ja gesellschaftliche Strukturen, das verändert unser Miteinander und das ist etwas, das ist keine Zukunftsmusik.
00:00:58: was hat jetzt schon angefangen?
00:01:03: KI kann uns Arbeit abnehmen und beim Denken unterstützen und mittlerweile sogar zu einer emotionalen Bezugsperson werden.
00:01:11: Aber an welcher Stelle macht KI unser Leben tatsächlich besser?
00:01:15: Wann kippt es, wie verändert Künstliche Intelligenz uns als Menschen?
00:01:19: Genau darüber habe ich mit dem Philosophen und Autor Christian Ule gesprochen der sich in seinem Buch intensiv mit diesen Fragen beschäftigt hat.
00:01:28: Es geht in dieser Folge daher bewusst nicht darum was KI technisch alles kann sondern darum, was sie mit uns tatsächlich als Menschen macht.
00:01:36: Und damit herzlich willkommen bei Rebellish Gesund!
00:01:39: Mein Name ist Jonas Höhn.
00:01:42: Wir sprechen darüber welche Sehnsüchte eigentlich hinter unserer Nutzung von KI stecken Was Sie mit unseren Beziehungen macht und wie sie unser Verhältnis zur Arbeit verändert.
00:01:52: Es geht also um unsere Urteilskraft, um unsere Selbstwirksamkeit und vielleicht die entscheidende Frage Welche Rolle wollen wir Menschen eigentlich in einer Welt spielen, in der KI immer mehr kann?
00:02:04: Christian berichtet im Gespräch sogar von einem spannenden Gedankenexperiment bei dem ich ziemlich lange überlegen musste und ich bin schon sehr gespannt wie ihr euch entscheiden werdet.
00:02:14: Hier kommt Christian Ule!
00:02:28: Christian, Philosoph zu sein bedeutet für dich Zeitzunehmen.
00:02:32: Für Fragen die uns das Leben uns alle stellt!
00:02:35: Ich habe mich gefragt welche Fragen stellst du dir denn aktuell?
00:02:38: Was beschäftigt Dich so
00:02:39: aktuell?!
00:02:40: Jetzt gerade ganz aktuell.
00:02:42: in den letzten Wochen hab ich mich viel mit der Frage auseinander gesetzt wie wir unser Verhältnis zur Natur beschreiben können also... In der Philosophie ist das ja auch eine alte Gegenüberstellung Kultur, Natur.
00:02:54: Der Mensch inwieweit ist er Teil des Ganzen oder verwoben?
00:02:58: Oder ist er selbst Natur?
00:03:00: Ja, das ganze finde ich auch insbesondere deshalb spannend weil sich in der Mikrobiologie in den letzten Jahrzehnten ganz viel getan hat zum Beispiel im Bereich der Bakterienforschung dass eben unser ganzer Körper insbesondere unser Darm aber auch viele andere Bereiche von Bakterium besiedelt sind die auch ne ganz wichtige Funktion einnehmen.
00:03:17: Dann habe ich noch ein Buch über Pilze gelesen, das ist ja auch eine Lebensform die im Regelfall so klein ist dass wir sie nicht sehen.
00:03:26: Die aber trotzdem fast überall ist.
00:03:29: und dieser Grundgedanke der Anteil des Lebens, den wir sehen können.
00:03:35: Dass das nun ein ganz kleiner Teil ist wirklich die Spitze des Eisbergs und leben aber so viel mehr als das, bloß halt eben sehr klein.
00:03:46: Das ist irgendwas was mich sehr fasziniert hat in den letzten Wochen.
00:03:50: Und du hältst dich auch gerne in der Natur auf oder?
00:03:52: Ich halte mich gern in der natur auf.
00:03:54: ich habe das Gefühl dass tut mir gut und ja ich kann mich da verbunden fühlen mit der Natur und er freue mich irgendwie an der Lebendigkeit, die da um einen herum sichtbar ist.
00:04:09: Tatsächlich ist es ja so selbst wenn man in der Stadt ist, also selbst im Zimmer wo ich alleine bin, wo eigentlich lauter Gegenstände nur zu sehen sind, wo ich erst mal sagen würde Also das einzige Lebewesen hier in diesem Raum, ich bin ganz allein.
00:04:24: Hier ist nur ich.
00:04:25: Stimmt das natürlich nicht!
00:04:26: Also auch in diesem Zimmer... Jetzt sitze ich gerade hier alleine in der Ecke vom Wohnzimmer.
00:04:32: aber eigentlich sind auch hier natürlich Milliarden und Billionen von anderen Lebewesen.
00:04:38: Die sind halt eben so klein dass ich sie nicht sehe.
00:04:41: Aber auf dem Tisch, auf dem Boden, auf meiner Haut überall ist eigentlich Leben.
00:04:46: Das einfach nur sehr klein.
00:04:48: Aber ich bin sehr gern in der Natur, weil da ist dieses Leben eben auch sichtbar und da kann ich es riechen und fühlen und sehen.
00:04:56: Und das finde ich ein schönes Gefühl!
00:04:59: Ja spannend, dass du eine Bändigkeit angesprochen hast.
00:05:01: Ich war jetzt die letzten Tage noch in Kitzbühl in Österreich für einen Kunden aber konntest auch privat dann verbinden und ich fühle mich in den Bergen immer total lebendig.
00:05:10: also wenn ich da die Berge hoch klettern darf, hoch wandern darf oben diese Aussicht genießen darf und mit voller Freude wieder runter gehe das ist so für mich... Lebendigkeit im Alltag, also das merke ich enorm im Vergleich zur Stadt.
00:05:24: Also bin ich mal gespannt zu welchem Ergebnis du dann am Ende kommst ob sich so die Beziehung zur Natur wie sie sich verändert hat wie wir Menschen mit der Natur aktuell im Einklang vielleicht auch leben.
00:05:37: Nicht alle befinden sich in der Natur aktuell denn viele befinden Sie auf einem Computer von dem Bildschirm.
00:05:41: viel Suchenrat aktuell bei der KI.
00:05:44: Mich würde ja mal interessieren, wann hast du das letzte Mal KI nach einem Rat gefragt?
00:05:48: Oder wann hast Du mal nach Antworten gesucht gefragt.
00:05:51: Wann hast Du das letzte mal KI benutzt?
00:05:53: Heute noch nicht!
00:05:54: Aber gestern also schon an den allermeisten Tagen benutze ich das in irgendeiner Form Ich weiß nicht genau deine Formulierung so nach Radfragen Klangen jetzt relativ persönlich Also auch vielleicht nach der Frage wie soll ich leben?
00:06:09: Das ist etwas was ich nicht mit der KI bespreche, aber nach Ratfragen im Sinne von Feedback zu verschiedenen Überlegungen und so weiter und sofort das schon sehr regelmäßig.
00:06:23: Wir werden da sicherlich jetzt im Gespräch noch in die Tiefe gehen.
00:06:27: also es gibt wahnsinnig viele Dinge, die mit künstlicher Intelligenz verbunden sind, die uns Sorgen machen sollten und natürlich gibt es auch ganz gravierende Gefahren dass wir ein Stück weit vielleicht auch die eigene Urteilskraft schwächen, wenn wir zu stark auf KI vertrauen.
00:06:43: Und das ist nur eines von vielen, vielen Problemen, die damit verbunden sind.
00:06:46: aber ich finde es gleichzeitig auch aufregend und natürlich sind es auch tolle neue Möglichkeiten dass wir dort Systeme haben Wenn man jetzt ein Projekt angeht oder sich mit Themen auseinandersetzt, um die da noch mal mitzuspiegeln und so weiter und sofort.
00:07:04: Das ist einfach nochmal ergänzend.
00:07:06: hinzukommt zu den Möglichkeiten, die wir haben mit Menschen zu sprechen, Bücher zu lesen... vielleicht eine Dokumentation zu gucken, Podcasts zu hören und so weiter.
00:07:15: Und sofort ist das eben noch ne weitere Möglichkeit sich mit Themen auseinanderzusetzen, eigene Gedanken weiterzuentwickeln usw.
00:07:23: Das finde ich in dem Sinne positiv.
00:07:25: Aber sind wir zweischneidig?
00:07:27: Ich höre auf zu reden!
00:07:27: Wir werden da sicherlich noch in die Tiefe gehen.
00:07:30: Wir tauchen heute in dieses Thema ein, aber vielleicht für die Zuhörer und Zuhören anders als den anderen KI-Podcast.
00:07:36: Denn da wird ja meistens über Produktivität, Effizienz gesprochen oder wie wir eben KI auch anders nutzen können welche Vorteile es mit sich bringt.
00:07:44: mich interessiert heute und dich hat sich das ja so bisschen interessiert Christian weil du auch einen Buch darüber geschrieben hast Wie verändert denn KI eigentlich unser Menschsein?
00:07:53: Also was macht KI mit uns als Mensch?
00:07:56: und ich würde gerne mit dir bei den Sehnsüchten anfangen, die hinter künstlichen Intelligenz liegen.
00:08:02: In deinem Buch schreibst du nämlich von fünf Versprechen, die wir uns meist durch Künstliche Intelligenze erhoffen.
00:08:09: Welche Sehensüchte sind das?
00:08:10: Was erhoffen wir uns von der KI?
00:08:12: Was konntest du feststellen?
00:08:13: Ja, es sind bestimmt auch noch mehr als diese fünf.
00:08:17: Aber in meinem Buch gehe ich eben einerseits dem versprechen nach dass wir Zeit gewinnen durch KI.
00:08:22: das ist ja verbunden mit diesem Effizienz Gedanken Zeit für das Wesentliche ne?
00:08:26: Das kann privat eben bedeuten mehr Zeit für Freunde, Freundinnen Familie Sport und so weiter und sofort oder beruflich auch mehr Zeit um uns auf die Kernaufgaben zu konzentrieren.
00:08:37: geht die Rechnung auf oder wo beschleunigen wir einfach und verdichten wir gewisse Bereiche unseres Lebens- und Arbeitens durch diese neuen Möglichkeiten.
00:08:48: Oder wo wird vielleicht auch hinten rum dann alles wieder nur noch kompliziert haben?
00:08:52: Das ist so ein bisschen die Frage des ersten Kapitels.
00:08:55: Ein weiteres Versprechen, das mit KI verbunden ist es auch uns als Menschen zu verbinden.
00:08:59: Das ist etwas was digitale Technologien glaube ich grundsätzlich kennzeichnet und kaum einer Ein Anwendungsbereich so sehr, wie eben das Online-Dating.
00:09:09: Das ist auch etwas was zunehmend KI gestützt entwickelt wird und da wird ein bisschen daran darauf hingearbeitet dass wir eigentlich eine Art hyperintelligentes Verkupplungssystem haben das eben auf Grundlage vieler vieler Datenpunkte vorher sagen darüber treffen kann wer mit wem am Ende wirklich matcht.
00:09:31: Das finde ich auch sehr spannend.
00:09:33: Ein weiteres Versprechen ist dieses Versprechen, dass wir eben im Privaten durch KI-Assistenzen einen neuen Freund und Helfer zur Seite bekommen also jemand der uns einerseits bei allen möglichen Aufgaben im Alltag entlastet und unterstützt oder sie vielleicht sogar ganz übernimmt und andererseits aber eben auch als Freund also jemand, der uns immer zuhören kann dem wir uns öffnen können, der unendlich empathisch ist um auf uns einzugehen so das wir niemals mehr allein sein müssen, weil wir auch nachts um, weiß ich nicht, drei Uhr zwanzig wäre da gerade aufwacht und aus einem Albtraum hat.
00:10:08: Wenn alle anderen schlafen wo man niemanden hat zum Anrufen mit der KI kann man dann natürlich darüber sprechen.
00:10:14: Ja auch da wieder ganz stark die frage ok aber ist das ein versprechen dass in der realität aufgeht?
00:10:20: wo sind die haken was steht eigentlich dahinter.
00:10:23: Das sind so immer die ebenen die mich daran interessieren und vor allen Dingen auch in beide richtungen zu denken.
00:10:29: also einerseits wie sehr denn eine positive zukunft aus, in der sein versprechen sich tatsächlich auf eine konstruktive art und weise einlöst und wir sehen aber auch möglicher Horror-Szenarien aus, also in denen das Ganze irgendwie nach hinten losgeht oder sich zwar erfüllt aber doppeltem Boden hat und wir uns hinten rum ganz viele Probleme einheimsen.
00:10:53: Zum Beispiel in diesem Falle wäre ein naheliegendes Negativ-Scenario wenn man es jetzt bisschen ins Extreme zieht dass Menschen irgendwann Sie immer unsichereraderen werden mit anderen Menschen zu kommunizieren, weil sie sich immer stärker daran gewöhnen mit einer KI zu sprechen die ganz auf ihre Bedürfnisse abgestimmt ist.
00:11:12: Aber jede zwischenmenschliche Begegnung immer auch ganz viele Reibungspunkte enthält.
00:11:17: Und wenn man dafür die Toleranz verliert und die Fähigkeit solche Reibungen auszuhalten, dann wäre eben ein negatives Szenario eines in dem am Ende jeder mit seiner eigenen KI quatscht aber Menschen sich noch weiter voneinander entfernen als heute.
00:11:33: das heißt dass dieses Versprechen ja letztlich Isolationen und Einsamkeit zu mindern Insofern ein falsches Versprechen ist, als dass das dann hinten rum erhöht.
00:11:44: Ja ich gehe noch vielleicht ganz kurz weil jetzt hattest du gefragt nach dem Panorama.
00:11:49: deswegen also genau ein weiteres Versprechen was mich interessiert mit dem Internet der Dinge verbunden diese Vorstellung dass die dingliche Welt ein Stück weit fällebendigt wird Also internet der Dinger das ist ja sowas wie smart home zum Beispiel.
00:12:02: Das sind so die Anfänger des Ganzen.
00:12:04: Ich komme in einen Raum und Die Temperatur passt sich irgendwie auf meine Bedürfnisse an.
00:12:09: oder das Licht.
00:12:10: Und wenn man da reinschaut, was ist denn eigentlich nach hinten raus?
00:12:15: Was würde das dann bedeuten?
00:12:17: eine Welt in der alles voller Sensoren ist und mit allem kommuniziert.
00:12:21: Dann stellen wir fest dass diese Vision ja total viele Parallelen hat zu gewissen auch spirituellen religiösen Narrativen.
00:12:27: also Alles ist mit allem verbunden In allem wirkt eine nicht menschliche Intelligenz.
00:12:36: Das ist sozusagen eigentlich nicht neu.
00:12:38: Ja, das kommt uns sehr vertraut vor und jetzt soll das ganze arbeit technologisch umgesetzt werden indem alles mit einem vernetzt wird und alles durch eine KI angesteuert werden kann.
00:12:47: diese parallelitäten die interessieren mich da und eben die frage inwieweit wirkt es eben auf unser weltverhältnis wenn wir uns in einer welt bewegen wo die dinge anfangen zu kommunizieren.
00:13:00: Fünften Kapitel gehe ich dann letztlich dem Versprechen nach Sinn statt Hamsterrad, also im Arbeitsalltag.
00:13:06: Wir haben heutzutage eine Arbeitswelt in der fast ein Drittel der abhängig Beschäftigten kaum oder gar nicht einen gesellschaftlichen Sinn in der eigenen Tätigkeit sieht.
00:13:20: Das ist ziemlich krass wenn man das mal so auf sich wirken lässt.
00:13:23: Es sind Millionen von Menschen die jeden Tag zur Arbeit gehen Und das Gefühl haben, dass es letztlich kein echten Mehrwert stiftet was sie dort tun.
00:13:34: Das hat viele verschiedene Gründe.
00:13:36: eine Hoffnung die ja immer wieder artikuliert wird ist das ke besonders halt irgendwie so repetitiver arbeiten vielleicht auch langweilige mühsame Arbeiten die ganzen Aufgaben und so die ganzen Satellitenaufgaben die einem irgendwie so davon abhalten sich um das wesentliche zu kümmern eben abnimmt Und wir dadurch möglicherweise sinnerfüllter arbeiten als vorher, das wäre so ein bisschen die Hoffnungseite.
00:14:01: Auf der anderen Seite ist die Frage naja also was macht das denn zum Beispiel mit unserem Sinn erleben?
00:14:08: wenn ja ein konkretes Beispiel stellen wir uns vor eine Person gibt irgendwie einen Bericht ab und dieser bericht ist aber zu Achtzig Prozent mit KI geschrieben.
00:14:17: Wie viel Selbstwirksamkeit, was kann man dann noch erfahren?
00:14:20: Was macht das mit unserem Stolz auf das, was wir getan haben wenn in allem immer auch irgendwie KI mit drin hängt und KI daran beteiligt ist.
00:14:28: Das betrifft natürlich nicht alle Berufe gleichermaßen aber eben einen nicht kleinen Anteil.
00:14:34: Insofern ist das ganz gewiss keine Garantie dass wir in einer Zukunft landen, in der die heutigen ja man muss sagen schon dramatischen Sinn Krisen sich auflösen, sondern es gibt immer die Gefahr ist das ich irgendwie sogar noch vergrößert.
00:14:49: Das ganze Problem dadurch und dass es also insgesamt mein Anliegen ja das Ganze weder auf diesen Hype drauf zu springen und zu denken Technologie alleine wird unser Leben besser machen Ich glaube stimmt auch einfach nicht.
00:15:05: Ich glaube, dass es oftmals ein Katalysator ist.
00:15:08: Also einen Verstärker für bestehende Strukturen und das sind teilweise auch problematische Strukture.
00:15:14: Aber auf der anderen Seite auch nicht in so einem Doomsday negativ denken rein zu verfallen und zu sagen oh mein Gott alles geht den Bach runter jetzt mit KI?
00:15:24: Nein ich glaube, daß es eine extrem mächtige Technologie ist vielleicht der größte Technologiesprung in der Geschichte der Menschheit.
00:15:35: Jetzt gerade wir leben und wir sind die Menschen, die das miterleben.
00:15:40: Die sind Technologiesprungen.
00:15:42: Und die Frage ist was machen wir damit?
00:15:44: Was ist unser Konzept dafür?
00:15:47: Du hattest jetzt die Sehnsüchte ja angesprochen.
00:15:49: nicht versprechend Zeit gewinnen dass wir mehr uns verbunden fühlen Dass wir Freund und Helfer und das sind ja alles positive Sehnsüchte und Versprechen.
00:15:58: Die Realität sieht allerdings aktuell ein bisschen anders aus, so ist ja auch die Schattenseiten angesprochen.
00:16:03: Aktuell ist es so dass viele Menschen hasseln.
00:16:05: Viele Menschen fühlen sich noch mehr gestresst Thema Einsamkeit haben wir schon in vielen Podcast folgen behandelt das viele sich eher einsamer fühlen als verbunden fühlen.
00:16:13: Auch der Sinn du hast es angesprochen geht verloren am Arbeitsplatz.
00:16:17: Warum klappt das mit diesen Versprechen, mit diesen Sehnsuchten nicht?
00:16:20: Wie wir uns das vielleicht erhofft haben.
00:16:21: Woran liegt es dass wir eben nicht in diese Sehensucht, in die positive Seite kommen sondern jetzt erstmal vielleicht die Schattenseiten auch leben und erkennen?
00:16:30: was würdest du sagen woran liegt ist?
00:16:32: ich glaube dass die Frage schwierig... Das ist schwer.
00:16:35: ist diese Frage so global zu beantworten dass man dann eigentlich in verschiedene konkrete Bereiche reingucken müsste genau weil es einfach immer verschiedene Ebenen gibt es sozusagen.
00:16:46: Schauen wir jetzt im Bereich Verkehr rein, schauen wir in den Bereich soziale Beziehung rein und schauen wir im Bereich Flieger ein.
00:16:51: Grundsätzlich denke ich aber dass wir einerseits eine individuelle Aufgabe haben mutig zu sein und uns ehrlich zur hinterfragen dieser sozusagen wie nutzen wir denn eigentlich Technologien auch schon vor KI?
00:17:09: Auch schon das Smartphone Generell, also alles was mit digitalen Technologien zum Beispiel und das Smartphone.
00:17:16: Wo entwickeln wir den Suchtverhalten?
00:17:18: Ja wo beginnt es uns eigentlich mehr zu stressen indem wir es in vielen kleinen Situation aus der Tasche holen weil wir ganz kurz Leerlauf haben von irgendwie hundertzwanzig Sekunden nur bei jemand gerade mal kurz auf Toilette gegangen ist oder sowas Und wird dann schon wieder an dem Ding kleben anstatt einmal diese zwei Minuten zu nutzen um einfach mal ganz kurz durchzuatmen, einfach nur das Sacken zu lassen was gerade passiert.
00:17:43: Ja da sind ja schon viele kleine Dinge und jetzt eben auch mit KI.
00:17:47: also an welcher Stelle beginnen wir das eigene Denken so ein bisschen abzugeben?
00:17:52: weil wir plötzlich Fragen stellen irgendwie was soll ich anziehen beim Geburtstag meiner Schwiegermutter?
00:18:00: oder ich weiß es auch nicht alles möglich wie soll ich am besten Wie soll ich jemandem ansprechen?
00:18:10: Es gibt einen Konflikt im Arbeitsplatz.
00:18:13: Was soll ich da jetzt irgendwie tun?
00:18:15: Das alles kann natürlich nützlicher Reflexionsraum sein und das ist der Punkt, dass es auch das was ich bei mir ganz persönlich erlebe.
00:18:23: Oft ist es einfach ein schmaler Grad Für mich selber auch das Gefühl, ich tanze oft so ein bisschen auf dieser Linie.
00:18:30: Zwischen macht mich das jetzt gerade stärker weil mir das wirklich neue Informationen gibt, weil mich das unterstützt, weil es mir irgendwie zuarbeitet, weil das jetzt irgendwie eine hilfreiche künstlicher Mitarbeiter ist der mein eigenes Wirken und mich selber in meiner Rolle irgendwie stärkt und an welchen Stellen beginnt es zu kippen?
00:18:51: Weil ich plötzlich anfange zu stark darauf zu vertrauen.
00:18:55: Und das ist so eine individuelle Ebene und ich glaube, da sind wir alle aufgefordert.
00:19:01: Sehr genau hinzuschauen und uns in so einen sehr bewussten aktiven Lernprozess hineinzugeben indem wir immer wieder im Blick halten was macht das gerade mit mir wie nutze ich dass unter auch ehrlich zu uns sind?
00:19:15: weil es mein natürlich gibt es auch ein Faktor Bequemlichkeit dieser faktor bequemlichkeit der kann uns auf viele Probleme einhandeln weil manchmal ist der bessere Weg auch der kompliziertere Weg.
00:19:27: Aber da würde ja ganz gut deine Fragestellung aus einem ersten Buch irgendwie helfen, dein erstes Buch Wozu Alles?
00:19:33: und ich hatte mich gefragt müssen wir uns das nicht auch bei der KI stellen?
00:19:36: also wozu alles?
00:19:37: Und nichts zu schauen was es alles technisch möglich und dann nutzen wir auch alles sondern sich auch bewusst zu fragen Es ist zwar technisch möglichst aber ich möchte jetzt bewusst nicht einsetzen, weil im Leben fragen wir uns ja auch welcher Mensch möchte ich gewesen sein.
00:19:51: Wie möchte ich sein?
00:19:52: Was möchte ich nicht haben?
00:19:52: was möchte ich haben?
00:19:53: Weil im Leben haben wir ja theoretisch wenn mir privilegiert sind ja auch viele Türen offen und wir entscheiden uns ja bewusst für das eine oder für das andere.
00:20:01: Und ich hatte mich gefragt ist diese Fragestellung nicht auch für KI hilfreich?
00:20:05: sich eben zu fragen will ich jetzt meinen Denken, will ich das jetzt auslagern und die KI entscheidet was ich anziehe oder ist mir das so wichtig dass ich darüber selbst entscheiden möchte?
00:20:13: also Brauchen wir mehr diese Fragestellung, wozu eigentlich alles auch hinsichtlich KI?
00:20:19: Ja absolut.
00:20:21: Ich glaube das ist ein ganz entscheidender Punkt und ich glaube jetzt also natürlich gibt es unterschiedliche Formen von KI-Technologien auch schon deutlich länger als ChatGPT.
00:20:31: aber ChatGBt und also genau diese Entwicklung der sogenannten Transformer Architektur Das ist ja das T im GPT.
00:20:38: Also eine neue Art und Weise KI zu bauen, das hat eben eine Zäsur bedeutet in der Entwicklung von KI.
00:20:45: Und hat irgendwie eine ganz neue Art von KI in die Welt gesetzt.
00:20:49: Das ist das worüber wir jetzt sprechen.
00:20:51: Und dass es noch relativ neu so auch wenn die KI Geschichte länger sein mag.
00:20:55: Ich denke, dass jetzt wo das relativ neu ist, eine Frage, die uns total beschäftigt hat in den letzten Jahren ist die Frage was kann KI?
00:21:05: Also immer wieder beeindruckt sein und die neuen Modelle.
00:21:08: Und jetzt kann es das, aber das kann es nicht!
00:21:10: Da kann es aber nicht den Menschen ersetzen.
00:21:13: Die echte Kreativität, das kann ist nicht.
00:21:15: Aber Steuererklärungen, das können sie.
00:21:18: Wir reden viel darüber was es kann oder was es nicht kann.
00:21:22: Ich denke dass sich die Leitfrage ein Stück weit verschieben wird in den nächsten Jahren und auf jeden Fall auch verschieben muss weil letztlich KI wird immer mehr können.
00:21:36: und die Antwort auf die Frage, was kann KI?
00:21:39: Wird in zehn Jahren sein ja fast alles.
00:21:43: Also sie wird einfach sehr viel können.
00:21:47: Und je mehr sie kann, desto weniger wichtig wird die Frage was sie eigentlich kann weil das ist nicht mehr sozusagen die Demokationslinie zwischen zwei entscheidenden Bereichen.
00:21:58: stattdessen wird die frage wichtiger wo wollen wir eigentlich Menschen?
00:22:02: Also nicht was kann KI, sondern wo wollen wir sie?
00:22:04: Ja weil genau.
00:22:06: Und das ich meine.
00:22:07: nehmen wir verschiedene Beispiele.
00:22:08: also wird es möglich sein dass wir den Service in Cafés komplett durch Roboter automatisieren früher oder später ganz bestimmt.
00:22:20: Wollen wir das?
00:22:21: Das ist die Frage.
00:22:22: Wollen wir abends essen gehen und von einem Roboter bedient werden?
00:22:27: Oder nehmen wir ein Beispiel das heute schon möglich ist Ist es möglich die Trauerrede auf einer Beerdigung von einer KI schreiben zu lassen.
00:22:37: Ja, das ist möglich!
00:22:39: Kann KI das?
00:22:40: Ja, KI kann das.
00:22:42: Wollen wir das?
00:22:43: Wollen we ja dass auf unserer eigenen Beerdigung, auf der Erbeerdigung vor nahestehenden Menschen Die Rede KI geschrieben ist oder ist es nicht eine wahnsinnig traurige Vorstellung und das ist eben das was ich denke Dass wir uns etwas weniger mit dieser Frage auseinandersetzen, brauchen mit den fortschreitenden Jahren was KI kann und was sie nicht kann.
00:23:06: Was jetzt gerade so dominant ist überall.
00:23:09: Und stattdessen eben mit der Frage ja wozu das alles?
00:23:11: also wo wollen wir eigentlich Menschen?
00:23:13: wie bestimmen wir unsere eigene Rolle als Menschen?
00:23:16: Manchmal wenn ich darüber nachdenke dann ist es mir auch ein bisschen gruselig viele Szenarien die damit verbunden sind.
00:23:23: aber grundsätzlich ist es auch doch eine sehr aufregende Aufgabe vor der wir stehen.
00:23:31: Die eigene Rolle als Menschen nochmal grundsätzlich zu hinterfragen und neu zu bestimmen, das ist doch auch... ich weiß nicht, da liegt doch etwas Total Aufregendes und Hoffnungsvolles für mich wenn man eben und das ist der Punkt an so vielen Stellen Wenn wir rauskommen aus dieser Ohne macht Das künstliche Intelligenz einer Etwas ist, was uns passiert, wo wir alle einfach irgendwie so fasziniert und fassungslos irgendwie dastehen.
00:24:02: Und das ist eine Welle die über uns hineinbricht und jetzt müssen wir uns als Individuen und Unternehmen alle und als Gesellschaft alle müssen sie jetzt irgendwie mitmachen und sich anpassen und nicht den Anschluss verlieren.
00:24:16: Das sind ja alles Erzählungen Und es ist ja alles etwas, wo wir eine wahnsinnig passive Rolle drin haben.
00:24:22: Da passiert uns was und eigentlich haben wir kaum Wahlmöglichkeiten außer irgendwie mitmachen so.
00:24:28: Ich glaube das ganz wichtig ist dass wir da rauskommen aus dieser Ohnmacht und stärker als eine Gestaltungsaufgabe verstehen.
00:24:39: Es ist eine Technologie die von Menschen gemacht wird und natürlich selbstverständlich ist sie von Menschen gestaltbar und macht es zwar ungleich auf diesem Planeten verteilt, aber das bedeutet nicht nur weil, sag ich mal ein Akteur wie jetzt Open Eye oder auch ein einzelner Mensch wie Sam Altmann.
00:24:58: Weil das natürlich Akteure sind die einen gewaltigen Einfluss haben auf die Entwicklung, wie sie konkret gestaltet.
00:25:05: Das heißt ja nicht dass du und ich gar keinen Einfluß haben.
00:25:09: also nur eine Machtasymetrie heißt nicht, dass wir komplett machtlos sind.
00:25:13: Und insofern das wieder stärker zu claimen und eben zu sagen, okay wir wollen auch in der Arbeitswelt nur oftmals wird über den Menschen so ein bisschen als Restgröße gesprochen.
00:25:24: Also was muss der Mensch machen?
00:25:26: Ja alles das was die KI nicht kann also selbst schöne Dinge wie eigentlich so Verantwortung übernehmen Entscheidungen treffen kreative Richtungen vorgeben und so weiter wird manchmal gar nicht als etwas behandelt, was wir haben wollen.
00:25:42: Was wir als Menschen behalten wollen sondern da wird einfach nur gesagt ja das kann die KI halt nicht.
00:25:48: Dafür wird es noch Menschen brauchen und immer wenn man so redet diese ganze Redeweise ist immer eine wo der Mensch eine Restgröße ist.
00:25:55: Der Mensch macht das was die KI eben noch nicht kann Und ich würde mir wünschen dass wir da eine andere Perspektive entwickeln.
00:26:04: Eine Perspektiv bei der nicht die Technologie, der Ausgangspunkt darstellt mit dieser Frage was kann KI?
00:26:11: Was kann sie nicht und wir Menschen machen das, was sie nicht kann sondern wo der Mensch den Ausgangspunkt darstelle.
00:26:16: Wo wir uns fragen im Kern wie wollen unsere eigene Rolle bestimmen?
00:26:19: Wo wollen wir eigentlich Menschen?
00:26:21: Und dann erst in einem nachgelagerten Schritt uns überlegen Wie kann Technologie ein... Beitrag dazu leisten zur Verwirklichung einer positiven Zukunft.
00:26:34: Und die Frage ist ja, Christian wie verändert jetzt KI schon das Mensch sein?
00:26:37: Du hast angesprochen, Chachibiti und die anderen Modelle gibt es doch gar nicht so lange!
00:26:42: Die Frage ist, gibt es trotzdem schon eine Entwicklung zu erkennen?
00:26:45: du hast gerade schon gesagt der Mensch wird eher als Restposten anerkannt und es heißt nicht was soll der Mensch noch alles können in Zukunft und wo sind wir super?
00:26:52: sondern eher sowas bleibt übrig wo muss der Mensch doch noch ein bisschen arbeiten?
00:26:56: sozusagen Wie verändert sich dieses Menschsein?
00:27:00: Wie beeinflusst KI vielleicht auch Sinn des Lebens, was ein gutes Leben am Ende ausmacht.
00:27:05: Was nimmst du jetzt am Anfang schon wahr?
00:27:06: wie gesagt wir sind noch nicht zehn Jahre, fünfzehn Jahre wo man das noch besser analysieren kann aber nimmste schon so eine Tendenz wahr neben diesem... Wir sind nur noch so einen Restposten sondern nimmster dann noch etwas anderes war.
00:27:17: also was ich auf jeden Fall wahrnehme auf so einer Algemeinebene gesprochen ist dass sich bereits wahnsinnig viel verändert und ich schon das Gefühl habe, dass wir viel zu wenig darüber sprechen.
00:27:31: Also ich hab irgendwie oft so unterschiedliche Eindrücke.
00:27:34: Manchmal hab' ich das Gefühl die ganze Welt redet nur bei KI.
00:27:37: Das ist ein so dominantes Thema man kommt gar nicht drumherum... Und dann hab', ich wieder manchmal das Gefühl krass da passiert sowas krasses und irgendwie reden will kaum darauf.
00:27:50: Gut, einerseits ist es vielleicht so ein bisschen eine Frage des Tages in welchem Konnex man sich gerade aufhält.
00:27:56: Aber andererseits sind da auch verschiedene Ebenen.
00:27:59: Es wird zwar viel darüber gesprochen was da gerade technologisch passiert und wie das auch Unternehmen eingesetzt werden kann usw.
00:28:09: aber dass alleine in Deutschland zum Beispiel... relativ aktueller Umfrage von Bitcoin gewesen, die ergeben hat dass etwa ein Viertel aller Erwachsenen KI-User KI manchmal als emotionale Bezugsperson sieht.
00:28:29: Ein Viertell der erwachsenden KI-User in Deutschland nach ein paar Jahren und das ist ja auch erst der Anfang es wird nicht dastehen bleiben.
00:28:40: Also bereits jetzt ist es so, dass Kea nicht nur in der Arbeitswelt irgendwelche Aufgaben übernimmt und irgendwie Dinge programmiert, die bisher Menschen programmiert haben zum Beispiel.
00:28:53: Sondern das immer mehr Menschen auch über ihre persönlichen Konflikte usw.
00:28:58: und sofort sprechen.
00:28:59: Und das verändert ja gesellschaftliche Strukturen, das verändert unser Miteinander.
00:29:04: Das ist etwas, das ist keine Zukunftsmusik... Was hat jetzt schon angefangen?
00:29:08: Wie verändert das die Gesellschaftsstrukturen, also was... Ja.
00:29:11: Das ist jetzt natürlich super schwer, das im Einzelnen zu sagen!
00:29:14: Also jetzt Studien, die jetzt so richtig zuverlässig genau diese Frage, die du gerade gestellt hast beantworten gibt es natürlich einfach gar nicht.
00:29:24: Sondern also kommen natürlich Studien, die irgendwie soziale Auswirkungen auf den KI untersuchen aber immer nur relativ wenig.
00:29:30: Es ist relativ neu.
00:29:31: Es gibt nur kleine Puzzletsteine hier und da.
00:29:34: Das heißt irgendwie, ja es fällt mir schwer die Frage so pauschal zu beantworten.
00:29:39: Ich denke das ist ich.
00:29:42: wenn ich zum Beispiel mit Menschen spreche die im Bereich psychologische Beratung Coaching Psychotherapie unterwegs sind dann habe ich jetzt ganz oft gehört dass ihre Klientinnen und Klienten quasi vorberaten in die Stunden reinkommen als sie kommen.
00:30:02: Also die kommen halt rein.
00:30:03: Nicht mehr mit so einem Riesen, einfach nur so ein Chaos und irgendwie erstmal muss man irgendwie verstehen wo es geht sondern die haben das schon alles fünfzehn Stunden weil sie nicht mit Klot besprochen und kommen dann schon da rein.
00:30:17: Und das verändert in dem Falle ja die... Du hast gefragt wie verändert das Struktur?
00:30:22: In diesem Fall verändert das jetzt zum Beispiel die Struktur dass eigentlich nicht mehr nur Ich sage jetzt mal Therapeutin, dabei kann ja auch irgendwie eine andere Form von psychologischer Beratung sein.
00:30:33: Therapeuten da sitzt irgendwie mit dem Klienten.
00:30:37: das ist nicht einfach nur zwei Personen im Raum sind sondern dass KI eigentlich als unsichtbarer Dritter mitbeteiligt ist an diesem Prozess.
00:30:45: Nur dass wir KI halt nicht sehen in dem Falle weil es nicht als Roboter in einem Raum sitzt physisch präsent Es ist eigentlich mit beteiligt daran.
00:30:54: Das heißt plötzlich wird aus dieser Ja, aus dieser zweier Beziehung eigentlich eine Dreierbeziehung.
00:31:00: Und das prägt natürlich die gesamte Dynamik!
00:31:02: Wenn du mich jetzt fragst, wie präagt es die Dynamik?
00:31:05: Das kann ich nicht beantworten... sehr krass auch vom Einzelfall ab, wie das jetzt genau die Dynamik prägt.
00:31:12: Also ist es etwas Konstruktives, weil die Person wirklich sortierter da reinkommt und das ist super!
00:31:17: Ich habe auch öfter gehört dass es von den Therapeuten usw.
00:31:21: und Sofort Coaches als negativ wahrgenommen wird, weil sie das Gefühl haben die Leute kommen mit so einer schon vorgefertigten Voranalyse da rein, die aber nicht unbedingt immer zutreffen ist und dann muss man erstmal das total bekämpfen, Dialog mit der KI entstanden ist, wird es irgendwie als besonders wahr und fundiert wahrgenommen.
00:31:38: Und da hat man mehr Arbeit, dann ist vielleicht eher destruktiv.
00:31:42: Fakt ist, es verändert definitiv das Miteinander.
00:31:45: an dieser Stelle Natürlich jetzt nur ein sehr konkretes Beispiel, und das können wir auf wahnsinnig viele Bereiche übertragen.
00:31:52: Es verändert wenn Menschen sich in einem Anbahnungsprozess meinen Leute besprechen ihre WhatsApp Chat Verläufe damit was soll ich antworten?
00:31:59: usw.
00:32:00: Ja also da sind ja keine exzentrischen Einzelfälle ist es wichtig zu verstehen Wir reden über etwas was wirklich Millionen von Menschen in Deutschland auch erwachsene Menschen tun Und nicht irgendwas was ganz woanders ist oder in der Zukunft oder irgendwie uns so weiter und sofort.
00:32:14: Ja, so in vielen Fällen beginnt das eben Sozialdynamiken dadurch.
00:32:19: Na ja nicht direkt auf den Kopf zu stellen aber natürlich mitzubringen!
00:32:22: Dann stelle ich die Frage an, du hast gerade angesprochen.
00:32:24: Du hast jetzt gerade Gespräche angesprochen wo eine KI dazukommt ergänzend also aus einer zweier Beziehung eine Dreierbeziehung vielleicht wird.
00:32:32: oft haben wir auch die Dynamik nur das ist jetzt ganz am Ende angesprochen dass ja gar kein Mensch mehr in dem Sinne gefragt wird quasi sondern ne KI als bester Freund als beste Freundin genutzt wird und man vielleicht mit Problemen Sorgen Fragenstellungen statt zum besten Freuen zur besten Freundin eher zur KI geht und die nach Hilfe und Rat sucht.
00:32:50: deswegen wer jetzt?
00:32:51: meine frage was verlieren wir denn vielleicht als Menschen, wenn wir mehr Antworten von in anfischlichen Maschinen bekommen?
00:32:58: Von der künstlichen Intelligenz.
00:33:00: Als von eben Menschen!
00:33:02: Was könnten wir da
00:33:03: verlieren?".
00:33:04: Also wenn wir jetzt über ein Ersetzen statt Ergänzen sprechen dann ist es einerseits natürlich insofern schon eine besorgniserregende Vorstellung, als dass es eine extreme Zentralisierung von Machtstrukturen bedeutet.
00:33:17: ja also in jedem Gespräch das wir miteinander führen auch du und ich ist immer produktive Macht beteiligt, ja?
00:33:23: Mit Foucault zu sprechen.
00:33:24: Also nicht unbedingt Herrschaft in dem Sinne dass jetzt hier einer von uns beiden Befehlsgewalt über jemanden hat oder sowas.
00:33:31: Aber alleine jeder Austausch jede Begegnung ist immer auch irgendwie eine Begegnung in einem Raum produktiver macht weil das einfach bedeutet wir haben gewisse Erwartungen aneinander und ein gutes Argument Das verbreitet sich, dadurch prägt es das Denken der anderen Personen.
00:33:47: Und das hat ja auch schon etwas damit zu tun mit Einfluss und letztlich mit einer Macht.
00:33:52: Und dass ist gar nichts per se Negatives.
00:33:54: Diese Form von Macht klingt vielleicht jetzt irgendwie problematisch.
00:33:59: Das ist aber nichts per sé Problematisches.
00:34:01: Das liegt einfach in der Natur der Sache.
00:34:03: Wir sind nur soziale Spezies.
00:34:05: Herrschaft – das hat oft problematische Tendenzen.
00:34:08: Aber diese Form von Produktiver macht nicht unbedingt.
00:34:11: Das bedeutet aber auch, wir alle irgendwie reden miteinander tauschen uns aus.
00:34:15: Wir lernen voneinander und so weiter und sofort.
00:34:17: im Idealfall werden jetzt aber Milliarden von Menschen auf diesem Planeten mit einer KI sprechen?
00:34:24: Und ich weiß gar nicht genau was jetzt irgendwie die... ganz aktuellen Zahlen irgendwie der letzten Tage sind, aber Chagipiti alleine und das ist ja nur eine Anwendung.
00:34:33: Also im Klo Gemini usw.
00:34:35: und so fort.
00:34:35: Chaghipiti alleine hat schon über neunhundert Millionen wöchentlich aktive User auf diesem Planeten.
00:34:41: Das ist ein Zehntel der Menschheit roundabout!
00:34:44: So d. h., ein Zehnthel der Menschenheit besprechen nicht alle persönliche Fragen, aber ein Zehtel der Mannschaft wird in irgendeiner Form mitgeprägt durch diese Eine-Anwendung die in den Händen weniger liegt.
00:34:56: Das ist ja krass.
00:34:58: Also was das bedeutet an Zentralisierung von Macht, also weil wir es ja in irgendeiner Form etwas mit uns macht wenn wir mit KI sprechen sei es nur die Frage wie wir ein Kochrezept zusammenstellen oder so aber ist ja egal.
00:35:12: das ist dann vielleicht nicht ein super problematisches Beispiel mit dem Kochrezept Aber es bedeutet dass wir plötzlich so kochen wie die KI und sagt wie wir kochen sollen.
00:35:20: Und das bedeutet Wenn jetzt irgendwie neunhundert Millionen Menschen auf diesem Planet anfangen, so zu kochen wie die KI sagt dass sie kochen soll dann bedeutet das eine Zentralisierung von Macht in diesem Falle im Bereich Kochen.
00:35:33: Und die Beispiellos ist natürlich weit über die Macht von Jamie Oliver hinausgeht.
00:35:39: Also ich habe jetzt das Kochen genommen, muss man irgendwie so ein bisschen um es anschaulich zu machen.
00:35:43: Natürlich geht's nicht ums Kochen aber das ist natürlich eine Dimension, die wir dringend mitdenken müssen und das ist etwas was total viele Bereiche betrifft.
00:35:53: Ich weiß genau, worauf du hinausmöchtest.
00:35:55: Weil natürlich beim Kochen spielt es ja auch Tradition eine Rolle.
00:35:58: Verlieren wir in Anfisch-Richen vielleicht die Tradition?
00:36:00: Die Rezepte der Ur-Oma gewisse Gewürze, die vielleicht ausstärben weil eben in Anpfisch- richen die künstliche Intelligenz sagt benutzt nur noch Gewürz A und B und alle anderen kannst zu vergessen.
00:36:10: also man kann sich das jetzt beim kochen vorstellen.
00:36:12: und wie du ja sagst Es gibt ja ganz viele Bereiche wo dann die Macht Einfuss nimmt.
00:36:17: Und das ist eine schöne Brücke, weil es gibt ja immer extreme Christiane.
00:36:20: Wir haben jetzt über kleine Fragenstellungen gestellt, über besten Freunden, beste Freundin KI zu nutzen.
00:36:26: Es gibt natürlich auch Menschen die sich verlieben in einer KI, die wirklich glauben oder doch sagen würden ich führe eine Beziehung mit einer künstlichen Intelligenz.
00:36:36: Gibt's ganz aktuelle Dokus und Repartagien über diese Menschen?
00:36:39: Auch im asiatischen Raum sehr weit verbreitet wo man sagt hey dass ist jetzt meine Freundin mein Freund.
00:36:46: Diese Beziehungen funktionieren ja, weil eine KI-Empathie simuliert.
00:36:51: Also Gefühle simulierend.
00:36:53: Es ist täuschend echt für Menschen, weil die gar nicht unterscheiden können.
00:36:56: Wenn man Menschen nichts sagt und es jetzt eine KI oder ein Mensch könnte das gar nicht groß unterscheien, wer antwortet eigentlich mit mir da?
00:37:02: Und ich hatte mich gefragt, ist das jetzt eine gefährliche Entwicklung aus philosophischer Sicht?
00:37:09: Ist es nicht auch etwas Schönes, wenn Menschen sich ja jetzt auf einmal gesehen fühlen?
00:37:13: Sich wertgeschätzt fühlen.
00:37:14: Da wollte ich mal so deine philosophische Perspektive jetzt gerade auf intime Beziehungen also wirklich Freundinnen.
00:37:21: Wie betrachtest du ist das was Gefährliches kann das auch was Schöne sein weil sich Menschen dann verstanden fühlen?
00:37:27: wie blickst Du auf diese Entwicklung?
00:37:29: Also kann man eigentlich wirklich ganz schön philosophisch rückkoppeln, weil es gibt eine Auseinandersetzung in der Philosophie die deutlich älter ist als jetzt KI und eigentlich sogar ein bisschen die Antike zurückreicht.
00:37:41: Und das ist so ein bisschen wie auseinandersetzungen zwischen subjektivistischen und objektivisten Theorien des guten Lebens.
00:37:48: So was bedeutet das?
00:37:49: Die Frage ist ja, was ist eigentlich ein gutes Leben, worum geht's im Leben?
00:37:53: Das kann ich jetzt unterschiedlich beantworten.
00:37:55: Die Möglichkeit eins ist Leben ist dann gut, wenn es sich gut anfühlt.
00:38:00: Also ich gehe komplett über dein subjektives Erleben und bestimme das sozusagen einfach durch deinen inneres erleben.
00:38:06: Möglichkeit zwei ist Ich sage ein leben ist dann Gut Wenn Es in irgendeiner Form sich mal Kriterien entspricht die darüber hinausgehen wie sich das für dich anfühlen.
00:38:17: also zum Beispiel Ist es irgendwie wichtig für ein gutes Leben dass man seine Talente entfaltet Auch wenn man gerade keine Lust hat, seine Talente zu entfalten.
00:38:25: Das ist so eine alte Auseinandersetzung in der Philosophie.
00:38:29: In diesem Streit gibt es ein berühmtes Gedankenexperiment von Robert Norsig, einem amerikanischen Philosophen, der gesagt hat stell dir mal vor, es gibt eine Maschine und du kannst dich an diese Maschine anschließen.
00:38:43: Und wenn du das tust dann wirst du in so einer Art künstlicher Traum reinversetzen, künstliche Realität.
00:38:50: Und in dieser Realität werden alle deine Träume und Wünsche in Erfüllung geben.
00:38:54: Und du wirst unfassbar glücklich sein!
00:38:56: Du wirst vergessen haben, dass du in einer künstlichen Realität lebst und dich angeschlossen hast... ...und es gibt auch keinen Weg zurück.
00:39:04: Das heißt, du wüsst den Rest deines Lebens in diese Simulation verbringen.. ..und du wösst wahnsinnig glücklich zu sein.
00:39:12: Möchtest du dich anschließen?
00:39:14: Ja oder
00:39:14: nein?!
00:39:15: Was würdest du sagen?
00:39:17: Ich merke nicht, dass ich in einer Simulation lebe.
00:39:19: Aber ich lebe in der Simulation.
00:39:21: Ja und alle deine Wünsche gehen in dieser Simulation in Erfüllung und du bist wahnsinnig glücklich.
00:39:26: Jetzt wird es natürlich philosophisch und übergeordnet und vielleicht bin ich zu kritisch aber ich würde mich natürlich fragen wie fühlt sich dann dieses Zufrieden unglücklich an?
00:39:33: Also spüre ich das wirklich im Körper oder weil es eine Simulation ist?
00:39:38: Ja doch spürst du im Körper ja da sind die... Endorphin und Obachtmino.
00:39:44: Lieber Zuhörerinnen, stellt euch mal die Frage!
00:39:46: Ich sag jetzt einfach, weil ich mal dieses Experiment mitmache... ...ich würde ja jetzt Ja sagen.
00:39:51: Wirklich?
00:39:52: Okay Alles klar.
00:39:53: Ja, also tatsächlich prozentual die Minderheit sagt ja, die meisten würden sich nicht anschließen lassen und ich gehöre auch in das Lagerdaining, die sich nicht schließen lassen würde.
00:40:04: aber ist ja auch besonders spannend jetzt gerade für unser Gespräch dass wir hier dann mit unterschiedlichen Positionen beieinandersetzen weil im Endeffekt ist genau das die Frage.
00:40:12: Geht es einfach darum, dass sich alles ganz toll anfühlt?
00:40:15: Dann wenn man diese Auffassung vertritt, ist es logisch sich anzuschließen oder sagt mal ne, ich will doch eine Simulation, das will doch nicht glauben.
00:40:24: Also ich bin vielleicht fühlt sich das dann toll an weil in dieser Simulation irgendwie geliebt werde mich jemand irgendwie streichelt und sagt wie sehr er sie mich lieb hat.
00:40:33: wie auch immer.
00:40:34: Fühlt sich alles schön an aber ich möchte doch nicht dass es alles fake ist und ich möchte da nicht in der mein... Dass meine Leben eine Lüge ist.
00:40:41: ja und deswegen muss auch irgendwie klar soll es sich gut anfühlen aber es auch irgendwie authentisch sein soll irgendwie echt sein.
00:40:48: Und ich würde eher dieses Lagergehörn derjenigen, die dann sagen so ne.
00:40:53: Also da würde ich mich nicht anschließen lassen.
00:40:55: Ich möchte schon dass mein Leben echt ist.
00:40:57: Ich wünsche mir auch das sich gut anfühlt.
00:40:59: aber beim Zweifelsfall würde ich auch das leben das sich etwas weniger gut anführt dem sogar vorziehen weil es einfach das echte leben muss.
00:41:06: also ich bin voll auf deiner seite.
00:41:07: deswegen hatte ich Die rückfrage gestellt ob ich das auch wirklich innerlich spüre am körper sozusagen oder ob Es nur was rationales ist mit glücklich sein und zufrieden und so.
00:41:16: oder habe ich das wirklich spüre?
00:41:18: und da sind wir ja vielleicht auch gerade genau in dieser tollen Diskussion, weil ich sage ja auch.
00:41:22: Ich will das ja spüren und fühlen dass es echt ist, dass da was Authentisches ist.
00:41:27: Das was...ich habe ja auch eben gesagt in den Bergen fühle ich mich lebendig also ich will mich ja lebendigt fühlen.
00:41:32: Und jetzt ist ja die Frage wenn etwas simuliert wird an Gefühlen, an Empathie, an Beziehungen ob das am Ende sich für einen Menschen nicht vielleicht genauso anfühlen könnte wie Es fühlt sich so für mich an.
00:41:45: Also die Frage ist ja auch, können wir von jemandem... In dem Gedankenexperiment?
00:41:48: Ja du kannst es nicht unterscheiden!
00:41:50: Es gibt kein Subjektiv und keinen Unterschied.
00:41:52: Und deswegen hatte ich mich glaube ich für Jahr entschieden sozusagen.
00:41:55: Das ist okay.
00:41:56: also das ist ja eine Position die man vertreten kann in der Philosophie wird.
00:42:00: Also es gibt ja auch Menschen in der Philosophy die das vertreden würden Also genau so genannte subjektivistische Position des guten Lebens eintreten würden, da geht es nur um die Subjektive erleben.
00:42:13: und diese Subjektiven erleben ist besser in der Maschine.
00:42:16: Aber um das jetzt wieder auf KI zu beziehen... Genau also das eine Diskussion wird in der Philosophie schon länger geführt als es jetzt KI gibt und die lässt sich aber genau darauf übertragen.
00:42:27: oder hat es ja gefragt wie dass einzuordnen ist, wenn Menschen sich verlieben in der KI.
00:42:33: Und das ist ein Stück weit... ...ist das ein bisschen die Version von dieser sogenannten Erfahrungsmaschine von Robert Nozick am Ende des Tages?
00:42:42: Es ist eine technologische Lösung, die mir gewisse Gefühle vermitteln kann und die einen kribbeln, vielleicht ein Verliebtsein vor allen Dingen aber irgendwie so das Gefühl von da ist jemand, der sich wirklich für mich interessiert Der wirklich irgendwie für mich da ist und so weiter.
00:43:00: Und sofort, das sind alles Erfahrungen wo ich glaube also im Grunde jeder von uns möchte diese Erfahrung haben.
00:43:07: wir alle möchten dass es irgendwie entgegenüber gibt, dass sich für uns interessiert und dass wenn nicht einfach der ganzen Welt komplett egal sein soll, als soziales Spezies tiefes Grundbedürfnis, was und jetzt auch nichts irgendwie gesellschaftlich anerzogen ist.
00:43:24: In allen Zeiten in verschiedenen Kulturen Menschen wollen immer irgendwo nicht egal sein sondern in einer Beziehung, in der sie erfahren dass sie in irgendeiner Form etwas bedeuten jemandem.
00:43:36: Der Punkt ist aber wie in der Erfahrungsmaschine die Simulation von Empathie.
00:43:42: Die mag immer besser und besser werden so das sich die KI am Ende vielleicht auch empathischer anfühlt in der Interaktion als die meisten Menschen, aber es ist und bleibt die Simulation von Empathie.
00:44:00: Also es ist im Endeffekt was dahinter steht eine extrem komplizierte Form von Wahrscheinlichkeitsrechnung.
00:44:09: Es werden Wörter aneinander gereiht nach stochastischen Prinzipien.
00:44:14: Das funktioniert fantastisch.
00:44:16: das ist wahnsinnig beeindruckend wie Sie sind.
00:44:19: nicht gut, dass alles funktioniert.
00:44:21: Aber am Ende des Tages sind es halt Zahlenwerte die da im Hintergrund miteinander multipliziert werden.
00:44:27: Es ist einfach im Front-End also das was wir dann als User mitbekommen.
00:44:33: Ich simuliere eine Interaktion die irgendwie in der Form verständnisvoll ist aber im Backend im Hinter Grund passiert etwas ganz anderes als was passiert wenn wir mit einem Menschen sprechen der sich wirklich für uns interessiert.
00:44:45: Das ist keine echte Anteilnahme sondern es simulierte Anteilnahmen Und das ist die große Frage.
00:44:51: Also wer jetzt gesagt hat, ich würde mich anschließen an die Maschine?
00:44:56: Sagt vielleicht ja okay Ich meines Erachtens ist ein gutes Leben muss sich halt gut anfühlen und wenn sich der Umgang mit der KI gut anführt, ist doch alles super.
00:45:04: Wenn man sagt so ne, ich würd' mich nicht anschließen auf die Maschinen weil ich möchte nämlich dass mein ganzes Leben fake ist, ich will ein authentisches Leben führen mehr eher in das Lager gehört Der sieht vielleicht auch eher ein Problem dann Darin, dass Menschen diese Bedürfnisse nach echter Verbindung durch eine Simulation am Ende versuchen, erfüllen zu lassen.
00:45:26: Und jetzt ist ja unser Alltag Christian nicht nur von Maschinen geprägt sondern natürlich haben wir immer noch Bezugspersonen als Menschen auf der Arbeit wenn wir durch die Straßen gehen im Supermarkt.
00:45:35: und ich hatte mich so gefragt Wenn jetzt aber auf der einen Seite Menschen KI als Freund Freundin oder sogar als Beziehung zunehmend nutzen ob Dann sich auch die Erwartungen an Menschen so drastisch verschieben, dass dann eben dieses... ...die sich noch mehr bestätigt fühlen nach dem Motto jetzt ziehe ich mich nochmehr zurück und benutze nur noch die KI.
00:45:53: Weil dies ist für mich erreichbar.
00:45:56: Die versteht mich also wie oft ich schon Menschen gehört habe diese Menschen kennenlernen und sagen Also du verstehst mich ja nie Jonas aber die KI endlich versteht dich mal jemand und weiß genau wie ich denke und fühle.
00:46:08: Aber du verstehst mich einfach nicht!
00:46:10: Ich hatte mich so gefragt Ist das eigentlich eine große Gefahr, weil sich Erwartungen so drastisch verschieben, dass Menschen diese Erwartung ja gar nicht erfüllen können?
00:46:18: Und dann wie so ne Selbstprobezeihung.
00:46:20: Ja ich wusste es doch der Mensch kann nicht empathisch sein.
00:46:22: nur ne KI.
00:46:24: Da sehe ich auch eine große Gefahr, ne Dass sich da so ein Teufelskreis laufe und dann sich menschenbestätig fühlen sich zurückziehen und sagen Ja genau deswegen rede ich jetzt nun noch mit der künstlichen Intelligenz.
00:46:33: Klar ist das Gefahr.
00:46:35: als ich meine KI setzt gewisse Maßstäbe, sage ich mal.
00:46:40: KI-Maßstäbe und das zu sehen unterschiedlichen Bereisen.
00:46:44: Stell dir vor, ich schreibe jetzt ein Sachbuch und ich möchte es illustrieren lassen.
00:46:49: Ich kann diese Illustration durch KI erstellen lassen oder durch Menschen.
00:46:54: Das kann natürlich auch eine Möglichkeit sein.
00:46:56: Ich möchte einfach aus Prinzip dass es einen Mensch macht.
00:46:59: Es geht mir nicht darum ob der Mensch das besser macht oder nichts sondern ich sage einfach ich will dass es ein Mensch macht weil das ist einfach wichtig sozusagen Egal warum, so Punkt.
00:47:10: Wenn ich das aber nicht tue weil ich das Produkt der Illustration in diesem Falle funktionaler betrachte und es nicht so wichtig ist wo's eigentlich herkommt sondern ich möchte einfach dass das Ergebnis eine gewisse Funktion erfüllt dann setzt die KI jetzt natürlich einen gewissen Maßstab und dann ist man gezwungen wahrscheinlich als Mensch besser zu sein oder irgendwie stärker eine andere Note oder in irgendeiner Form etwas reinzubringen, dass jedenfalls nicht an dieser Stelle ersetzbar ist durch die KI.
00:47:44: Und genau so das ist ja etwas was auch Druck erzeugt und das ist etwas, da wollte ich jetzt gar nicht so tief reingehen dieses ganze Thema mit Illustration oder Arbeitsmarkt aber ich glaube einfach, dass das etwas ist, was man dort sehr gut deutlich machen kann diese Maßstäbe die gesetzt werden und natürlich auch so die Frage wie verorten wir uns Menschen jetzt in Beziehung auf diesen KI-Maßstab, der auch mit quasi jeden Monat steigt.
00:48:15: Im Zwischenmenschlichen könnte – das ist jetzt spekulativ!
00:48:21: Wir stehen am Anfang der Entwicklung und es sind alles Fragen.
00:48:24: Es gibt zunehmend mehr Studien aber nur zum Teil kann man die so solide empirisch beantworten.
00:48:29: Aber es ist vielleicht gar nicht so wichtig... an der Stelle, sondern die Frage ist ja eher was sind verschiedene plausibles Szenarien und wie können wir ein positives Szenario reinkommen.
00:48:37: Also nicht nur beschreiben, beschreiben... ...beschreiben, sondern gestalten, gestalten!
00:48:41: Eine Bekannte von mir meinte zum Beispiel dass sie gemerkt hat das ihr eigentlich lieber mit der KI arbeitet am Arbeitsplatz als mit ihren Kolleginnen und Kollegen weil die KI so schön höflich ist und sich immer so schön bedankt und bla bla bla.
00:48:56: Ja, das ist spannend.
00:48:58: Das ist jetzt natürlich erstmal eine also anecdotische Evidenz und Einzelaussage ist überhaupt nicht repräsentativ.
00:49:04: aber ich finde es trotzdem ein interessanter Aussage weil an dieser Stelle kommen ist dass da plötzlich gibt es da noch mal einen anderen Maßstab und die Menschen werden gegen diesen Maßstabe gemessen von diesem Bekannten von mir Und in diesem Falle verlieren sie gegen den Maßstabs.
00:49:22: Ich glaube dass wir deswegen Das meine ich mit dieser Bestimmung der Rolle des Menschen, dass wir gemeinsam in der Gesellschaft privat und so weiter und sofort auf verschiedenen Ebenen in Organisationen unternehmen.
00:49:37: Dass wir uns unsere eigenen Rolle nochmal neu vergewissern müssen!
00:49:43: Und die Frage ist wo hat es einen Wert?
00:49:47: Dass das ein Mensch ist auch wenn der Mensch vielleicht nicht immer so perfekt reagiert wie die KI auch in Bezug tatsächlich auf so Aspekte wie Hüftlichkeit, Aufmerksamkeit.
00:50:01: Spiegeln von Empathie und so weiter und so fort was bei der KI nur simuliert ist aber trotzdem in der Interaktion.
00:50:06: Spiegel von Empathy.
00:50:08: das andere ist dass ich aber schon finde dass darin auch eine Einladung liegt und auch irgendwo eine positive Chance bestehen könnte wenn wir als Menschen sagen okay we have to step up the game also dann sollten uns vielleicht wirklich da kritisch hinterfragen und irgendwo an uns arbeiten.
00:50:29: Und gerade zwischenmenschliche Stärken, es gibt ja zum Beispiel eine Studie die oft zitiert wird wo medizinisches Fachpersonal Ärztin und Ärzte wenn ich richtig im Kopf habe fragen oder genau Aussagen sozusagen darauf geantwortet haben von echten Menschen und dann auch KI darauf geantwortet hat.
00:50:50: Also in dieser Studie wurde dann nicht aufgedeckt, was ist vor Menschen und von der KI.
00:50:55: Und dann wurde auch bewertet, welche Antwort ist besonders hilfreich?
00:50:59: aber eben auch welcher ist empathisch?
00:51:01: Empathisch!
00:51:01: Von Ärzten aber bewerteten muss man dazu sagen es wurde nicht von einem Computer bewertete sondern dann Ärzte haben diese Antworten bewerted und wussten nicht kam das jetzt von einem Arzt oder kam das von derKI?
00:51:11: und genau... Wer hat gewonnen?
00:51:13: die KI?
00:51:14: ja und ich denke dass ist doch irgendwie eine Einladung für uns alle da noch mal hin zu gucken, wie kann so was sein?
00:51:21: Das einerseits sagt das aus über das technologische System.
00:51:25: So wow!
00:51:25: Das wird offenbar immer besser darin Empathie zu simulieren als beeindruckend.
00:51:30: aber es sagt auch etwas aus auf der anderen Seite der Wachschale über das menschliche System.
00:51:36: und ja ich denke das wäre doch schön wenn wir das als Anlass nehmen um genau diese ganze zwischenmenschlichen Komponente nochmal zu stärken.
00:51:46: Über einen Bereich müssen wir jetzt noch sprechen, Christian.
00:51:50: deutlich gemacht, dass sich dieses Mensch sein durch künstliche Intelligenz verändern kann.
00:51:55: Stichwort was fühlt es sich authentisch?
00:51:57: Was fühlt sich lebendig an?
00:51:58: Was ist eher nur eine Simulation?
00:52:00: Was is dann eventuell fake?
00:52:02: Dass sich die Beziehungen sozusagen das Zwischenmenschliche verändert kann durch ne KI quasi.
00:52:08: und ein dritter Bereich wäre eben die Arbeitswelt.
00:52:12: Da möchte ich jetzt gerne mit dir nochmal gerne eintauchen denn künstlich Intelligenze wird natürlich auch die Art und Weise wie wir arbeiten verändern.
00:52:21: und ein Versprechen von künstlicher Intelligenz, du hast ja auch schon erwähnt ist dass wir weniger arbeiten müssen.
00:52:28: Und dann eben Zeit für das Wesentliche haben.
00:52:30: und ich hatte mich so gefragt lässt sich ein Mensch oder das Mensch sein überhaupt ohne Arbeit denken.
00:52:37: Also wir haben ja schon immer gearbeitet, ne?
00:52:39: Wenn wir mal zurückschauen in die Evolution... Die Arbeit hat uns auch dahin gebracht wo wir jetzt aktuell sind.
00:52:44: Arbeit kann Sinn uns geben, kann uns Wertschätzung geben.
00:52:47: Wir können unsere Stärken am Arbeitsplatz im Bestfall auch ausleben.
00:52:51: Was wäre das für ein Leben wenn wir gar keine Arbeit mehr hätten Christian?
00:52:55: Oder würde sich einfach nur die Arbeit verändern?
00:52:57: oder wie siehst du es?
00:52:59: Zuerst ganz kurz vorweg ich glaube nicht dass wir Auf diesem Planeten oder auch jetzt irgendwie innerhalb von Deutschland oder welchen Radius man da ja zieht, es gar keine Arbeit mehr gibt.
00:53:10: Aber gut aber trotzdem ist natürlich die Frage an sich interessant weil ich auch denke nicht nur unsere Rolle als Menschen gilt zu hinterfragen sondern eben genau auch unser Verhältnis überhaupt zur Arbeit.
00:53:25: arbeiten als ein Tätig sein bei dem man sich selbst einbringt und dass in irgendeiner Form ein Mehrwert bietet für etwas, das außerhalb meiner selbst liegt und wo ich irgendwie etwas tue um vielleicht einerseits die Grundlagen meiner eigenen Existenz zu sichern.
00:53:47: Aber auch innerhalb eben nicht nur alleine als Robinson Crusoe auf der Insel lebe und meine eigenen Kokosnüsse sammle also wirklich ich unmittelbar für mich die Grundlage meines Überlebenssichere sondern auch als etwas verstanden, wo ich irgendwie in einem sozialen Verbund bin mit anderen Menschen und zum Beispiel eben für die Gruppe die Kokosnüsse sammeln.
00:54:09: Ja weil meine Aufgabe ist es an diesem Tag irgendwie Kokosnisse zu sammlen und ich dann eben zurückkomme sozusagen ins Lager und ich bringe halt die Kokostnüssemit, die wir dann gemeinsam uns teilen also Das beziehungsweise auch in der Gesellschaft, wie wir leben.
00:54:25: Da sind es dann eben weniger die Kukus, aber dass ich einfach etwas tue was einen Beitrag leistet irgendwie zu seinem gesellschaftlichen Miteinander das ist gab schon sehr wichtig.
00:54:34: ja weil es dockt ganz stark daran an unser menschliches Bedürfnis nach Selbstwirksamkeit und zwar nicht nur nach irgendeiner Selbstwirksamkeit sondern eben nach einer konstruktiven Selbstwirksamkeit die einen Beitrag innerhalb eines sozialen Zusammenhangs leistet.
00:54:52: und, ja also ich bin überzeugt.
00:54:55: Und damit bin ich auch nicht alleine das sind eigentlich im Grunde schon Basics der Entwicklungspsychologie dass das halt anerzogene gesellschaftliche Bedürfnisse sind, sondern dass es eigentlich etwas sehr menschliches ist.
00:55:10: Wir sehen das auch schon bei Kleinkindern, dass sie ja nicht nur auf der Suche sind nach angenehmen Empfindungen also zum Beispiel irgendwie kuscheln, nähe Wärme essen, sondern sie als sehr schnell beginnen auch herum zu laufen die Welt zu entdecken und ganz viel Freude dabei haben wenn Sie etwas bewegen in der Welt, wenn sie zum Beispiel etwas hinwerfen und das macht Krach oder sowas.
00:55:35: Der Entwicklungspsychologe Karl Großenernte, dass die Freude eine Ursache zu sein.
00:55:40: und heutzutage verwendet man eher diesen Griff Selbstwirksamkeit.
00:55:44: Ich bin das ich habe das gemacht!
00:55:47: Ich mache diesen krach!
00:55:48: Ich habe das runtergeworfen!
00:55:50: Ich haben das verändert ja?
00:55:52: Und das ist ja wirklich ganz wörtlich gesprochen Das Bedürfnis etwas in der welt zu bewegen Ja, physisch, haptisch ganz greifbar.
00:56:01: Dieses Bedürfnis etwas in der Welt zu bewegen das verändert sich dann ein Stück weit.
00:56:06: es wird dann alles ein bisschen komplexer.
00:56:08: wenn wir älter werden wollen nicht nur die ganze Zeit Sache auf dem Boden werfen und freuen uns darüber irgendwann nutzt sich dieser Effekt vielleicht ein bisschen ab aber Wir kennen dass alle es fühlt sich gut an wenn wir was weiß ich war's im Zimmer gestrichen haben und plötzlich ja Die Wand ist so weiss Der Geruch von dieser frischen Farbe und wir gucken uns das Ergebnis an.
00:56:29: Und wir sagen, dass war ich!
00:56:31: Ich habe das gemacht.
00:56:33: Das ist Selbstwirksamkeit ja?
00:56:34: Die Freude eine Ursache zu sein in dieser Welt und irgendwie der Stolz darauf Ja und wenn man eben arbeiten als etwas versteht wo diese Erfahrungen etwas in der Welt zu bewegen verknüpft wird mit der Erfahrung einen Beitrag zu leisten, also nicht irgendetwas bewegen sondern etwas bewegen das auch ein Beitrag leistet für andere.
00:56:53: Dann ist das glaube ich schon etwas dass wir brauchen für eine gelungene Selbstbeziehung weil wir uns eben in diesen Erfahrungen Als selbstwirksam, also wir erleben uns als ein Ich dass das das Agency hat ja.
00:57:06: Das eben nicht nur ein Spielball dieser Welt ist sondern dass selber irgendwie darin tätig ist und das es eben eine Erfahrung die sich nicht gut nicht nur gut anfühlt sondern die auch wichtig ist für die Entwicklung von einem positiven Selbstwertgefühl und von einer guten Beziehung mit sich selbst da.
00:57:22: und eben auch diese Erfahrungen so ich kann was beitragen und so und ich glaube in dieser Form langer Rede kurzer Sinn brauchen wir Arbeit.
00:57:31: Du hast es ganz am Anfang angesprochen, dass wenn Menschen jetzt ein Bericht abgeben müssen und der eben zu achtzig Prozent von der KI generiert wird.
00:57:39: Und du hast eben auch das Beispiel des Malens, des Streichens in der Wohnung.
00:57:42: Es macht natürlich einen großen Unterschied ob wir das selbst streichen auf einer Bierkiste, auf eine Wasserkiste sitzen und das voller Stolz anschauen.
00:57:52: Sagen hey was habe ich da heute geschafft?
00:57:54: Ist ja ein Unterschied als ob wir Maler beauftragen für tausend Euro, zweitausend Euro und die streichen die Wohnung!
00:58:00: Und es gibt natürlich auch viele To-do's wo wir nicht wissen.
00:58:05: was macht jetzt der Unterschied auf der Arbeit?
00:58:07: also muss sich jetzt die Aufgabe wirklich machen oder mache ich die nur weil irgendjemandes haben möchte?
00:58:11: aber ich hab mich so gefragt Wenn wir nur noch so effizient gestaltet und eben nicht mehr da unterwegs sind mit hey, ich habe jetzt eine Präsentation erarbeitet selbst entschieden ob es rot oder grün wird.
00:58:21: Und nicht ne KI hat mir empfohlen aufgrund von Daten ist muss jetzt rot werden.
00:58:26: also der geht ja ganz viel selbst Wirksamkeit verloren oder wenn wir das quasi auslagern auch wenn wir dadurch vielleicht Zeit gewinnen für andere Aufgaben.
00:58:34: aber da geht ja ein bisschen was verloren dieses selbst etwas gemacht zu haben, auch vielleicht durch den Frust durchgegangen zu sein und dann am Ende der Woche sagen hey guck mal was ich geschafft habe.
00:58:45: Wie schaust du da drauf?
00:58:46: Die Gefahr ist ja schon relativ groß oder?
00:58:48: Genau die Gefahr isst auf jeden Fall da.
00:58:52: und wenn man sich anschaut wo ist diese Gefahr von einem Selbstwirksamkeitsverluste im größten denn es ist halt vor allen Dingen in den Bereichen Wenn's darum geht das Dinge die man vorher komplett selbst gemacht hat wenn da jetzt zur Hälfte dann KI aber dran beteiligt ist.
00:59:09: Und man macht das Gleiche, was man vorher macht, dass man aber noch zur Haufte beteiligte und deswegen macht man es doppelt so schnell und deswegen machen wir doppelt zu viel davon am Tag.
00:59:18: Dann ist das ein Szenario in dem diese Erfahrung also die Selbstwirksamkeitsverletzung besonders große Gefahr darstellt.
00:59:26: Aber es gibt natürlich auch das Szenarium, dass mein Dinge tut, den man ohne KI in der Form nicht hätte tun können.
00:59:34: Hast du ein Beispiel vielleicht dafür?
00:59:36: Ein Beispiel ist, ich kann nicht programmieren.
00:59:39: Aber ich habe jetzt mit KI verschiedene, also ein zwei Websites so from scratch wirklich programmieren lassen.
00:59:48: Also auch nicht irgendwie in irgendwelchen WordPress-Templates und da kann man dann sehr abgefahrene komplizierte Dinge auch teilweise für sich programmieren lasse.
00:59:57: Und wenn man das macht... Ich hatte jetzt vorher unmittelbar nicht die Möglichkeit gehabt umzusetzen dann wirklich echtes Geld in die Hand nehmen müssen.
01:00:10: Also ich weiß es jetzt gar nicht wie viel, aber bestimmt nicht zwei, drei Hundert Euro sondern Tausende von Euros in die hand nehmen müssen um das zu machen.
01:00:18: Das wäre in diesem Zusammenhang hätte ich das nicht gemacht weil es hätte keinen Sinn gemacht an dieser Stelle Tausenden von Euros In die Hand zu nehmen.
01:00:25: Aber ich konnte jetzt mit KI dann ideendisch hatte umsetzen und dachte so wow!
01:00:31: Sieht so geil aus und das ist so krass geworden.
01:00:34: Und es irgendwie so cool.
01:00:36: Ja, klar ich habe das nicht selber gemacht in dem Sinne aber es war halt irgendwie so meine Idee eine Idee die sonst nie ins Leben gekommen wäre ohne KI.
01:00:44: und dann ist das etwas was die Selbstwirksamkeitserfahrung auch steigern kann.
01:00:50: also genau.
01:00:51: Das ist ja ein bisschen die Frage generell auch in der Arbeitswelt wie verändert sich die Aufgabe der Aufgabenbereich von Menschen beziehung zwischen Menschen in der Arbeitswelt wie verändert sich Berufsprofile und so weiter?
01:01:05: und sofort jetzt im Zusammenspiel mit KI.
01:01:09: Und ich glaube, dass es positive Potenziale gibt und eines davon ist ja also wenn Menschen zum Beispiel Dinge tun zu denen sie vorher nicht in der Lage gewesen wäre, wenn Teams Projekte umsetzen können, umsetzten die sie so vorher nicht hätten umsetze können.
01:01:27: Also weil du ja jetzt ganz konkret nach Selbstwirksamkeit gefragt hattest, dann ist das etwas was das auch befördern kann.
01:01:33: Aber umgekehrt sehen wir eben auch die Gefahren.
01:01:35: insofern glaube ich ist es einfach etwas wo wir generell sehr gut hinschauen müssen Weil dieses Thema Sinn der Arbeitswelt Ich persönlich finde es sehr unterbewertet.
01:01:44: also natürlich wird darüber manchmal gesprochen Das ist jetzt auch kein absolutes Geheimthema oder sowas aber Es wird doch sehr nachrangig behandelt.
01:01:52: und dass Roundabout ein Drittel der abhängig Beschäftigten in Deutschland nur einen derart mangelhaften Sinn in ihrer eigenen Tätigkeit sehen, dass diese Tätigkeiten echten Beitragleister zu sozusagen für das Unternehmen und darüber hinaus auch irgendwie für die Gesellschaft.
01:02:11: Das ist etwas was auch total belastend ist für die meisten Menschen.
01:02:16: also es gibt zum Beispiel von der AOK Studier die untersucht wie wirkt sich ein mangelndes Sin erleben am Arbeitsplatz aus auf die psychische und auch auf die körperliche Gesundheit.
01:02:29: Und wir sehen sehr, sehr große Unterschiede zwischen Menschen, die ihren Job als sinnvoll erfahren oder als sinnlos erfahren in Bezug auf alle möglichen Parameter von Kopfschmerzen über Erschöpfung, Schlafqualität usw.
01:02:46: Es gibt ganz viele Dimensionen wo es ganz signifikante Unterschiede gibt Und insofern, wir Menschen sind eben keine Roboter.
01:02:53: Wir sind immer beteiligt auch mit Emotionen und unserer Persönlichkeit usw.
01:03:00: Wenn wir arbeiten – egal was das für eine Arbeit ist!
01:03:02: Insofern ist es wichtig dass wir Arbeitswelten schaffen die es Menschen ermöglichen ihre Tätigkeit wirklich als Sinn erfüllt auch wahrzunehmen.
01:03:14: nicht einfach Nur weil ich jetzt Philosoph bin und sage es ist total wichtig, dass man irgendwie Sinn im Leben hat.
01:03:19: Sondern weil wir einfach wirklich ganz konkret sehen auch in den Umfragen, in den Studien das ist ein Leidensdruck erzeugt und dass sehr vielen Menschen nicht gut geht damit und dass da insofern ein Handlungsbedarf liegt.
01:03:34: Und deswegen glaube ich soll mir das einfach mit reflektieren wenn's jetzt darum geht um die Frage wie wollen wir die KI Arbeitswelten der Zukunft gestalten?
01:03:43: Was dabei helfen kann, du hast mal den Unterschied gewinnorientiert und gewinnt maximierend.
01:03:48: Also die Frage will ich gewinn orientieren oder gewinnen maximierender arbeiten?
01:03:51: willst das nochmal kurz am ende erklären?
01:03:53: weil dass nämlich dann vielleicht den unterschied machen könnte wie nutzen wir KI im Alltag?
01:03:58: Und was bleibt bei Menschen und was lagern wir an die KI aus?
01:04:01: ja also man kann zumindest in einigen Bereichen glaube ich diese Verknüpfung ziehen vielleicht auch nicht überall.
01:04:09: Ich bin zum Beispiel ja mit vielen Journalistinnen und Journalisten immer wieder im Gespräch.
01:04:15: Und das ist jetzt auch unterschiedlich stark ausgeprägt, nicht überall gleich
01:04:18: usw.,
01:04:19: aber von der Tendenz her, wenn man sich jetzt fragt okay wie sieht es denn aus?
01:04:23: Die Arbeit von JournalistInnen und JournalistsInnen heute im Gegensatz zu vor fünf Jahren.
01:04:29: Jetzt gibt's irgendwie KI, KI kann halt wahnsinnig viele Prozesse unterstützen.
01:04:34: Interviews, Transribieren zusammenfassen die ist das bla bla bla.
01:04:37: haben Journalistinnen und Journalisten jetzt mehr Zeit, sich im Team einzuarbeiten.
01:04:43: Mehr Zeit hinter Grundgespräche zu führen!
01:04:46: Mehr Zeit die Sachen richtig zu durchdringen und mit ihrem Text auseinanderzusetzen weil es gibt ja KI und KI kann ja vieles effizienter machen.
01:04:55: Die Antwort lautet nein.
01:04:59: Die Antwort lautet, das ist jetzt keine Studie.
01:05:02: Es ist einfach mein Eindruck aber nicht nur aus ein zwei Gesprächen sondern aus einer Reihe auch mit Menschen die bei unterschiedlichen Medien arbeiten.
01:05:10: wie gesagt man muss jetzt auf Vorsichtig sein mit der Pauschalisierung weil es in unterschiedlichen Bereichen und Häusern unterschiedlich stark ausgeprägt.
01:05:19: Aber von der Grundtendenz her ist dass was ich erfahren habe eher das eben erwartet wird mehr Artikel geschrieben werden einem Tag, wenn es zum Beispiel darum geht Artikel zu schreiben.
01:05:31: Also dass in irgendeiner Form einfach Menschen das der Output erhöht wird.
01:05:36: Das bedeutet im Endeffekt eine Arbeitsverdichtung.
01:05:39: und die Frage ist also man kann Effizienzgewinne sehr unterschiedlich nutzen.
01:05:45: Ich kann jetzt diese technischen Möglichkeiten und auch dieser Effizience Gewinne nutzen um in der gleichen Zeit ein Projekt zu bearbeiten aber mit dem Anspruch besser zu arbeiten das zu nutzen, um die Qualität zu steigern dessen was da passiert.
01:06:01: oder ich kann es zum Beispiel benutzen, um auf gleicher Qualität schneller zu bearbeiten.
01:06:06: Also das sind Unterschiede.
01:06:08: also nehmen wir an nicht schreiben Bericht dann könnte man jetzt diese Gegenüberstellung sehr gut darauf anwenden und in manchen Bereichen geht's vielleicht auch weniger gut.
01:06:16: aber dass ist eben die Frage was machen wir damit?
01:06:18: Und wenn es ein Bereich ist der sehr stark dadurch strukturiert ist dass Gewinner maximiert werden, dann ist das eben das Ergebnis häufig an der Stelle.
01:06:29: Dass ich schaue, dass sich das nutze um nur mit einer, seit denn ich versuche mich irgendwie über gerade über den Faktor Qualität irgendwie, dass das mein Distinktionsmerkmal ist am Markt aber in vielen Bereichen geht es halt darum einfach ausreichenden Qualität, da halt dann eben das Effizienter zu machen, schneller zu machen.
01:06:51: Kosten zu senken und so weiter und sofort.
01:06:53: Und dann ist das eine Grundstruktur die dazu führen kann dass die Menschen in ihr arbeiten.
01:07:01: ja also gab ich eine große Herausforderung ist es so zu gestalten dass dieser Faktor Selbstwirksamkeit sind erleben am Arbeitsplatz dass die gewährleistet bleiben und nicht noch weiter ausgehüllt werden.
01:07:11: Wozu?
01:07:12: alles kann man auch hier übergeordnet glaube ich stellen bei Christian.
01:07:16: Ich habe jetzt noch drei Fragen und dann sind wir schon am Ende.
01:07:20: erste Frage, wir würden dieses Gespräch nochmal in zehn Jahren führen?
01:07:25: Und die Frage ist hat dann KI unser Leben besser gemacht?
01:07:29: was müsste dafür passieren dass unser Leben durch KI besser geworden ist und woran werden wir es vielleicht erkennen?
01:07:36: also für mich ist die Frage was bedeutet an dieser Stelle besser?
01:07:40: Beantwortet sich für mich entlang der Dimension.
01:07:43: erstens.
01:07:45: Autonomie, Mündigkeit Selbstständigkeit.
01:07:47: also Kai hat unser Leben besser gemacht wenn wir Menschen autonoma und selbstbestimmt dadurch unser leben gehen und nicht zum Beispiel in so einem kindlichen Stadium hängen bleiben, wo wir bei allem was wird tun.
01:08:01: Bei jedem Schritt irgendwie wie soll ich meine Frisur machen und so weiter und sofort immer die KI fragen und völlig lost sind wenn wir plötzlich nicht von der KI gesagt bekommen was wir tun?
01:08:10: ja also das wäre quasi auf jeden Fall ein Synken von Autonomie und Mündigkeit und Selbstständigkeit.
01:08:16: aber KI hat auch das Potenzial uns zu stärken entlang dieser Ebene.
01:08:20: erstens zweitens KI hat unser Leben besser gemacht Wenn wir als Menschen näher zueinander gerückt sind, wenn unsere Verbindungen gestärkt wurden.
01:08:29: Ein Viertel der Erwachsenen KI Jose in Deutschland behauptet zumindest dass KI ihn hilft im Konflikten effektiver zu kommunizieren.
01:08:37: Wenn die Hälfte davon recht hat in ihrem Eindruck sagen wir mal dann ist das doch auch etwas was Hoffnung machen kann.
01:08:44: also wenn KI uns hilft dass wir konstruktiver miteinander umgehen würden dann wäre das auf jeden Fall etwas Positives.
01:08:53: Wenn Sie auch sprachbarieren, abbaute ich Übersetzungen, Inklusion fördert und wenn sie Menschen hilft sich besser auszudrücken versus KI hat unser Leben nicht besser gemacht, wenn diese sozialen Fähigkeiten leiden, wenn sie die generieren weil wir nur noch mit KI sprechen vielleicht auch gezielt durch das Technologiedesign in emotionale Abhängigkeiten gebracht werden.
01:09:17: Das ist die zweite Dimension.
01:09:18: Die dritte ist Gleichheit, dass wir leben in einer ungleichen Welt, wir leben eine ungleiche Gesellschaft.
01:09:24: das betrifft nicht nur Einkommen und Vermögen, nicht nur die knallharte finanzielle Seite.
01:09:28: es betriffte auch viele viele viele andere Dimensionen.
01:09:32: Und KI hat unser Leben besser gemacht wenn es diese dazu beigetragen hat diese Ungleichheiten zu verringern Wenn es uns gelingt als Gesellschaft daraus wirklich einen Gewinn für alle zu machen.
01:09:45: Es besteht eine große Gefahr darin, dass es diese Ungleichheiten verschärft.
01:09:48: Dass das einfach ein Katalysator ist für Strukturen die mit ausschlaggebend sind, für Ungleichkeiten und dass es nicht einen Gewinn für alle ist.
01:09:58: Und es gibt viele weitere Dimensionen auf die man auch schauen muss.
01:10:01: zum Beispiel was sind Umweltwirkungen Klimawirkung usw.
01:10:05: Also ist es etwas das am Ende vielleicht wo liegen Potenziale um... Umweltwirkungen in verschiedenen gesellschaftlichen Bereichen zu reduzieren oder wo droht es auch die zu erhöhen.
01:10:17: Ja, also ich will nicht sagen dass das damit abgeschlossen ist.
01:10:20: Also wir können uns viele weitere Fragen stellen.
01:10:22: aber aus meiner Sicht sind diese drei Dimensionen also Autonomie Beziehung und Gleichheit Das sind drei dimension Die ganz entscheidend sind dass wir sie im Blick behalten.
01:10:36: Und wenn es darum geht zum Beispiel innerhalb Eines Unternehmens sich zu fragen, wie wollen wir jetzt kaieren unsere Prozesse integrieren und implementieren.
01:10:47: Dann kann man das ja nicht nur entweder mal macht das oder mal macht es nicht sondern man kann das auf sehr viele sehr unterschiedliche Arten und Weisen tun.
01:10:55: sicherlich ist eine häufige Frage, okay welche Art und Weise wirkt kostenreduzierend?
01:11:01: Welche wirkt umsatzsteigernd usw.
01:11:04: Das sind Fragen die man daran stellen kann.
01:11:06: aber ich denke es ist wichtig dass wir auch die fragen daran stellen ok welche art und weise wird denn bei unseren mitarbeitenden autonomie selbstwirksamkeit uns weiter stärken oder schwächen?
01:11:17: was wird menschen verbinden oder auseinander bringen und was wird ungleich halten eher verringern oder sogar noch weiter verstärken?
01:11:24: Und was würdest du dir wünschen, was KI niemals in Zukunft übernehmen wird?
01:11:29: Auch wenn es vielleicht technisch dazu bereit wäre oder möglich wäre.
01:11:32: Gibt es da etwas, was du dir wünschen würdest, was in Menschenhand in Anführungsstrichen bleiben würde?
01:11:39: Also meine eigene ganz persönliche Vorstellung in Bezug auf diese Frage wo wollen wir eigentlich Menschen oder wo ist mir persönlich wichtig dass Menschen sind?
01:11:51: Sind glaube ich jetzt Nur weil ich Philosoph bin nicht sehr exzentrisch oder irgendwie anders als bei den meisten anderen Menschen.
01:12:00: eigentlich habe diese Frage in vielen verschiedenen Seminaren und Workshops besprochen mit Menschen.
01:12:07: Und im Regelfall ist es immer wieder das gleiche natürlich da wo's unmittelbar um die ganzen Ebenen von Vertrauen zwischen menschlichen Beziehungen usw.
01:12:18: und sofort geht, dass es auf jeden Fall ein Bereich Da müssen wir jetzt echt sehr gut hinschauen, wie wir KI integrieren und dass genau das nicht erodiert.
01:12:31: Bereiche Selbstausdruckkreativität Und natürlich Bereiche Wie Entscheidungen.
01:12:36: also Dass Wir Nicht Irgendwann Ich Glaube Jetzt Gerade Steht Das Noch Nicht So Richtig.
01:12:41: Es Ist Jetzt Gerade Nicht Stets Nicht Vor Der Tür Aber Dass Wer Perspektivisch Nicht Zum Beispiel Dereien Rutschen Dass Wir quasi von Demokratie Technokratie rutschen.
01:12:51: Also KI hat leider viele positive Potenziale auch für Autokratien und autoritäre Regime.
01:12:59: Lässt es sich leider sehr gut nutzen, aber ich denke das ist auch positive Potentiale für demokratische Strukturen hat Und ich würde mir wünschen dass es dazu beiträgt, dass auch Politik partizipativer wird.
01:13:13: Ich glaube auch da kann KI einfach Dinge Prozesse ermöglichen die bisher schwer umsetzbar waren.
01:13:20: Ich würde mir wünschen, dass Entscheidungen dadurch auf informiertere bessere Grundlagen gestellt werden.
01:13:26: Da kann es einfach auch helfen unterstützen.
01:13:29: aber ich glaube wo wir aufpassen müssen ist das finde ich eben anfangen wirklich die Art und Weise wie leben wir miteinander?
01:13:35: und so weiter und sofort?
01:13:36: Auch Rechtsprechung und sowas dass wir da also da wo's wirklich darum geht Verantwortung zu übernehmen und dass wir Menschen uns miteinander darüber verständigen Wie wollen wir denn hier eigentlich miteinander leben?
01:13:47: Das ist etwas was auf jeden Fall wo wir das Heft nicht aus der Hand geben sollten.
01:13:52: Und die letzte Frage, die dritte letzte Frage die ich stellen wollte... Das Motto des Podcasts ist macht nicht mehr, mach es anders.
01:13:59: und deswegen die Frage die jeder Gast bekommt.
01:14:02: jetzt bei dir in Bezug auf KI.
01:14:04: Menschen sind ja du hast auch gesagt fasziniert von KI probieren eben ganz viel geradeaus und gucken was alles möglich.
01:14:10: Gleichzeitig haben aber ja auch viele Menschen Ängste quasi.
01:14:13: Was kommt da auf uns zu?
01:14:15: Was würdest du dir jetzt von uns wünschen?
01:14:17: zukünftig ab heute, ab morgen?
01:14:19: gibt es also eine Sache die wir anders machen sollten, die du dir noch von uns wünschen würdest?
01:14:24: oder was können wir andersmachen?
01:14:27: Ich würde mir wünscht in allen möglichen Bereichen egal ob wir über den Bereich Schulen reden oder über Unternehmen verschiedene Organisation wie als Gesellschaft Politik und so.
01:14:37: Also egal welche Ebene man anschaut Dass wir uns selbst aus dieser Unmacht befreien, aus diesem Gefühl dass wir das alles nicht gestalten können weil es nicht stimmt.
01:14:48: Also das stimmt auch nicht!
01:14:49: Das ist ein falsches Gefühl.
01:14:50: ja also ich schließe den Bogen zum Anfang.
01:14:53: Ich will Macht Asymetrien nicht leugnen.
01:14:55: Das ist ganz klar.
01:14:57: Wir haben nicht alle die gleichen Einfluss Möglichkeiten.
01:15:00: aber das heißt nicht dass wir keine haben und einfach... Dass wir das bewusst gestalten, dass jede Schule und jede Behörde jedes Unternehmen und jede Organisation.
01:15:11: Wir gemeinsam als Gesellschaft und in jeder Familie usw.
01:15:16: Und sofort im Freundeskreis, dass man sich wirklich überlegt was wollen wir denn damit tun?
01:15:23: Was ist unser Konzept?
01:15:24: Was is unsere positive Vision wie wollen wir das gestalten und rauskommen aus diesem?
01:15:30: In der Techniksoziologie sagt man impliziter Technik-Determinismus, also daraus dass wir unausgesprochen eigentlich so darüber reden als wäre das alles schon determiniert.
01:15:38: Als würde das irgendwie außerhalb unserer Reichweite sich einfach nur vollziehen.
01:15:43: und wir gucken da drauf auch diese Du hast ja gerade gesagt irgendwie Begeisterung, Ängste und sowas.
01:15:49: Also Optimismus und Pissimismus sind ja zwei Haltungen, die man oft kontrastiert und sagt das irgendwie ganz gegenteilig.
01:15:56: Aber diese Haltung haben auch etwas gemeinsam, ob ich optimistisch oder pessimistisch bin.
01:16:00: Das sind oft Einstellungen, wie ein selbst eher so ein bisschen außerhalb der eigentlichen Aktion lokalisieren.
01:16:09: Da hinten passiert was?
01:16:10: Ich gucke mir das an und jetzt bin ich halt optimistische oder pessimistic Und in beiden Fällen klingt nicht so richtig durch, wie viel Gestaltungsmacht wir darüber haben.
01:16:18: Und deswegen versuche ich es auch selber!
01:16:20: Ich möchte nicht optimistisch sein und denken alles wird gut.
01:16:22: Wird das nämlich auf keinen Fall einfach so?
01:16:24: Ja wenn wir nichts tun.
01:16:26: Ich will aber nicht pessimistisch seien und denken wir sind alle dumt weil ist es auch Quatsch.
01:16:29: Wir können das ganz gestalten.
01:16:30: Deswegen lass uns transformativ sein Lass uns das als Gestaltung Aufgabe begreifen Gemeinsam in Austausch kommen mit unseren Perspektiven als ein demokratischen Prozess begreifen, bei dem wir alle in unseren einzelnen Einflussbereichen miteinander in Austausch kommen und uns nicht treiben lassen.
01:16:53: Sondern uns wirklich überlegen was ist eigentlich unsere Vorstellung einer besseren Zukunft?
01:16:59: Und in der ersten und zweiten Schritt wie kann KI jetzt dazu beitragen?
01:17:03: Sehr schön, ich glaube da haben wir es sehr gut auf einen Punkt gebracht.
01:17:06: Christian wer mehr von dir erfahren möchte oder auch lesen möchte dein erstes Buch eben wozu das alles geht um Sinn des Lebens also wer da ein bisschen mal eintauchen möchte bisschen angekratzt, aber wir haben uns natürlich viel mehr auf das Thema rund um künstliche Intelligenz fokussiert was das Thema deinen zweiten Buches war.
01:17:25: Künstlicheintelligen und echtes Leben!
01:17:28: Du hast ja auch die verschiedenen Bereiche und Dimensionen angesprochen.
01:17:30: da hast du ausführlicher bis in die Tiefe gegangen als was wir jetzt hier im Podcast machen konnten und wer generell von dir mehr erfahren möchte oder lesen möchte denn du darfst sehr oft philosophieren und machst es auch online.
01:17:43: ihr werdet alles unter Christian Ule im Internet finden.
01:17:48: Christian, vielen Dank für deine Zeit und die spannenden Einblicke.
01:17:51: Danke dir!