Rebellisch gesund by detoxRebels

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00:00:00: Jeder Mensch ist angreifbar hinsichtlich seines Selbstwertgefühls.

00:00:05: Ein Selbstkonzept, was ich jetzt habe, hab ich ja zu größten Teilen erworben durch die Reflexion der anderen.

00:00:12: Also wie andere mich erleben und mir immer wieder signalisieren so bist du, so erlebe ich dich wird zu unserem Selbstkonzept.

00:00:19: Und das ist natürlich ein Unterschied wenn mich andere von außen basteln und entwerten dann ist mein Selbstkonzip Ich bin anstrengend, ich bin zu viel, ich rede zu schnell.

00:00:29: Was bist du eigentlich für ein Mensch?

00:00:31: Was interessiert dich, wo sind deine Sehnsüchte, deine Leidenschaften?

00:00:36: und wo müsstest Du eigentlich?

00:00:38: in welchem Habitat, in welchen Biotop, in welche Umfeld müsstest du eigentlich leben damit du optimal gedeihen kannst ohne dass du das Gefühl hast dich verbiegen zu müssen.

00:00:51: Die Summe der Menschen die uns scheiße findet bleibt immer gleich groß egal was wir tun.

00:00:56: Also warum zweifeln wir so oft an uns selbst?

00:01:01: Eigentlich fühlen wir uns auch ganz okay mit uns.

00:01:04: Doch

00:01:04: manchmal reicht ein Kommentar, eine bestimmte Person oder irgendeine Situation und plötzlich fangen wir an, an uns selbst zu zweifeln.

00:01:13: Eine Bewertung von außen reicht und schon fühlen wird uns nicht mehr gut genug.

00:01:17: unser Bild von unserem selbst Gerät ins Wanken.

00:01:20: Warum passiert das eigentlich?

00:01:22: Und was entscheidet darüber

00:01:24: wie stabil

00:01:25: unser Selbstwert ist?

00:01:26: Genau darüber habe ich mit Michael Bohne gesprochen.

00:01:29: Michael ist Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, und Begründer der PEP-Methode.

00:01:36: Und damit herzlich willkommen bei Rebellisch Gesund!

00:01:39: Mein Name ist Jonas Höhn.

00:01:41: Mit Michael habe ich über die fünf größten Selbstwerträuber gesprochen – natürlich auch darüber was wir ihn entgegensetzen

00:01:48: können.

00:01:49: Dabei geht es besonders um die Frage warum uns die Bewertung anderer manchmal so stark trifft?

00:01:55: Welchen Einfluss unser Umfeld darauf hat wie wir uns selbst sehen.

00:01:59: Außerdem erklärt Michael, was wir von professionellen Musikern im Umgang mit Fehlern lernen können.

00:02:05: Warum unsere Emotionen unser Denken manchmal komplett aushebeln und was es eigentlich mit der Klopftechnik auf sich hat?

00:02:12: Was ich an Michael besonders mag ist eine Art Auf Menschen zu schauen seine Perspektivwechsel Und vor allem seine Leichtigkeit und seinen Humor.

00:02:22: Hier kommt Michael Bohne.

00:02:34: Michael, wir wollen ja heute intensiv über das eigene Selbstwertgefühl sprechen.

00:02:38: Und du sagst, dass Selbstwettgefühl ist der beste Immunenschutz?

00:02:43: Ja!

00:02:43: Warum?

00:02:44: Wofür schützt uns so ein stabiler Selbstwert im Alltag?

00:02:48: Das ist eine schöne Metapher des Selbstwerkgefühls als Immunschutz des Bewusstseins.

00:02:53: Die Metapher stimmt ja, wenn man jetzt unser Körper anguckt.

00:02:56: Der hat ein Immunsystem, also spezifische und unspezifischer Abwehr und die wird nur zum ganz kleinen Teil vererbt, dass wir durch den Geburtsakt schon mal mit der ersten Aktivierung das Immunystem stattfinden und dann durch Erregung, also durch Erreger- und Infektionen.

00:03:13: Wir werden als Menschen konfrontiert mit etwas Fremden.

00:03:16: Das schwächt uns auch, macht uns krank und führt uns in eine Krise.

00:03:21: Aber in der Krise entwickeln wir sozusagen spezifische und unspezifischer Abwehr, vor allem speziefische gegen diesen Erreger.

00:03:28: Und wenn dieser Errege noch mal kommt, dann kriegen wir den gar nicht mit.

00:03:31: Das finde ich spannend, wenn unser Selbstwertgefühl angegriffen wird – das kann ja immer angreifbar sein!

00:03:36: Jeder Mensch ist angreiftbar hinsichtlich seines Selbstwert gefühlt.

00:03:41: Wenn es angeriffen wird aus einer bestimmten Ecke, ist das erst einmal ein Schuss von Buchs.

00:03:44: Das ist verunsichernd, verletzend, verstörend.

00:03:48: Aber wenn man das gut transformiert und die Abwehrkräfte aktiviert Und dann kommt aus der gleichen Ecke noch mal einen Angriff, dann sagt man ja, kenn ich oder kriegt mir das gar nicht mit.

00:03:58: Von daher finde ich es ganz gut und man muss für was wir tun auch.

00:04:00: Also das ist nicht einfach da das Selbstwertgefühl.

00:04:03: Man muss irgendwelche Quellen des Selbstwertes haben und die kann man entweder nähren oder man hat, also ich nenne das immer selbst wert Spender an Bord haben oder selbst wert Räuber.

00:04:13: Und viele Menschen haben halt auch selbst der Räuber sich irgendwo, die sich eingeschlichen haben durch quasi Infektionen.

00:04:19: Also gedankliche Infektion könnte man sagen oder atmosphärische Infektions und dann hat man da auf einmal ein Selbstzeitgefühl was im Keller ist und das hat extrem hohe Auswirkungen.

00:04:28: Auswirkung auf was?

00:04:29: Was ich so bisschen raushören konnte war es beeinflusst ja schon wie wir denken fühlen uns verhalten also es hat schon maßgeblich einen Einfluss.

00:04:36: oder der Selbstwert?

00:04:36: Absolut!

00:04:37: Denken fühlen

00:04:37: handeln würde ich auch sagen.

00:04:39: Ja man kann sich das ja mal vorstellen.

00:04:41: Da sagt jemand etwas So und so, das muss man machen als Mensch.

00:04:47: Dann ist man ja sofort versucht, mache ich das eigentlich?

00:04:49: Mache ich das nicht?

00:04:50: Wie ist das eigentlich... Wenn ich jetzt ganz unsicher bin, dann denke ich den ganzen Tag drüber nach, da hat einer gesagt, dass muss mal machen oder das darf man nicht machen!

00:04:57: Man darf kein Fleisch essen oder man muss jetzt vegan sein oder man darf kein Auto fahren oder man muß auto fahren oder wenn dann ein Zwölfzylinder oder also völlig.

00:05:05: jeder hat eine andere Meinung von der Welt Und viele Menschen sind ja auch sehr intensiv mit ihrer Meinungskundgebung.

00:05:14: Ist ja okay für die, weil das für die auch stimmt... Aber die Frage ist immer, stimmt es für mich auch?

00:05:20: Oder eigentlich bei allen Dingen!

00:05:25: Ich glaube dass krimi gar nicht mit wie oft wir abgleichen, ist das eigentlich ok wie ich das mache oder müsste sich da auch etwas ändern?

00:05:32: und stückweit ist es normal sich durch andere Menschen anregen zu lassen.

00:05:35: also lernen am Modell ist das ja auch Und zum anderen nervt es natürlich, wenn ich ganz unsicher bin.

00:05:41: Und andauernd stelle ich mich in Frage was muss ich jetzt machen?

00:05:44: oder das und man hört jetzt diese Musik oder die hört man gar nicht mehr oder man muss so reden auch.

00:05:49: Der sprachpolizistisch sind wir ja auch gut unterwegs hier in Deutschland.

00:05:54: Das verunsichert natürlich total!

00:05:56: Und du begegnest ja vielen Menschen im Alltag.

00:05:58: Woran merkst du denn, dass da ein Mensch dir gegenübersteht oder sitzt der einen starken so stabilen Selbstwert hat?

00:06:04: Woran würden wir das erkennen?

00:06:06: Worin erkennst du das?

00:06:07: Ja

00:06:08: also dass jemand auch gerne Kritik hört und er offen für ist oder wenn man eine andere Position hat, dass der nicht irgendwie entweder sich ganz zurückzieht oder laut werden muss.

00:06:19: Also dass der Andere sein darf.

00:06:21: Ich glaube auch, dass eine gewisse Ambiguitätstoleranz, also Mehrdeutigkeitstolerance so ein Aspekt davon sein kann.

00:06:28: Aber ich meine, es ist ja immer so wenn man in einem Interview oder in einem Gespräch über was spricht hat man gleichzeitig ein paar Aspekte nicht berücksichtigt.

00:06:36: also wenn ich jetzt von der anderen Seite komme dann könnte man noch etwas anderes formulieren.

00:06:39: aber denke schon Amiguritätstoleranz mehr Deutlichkeits-Toleranz ist eine Fähigkeit die genährt wird durch ein höheres Selbstwertgefühl andere sein lassen können, wie sie sind.

00:06:49: Wichtiger Punkt und im Bestfall ist das ja bei allen Menschen Michael stark ausgeprägt.

00:06:53: Ja also im Bestwahl hat er jeder von uns einen stabilen ein starken Selbstwert.

00:06:58: die Realität ich meine du fängst schon an zu lächeln ist eine andere.

00:07:04: viele menschen zweifeln da sehr stark an sich.

00:07:07: was erlebst du jetzt in der Praxis?

00:07:08: Du hast es schon erwähnt Es gibt selbst wert Spender aber eben auch Räuber.

00:07:12: lass uns mal über diese Räuber sprechen.

00:07:14: Was sind so die größten Selbstwert-Räuber, die dir da im Alltag begegnet?

00:07:18: Also warum zweifeln wir so oft an uns selbst?

00:07:22: Das ist wirklich spannend!

00:07:24: Also erst mal das ganze relativ... Ich habe ja seit dreißig Jahren mache ich Auftrittscoaching für alle möglichen Menschen und vor allem auch für Musiker, klassische Musiker auf der Bühne Und die Bühnen ist eben das Vergrößerungsglas fürs Selbstwertgefühl.

00:07:38: Es gibt Leute, die haben gar keinen Stress mit Selbstwert und dann gehen sie auf eine BühNe wird man beobachtet und bewertet.

00:07:44: Also diese beiden Aspekte, Sichtbarkeit und Bewertung führt natürlich dann dazu dass man auf einmal doch vielleicht gestresst ist.

00:07:51: Mir ist im Laufe der Jahre klar geworden das in Grunde fünf große Selbstverdräubern gibt.

00:07:56: Bad Five-Selbstverdreiber habe ich die genannt.

00:07:58: Fünf Stück, die ich immer wieder finde.

00:07:59: Interessanterweise bei uns allen.

00:08:02: Erst mal haben wir oft eine Altersregression, der fühlen uns kleiner als wir sind also gerade bei Prüfungen.

00:08:07: Es gibt nochmal Selbstvertkontexte.

00:08:09: da sind diese Bad Five nicht so... Archetypisch klar zu sehen, aber wenn ich jetzt alles was mit Leistung, mit Prüfung und Sichtbarkeit mit Performance zu tun hat.

00:08:21: Da sind diese Bad Fives sehr häufig am Start und eben oft schrumpfen wir und fühlen es wieder kleiner und jünger als wir eigentlich sind.

00:08:29: Und das ist hypnotherapeutisch gesehen ja eine Altersregression.

00:08:33: Das Gehirn weiß dann nicht, ich bin jetzt hier zum Beispiel zweiundsechzig.

00:08:36: Wenn ich jetzt ne Altersregression hätte würde ich jetzt nicht wissen, naja ich bin zweiundsächsig aber gar nicht so gut drauf sondern ich fühle mich dann wirklich wie.

00:08:43: was weiß ich?

00:08:44: Das kann ein paar Jahre nur sein, das kann Kindheit sein, es kann Grundschule sein Und das ist natürlich fatal, weil in dem Moment habe ich ja das was ich eigentlich brauche für meine Performance gar nicht am Bord.

00:08:55: Das kommt ja durch unterschiedliche Trigger.

00:08:56: Ist es dann oft das Umfeld einfach oder der Druck die Angst?

00:09:00: Oder was ist da so der größte Trigger für die meisten Menschen?

00:09:03: Es ist ein Muster was ähnlich ist wie früher.

00:09:05: könnte man sagen unser Gehirn ist ein muster Erkennungsfreak.

00:09:09: also wenn eine autoritäre Person Jetzt was Stränges sagt.

00:09:13: Und ich hatte einen Vater, der autoritär war.

00:09:15: Zack bin ich in diesem Modus drin!

00:09:16: Oder wenn einfach ich leisten muss um etwas zu schaffen oder anerkannt zu werden... ...bin ich in diesen Modus drinnen?

00:09:23: Ich muss leisten und wenn ich nicht leiste bin ich draußen.

00:09:26: Dieses Muster ist sofort also das Nervensystem erkennt sofort kenne ich von früher.

00:09:30: gefährlich

00:09:31: ist so, wir hatten mal mit einem Konfliktforscher dass man auch automatisch in Familien in so Rollen reinkommt.

00:09:37: Also die Mutter der Vater der muss gar nichts gesagt haben und wir sind zehn Jahre von zu Hause schon ausgezogen.

00:09:42: aber sobald man quasi die Türschwelle betritt oder die Mutter den Vater sieht geht man direkt ohne das überhaupt was passiert ist entweder in die Abwehrhaltung oder eine andere Haltung was man eben von früher kennt weil das Gehirn dann denkt wir sind wieder in diesem Rollenmuster quasi.

00:09:59: Ja, das ist denke ich auch der Ort wo man am einfachsten schrumpfen kann.

00:10:02: Das eigene Elternhaus.

00:10:04: Erlebst du das?

00:10:05: Ist das wirklich so?

00:10:05: das Eltern Haus da?

00:10:07: Ja definitiv, definitiv!

00:10:09: Also das ist glaube ich das Intensivste wo man schrupfen kann.

00:10:14: also man hat die Eltern ja erlebt die ganze Zeit und jetzt mal größer geworden und größer gewonnen und größern geworden und erwachsen und dann kommen die Pubertät Gott sei Dank damit man ein bisschen durcheinander ist und die Eltern auch scheiße sind und Kinder Scheiße sind.

00:10:24: Und so man beweist sich selbst und den anderen, dass man physisch und psychisch überleben kann alleine.

00:10:32: Und dann ist man erwachsen.

00:10:34: aber wenn man jetzt wieder ins Elternhaus kommt oder die Eltern sieht oder mit dem telefoniert oder so kann es echt sein das man wieder sich so wie fühlt wie früher.

00:10:41: ich meine die kleinen kinder haben angetragen und so und getröstet und da gibt's eben ego states persönlichkeitsanteile oder einfach muster die ähnlich sind.

00:10:51: und dann kommt man in so einen alten state rein.

00:10:55: Im Bestfall ist ja auch zu Hause in meinem Kopf, das sichere Umfeld.

00:10:59: Die Eltern die einen unterstützen und sagen hey du kannst alles so wie du bist bis richtig uns.

00:11:05: Ja

00:11:06: kommt das oft nicht so?

00:11:07: In den Familien?

00:11:07: also ich meine Du hast ja viele Menschen die du betreust.

00:11:10: Das ist jetzt eine ideal typische Elternposition.

00:11:13: Es gibt doch Eltern die schon zeigen um das muss hier gehen.

00:11:16: Wieso nur ne zwei plus wieso keine eins.

00:11:20: Das glaubt man nicht.

00:11:20: aber es gibt's immer noch Psychologin, die auch Unisport gemacht hat und die sagte immer wenn ihr Vater damit auf dem Wettkampfgelände ist der will sie unterstützen.

00:11:32: Der sitzt dann da und will sich unterstützen aber sie sieht wie aufgeregt er ist.

00:11:36: das führt dann bei ihm wieder dazu dass ich schrumpft.

00:11:38: also so was das gibt es andauernd.

00:11:41: Das wäre jetzt meine Frage.

00:11:42: du hast das umfeld angesprochen.

00:11:44: oft hören wir ja das so wie du bist bist du falsch quasi Ja

00:11:48: das gibt's auch genau.

00:11:49: Kann man dann überhaupt in diesem Umfeld Können wir dann überhaupt uns selbst mögen?

00:11:54: So einen starken Selbstwertgefühl überhaupt ausbringen, wenn wir immer wieder hören so wie du bist bis zu falsch.

00:12:00: Tatsächlich eine starke Prägung.

00:12:01: also es kommt drauf an Es gibt ja eine gewisse genetische Komponente auch Aber die ist natürlich ob die andere ausgeschaltet ist das ist auch noch mal ne Frage.

00:12:08: dann umwelt macht mir gehen in Aktivierung oder eben down Regulation und Dann ist es Natürlich Das Umfeld was ich erlebe tagtäglich Wenn jemand Immer wieder sagt mach dass nicht lasst das Du kannst das nicht, du bist die Schlauge genug.

00:12:23: Du kannst kein Mathe, du kannst nicht

00:12:24: singen.".

00:12:25: Wenn ich das andauern von morgens bis abends höre dann habe ich ein Selbstkonzept natürlich irgendwann erworben in diesem Trainingslager was nicht so günstig ist und dann geht es ja noch weiter.

00:12:34: wenn das jetzt richtig Gewalt ist auch und Entwertung und Missbrauch und Handlung.

00:12:39: Deswegen ist es ja oft so eine Herausforderung dann doch daran zu arbeiten, dass die Menschen ein eigenes Neu-Selbstkonzept entwickeln.

00:12:46: Und das kann auch dann mal dauern, also dass nichts was so zack weggeht weil es auf der Ebene von Identität erst einmal abgespeichert ist.

00:12:53: Was

00:12:53: macht das mit Menschen habe ich mir gerade vorhin?

00:12:55: Du hast jetzt schon zu Hause angesprochen.

00:12:57: Klar, da verbringen wir eine große Zeit aber natürlich auch in der Arbeitswelt.

00:13:00: Mit unserem Chef und unserer Chefin.

00:13:02: Ich meine, wir arbeiten acht Stunden den Tag oder weniger mehr.

00:13:06: Was macht es mit uns wenn wir damals einen Chef oder eine Chefin hätten die sagen hey Jonas!

00:13:09: Ich sehe etwas in dir.

00:13:11: Ich traue dir das zu.

00:13:12: Hey, ich bin dafür.

00:13:13: Was würde das mit dem Menschen machen?

00:13:15: was geht

00:13:15: da ab?

00:13:16: Die meisten würden abgeben wie eine Rakete.

00:13:18: denke Das ist ja das Ungewöhnliches.

00:13:22: Wir sind eher fokussiert auf den Fehler, auch wenn Leute wohlwollend sind.

00:13:26: Die sagen aber du bist ja schon gut!

00:13:27: Aber wir wollen noch dass du noch besser wirst.

00:13:29: also gucken wir dass dein Fehler weggeht und dass du da noch dich entwickelst.

00:13:32: Und darüber hinaus vergisst man dann eben mal zu sagen hey du bist der super Typ und guck mal was du in den letzten Jahren schon gelernt hast und wie toll das ist.

00:13:40: Und das ist ein Resonanzfeld was sich eröffnet.

00:13:43: Da gibt's ja solche Führungskräfte auch, die so tolles Vibes machen.

00:13:46: Man weiß es ja auch von Lehrern der Rosentale.

00:13:49: Wenn man Lehrern sagt das ist eine ganz schlechte Klasse dann sind diese Schüler schlechter als wenn man den Lehrer sagt Das ist ne superklasse übrigens total begabte Kinder also die gleiche Klasse und die sind dann unterschiedlich weil man was anderes erwartet auch weil man etwas anders in denen sieht.

00:14:04: aber du hast jetzt diese Weiterentwicklung angesprochen.

00:14:06: grundsätzlich ist das ja was Positives und Gutes Die Menschen Ja auf ihrem Leben zu begleiten, zu entwickeln.

00:14:14: Aber es kann natürlich auch... das hast du ja auch eben angesprochen gleichzeitig vermitteln hey so wie du bist, bist du nicht gut genug?

00:14:20: Du musst jetzt noch das erfüllen, du musst noch das wehren.

00:14:24: Wann wird aus dieser gut gemeinten Entwicklung eine Entwertung sozusagen?

00:14:29: Wie du's ja auch angesprochen hast wo ist da so dieser Kipppunkt?

00:14:32: Also ich glaube was ein wichtiger Punkt ist nehme ich dass diesen Menschen dieses Kind wie sie ist und bin ich neugierig.

00:14:38: Was ist denn das für einen Mensch eigentlich?

00:14:40: Und was bringt dieser Mensch in diese Welt, das mir vielleicht selbst gar nicht so liegt?

00:14:45: Oder habe ich die Idee... Ich weiß genau wie ein Mensch zu sein hat und wie man erfolgreich ist.

00:14:49: Wie man performt und wie Man zufrieden und glücklich und sowas isst.

00:14:54: Und ich muss jetzt alles in dieses Kind reinkriegen damit das Kind da guten Lauf macht!

00:14:58: Das ist im Grunde, finde ich, dass es ja eine der zentralsten Punkte finde ich dies gibt.

00:15:03: Im Grunde ist das der Unterschied zwischen Employability.

00:15:07: Ich muss den Menschen irgendwie so machen, dass er im Arbeitsmarkt funktioniert.

00:15:12: Das ist dann gesehen aus Sicht des Unternehmens und des Arbeitsmarktes und das ist schon plausibel aber es ist nicht gesehen aus sich des Menschen.

00:15:19: Und da gibt's eine andere Entwicklung die könnte man Unicability beschreiben.

00:15:23: Da guckt man Einzigartigkeitsforschung.

00:15:25: was bist du eigentlich für ein Mensch?

00:15:28: Was interessiert dich?

00:15:29: wo sind deine Sehnsüchte deine Leidenschaften und wo müsstest Du eigentlich?

00:15:35: in welchem Habitat in welchem Biotop, in welchem Umfeld müsstest du eigentlich leben damit du optimal gedeihen kannst ohne dass du das Gefühl hast dich verbiegen zu müssen oder so.

00:15:47: In der Theorie hört sich das super an mit dieser Employability und Unic Ability.

00:15:51: aber glaubst du das kann in der Praxis auch funktionieren?

00:15:54: Dass jeder Mensch quasi in seinem Habitat...

00:15:57: Ja glaube ich zutiefst dran.

00:15:58: also wir verkacken es ja schon mit der Schule.

00:16:00: Die Schule ist ja schon im Grunde eine militärische Einrichtung, also da kommt sie auch her.

00:16:05: Dass möglichst viele Menschen versorgt werden mit Informationen und von Mitwissen und mit Fähigkeiten so dass so ne Gesellschaft aufrechterhalten bleiben kann.

00:16:13: Das ist ja erstmal ne total plausible Überlegung dahinter.

00:16:16: Sie hat aber nicht ganz uns Menschen mit unseren Gehirnen und mit unseren motivationalen Strukturen angeguckt.

00:16:24: Das ist ja eher so.

00:16:25: die Idee, das muss da rein in diesen Menschen und dann funktioniert der gut.

00:16:28: Und dann sagt man einige sind begabt oder unbegabt?

00:16:31: Aber das vielleicht unterschiedliche Menschen, unterschiedliche Gehirne also neue Diversität als Stichwort haben und andere Leidenschaften.

00:16:39: Manche sind total begeistert und bewegen sich total gern und finden es super und machen das andauern und werden so super Bewegungskünstler.

00:16:45: Andere haben Musik im Kopf und singen total gerne und den ganzen Tag singen die und dann entwickeln sie sich da immer weiter.

00:16:52: Andre zeichnen total gerne können ungeheuer gut die Welt abbilden und dann noch was eigenes atmosphärisch reinlegen Und wieder andere können mit Sprache toll umgehen.

00:17:03: Wieder andere können einfach das, was man ihnen sagt gut abarbeiten.

00:17:05: Also das sind ja alles Begabungen eigentlich.

00:17:07: Aber unsere Schule ist doch schon sehr reduziert auf ein gewisses Fähigkeitenfeld.

00:17:13: Ja nicht nur die Schule auch in der Arbeitswelt ne?

00:17:15: Du hast neue Diversität angesprochen...

00:17:17: Das geht aber weiter!

00:17:19: Ich glaube wenn man etwas ändern wollte, ja man kann überall was ändern natürlich.

00:17:24: Aber was braucht

00:17:25: es denn, Michael?

00:17:26: Sowohl jetzt in der Schule als auch eine Arbeitswelt.

00:17:27: Was würdest du dir da wünschen und was braucht das?

00:17:31: Ich

00:17:31: glaube mal ein anderes Menschbild.

00:17:33: Da fängt's ja an!

00:17:34: Unser Menschbild ist ja das, was uns prägt und was die Konzepte und Institutionen entstehen lässt.

00:17:41: Wenn ich ein Menschbild hätte... Zum Beispiel haben wir immer noch im Bereich von Psychotherapie übrigens einen Konzept von Employability.

00:17:50: mit Vernunft wird da gearbeitet bei psychotherapie vernunft und einsicht.

00:17:55: Und das muss man durcharbeiten hat freut auch schon gesagt, ne?

00:17:58: Das ist ja also historisch alles total possible ohne frage.

00:18:01: aber wenn man jetzt mal sozusagen verschiedene andere erkenntnis blickwinkel darauf legt dann muss man sagen unser gerühren hat nicht unbedingt andauernd Bock auf Erkenntnis dass hat viel mehr Bock auf Belohnung.

00:18:13: also unter dopaminsystem ist doch das Transmittersystem, was dafür sorgt dass ein Verhalten wiederholt wird und immer häufiger gemacht wird.

00:18:22: Und das ist ja das Problem wenn wir an Substanzkonsumdenken oder die Extremform davon Abhängigkeit oder Sucht da machen wir andauernd etwas was auf eine Art natürlich gut tut aber auch eine andere Art mittelfristig oder langfristig schädigt und dann fällt es total schwer das nicht mehr zu machen Weil das Dopaminsystem, das Belohnungssystem da mit drin ist.

00:18:42: Und wenn man das jetzt sozusagen... Wenn man jetzt Schule gamifizieren würde?

00:18:45: Also das ist glaube ich die große Schlüsselbegriff Gamification, Gamifizierung.

00:18:51: also das ist keine Verblödung und Verspielung sondern das ist im Grunde die Analyse von motivationsförderlichen Spielelementen.

00:19:00: Und wie kann man diese Spielelemente auf die wir Menschen eben abfahren seit Jahrhunderten, Jahrtausenden?

00:19:04: Wir spielen ja.

00:19:05: Weißt du was eigentlich gar nicht brauchen?

00:19:06: das ist ja auch verrückt oder?

00:19:07: Menschen spielen nach Feierabend stundenlang doppelkopf oder irgendwas anderes oder tennis oder wir spielen ja wahnsinnig viel und dann klippes Glücksspiel und so.

00:19:15: also wenn man sich anguckt war Wie viele menschen Geld und zeit in spielen investieren obwohl wir das zum überleben könnte mein jetzt mal rational sagen Ja kann ich brauchen.

00:19:24: Dann wird ja klar und dass machen sie alles freiwillig.

00:19:27: Das ist ja interessant, also daran sieht man doch das unsere Gehirne voll Bock haben auf Spiel und Belohnung.

00:19:34: Und Überraschungen usw.

00:19:35: Wenn man diese motivationsförderlichen Spielelemente jetzt nimmt und sie in die Schule packt... oder in die Arbeitswelt, dann wird das natürlich richtig, richtig interessant.

00:19:45: Aber da ist eine ganz andere Philosophie dahinter ein ganz anderes pädagogisches Konzept, anderes Menschbild, andere Philosofie habe ich gesagt.

00:19:53: also das ist eine ganze Welt.

00:19:55: aber ich glaube dass es relativ einfach geht weil es gibt ja einzelne Menschen der es schon total praktizieren Und es gibt auch Schulen, also Innovationsschulen zum Beispiel.

00:20:03: Die völlig andere Wege gehen und wo man total begeistert der Lehrer trifft... ...und zufriedene Schülerinnen und Schüler und so.

00:20:09: Also das gibt schon auch ne?

00:20:11: Und ist ja auch immer eine Frage!

00:20:12: Das hatte ich aus einem Gespräch von dir so mitgenommen.

00:20:14: So was ist auch richtig und

00:20:16: falsch?!

00:20:16: Was is in Anführungsstrichen normal und nicht normal?

00:20:19: Du hast mal gesagt, dass werden wahrscheinlich jetzt die ein oder anderen Zuhörer und Zuhöhrerinnen auch kommentieren.

00:20:24: Der Michael vielleicht spricht er relativ schnell und dann hast du gesagt Ja aber vielleicht hießs auch daran, dass du zu langsam denkst.

00:20:30: Ich finde es ist ja total auch introvertiert, extrovertiert.

00:20:33: Da dachte ich so das macht ja total Sinn!

00:20:35: Wer sagt denn dass alle extroverted sein sollen?

00:20:39: Warum ist das das Normale?

00:20:40: Das ist schon eine gewisse Hybris die manche Leute haben.

00:20:43: also Ich sag ja nicht, du denkst zu langsam.

00:20:46: Würde ich niemals sagen aber diese Position du redest so schnell da muss man echt mal wenn man sich zurücknimmt.

00:20:52: das ist völlig falsch.

00:20:53: es gibt ja ganz viele die sagen genau endlich mal redet einer in der Geschwindigkeit wo ich gut zuhören kann.

00:20:58: Es gibt sogar Leute die sagen Ja er ist schon okay Aber ich muss ihn immer noch auf eins Komma zwei stellen damit es nicht langweilig wird.

00:21:03: So und was soll denn diese gegenseitige?

00:21:07: also entwertung auch dem humanisierung ja letzten endes?

00:21:10: Das ist ein Othering was da gemacht wird.

00:21:11: und die Humanisierung Jeder ist okay, wie er ist.

00:21:15: Völlig okay!

00:21:16: Es kann sein dass wir so unterschiedlich sind das wir es miteinander nicht gut aushalten.

00:21:20: Das kann sein aber der ist ja nicht eine Fallschunde anrichtig sondern dann sagt man das Matching zwischen uns beiden.

00:21:25: also ist jetzt nicht so unbedingt optimal und

00:21:29: passend dazu... Also ich komme noch aus einer Zeit ich bin neunundachtzig geboren.

00:21:33: da war Anpassungsfähigkeit war bei mir eine Stärke.

00:21:37: im Studium.

00:21:38: in der Schule wurde mal gesagt Jonas Menschen die sich anpassen konnten weiß gibt ja eben unterschiedliche menschenchefs situationen.

00:21:45: Und jetzt hatte ich mich aber nachdem ich sehr viel von dir gelesen und gehört habe, hab' ich mich jetzt so wirklich gefragt ist denn Anpassungsfähigkeit in der heutigen Zeit?

00:21:53: Ist das jetzt noch eine Stärke oder nicht?

00:21:56: also wann ist es noch gesund... ...und wann verliern wir uns auch selbst wie du's ja auch sagst in der Schule?

00:22:02: ne dieses Wann passt man sich jetzt an und ist nicht mehr Jonas.

00:22:09: Wie siehst du es?

00:22:10: ist Anpassungsfähigkeit noch eine Stärke heutzutage?

00:22:12: Also ich glaube schon, also da würde auch Amiguitätstoleranz sozusagen dazu einladen.

00:22:19: Natürlich wenn sich jemand gar nicht anpassen kann dann kommt er ja gar nicht durch die Systeme durch.

00:22:24: Ich muss ja eine gewisse Anpassung Leistungen im Sinne einer sozialen Kompetenz mitbringen sonst funktioniert das nicht.

00:22:30: Es ist ja auch nicht so, dass man gleich, wenn es hochbegabte Kinder im Genius sind.

00:22:35: Wenn man die gut fördert kann da richtig was passieren.

00:22:37: aber erst mal finde ich Anpassungsleistung nach wie vor eine Schlüsselqualifikation für Gemeinschaft und Gemeinwohl.

00:22:44: Aber sie darf nicht zum Dogma werden!

00:22:47: Wenn Anpassungfähigkeit sozusagen dogmatisch wird dann wird das schwierig weil dann das Individuum, was eine eigene andere Idee hat um auf etwas Verrücktes kommt sicher gar nicht traut das dann zu machen oder zu sagen, weil man dann Angst hat ausgeschlossen zu werden und so.

00:23:04: Und dann macht man es lieber nicht.

00:23:06: Das wäre fatal!

00:23:08: Also ich glaube eine gute Mischung wäre gut zwischen der gewissen Anpassungsfähigkeit und die Köpfigkeitsbegabung oder Einzigartigkeins-Begabung

00:23:20: Und dann ein Bewusstsein, welches Umfeld man braucht.

00:23:23: Denn das hast du ja in deinem eigenen Leib ja auch gespürt und im einem Umfeld bist du gar nicht klar gekommen... ...in der Schule?

00:23:28: Ja!

00:23:29: Und in dem anderen Umfeld hast du die alle überholt und hast noch schneller deinen Abschluss nachgeholt als deine eigentliche Klasse.

00:23:35: also was hat dir denn dabei geholfen dieses Bewusstseins für dich da zu entdecken welches umfeld du brauchst oder wie du tigst?

00:23:43: Was hat dir dabei gehoffend?

00:23:44: Also einfach nochmal weil das ja manche nicht wissen vielleicht ich bin nach der achtenklasse aus der schule raus geflogen oder gegangen worden, oder gegangen ohne Hauptschulabschluss.

00:23:53: Und dann bin ich halt sofort zur Volkshochschule gegangen weil ich gehört hatte da kann man den Hauptschullabschuss nachholen einen zweiten Bildungsweg Erwachsenenbildung und bin dann dahin gegangen habe mich da angemeldet und dann war in der Nachmittagskurse und dann hab' ich das da gemacht und war in fünf sechs Monaten glaube ich fertig also Februar oder so war ich fertig.

00:24:09: meine eigene Klasse war noch in der neunten und ich habe die draußen sozusagen überholt.

00:24:13: So, was war da?

00:24:14: Ja ich fand es einfach cool selbstbestimmt.

00:24:17: Was zu machen!

00:24:18: Ich hätte ja nicht hingehen müssen.

00:24:19: meine Mutter hat übrigens gesagt finde ich her toll die Idee geht doch dahin und melde dich da an.

00:24:22: Also sie haben mich dann nicht einen Ohren hingezert oder sowas.

00:24:25: also auch da hat sie mir die Möglichkeit der Selbstwirksamkeitserfahrung gegeben Und sie hatte mich geglaubt.

00:24:29: ganz wichtiger Punkt also ich habe totale Meine mutter war total zuversichtlich dass ich mein weg gehe.

00:24:36: Das und das war glaube ich einer der wichtigsten Investitionen in meinem Leben muss man echt sagen.

00:24:39: Die liebe von ihr und die Zuversicht dass ich das schon machen werde.

00:24:43: Und ich glaube, zwischendrin weiß ich gar nicht wo sie die hergeholt hat.

00:24:48: Da war eine große Zuversicht und dann fand ich es cool nachmittags mit anderen Erwachsenen dahin zu gehen freiwillig man musste da nicht jemanden konnte hin.

00:24:58: wenn man nicht gekommen ist gab's keine blöden Worte von Lehrern oder so.

00:25:03: Die Lehrer waren cool die da waren.

00:25:05: also das hat mich total angekickt muss ich sagen.

00:25:08: Jetzt könnte man aber ja sagen Michael als Zwischenfazit, ach wie schön.

00:25:12: ich wusste es sind die anderen.

00:25:13: Ja also ich brauche entweder jemanden der an mich glaubt oder das sind die Anderen die mich klein machen mein Chef meine Schäfe in meinen Eltern dass um fällt.

00:25:21: Das ist nur die halbe Wahrheit die eine Seite der Medaille denn es gibt immer noch uns und da kommt jetzt auch ein bisschen mehr in die Tiefe.

00:25:28: deiner Selbstwert räuber denn wir stehen uns ja oft selbst im Weg also unabhängig vom Umfeld was machen wir damit?

00:25:35: Und wie sabotieren wir uns da selbst, dass wir eben nicht in diese Handlung kommen die wir eigentlich haben möchten?

00:25:41: Naja

00:25:42: ich glaube das ein einer der anderen Bad Fives selbst Herr Dräuber ist Selbstzweifel einfach.

00:25:47: Wenn ich an mir zweifle und immer denke ich kann das nicht.

00:25:49: also wenn ich eben und dann wird es aber doch wieder ein Schub das mein Selbstkonzept was ich jetzt habe hab ich ja zu größten Teilen erworben durch die Reflexion der Anderen.

00:25:59: Also wie andere mich erleben und mir immer wieder signalisieren, so bist du.

00:26:04: So erlebe ich dich.

00:26:05: wird zu unserem Selbstkonzept.

00:26:07: Und das ist natürlich ein Unterschied.

00:26:08: wenn mich andre von außen basten und entwerten Dann ist mein selbst konzept Ich bin anstrengend.

00:26:13: Ich bin so viel ich rede zu schnell ich bin zu laut ich bin so quatschig so.

00:26:17: Wenn aber andere sagen ja du bist schon eine coole typ aber manchmal auch anstrend Aber interessanter Typ oder so ne?

00:26:25: Und also ich finde dich nett und glaube an dich dann ist das positiv.

00:26:29: Also mein Selbstkonzept ist wiederum abhängig von den anderen Menschen, also das Feld... Das ist nicht irgendwie so in uns sozusagen... Es gibt sicherlich wie gesagt genetische Komponenten aber der große Teil ist doch irgendwie erworben durch das was ich erlebe.

00:26:44: und da macht es einen riesen Unterschied ob ich in zuversichtliche Eltern Augen oder Lehrer Augen freundes Augen gucke ob die Freunde sagen, ja, du kriegst schon hin oder bist doch ein interessanter Typ.

00:26:54: Oder hast du auch andere Sachen da hingekriegt und ich glaube an

00:26:57: dich.".

00:26:58: Das sind ja Hilfs-Ichfunktionen, die die anderen übernehmen sozusagen.

00:27:01: Oder wir gucken mich alle so an und uuuuuh!

00:27:08: Denn wir haben ja nicht die Erkenntnis auf unserem Weg wie es... Also unsere Beobachterposition ist ja nicht von irgendwo ganz oben drauf sondern wir sind ja Beobachter in uns selbst.

00:27:17: Und dadurch sind wir ja auch eingeschränkt eigentlich mit unserer Beobachtung mit unserer Einschätzung.

00:27:22: Und das führt dazu, also wir haben jetzt die Altersregressur und es passiert eben auch, dass jemand schrumpft und dann nicht merkt wo er schon steht?

00:27:28: Dann der Selbstzweifel, ich bin noch nicht so gut!

00:27:31: Ich kann das nicht so Gut!

00:27:32: Ich bin eine Mogelpackung dieses Imposter-Syndromenthema

00:27:35: ne?!

00:27:35: Wenn die wüssten was ich alles nicht weiß, oh Gott oh Gott, dann fliege ich hier auf... Allein das ist ja schon Schrecklich!

00:27:41: Da muss ich mich total verbiegen zu tun als wäre ich irgendwie cool.

00:27:45: Gut gefunden werden wollen ist auch ein Selbstjahrdräuber, weil ich mich im Grunde von der Deutungsmacht der anderen abhängig mache.

00:27:51: Warum?

00:27:53: Naja also ich habe unheimlich viel gelernt auf der Bühne und die Welt und es eine Bühnen im Grunden auch wenn ich auf die bühne gehe das Ergebnis meines Auftritts egal jetzt was für einen Auftritt darf schon sein dass sie mich gut finden.

00:28:07: Es ist ja fast logisch Ich bin aufgetreten Und ich finde das gut.

00:28:11: Das ist das Arrangement Aber es darf nicht die Absicht meines Auftritts sein.

00:28:17: Wenn die Absichtsmeines Auftrits ist, gut gefunden zu werden, bin ich nicht im Prozess sondern mit mir beschäftigt.

00:28:24: und wenn du ein Konzert anguckst, die Leute kaufen ja keine teure Konzernkarte um jemanden zu beobachten der gut gefunden werden will.

00:28:33: also der muss eigentlich in Vorleistung gehen muss von sich so überzeugt sein dass ich keine Zweifel an ihm habe.

00:28:39: und dann lässt er seine Rede seine Kunst was seine Musik ab Und danach kann ich sagen, ich finde es super.

00:28:45: Ich find's nicht gut!

00:28:47: Das ist ja eine ganz andere Sache dann, ne?

00:28:49: Aber wenn die Absicht meines Auftritts ist, habe ich den, den die Deutungsmacht über mich gegeben.

00:28:54: Also ich performe gerade und wenn die Leute machen so mit dem Fingerspielen so... ...und ich merke so oh der geht nach unten und dann seh' ich das und muss da wieder was für ein Machen.

00:29:05: Ich hänge am Haken der Leute.

00:29:06: Das ist eine Erwartungshaltung

00:29:08: Das ist ja auch der Selbstwert.

00:29:10: Den definieren wir dann sehr stark über die Leistung, aber nicht das was... ...reingegeben habe.

00:29:16: Das könnte man ja auch bewerten und sagen hey Jonas ich hab hundert Prozent gegeben mehr ist einfach nicht drin sondern man macht sich abhängig vom Ergebnis auf dass man ja wahrscheinlich keinen Einfluss hat.

00:29:27: also ob jetzt wir ein gutes Podcast Gespräch also wir können uns vorbereitet haben.

00:29:32: du bist jetzt in einer super guten Stimmung weil du vorher was gegessen hast oder nicht Hunderttausend, zweihunderttauend das Interview schauen.

00:29:41: Da haben wir ja gar keinen Einfluss drauf und trotzdem machen uns davon abhängig oder viele?

00:29:45: Also mache ich nicht.

00:29:49: Das ist natürlich passiert.

00:29:51: Das kenne ich ja von früher auch übrigens.

00:29:53: Aber ich habe da einfach wirklich viel gelernt.

00:29:55: naja Wir können wenn unser Ziel eben ist dass die Zuschauer und Zuhörer das gut finden dann haben wir das nicht in der Hand.

00:30:02: aber Wenn unser Ziel ist.

00:30:04: wir beide wollen uns austauschen von verschiedenen Seiten auf bestimmte Sachen gucken und uns kennenlernen.

00:30:10: Und bestimmte Positionen oder Gegenpositionen einnehmen, einfach wenn wir im Prozess sind... ...und uns unterhalten und uns austauschen und Erkenntnis gewinnen dann ist es eigentlich gut!

00:30:24: Wenn das dann einer Scheiße findet ja dann... Das ist ja mein Spruch.

00:30:27: auch die Summe der Menschen die uns scheiße findet bleibt immer gleich groß egal was wir tun.

00:30:31: Es gibt auch Spaß eigentlich... Wenn einer einen Scheiße findet, dann sagt das ja eigentlich mehr über den als über mich aus.

00:30:41: Weil der ja beobachter ist und bewertet wie er mich findet, wo seine ganze Wahrnehmung, seine Werte, seine Weltsicht drin enthalten ist.

00:30:50: Erkenntnis theoretisch sagt es mehr über ihn als über ich aus.

00:30:52: Wenn alle mir scheiße finden gibt's zwei Möglichkeiten entweder die haben recht oder ich bin da meinerzeit weit voraus und keiner hat mitgekriegt aber das gibst nicht so oft.

00:31:03: Oder... Und jetzt wirds interessant.

00:31:05: Der Kontext stimmt nicht.

00:31:08: Wer hat was anderes gebucht?

00:31:10: Ich suche das und das, ich will so einen richtigen, skandalisierenden Podcast sehen wo Leute immer die Gesellschaften alle angreifen und tabusbrechen.

00:31:19: Und wenn sie uns dann reden, denken die total langweilige Typen... Die haben ja recht aus ihrer Weltsicht!

00:31:26: Das ist es ja, was ich spannend finde, wenn mich einer Scheiße findet und das erlebe ich beim Podcast, dass so andere Leute etwas reinschreiben.

00:31:34: Ja, aus der Weltsicht von diesen Menschen ist das doch richtig.

00:31:38: Der finde mich kacke weil ich zu schnell rede oder weil ich da so das oder dass mache oder weil nicht seinen Erwartungen entspreche.

00:31:47: wie ein Mensch, der so ist wie ich also ein Arzt ist im Psychotherapeut und er will, der nicht seine Erwartung entspricht.

00:31:55: Ich erfülle vielleicht nicht um die Erwartung und dann sagt er geht gar nicht so.

00:32:00: Ist ja okay!

00:32:02: Also verstehe ich total.

00:32:03: Ich würde auch sagen, wenn ich du wäre, würde ich mich glaube ich auch scheiße finden, ehrlich gesagt.

00:32:08: Ja mit deiner Welt sich ... Mit deiner Lebenserfahrung, zu sein in der Welt, mit deinem Leben, mit deinen Potenzialen und Pro-und Kontras so einen Typen wie mich fände ich auch Scheiße.

00:32:21: Muss ich echt sagen also ist völlig okay.

00:32:24: aber ich muss doch dich jetzt nicht scheißefinden deswegen Weil du mir Scheiße findest.

00:32:28: Klar ist eine erste Reaktion vielleicht Arschloch oder sowas, ne?

00:32:31: Aber wenn ich dann überlege denke ich Neva was soll denn das?

00:32:33: also lasst das doch der findet dich kacke ist so gut und man kann sich an Geschenk machen und einfach das nicht mehr angucken.

00:32:39: Ich frag mich nur warum muss man das dann teilen auch in der Schule Arbeits- und Kontext in der Öffentlichkeit.

00:32:45: Das ist ein wichtiger Punkt.

00:32:46: dass hat natürlich viel mit Social Media zu tun mit Sichtbarkeit.

00:32:48: gesehen werden wollen.

00:32:49: da sind Grundbedürfnisse von uns gesehen werden zu wollen.

00:32:52: Und was wir beide jetzt ja hier machen, ist Wir haben den Raum gesehen zu werden und das nimmt anderen den Raum weggesehen zu werden.

00:32:59: Der Raum ist jetzt besetzt durch uns Beide und alle Menschen brauchen es gesehen zu sein.

00:33:04: Das ist auch eine große Verletzung weil viele in der Familie nicht erlebt haben gesehen zu oder in der Schule nicht gesehen werden.

00:33:11: Dann sorgt man dafür dass man sehen will.

00:33:13: Manche schaffen das dann mit sportlichen Leistungen, musikalischen Leistung an und kaufen sich ein tolles Auto oder eine tolle Uhr Und andere scheißen rein.

00:33:20: Scheißen da so rein in die Kommentare und werden dann natürlich gesehen.

00:33:26: Ich will noch weitergehen, also wenn du ein bisschen psychologisch-psychiatrische Kenntnisse hast, dann hörst du ja natürlich an vielen Entwertungen... Da sehe ich so viel drin, da hör ich so viele raus.

00:33:37: Da kann ich mich gar nicht gegen wehren!

00:33:38: Also ich würde jetzt keine Diagnosen davor teilen.

00:33:41: Aber man hört natürlich schon eine Menge darauf.

00:33:43: was jemand da unterwegs ist.

00:33:44: Wie selbst zufrieden scheint er zu sein, wenn der so negativ unterwegs ist.

00:33:48: also das gibt zumindest Hypothesen die man dann doch haben könnte und wie gesagt ich würde... Also das ist auch ein Training vielleicht.

00:33:58: aber ich würde sagen dass es ein gutes Ziel wenn man nicht gleich andere gegenentwertet.

00:34:02: Aber dann lass uns noch mal zu dieser Leistung gehen, dass wir die nicht sozusagen von einer Bewertung anderer abhängig machen und darüber definieren du arbeitest viel mit Musiker und Musikerinnen Nimm uns da mal mit rein und vielleicht dem einen oder anderen noch das besser zu verdeutlichen.

00:34:16: Wie sieht das jetzt aus, wenn so ein Musiker oder eine Musikerin ein Instrument spielt um nicht anderen zu gefallen?

00:34:22: Sondern in drin sich weil sie Lust auf diese Musikstücke hat... wie fühlt es sich das an?

00:34:28: Wie sieht dass dann aus?

00:34:29: was kann da geschehen wenn wir uns eben nicht abhängig machen von?

00:34:32: findet jetzt der eine das gut oder nicht?

00:34:33: Ja

00:34:34: das ist ein Welten dazwischen eigentlich.

00:34:36: also ich glaube wenn jemand oder nicht glaube das meine Beobachtung wenn jemand etwas zu sagen hat Also das ist ja Kunst oder Musik, ist ja auch nichts anderes als sich ausdrücken zu wollen mit anderen Mitteln.

00:34:47: Mit Klang, mit Rhythmik, mit Ton, mit Harmonien.

00:34:52: also wenn sich jemand ausdrückt will was erzählen will?

00:34:55: Was mitteilen will dann spüren wir das als Menschen.

00:34:58: Wir spüre da ist jemand der möchte uns teilhaben lassen Der möchte uns mitnehmen, er möchte uns verschenken und vielleicht auch verwirren entwickelt hat, was verwirrend ist.

00:35:10: Aber das ist eine zutiefst mitmenschliche Haltung.

00:35:15: Wenn jemand spielt weil er funktionieren will oder weil er immer musste und weil er nur Anerkennung gekriegt hat dann klingt es oft eher so runtergespielt.

00:35:24: also ich merke dass da nicht berührt bin.

00:35:27: Also gerade beim Operngesang finde ich es beeindruckend wie oft ich Opernsängerin höre wo ich denke ich liebe doch eigentlich Musik.

00:35:33: warum erreicht mich das hier gar nicht?

00:35:36: Ja, weil es eben auf Sicherheit gesungen ist.

00:35:38: Das müssen die dann ganz sicher und nix keinen falschen Ton und so.

00:35:40: Und wenn man dann ganz auf Sicherheit und alles richtig machen will?

00:35:45: Dann ist das alles richtig!

00:35:47: Aber im Grunde dadurch falsch.

00:35:52: Wenn die Leute nicht mehr alles richtigmachen wollen... ...dann sind sie offener freier und dann entsteht was Klang nicht etwas ganz anderes und seelisch was ganz anderes.

00:36:00: Das habe ich ja immer wieder, wenn ich Menschen coache, die live singen Dann denke ich schon beim ersten Mal, wow cool super Stimme und so.

00:36:09: Aber es berührt mich vielleicht noch nicht so.

00:36:10: und dann coache ich die, dann singen sie nochmal und dann merke ich schon mehr und dann singt ich die nochmal und die singen nochmal.

00:36:16: und ich habe es ein paar mal gehabt dass sich so berührt war das ich echt weinen musste weil das hat nicht so beruert Was auf einmal da passiert, wenn jemand eben nicht mehr gut sein will?

00:36:27: Gut gefunden werden will.

00:36:29: Nicht nur in der Altersregression ist, in dem Moment keine Selbstzweifel hat und eben relativ geschmeidig mit Fehlern umgeht.

00:36:37: Geschmeidigt mit Fehlern umgehen.

00:36:39: jetzt hast du das Stichwort gegeben durch so ein schönes Zitat was ich total toll finde und hoffe dass wir das über den Alltag auch mal mitnehmen.

00:36:46: denn Du meintest Wenn Musiker sich verspielt ... hört das Stück ja nicht auf, es geht hier immer weiter sozusagen.

00:36:53: Das heißt ein Musiker kann während eines Stückes... ...nicht noch zehn Minuten über diesen Fehler nachdenken sondern er muss in Anführungszeichen weiterspielen.

00:37:01: Im Alltag ohne Musik ist das ja bisschen was anderes so zu sagen da halten wir uns ja teilweise stunden Tage lang mit diesem einen Fehler auf.

00:37:11: Was brauchen wir damit wir vielleicht diesen Gedanken auch im Alltag haben?

00:37:14: Nach dem Motto weil ich finde das eine schöne Metapher zu denken Du hast jetzt diesen Fehler gemacht Aber die Zeit, das Leben, das gilt hier einfach weiter und anstatt sich jetzt aufzuhalten wieder mitzuschwingen.

00:37:26: Was braucht es um diese Haltung von den Musikern auch im Alltag zu haben?

00:37:31: Ich glaube dass das sogar ähnlich ist nur viel verdichteter und der Takt geht einfach weiter.

00:37:36: Das ist so verdichtete komprimierte Zeit in der Musik.

00:37:39: also wenn ich jetzt einen Fehler mache und dann alleine denke Oh Gott, was war das?

00:37:44: Oder ärgerlich bin.

00:37:45: Da kommt ja schon wieder ein nächster Ton und kommt noch in andere Intervallen und so einen Rhythmuswechsel und so.

00:37:50: In dem Moment bin ich da nicht mehr in der Musik.

00:37:51: Ich sage immer wer macht eigentlich ... Wer spielt eine Modezeit während sie sich Gedanken machen über ihren Fehler?

00:37:55: Der ist ja keiner mehr da.

00:37:57: Aber im Leben ist es auch ähnlich nur mit einer dähnten Zeitachse.

00:38:06: Also ich mache irgendein Gespräch mit jemandem, merke so, ich habe etwas Blödes erzählt oder was gesagt, was irgendwie nicht durchdacht war die Leute blöd fanden.

00:38:16: Jetzt könnte ich ja sagen, okay, haken dran oder ich denke nach sag' ich jetzt noch mal was?

00:38:20: Oder so ... oder ich schreibe irgendwas und dann merke ich irgendwie das war jetzt falsch oder so und ich mache Fehler oder ich sicher was nicht ab und das Dokument ist wirklich muss nochmal anfangen und so Ich kann mich über meinen Fehler ja auch ärgern.

00:38:35: Ich kann verzweifelt sein, ich kann enttäuscht sein Und das blockiert mich auch.

00:38:41: Also, das spürt man nicht so wie jetzt in der Musik.

00:38:44: Da ist es so brutal sichtbar!

00:38:46: Deswegen habe ich ja was als Thema auftritt und selbstwert angeht in der Musik am meisten gelernt.

00:38:52: Das ist einfach... Und natürlich in der klassischen Musik weil es einen extrem hohen Anspruch gibt an Perfektionen.

00:38:59: Den hast du dann natürlich im Punk gar nicht.

00:39:01: Das Gegenprogramm ne?

00:39:03: Und auch in der Rockmusik.

00:39:04: also ich hab immer mal auch ein Pop- oder Rockmusiker gekocht aber Nicht so viele die klassische Musiker.

00:39:12: Gut, ich bin nicht so bekannt in dem Feld aber trotzdem ist es auch... Hat mal ein Pianist gesagt der im Jazz und Klassik machte also Jazz meint da wäre da kein Stress am Klavier.

00:39:20: Aber wie er da Beethoven oder so Klavier spielt Klavierkonzert dann merkt er den Stress weil eben das dieses Format klassischer Musik ist so klar gesetzt Und so muss es sein.

00:39:30: und Piano Pianissimo und da sind drei Viertel Takt und diesen Taktangaben genau hundertdreißig viertel.

00:39:36: Also das ja alles so durch definiert dass man eigentlich Wenn man da zu eng dran geht, das Gefühl kriegt.

00:39:43: Man könnte scheitern.

00:39:44: Aber wie gehst du mit diesen Musikern in der Klassik um?

00:39:46: Weil es ist ja auf der Arbeit genauso.

00:39:48: Es gibt ja manche Jobs... Da ist auch sehr viel Druck da!

00:39:52: Keine Fehler werden zugelassen wenn ein Fehler entsteht.

00:39:55: Immensen Kosten.

00:39:57: Wie schafft man es damit in Anführungsstrichen eine Leichtigkeit reinzugehen ohne die Leistung runter?

00:40:04: Also wir wollen nicht schlechte Leistungen geben.

00:40:07: Die Leute müssen natürlich wissen, wo gehöre ich hin von meiner Qualität.

00:40:13: Wenn man in einem Orchester oder im Chor unterwegs ist der viel zu gutes Verein, dann muss man da Stress haben.

00:40:18: das geht nicht anders.

00:40:19: und dann würde ich auch nicht, kann man nicht mental an seinem Stress-Toleranz arbeiten müsste man sagen okay kannst du besser werden so dass dir da reinpasst in das Ensemble.

00:40:27: wenn nicht würde ich sagen mach tut ihr das nicht an Geh irgendwo hin, wo du reinpasst oder in der Bereicherung bist und nicht eine Behinderung bist für andere.

00:40:37: Das ist nun mal so!

00:40:38: Und da gehört auch was zu, zu sagen okay, da sehe ich mich, da gehöre ich hin.

00:40:43: Nicht weniger aber auch nicht mehr.

00:40:45: Da kann ich dann zufrieden und glücklich sein.

00:40:48: Was ich aber oft sehe, dass Leute im Ensemble sind, wo sie total geil hingehören... ...da gehören sie rein?

00:40:54: Aber sie haben eben diese Selbstzweifel oder die Bad Five-Selfsteinbräuber im Wort.

00:40:59: Und dann machen Sie sich Stress und performen nicht gut,

00:41:01: ne?

00:41:02: Also es ist dann wieder die Erwartungshaltung dann am Ende.

00:41:04: Das sind wieder wie der Big Five!

00:41:06: Wenn jemand zum Beispiel ein Probespiel macht um in eine Orchester reinzukommen das Personalauswahlinstrument ist ein Probe Spiel.

00:41:13: D.h.,

00:41:13: du spielst jetzt vielleicht Cello und dann muss das Heidenkonzern spielen.

00:41:17: Du weißt aber da kommen noch zwanzig, dreißig andere Leute die Saugut Cello spielen vielleicht die besten Absolventen, die es gerade gibt und noch Leute, die an anderen saugutigen Orchestern sind und sich jetzt nochmal verbessern wollen in dieses Orchester.

00:41:29: Dann ist es oft so dass die erste Runde ein Vorhang ist.

00:41:32: das heißt du kannst auch nicht hoffen, dass einige dich kennen oder mich mögen und ich deswegen nehmen sie sehen dich gar nicht.

00:41:39: Und dann weißt Du eben, Du hast anderthalb zwei Minuten Zeit um abzuliefern.

00:41:43: und da muss in derzeit eben die Idee Ich muss so gut sein, dass ich alle Andere nach Hause geschickt habe und das is dein völlig anderer Stressor Als wenn man jetzt sagt, okay mal gucken.

00:41:54: Ich komme so rein langsam.

00:41:56: So ich gewöhn mich dran Probezeit und sowas.

00:41:58: da ist auch wieder verdichtet Und dann kann es echt sein.

00:42:02: also die Leute haben die bad five am start Die schrumpfen in dem moment.

00:42:04: die wollen gut sein damit machen sie einen riesen druck unter Riesendruck.

00:42:08: die haben ja kein turm gespielt.

00:42:09: aber das muss jetzt gut sein.

00:42:10: Es muss eine muss gut sein.

00:42:11: Wenn man sich dann fragt wie fühlt sich das denn an der so ein Druck zu machen Das macht Spaß nicht gar nicht So, dann auch gut gefunden werden.

00:42:18: Haben wieder eine Anerledeutungsmacht gegeben.

00:42:21: Haben Selbstzweifel am Start.

00:42:23: Ja ich bin ja... Mein Vibrato ist nicht so gut oder ich bin nicht so tonsicher Oder bin ich so rhythmisch sicher?

00:42:28: Oder ich habe kein absolutes Gehör oder irgendwie sowas.

00:42:31: Und dann... Ich hab' erst mit zwölf an der Geige angefangen Andere schon mit acht oder fünf oder so.

00:42:36: solche Konzepte kommen dann und dann eben umgang mit Fehlern.

00:42:40: Ich spiel vielleicht etwas und merke ach das ist nicht richtig getroffen der Ton Kapituliere oder ärgerlich bin, dann geht es schlecht weiter.

00:42:48: Es gibt übrigens die Leute, die sagen, sie haben ja schlecht gespielt und danach haben Fehler gemacht und danach sind so gute Spiele wie noch nie.

00:42:55: Die haben ein anderes Mindset, ein anderes Konzept an Bord.

00:42:58: Das sind die Leute die sagen jetzt egal ist nicht mehr perfekt, ihr spielst ja einfach!

00:43:04: Und da Sie das eben als Saugut können stören Sie mit Ihren Ansprüchen jetzt nicht mehr Ihr Spiel und Ihrem Nervensystem kann das einfach ich sage mal so wie die Printaste drücken.

00:43:15: Wahrscheinlich wird der Zuhörer oder die Zuhöhrerin jetzt denken, okay bei einem Selbstwerträuber hast du mich auch erwicht Michael.

00:43:21: Das habe ich auch oft im Alltag sozusagen.

00:43:23: und

00:43:24: ja.

00:43:24: Jetzt ist ja die Frage wie kommen wir quasi aus dieser Schleife raus in eine neue Haltung?

00:43:31: In ein neues Verhalten, in ein neues Muster?

00:43:34: Und Du hast die Pep-Methode entwickelt denn wenn wir jetzt eine Situation haben wo wir empfehler machen sozusagen und darüber die ganze Zeit hadern oder wir sprechen mit uns selbst.

00:43:44: Wie mit dem größten Teufel und machen uns runter, oder kommen in die Alters Regressionen wie kann jetzt da deine Methode sozusagen helfen?

00:43:53: Wie können wir uns das vorstellen?

00:43:55: Wir können sich die Zuhörerinnen vorstellen.

00:43:57: Also da würde ich dann, also ein Teil ist ja dieses Klopfen zur Emotionsregulatur und das brauchen wir aber gar nicht.

00:44:03: Da würde ich das Selbstvertraining machen.

00:44:04: Das ist ein Tool was ich entwickelt habe wo man genau guckt was für Selbstvertreuber hat jemand in diesem Kontext am Start?

00:44:11: Dann nehmen wir die Bad Five.

00:44:13: Jemand hat alle fünf am Start und erst mal ist das ein Bewusstseinungsprozess.

00:44:18: Ich schreibe das dann noch auf, was machst du da eigentlich genau?

00:44:21: Dass dein Selbstzeitgefühl so im Keller ist.

00:44:23: Diese Frage ist ganz zentral.

00:44:25: Wie machst du das?

00:44:25: Du bist doch in anderen Kontexten super gut unterwegs.

00:44:28: oder wenn jemand insgesamt im Leben total niederliegt, dann würde ich sagen wie machst du das?

00:44:34: Dass du in deinem Leben mit deinem Selbstsatzgefühl so im Keller bist?

00:44:37: und die stellen mich eigentlich ein bisschen doof.

00:44:38: In dem Moment also und dann frage ich natürlich auch mal kann es sein dass du da schrumpfst ja klar für mich viel kleiner?

00:44:44: okay ja willst du gut gefunden werden ja schon gut gefunden wird.

00:44:48: also dann gucken wir das was denkst du über dich?

00:44:50: ja ich bin nichts wert ich bin hässlich ich bin blöd ich bin dumm andere sind viel besser und so so.

00:44:55: das schreibe ich dann alles auf.

00:44:56: und dann sage ich guck mal hier was ist mal schon herausgefunden.

00:44:58: dann lese sich die ganzen selbststellräuber vor Und sagt, nehm ich das Blatt hier so und sagt naja du bist ja nicht so geboren.

00:45:05: Das hat sich im lauf deines lebens eingeschlichen... ...und mal ganz ehrlich was dich eingeschlichten hat kann sie auch wieder ausschleichen.

00:45:12: Dann backele ich da mit dem Blatt so, dass ist so eine Impact-Technik.. ..und dann sage ich auch, jeder von uns der das hier so sich reintrainiert, der wird sich doch ähnlich fühlen wie du!

00:45:23: Also es ist ja nichts einzigartiges jetzt und diese Selbstzeiträume die ich höre sind Ganz oft sehr ähnlich, also oder gleich.

00:45:32: Und das ist erst mal ein Bewusstseinungsprozess.

00:45:34: Also Psycho-Education nennt man das auch.

00:45:36: Verstehen dass ich aber selbst was getan habe Was dazu geführt hat Dass mein Selbstwertgefühl im Keller ist.

00:45:45: Das ist wichtig.

00:45:46: Wenn ich sage die anderen, die anderen machen das Dann hab' ich ja keine Veränderungsmöglichkeit.

00:45:50: Da bleibe ich hier abhängig von den andern.

00:45:51: Aber wenn ich sehe okay Ich geb den Anderen aber Macht Dadurch dass sich Die wichtiger finde als mich.

00:45:57: Dann kann ich wieder gestalten.

00:45:59: Das ist immer das Wichtigste, es geht immer um Aktivierung von Selbstwirksamkeit und wenn ihr mir das klarst, oh Gott!

00:46:05: Ist ja irre was ich dafür selbst erläutert habe.

00:46:07: Dann machen wir eine Würdigung dessen also wo wir dann einen Hautstimulus unter dem linken Schlüsselbein setzen da wo diese Werbung auf den T-Shirt gedruckt ist.

00:46:15: Da haben wir so eine leicht kreisende reibende Bewegung.

00:46:18: Ich nenne das mal Kurbeln und dann sprechen wir währenddessen aus, den wir nennen, den selbst erräuber und da flanschen wir dann sozusagen oder packen wir eine Kernbedürfnisstärkung ran.

00:46:29: Also auch wenn ich da schrumpfe und vergesse wie erwachsende Erfahrungen schon bin lieb und akzeptiere mich so wie ich bin oder bleibe in Sicherheit gehe ich meinen eigenen Weg.

00:46:37: Stimme ich was gut für mich ist sowas in der Art ist es dann ne?

00:46:41: Oder auch wenn Ich da gut gefunden werden will und mich dadurch von dem anderen abhängig gemacht habe denen im Grunde eine Deutungsmacht über mich gegeben habe Und dann arbeite ich auch so mit Humor, mit Übertreibung und im Grunde bei denen am Haken hänge.

00:46:56: Achtung, schätze ich mich so, dass ich bin ein bestimme Selbstsatzgut für mich ist!

00:46:59: Das gehen wir einmal durch und danach gucken wir was wäre eine bessere Move anstatt zu schrumpfen oder gutgefunden werden zu wollen?

00:47:10: Dann gucken wir entrümpeln sozusagen den selbstwert Räuber und implementieren einen selbstwert Spender.

00:47:15: der muss aber natürlich stimmen Erst mal erkenntnismäßig stimmen, der muss zum Klienten passen.

00:47:23: Das muss aus der Welt des Klientens matchen.

00:47:26: Aber hast du ein Beispiel?

00:47:27: Ja klar!

00:47:28: Zum Beispiel wenn ich jetzt auftrete bleib' ich der Zweiunddreifzigjährige Mann, da bin ich.

00:47:32: Das reicht dann oft schon.

00:47:33: Da frage ich ja was ist denn jetzt... Gehen Sie mal dahin wie alt sind sie?

00:47:37: Zwei und dreifzig okay.

00:47:38: Sie haben da einen Probespiel, wie alt fühlen die sich?

00:47:40: Ja wie sechzehn im Grunde ok ne?

00:47:42: Bleibt man halbiert so.

00:47:44: Was ist es denn jetzt, wenn ihr da zweiunddreizig bleibst?

00:47:46: Spiel das mal durch Und der Gehirn kann das ja alles durchspielen und das was erleben.

00:47:50: Das ist ja eine schöne, ne?

00:47:51: Dann spielt er das durch und dann denkt da komisch wenn ich zweiunddreißig bleibe, dann weiß ich ja was ich alles kann.

00:47:56: Ja, dann ist nicht so schlimm.

00:47:58: So, also haben wir einen Selbstzeiträuber, haben jetzt transformiert.

00:48:01: Wenn ich jetzt zum Probespiegel gehe oder wenn ich zur Prüfung gehe... ...oder wenn ich ein Date hab, bleib' ich jetzt einfach so alt wie ich bin.

00:48:06: Oder bleib´s Zweiunddreißig!

00:48:07: Oder der coole Typ von Zweiand dreißig!

00:48:10: Wie man den Satz dann formuliert, das wird aufgeschrieben auf einem Kraftsatz, ein Erinnerungs-Mantra sozusagen.

00:48:16: Ein Werbeklaim in eigener Angelegenheit... Das ist sehr abhängig vom Klienten!

00:48:22: Also wie wir das aufschreiben?

00:48:22: Das kann sehr unterschiedlich sein.

00:48:24: Je nachdem was für einen Sprachgefühl jemand hat und für eine Ästhetik und so.

00:48:27: Manchmal sind es auch Standards die alle gut finden.

00:48:29: aber das ist dann noch die Arbeit.

00:48:31: Aber da haben wir den Gegenmittel gegen die Altersrektion.

00:48:34: Gut gefunden werden wollen.

00:48:35: Da brauchen wir dringend ein Gegenmittel.

00:48:36: Wenn wir da kein Gegenmittel haben, kacken wir da ab ne?

00:48:39: Gegenmittel dürfen mich und alles was ich sage auch scheiße finden.

00:48:43: So, ich erlaube euch mich und alles was ich sage scheiße zu finden.

00:48:47: oder wer mich scheiße findet.

00:48:48: Was sich ja durchaus verstehen könnte ist aber nicht meine zielgruppe.

00:48:51: Ja finde ich doch scheiße.

00:48:52: Aber dann würde ich sagen macht ihr einen schönen Abend und guckt dir nicht den bohne noch mal an.

00:48:56: also du ärgerst dich andauend über dem bohnen.

00:48:58: Ja schreib es dann da rein.

00:48:59: der doof der redet so schnell oder blöd oder keine ahnung charlatan keine wissenschafts Das ist alles für lustiges.

00:49:06: solch kommt wenn Du den so scheiße findest im wohne.

00:49:09: jetzt musst du mir eine frage beantworten warum verbringst du so viel zeit mit ihm?

00:49:14: Also das wäre doch echt ein schönere Sache.

00:49:16: Klick irgendwo hin, wo du jemanden magst und guck dir den an.

00:49:19: Aber es kann eben auch sein dass jemand sich selbst empowert über Empörung Und über die Entwertung eines anderen.

00:49:27: Ja dann ist auch okay.

00:49:27: Dann können wir sagen ja macht das weiter guckt den an schreibt mal rein wie kacke der ist wenn dir das gut tut maches.

00:49:33: aber eins kann ich dir sagen aus psychologischer Sicht Das Ist nicht nachhaltig stabil was du da machst Weil Du Wenn wir andere entwerten um uns selbst aufzuwerden Bekanntes Muster, ne?

00:49:45: Auch eine nazistische Kränkung führt ja zu einer Gegenkränkung oftmals.

00:49:50: Das kann man machen, funktioniert auch aber ich bleibe immer wieder abhängig.

00:49:53: Ich muss immer noch einen haben der nicht entwerfen kann und ich bleib in dem Move drin.

00:49:57: Natürlich gibt es Leute ihr Leben so leben Und die haben den ganzen Leben gelebt und liegen auf ein Sterbhörd und sagen Es war ein gutes Leben im Grunde.

00:50:05: Aber diese ganzen leute die so weit unter meinem Niveau sind das war schon schwer für mich.

00:50:10: So aber ist halt so.

00:50:12: jetzt komme ich dahin wo eben wo Leute so auf meiner Augenhöhe sind.

00:50:17: Ja, kann man so denken... Ich will ja auch nicht sagen dass das eine falsche ist, andere richtig ist weil es kommt darauf an was man will im Leben wenn man liebevolle Menschen finden will die einen mögen und einem sympathisch sind und die einen sympathisch finden dann kommt das nicht so gut an.

00:50:34: Also andere zu entwerten, aber wir erleben ja in einer Welt wo das extrem ausgeprägt ist.

00:50:40: Da muss man eben auch wenn wir über das Thema Selbstwert sprechen, das Thema Narzissmus ansprechen.

00:50:45: Narzismus ist natürlich ein ganz faszinierendes Phänomen.

00:50:49: was wenn man das psychologisch sozusagen anguckt?

00:50:52: also Kernberg und Kohut sind ja neben Freuter zwei ganz große Namen die schon sagen dass hat das mit dem Selbstwert im Angel zu tun mit einer Selbstbeschädigung, mit einem Selbstwert-Beschädigung.

00:51:04: Und derjenige kann im Grunde gar nicht anders als eben sich selbst großartig zu finden oder andere zu entwerten.

00:51:09: Oder eben was wir oft nicht so sehen ist der Minderwertigkeitsnazismus.

00:51:14: dass ich so klein nicht mache und so leidensfähig bin.

00:51:18: das ist auch wieder eine größte Idee.

00:51:19: So Mutter Teresa-Nazismus hat das Jochen Peichel super Buch geschrieben.

00:51:23: ja Jochen richtiger Punkt, der direkt mit dem Thema Selbstwert zu tun hat.

00:51:35: Wenn ich hier so zuhöre kann man sagen okay auf der einen Seite haben wir die Selbstwerträuber da geht es erstmal um das Bewusstsein zu verstehen in den einzelnen Situationen.

00:51:44: was führt jetzt dazu dass wir uns eben schlechter fühlen oder uns selbst fertig machen wenn wir diesen Räuber gefunden haben?

00:51:52: geht es sozusagen um diese Kraftsätze quasi also ein Gegenmittel

00:51:57: zu schaffen.

00:51:58: ja und das ist im Grunde Wort Medizin die wir da machen.

00:52:02: Das muss man sich klarmachen, also viele Leute, denen man so einen Kraftsatz aufschreibt, die sagen dann ja das red ich mehr denn nur ein hier oder was?

00:52:07: Ja stimmt sie reden sich das wirklich nicht nur ein sondern sie reden es sich dann ein!

00:52:13: Das stimmt.

00:52:14: und dadurch dass sie sich das einreden verfängt das innerhalb ihres Systems und ihrer Identität und am Bild des Gehirn Synapsen und irgendwann denkt das war doch immer so.

00:52:23: Wir reden uns dabei immer was ein, als Menschen.

00:52:25: Und komischerweise reden wir uns ganz oft etwas Negatives ein.

00:52:28: Also ich sehe dann Patienten oder Menschen Klienten die sich dreißig Jahre einreden Ich kann nix und nicht bin nix.

00:52:33: Das haben sie niemals, sag' ich da mal mal, so humorvoll das haben Sie übrigens niemals angezweifelt dass sie da ganz viele Einredungen am Start haben, ne?

00:52:40: Ich finde das Wort Einredung unheimlich schön weil es wirklich so beschreibt also gibt ja Einreibungen, ne Da kann man kremen eine Salbe reinreiben und es gibt Einredlungen Es landet wirklich drinnen bei uns und entfaltet da Wirkung.

00:52:57: Deswegen ist die Einredung an sich erstmal was, was wir Menschen machen.

00:53:00: Das geht gar nicht anders.

00:53:01: Aber warum fühlt es sich das für die Menschen so normal an negativ zu sein?

00:53:06: Also ich kenne das ja man steht vom Spiegel und man isst ja auch Jonas heute sieht so toll aus sondern man ist eher immer auf dieser negativen Seite

00:53:14: und sobald

00:53:14: ... positive Seite geht, wie du sagst.

00:53:18: Dann ist immer sofort... Ah nee das funktioniert doch nicht!

00:53:20: Also warum sind wir so gut drin?

00:53:23: So negativ zu uns sprechen anstatt dann das auch zu akzeptieren und zu sagen ja wenn es negativ funktioniert, dann kappt ihr auch positiv.

00:53:31: Ja ich glaube wieder Modell lernen und wir haben dann eher gelernt in unserer leistungsorientierten Gesellschaft Du musst da besser werden.

00:53:37: Das ist eine Kultur dass das gute nicht so erwähnt wird und das schlechte dafür umso mehr.

00:53:45: Und dann ist das natürlich, unsere ganze Aufmerksamkeit ist nur auf das Negative und nicht so gut ausgerichtet.

00:53:53: Dann ist das unser Selbstkonzept.

00:53:57: Das ist einfach eingeschrieben!

00:54:03: hat so ein Gefühl von Gewohnheit und dann macht es keine Angst.

00:54:06: Also das ist ja verrückt, also wenn ich immer wieder entwertet werde, dann suche ich interessanterweise sucht man einen Menschen oder nicht sucht, man findet Menschen zufälliger Weise die ein Wiederentwerden.

00:54:16: So und dann denkt man die Menschen alle so ne, weil man das selbst so gewohnt war entwerte zu werden sieht man bei bestimmten Leuten Ähnlichkeitsmuster und dann kommt erst mal ein Gefühl der Geborgenheit Und da sind immer wieder welche, die einen entwerden.

00:54:31: Und die anderen, die einem Wertschätzen angucken würden, die wirken auch fremd!

00:54:35: Da denk man, äh, das kenn ich nicht und das verstehe ich nicht... Also hier kenne ich mich nie aus wie so jemand der noch nie in einem guten Restaurant mit Sterneküche war.

00:54:46: Was muss ich jetzt zuerst nehmen?

00:54:48: Soviel Gläser hier und so viel Besteck.

00:54:50: also was soll das eigentlich alles?

00:54:52: Der ist dann völlig verunsichert obwohl es vielleicht im Super schmecken würde, wenn das dann nicht so ein Primamorium wäre.

00:54:59: Gerard Hüter hat in unserem Podcast gesagt es passt ja auch dazu wir entwerten uns lieber selbst bevor es andere tun.

00:55:05: also ich sag schon Ich bin nicht gut in Mathe und dann kommt der Lehrer und sagt hier du hast eine Fünf und ich sage Ja habe doch gesagt diese Quarenz quasi dass diese Stimmigkeit zu spüren

00:55:17: Das ist natürlich auch ne Selbstwirksamkeitserfahrung die ich da mache.

00:55:19: Wenn ich selbst sage ich bin so schlecht den Mathe Dann ist das nichts Neues mehr.

00:55:22: wenn der Lehrer das auch sagt Und es ist nicht so beschämend, weil wenn ich jetzt denke, ich bin ziemlich gut in Mathe und der Lehrer sagt, na das war ja mal wieder gar nichts.

00:55:31: Man sieht man, wie du nicht eine gute Mathe bist dann ist es eine Fallhöhe die viel höher ist.

00:55:36: also von daher könnte machen manche das auch um nicht so beschädigt zu werden?

00:55:41: Die Frage ist ja die, bin ich also hinreichend motiviert das zu lernen?

00:55:47: erste Sache habe ich einen gegenüber der das gut vermitteln kann Und macht das für mich auch Sinn.

00:55:52: Also, wenn ich mich angucke zum Beispiel... Ich war ja erst mal in schlechter Schule in der Hauptschule, ne?

00:55:56: Dann hab' ich dann nachher auch hier Abi-Nachgeholt und da hatte ich ein Mathelehrer an Herrn Glöckner, der war total klasse!

00:56:01: Der war so super, achtziger Jahre war das.

00:56:04: Der war echt super was jeder das alles erklärt hat.

00:56:07: Und der damals schon haben wir so geredet über Energiewende und so.

00:56:10: Elektroautos seien gut, haben wir damals schon gesagt,

00:56:13: ne?!

00:56:13: Und er sagt Ja, das kann ja sein aber ihr müsst natürlich dann auch eine Vollkostenrechnung machen.

00:56:18: die Herstellung eines Elektroauto braucht natürlich ganz viel Energie und das muss man mitkalkulieren.

00:56:24: Wenn es nur pro Kilometer gefahren weniger verbraucht, dann heißt das ja noch nicht alles.

00:56:29: Solche so weiter unterwegs... Und der hat mir so ein Spaß gemacht dass ich Mathe-Lassus-Kurs gewählt habe bei dem und das hätte ich vorher niemals gedacht, dass so ein Typ wie ich Matheus Kurs machte.

00:56:38: Das war eigentlich nicht mein Konzept.

00:56:39: Hatte nicht so einen karrierte Hemdentyp, war ich nicht irgendwie.

00:56:43: Ich hab's auch geliebt!

00:56:45: Es war eine Leidenschaft Mathe zu machen, diese Mustererkennung dieser Ableitung zu rechnen und so.

00:56:51: Ich war wie im Rausch ehrlich gesagt so.

00:56:54: Das hat mich echt überrascht.

00:56:56: warum auch immer?

00:56:56: ich glaube da kam so der war begeistert von dem was er tut das hat mich abgeholt.

00:57:02: und so Muster zu erkennen also unter den Dingen die darunter liegenden Muster zur Erkennen das glaube ich hat mir Spaß gemacht merke ich auch jetzt noch.

00:57:12: Und dann geht man auf einmal ab in der Rakete.

00:57:14: Also das war wieder intrinsisch motiviert und im Grunde gamifizieren.

00:57:18: Mathe war, bin ich total gern hingegangen.

00:57:21: selbst wenn ich krank war habe ich gesagt nie heute ist Mathe da gehe ich hin.

00:57:24: Das heißt wir haben die Kraftsätze quasi.

00:57:27: aber

00:57:27: und das ist ja eine Besonderheit bei dir und du hast es auch ein bisschen vorgemalt Es ist nicht nur ich steh jetzt vom Spiegel und sage Jonas egal auch wenn du einen Fehler machst Du bist gut genug sozusagen sondern Du streichelst dich ja quasi dabei, es gibt ganz viele Anleitungen im Internet beziehungsweise du klopfst sie auch.

00:57:46: Machst du mal diese Besonderheit mal erklären warum das Klopfen jetzt da so eine entscheidende Rolle

00:57:51: ist?

00:57:51: Das Klopften ist eine Emotionsregulation.

00:57:54: Das ist nochmal was ganz anderes im Grunde.

00:57:55: Da geht's darum direkt Emotion zu adressieren die inzwischen höheren organisiert sind.

00:58:00: Das hat nichts mit Gedanken zu tun.

00:58:02: also Gedanken verursachen bei Emotionen Aber das geht über die Haut direkt.

00:58:06: inzwischen hüllen und reduziert die Emotion.

00:58:07: Das ist auch super spannend, weil wir sonst immer natürlich versuchen, über die Gedanken, die Emotionen zu verändern oder über das Verhalten.

00:58:14: Also Kognitive-Feindstherapie hat diese beiden Wege da probiert.

00:58:17: Und jetzt durch die Bottom up Ansätze, die es so seit ein paar Jahrzehnten gibt weiß man dass mein Emotionsveränderung oder Emotion direkt adressieren kann zum Beispiel über die Haut indem ich klopfe auf bestimmten Punkten Können wir nachher noch mal hingehen.

00:58:32: Wenn wir jetzt aber mit der Selbstzeittraining das machen, dann kurbeln wir also setzen wie so ein reibenden Stimulus und am linken Schlüsselbein Und das machen wir erstmal um Das belastende Aussprechen zu können.

00:58:45: Also auch wenn ich da mich total blöd finde und hässlich finde und zu dick finde und zur Blödfinde wäre es echt gut wenn Ich mich lieb und akzeptiere und mich so annehme wie ich bin So da für dieses.

00:58:56: also wo man sowas schmerzliches ausspricht Da ist das mit dem Kurbeln total cool.

00:59:00: Wenn wir nachher in der Werbeagentur nenne ich das immer, nach den Kraftsätzen suchen also zum Beispiel... Ich bin hässlich!

00:59:06: So was haben wir dann?

00:59:07: Ich habe da kein Gegenmittel direkt.

00:59:09: Das ist ein co-kreativer Prozess.

00:59:11: Ich muss mir im Klienten zusammen das entwickeln und es könnte man sagen für das was sich vorab bin ich attraktiv genug.

00:59:19: Oder wenn ich mal genau hingucke, reicht meine Attraktivität.

00:59:22: Oder Attraktivity wird weit hin überschätzt oder so was ne?

00:59:27: Oder so lustige Sachen machen.

00:59:28: Sehr

00:59:28: viel Humor quasi!

00:59:29: Habe

00:59:30: ich auch schon gehabt.

00:59:31: dann bei jemanden die sich wirklich hässlich fand sowas wie Ich muss schon noch aufpassen dass ich nicht zu attraktiv werde.

00:59:37: Das fand die dann lustig, weil das so mit Humor gibt es einen Abstand zu den Themen.

00:59:42: Und wir gucken wirklich ich produziere so Material und dann gucken wir krokreativ was macht ihr Spaß welcher Satz?

00:59:49: Dann schreiben wir das auf, dann schreibe ich das aus und gebe das mit!

00:59:52: Das gebe ich auch ein Rezept mit.

00:59:53: also das ist wirklich ein Rezip.

00:59:54: da steht unten zweimal täglich über acht Wochen sich klar machen plus bei Bedarf gegebenen Falls Sätze erhöhen oder Dosis anpassen Und da kommt eine Unterschrift drunter, weil ein Rezept nur gültig ist wenn es unterschrieben ist vom Arzt.

01:00:07: Brauchst du denn dafür immer diese externe Perspektive?

01:00:10: Weil ich selbst nicht auf diesen Humor, auf die andere Perspektiven komme.

01:00:14: oder könnte das auch jemand selbst zu Hause für sich erarbeiten?

01:00:20: Anhand eines Materials, eines Buches oder einer eines Programms oder sowas geht das sicherlich auch ein Stück weit aber wir brauchen schon den gegenüber, der sieht ja auch was in mir.

01:00:32: Also ich sehe Klientinnen und Klienten, und sehe da wahnsinnig viel an Ressourcen.

01:00:38: Und das versprachliche ich natürlich auch dann, ne?

01:00:43: Wenn jemand zum Beispiel im Prozess, wenn wir jetzt mal Zytherapie nehmen auch und jemand in der Depression oder so was, und er arbeiten dann so an Kraft setzen... ...und ich mache einen Vorschlag und dann sagt die Klientin vielleicht, nee, das sind so nicht!

01:00:56: Das müsste man eher so formulieren und ich sage wie was denn

01:00:57: damit?!

01:00:58: Und sie sagt ja, das ist schon besser aber... Ich glaube, nee.

01:01:01: Und dann sage ich... Also die Qualitätssicherung übrigens ist immer die Physiologie des Klienten der Klientin.

01:01:06: also wenn ich da in der Physiologie meines Klientens sehe das hat Power ja?

01:01:10: Dann schreibe ich es nur auf und dann mache ich noch ein Vorschlag und dann sagt sie Ja, das ist super!

01:01:14: Das ist gut.

01:01:15: aber kann man das auch so noch formulieren?

01:01:17: Sache Ja, dass geht auch noch.

01:01:18: Wollen wir das nochmal?

01:01:18: Ja das ist gut.

01:01:19: und dann sag ich lesen Sie mal wie ist denn das?

01:01:20: Ja, der ist super.

01:01:21: Der ist gut jetzt.

01:01:22: Dann schreib ich's auf.

01:01:23: So und jetzt habe ich ja was gesehen im Prozess Da ist jemand sehr präzise zu gucken, was brauche ich?

01:01:30: Was brauche nicht.

01:01:31: Was tut mir gut?

01:01:33: Jemand ist sehr selbstbewusst im Grunde, im co-kreativen Prozess mit mir und sagt mir nee das bitte nicht!

01:01:40: Das aber schon.

01:01:41: Das ist Leuten oftmals gar nicht klar.

01:01:43: also wenn ich dann diese Prozessanalyse da mache und sage wissen sie eigentlich was da gerade passiert ist?

01:01:48: Und wenn ich das im Kurs mache, sitzt der die ganzen Therapeuten da oben und die Coaches.

01:01:52: Die sagen dann auch... Ich fand es beeindruckend wie sie sich da... Wie sie ihr Ding durchgezogen haben und wie sie ganz genau gesagt haben ne so nicht sondern so.

01:01:59: Das ist vielen gar nicht klar dass sie diese Fähigkeit haben.

01:02:02: Also ich sehe eine Fähigkeit die ich dann bewusstmache und versprachliche.

01:02:06: Das krieg' ich alleine gar nicht hin.

01:02:10: Ich hab's ganz oft, dass Leute unheimlich schnell denken und reden.

01:02:13: Dann kommen die mit Suchtthematiken oder Depressionen.

01:02:15: Und ich sag dann irgendwann ganz kurz mal an Hochbegabung gedacht?

01:02:19: Oder ADHS?

01:02:21: Ja, nee also... Erstmal wär es wichtig!

01:02:26: Warum wäre es wichtig?

01:02:27: Weil das einfach heißen würde du hast eine bestimmte neuronale Ausstattung, die voll in Ordnung ist nur bei der man sehr genau gucken muss ob du im passenden Habitat lebst.

01:02:37: Und wenn du da nicht in einem passenden Habitat lebst, dann macht das Leben nicht so viel Spaß.

01:02:41: Es kann sein, dass es anstrengend ist, dass zu gestört wirst, dass du gestört bist und schwer behindert wirst... ...und letzten Endes schwer behinderd bist!

01:02:49: Aber das hat primär auch mit hören-umweltmatchingen zu tun.

01:02:54: Natürlich, wenn man lange lange in einem falschen Habitat lebt, dann kann man so schwer belastet sein, damit man krank wird.

01:02:59: Klar, das nennt man dann ADHS vielleicht ne?

01:03:02: Aber erst mal ist das ja nur ein Gehirn, was schnell ist.

01:03:04: Was kreativ ist?

01:03:06: Was eine Fähigkeit hat entweder ganz viel gleichzeitig wahrzunehmen oder fokussiert zu sein und dann stundenlang das Gleiche zu machen, weil man Bock drauf hat!

01:03:13: Und was auch so'n bisschen Novelty-Seeking also Neuigkeitslust oder Sensationsseeking hat.

01:03:20: Also ein bisschen Bock am Risiko nicht da nur auf dem Sofa sitzen sondern so'nen bisschen was Neues ausprobieren.

01:03:27: Und wenn ich das nicht weiß dass ich so einen Gehirnhabe und irgendwo in einem Amt arbeite wo alles so geregelt ist, dann kann es sein dass ich ja schwer krank werde.

01:03:35: Und ich hab's immer wieder bei Klienten die ich einlade da geht's um irgendwas sei das Depression, sei das Konsumthematiken oder Anorexie und immer wieder sehe also wirklich... Also so häufig, ich schreib' das ja nicht aus bitte Leute mit so einer Doppeldiagnose kommen, dass man schon sagen muss die Zahlen die wir da hören sind völlig absurd!

01:03:57: Also zwei bis drei Prozent der Erwachsenen und sowas stimmt nicht.

01:04:01: Erkenne ich natürlich als jemand, der sich da auskennt bei jemandem.

01:04:05: Ziemlich schnell auch!

01:04:08: Das finden die alleine nicht raus.

01:04:09: Ich habe jetzt gerade jemanden gehabt und die Aussachte... Ich fühle mich da so erkannt.

01:04:14: Wenn man ein Buch dazu liest oder einen Vortrag dazuhört irgendwo im Internet dann sagen die Leute das ist ja eine Beschreibung von mir Das ist ja wirklich eine Beschreibung für mich, das hat ja nicht jeder.

01:04:24: Es ist ja nicht wie ein Horoskop und man immer denkt da stimmt auch für mich.

01:04:28: Und dann hat man ne Chance da mal ganz anders auf sich zu gucken und nicht an sich zu zweifeln weil viele Menschen die eine neue Diversität haben also gerade war ich von auch ADHS- und Hochbegabungen, die profitieren dann auch nicht vom Psychotherapie.

01:04:42: Das geht an denen vorbei.

01:04:44: wir machen da wahnsinnig viel und dann läuft dann nichts und passiert nix sondern verzweifeln sie wieder an sich anstatt vielleicht mal so überlegen Vielleicht hat das was mit Hirn-Umweltmatching zu tun.

01:04:57: Wir müssen jetzt aber, Michael noch mal auf dieses Klopfen eingehen quasi weil du ja dafür quasi auch sehr bekannt bist und

01:05:04: auch

01:05:04: sehr stark stehst.

01:05:06: Wann hilft jetzt dieses Klopfentechnik?

01:05:10: Wann wende ich die an und was ist auch das Ziel im Vergleich zu den Kraftsetzen dann auch?

01:05:15: Also es ist ja nicht meine Klopfte, ich bin eine vierte Generation sozusagen.

01:05:20: Jahrzehnten gibt es Leute aus dem amerikanischen Kontext, die da mit den Klopfen experimentiert und gearbeitet haben.

01:05:27: Und ich habe bei Fred Gallo der war dritte Generation das gelernte amerikanische Psychologe.

01:05:32: Das Spannende daran ist dass es schon ein Paradigmenwechsel in der Psychotherapie ist.

01:05:36: Normalerweise haben wir starke Emotionen unter denen beleiden zum Beispiel Ängste des häufigsten denke ich oder Hilflosigkeit oder Schamgefühle Und da würden wir jetzt über Gedanken oder Verhalten rangehen.

01:05:48: und was wir jetzt bei den Klopfen machen ist, wir fokussieren uns auf das Erleben.

01:05:53: Währenddessen klopfen wir bestimmte Körperpunkte also Augenbraue vielleicht eine Auge seitlich unter dem Auge.

01:05:59: Klopfe atmen weiterhin bleiben fokusiert auf das Material, was wir am Start haben und klopften dabei.

01:06:07: Wenn man das so macht dann führt es dazu dass das in wenigen Minuten sich ganz oft verändert die Emotionen dass sie deutlich weniger wird bis hin, dass er sich auflöst.

01:06:19: Und das ist schon krass!

01:06:20: Das ist beeindruckend, dass wir über die Stimulation der Haut des Körpers sozusagen direkt in Zugriff auf die Emotionsverarbeitung haben und eine schnelle Veränderung hinkriegen.

01:06:30: Passiert das nicht andauernd und immer also zehn bis zwanzig Prozent der Menschen da mit der Situation.

01:06:35: Nicht der Menschen, die Situation erreicht es nicht.

01:06:38: Also kann man eine halbe Stunde klopfen und jetzt wird sich nichts verändern?

01:06:41: Da habe ich dann eben auch gemerkt dass da Lösungsblockaden am Start sind.

01:06:45: Die haben die Big Five-Lösungsblockade genannt, können wir mal gucken.

01:06:49: aber bei achtzig Prozent der Leute ist es wirklich so, sie denken etwas Belastendes Angstmachendes Klopfen.

01:06:54: danach sagen sie sehr verrückt.

01:06:55: Es ist ja weniger jetzt Das versteht man auch gar nicht, weil man das nicht kennt.

01:07:02: Und dann sagen die ich bin jetzt abgelenkt oder es kommt ja bestimmt wieder oder sowas kommt dann.

01:07:08: Man muss ja eine Erklärung dafür haben.

01:07:11: aber Es ist eben oft wenn's nur phobisches Zeug ist also Angst thematiken Dann kann es sein dass man mit den Leuten nur klopft und es geht ihnen besser und das bleibt weg Natürlich nicht.

01:07:21: bei komplexen Themen, also bei Depressionen und Konsum- und Suchthemen ist das natürlich viel komplexer.

01:07:27: Da ist das ein, eine Schiene auf alle Fälle die man auch unbedingt nutzen möchte.

01:07:31: aber das reicht nicht.

01:07:32: Jetzt werden ja Kritiker dir sagen Michael wie soll das funktionieren einfach meine Probleme wegzuklopfen?

01:07:38: Aber das Schöne gibt ja die Wissenschaft es gibt ja auch Studien die das sozusagen belegen können.

01:07:45: Also was bewirkt jetzt dieses Klopfen für die Skeptikerinnen?

01:07:49: Was bewirkt das Klopfen, dass anscheinend so eine Angst wahrscheinlich auch Nervosität oder Auftrittsangst.

01:07:55: Das sieht in dem Moment weggeht wenn ich an bestimmte Körperregionen klopfe?

01:08:00: Also man muss vielleicht mal Kritiker schon lustig.

01:08:02: also man erlebt ja wirklich Leute die dann so kritisch sind.

01:08:05: Wenn ein Kritiker sich nicht mit der Literatur auseinander gesetzt hat dazu ist er wirklich ein Anfängerkritiker.

01:08:12: für mich sagen Also eine Sache müssen wir uns klar machen.

01:08:16: Unsere Haut und unser Gehirn sind embryogenetisch ein Keimblatt, das ist aus einem Entstehungsort entstanden.

01:08:22: Das heißt die sind auch als Erwachsene noch ganz dicht miteinander verbratet.

01:08:26: Eine Haut-als-Spiegel der Seele sagen manche auch.

01:08:29: also Wir sehen an der Haut schon auch ob jemand z.B.

01:08:32: total im Schock ist, also Todesangst hat dann ist er blass oder er regt es, sexuell regt dann wird die Haut rot oder man hat Gänsehaut.

01:08:43: Ist man berührt, da Gänsehaut.

01:08:47: Da sieht man das ja und... Das ist nicht nur in eine Richtung, es sind beide Richtungen.

01:08:50: Zum Beispiel der Martin Grunwald, der ist der Haptikforscher in Leipzig.

01:08:53: Den hatten wir auf unserer Reden-Reichtigtagung auch als Referent.

01:08:57: Der hat ein tolles Buch geschrieben, Homo hapticus Und da zitiert er einer gynäkologische Forschung.

01:09:01: und zwar hat man die Beobachtung gemacht dass bei Frauen also die schwanger sind man Ultraschall macht vom und von dem Fötus da drin.

01:09:10: Und ab der fünften, sechzehnten Schwangerschaftswoche sah man dass sich der Fötuss immer wieder am Kopf und am Gesicht berührte.

01:09:18: Man dachte so zufällig weil das da so eng ist im Einraumwohnung die so eng sind.

01:09:22: Dann hat man das systematisch untersucht und festgestellt dass es überhaupt nicht zufähig ist sondern dass die Selbstberührungsrate des Fötuses ab der fünfzehn-sechzehn Schwangersachtswoche hochgradig korreliert mit dem Stressgrad der Mutter.

01:09:35: Und das ist nicht eine zufällige Korrelation, sondern es hat etwas miteinander zu tun.

01:09:39: Weil die Haut eben schon intrauterin eine sozusagen emotionsregulierende Wirkung hat und Oxyzutzin freigesetzt wird zum Beispiel.

01:09:48: Also da sind zutiefst biologische Prozesse, die da ablaufen!

01:09:52: Das ist völlig absurd zu sagen wie soll ich... Wie soll ich denn erst gehen?

01:09:55: Probleme kann man nicht wegklopfen, das ist schon klar.

01:09:57: aber man kann Emotionen Daunregulieren durch haptische oder Hautstimuli, die man dann ins Gehirn hochjagt.

01:10:07: Also wenn es sich für Interessiert... Antonia Feife hat ein super Buch geschrieben, wo ist denn das?

01:10:11: Hier glaube ich habe ich hier hingelegt.

01:10:13: Emotionale Erinnerung Klopfen als Schlüssel für Lösungen Neurowissenschaftliche Wirkopathesen der Klopftechniken.

01:10:22: Doktor ihre Doktaarbeit auch geschrieben, wir haben ja in Hannover die ersten FMAT Studien weltweit also Hünnforschungsstudien gemacht zum Klopfen und ist seitdem an der Forschung dran.

01:10:30: Und hat sehr, sehr spannend auch erklärt warum das funktioniert neurobiologisch?

01:10:36: Also das hat was mit den Emotions Verarbeitungstheorien zu tun mit dem Erinnerungsupdate.

01:10:41: Das ist supergeiler scheiß wissenschaftlich gesehen.

01:10:43: Das wissen nur ganz viele nicht.

01:10:45: ich rede damit Leuten die psychotherapeutischen unterwegs sind mit so klassischen Verfahren so tiefen Psychologie und feinstherapie Die haben das nie gehört.

01:10:52: Da muss man auch schon sagen, ey da muss man schon mal eine Weiterbildung machen.

01:10:55: Also wer da skeptisch ist und ich verstehe die Skepsis weil ich ja das selbst kenne.

01:10:59: Ich war ja super skeptisch was Therapie gegenüber angeht.

01:11:02: also deswegen finde ich Skepses erstmal super cool.

01:11:06: Sie sollte allerdings schon ein bisschen eloquent sein und differenziert und nicht so höh soll es funktionieren?

01:11:11: Das ist ja keine Skepsise.

01:11:12: Also das Buch ist total erhellend.

01:11:15: Super spannend!

01:11:16: Aber glaubst du, dass unser Körper im Alltag eine zu geringe Rolle einnimmt?

01:11:20: Also das wir versuchen viel über Gedanken und Kopf- und Rationalität irgendwie zu lösen.

01:11:26: Anstatt dass vielleicht die Lösung mit dem Körper ist.

01:11:31: Ich glaube wie idealisieren nach wie vor unsere den reinen Gedanken und das Argument... Das ist ja alles nicht schlecht.

01:11:37: aber man muss mal sagen wenn unser Gehirn emotional aktiviert ist dann denken wir nicht mehr so weit her!

01:11:44: Also jemand zum Beispiel, der ärgerlich und wütend ist.

01:11:46: Der hat keine Stattierungsmöglichkeiten mehr.

01:11:48: Ambiguitätstoleranz geht komplett weg auch wenn man jetzt sozusagen den Rechtsruck weltweit in der Politik sieht.

01:11:56: Liayue hat ja ein total geiles Buch geschrieben.

01:11:58: Hürnstadt Moral ist ja Neuropolitologin und Philosophin.

01:12:02: Das ist eines der wichtigsten Bücher, finde ich die in letzter Zeit geschrieben wurden weil sie ziemlich genau erklärt wie das sein kann dass Leute eigentlich was wählen was total eigentlich sich schädigt.

01:12:12: aber wenn das Emotionssoziologisch auch Eva Inluß hat da ja auch total Spannendes zu geschrieben Wenn man das so Emotionen zoologisch anguckt dann ist es total plausibel.

01:12:22: das heißt kaum ist meine starke Emotion im Raum kannst du Denken sowieso knicken.

01:12:27: Also denken wird komplett überschätzt glaube ich, komplett und deswegen ist es viel viel spannender sozusagen Emotion direkt dazu adressieren zu reduzieren anstatt jetzt irgendwie über Gedanken oder Bewegungen oder so was oder Verhalten nicht bewegung verhalten zu kommen.

01:12:44: Du

01:12:44: hast so schön mal gesagt, unser Körper kann uns nicht so korrempieren wie unsere Gedanken.

01:12:49: Das fand ich irgendwie...

01:12:50: Ja und dann Gedanken sind korrumpierbar.

01:12:52: also wir müssen ja nur jemanden haben der wird das erzählt und es ist super gemacht oder so.

01:12:56: oder bei deepfake und da fällt man doch auch drauf rein als ich die ersten Sachen beim youtube gesehen habe das kann ja nicht sein und so.

01:13:02: Dann denkst du hey das kann aber wirklich nicht sein?

01:13:04: Und dann merkst du so okay das is ein Deepfake.

01:13:06: ne da hat jemand irgendwie was gesagt politisch was gar nicht stimmt und dann hat man einfach auf seinen Gesichter darauf gemacht.

01:13:12: Ich glaube nur, es ist super schwierig Michael mittlerweile auf diesem Körper zu hören.

01:13:18: Auf diese Emotionen weil unser Aufmerksamkeitsfokus ja voll auf dieser Außenwelt liegt, voll auf den Reizen und wir manchmal dann habe ich so das Gefühl die innerliche Verbindung anscheinend irgendwie verlieren.

01:13:30: und weil wir zu sehr in diesem Handy Computer

01:13:34: dann will der was von uns, der will etwas von

01:13:36: uns und dieses Reinspüren Das kommt ja viel zu kurz dann und verlernen wir vielleicht auch mittlerweile.

01:13:43: Also

01:13:43: ich denke schon, dass die Geräte überall sind und Social Media ist auch nochmal so was natürlich bei den Algorithmen, die wir im Moment noch haben muss man sagen, bei diesem toxischen Algorithm ungünstig ist aber das machen alle Retreats oder Meditationsschulen ja auch, dass man erst mal wieder zurück sich besinnt auf sich selbst, auf seinen Atem Und den Kopf mal ruhig lässt und nicht redet.

01:14:09: Also Schweigegebote und sowas klingt ja komisch, aber ist ja total sinnvoll!

01:14:13: Weil warum ist das wichtig?

01:14:15: Um eine gute Entscheidung zu treffen brauchen wir Menschen was Nicht plus-und minus Listen sondern somatische Marker.

01:14:23: Wir müssen spüren Was sagt unser gesamtes leibliches nervensystem oder unser Leib Zu dieser oder jener thematik oder frage.

01:14:34: Und das ist schon spannend, weil wir von den somatischen Markern viel komplexere bessere Entscheidungen treffen können.

01:14:41: Wenn wir nicht quasi ängstlich sind und eine Angstvermeidung am Start haben als wenn wir Pro-und Kontrallisten machen.

01:14:48: Das bleibt so kognitiv.

01:14:50: aber ich nehme diese Schicht der somatische Marke gar nicht mit!

01:14:54: Und das wäre blöd.

01:14:54: Und somatische Marke,

01:14:55: d.h.,

01:14:57: dass braucht man für Entscheidungen, man weiß es bei Menschen die im präfrontalen Cortex ein Tumor haben und der somatischen Marker, also da wenn sie verarbeitet sozusagen vorderhören, die können, die nehmen nicht mehr so den, keine Körperimpulse so gut wahr und die können sich nicht mehr gut entscheiden.

01:15:13: Die sind wirklich aufgeschmissen was Entscheidungen angeht.

01:15:15: dann ne?

01:15:17: Das ist ein wichtiger Punkt.

01:15:18: Also das Spüren zu... wieder zu lernen oder zu aktivieren und besser zu werden.

01:15:24: Halt dich für einen ganz, ganz wesentlichen Punkt?

01:15:26: Dann kommen wir langsam zum Abschluss.

01:15:30: Michael Wir sind schon sehr lange dabei.

01:15:32: Wir haben eine Abschlussfrage bei uns im Podcast denn das Motto bei uns ist wir müssen nicht mehr machen sondern einfach nur etwas anders machen.

01:15:40: wenn du dir jetzt vorstellen würdest auf ein Knopfdruck kannst du ne Nachricht an alle Menschen in Deutschland rausschicken gibt es da etwas was du dir wünschen würdest, was wir zukünftig heute morgen anders machen.

01:15:52: Gibt es dann auch eine Sache die du auf den Punkt bringen möchtest oder noch eine ergänzende Sache?

01:15:56: Wäre da so eine Botschaft, die du uns mitgeben möchtet?

01:15:59: Ja

01:15:59: das sage ich eigentlich immer und ich finde es extrem wichtig.

01:16:03: man kann Leichtigkeit Zuversicht und Humor gar nicht ernst genug nehmen vor allem in der Zeit in der wir jetzt leben zu Versicht dass es gut weitergeht zum Beispiel also mit uns selbst und auch mit uns als Menschheit und als Gesellschaft.

01:16:16: wenn wir die nicht haben rutschen wir sozusagen in die Depression ab.

01:16:20: Leichtigkeit, Herausforderung also Reden von der Klimakrise und von der Flüchtlingskrise, von der Finanzkrise.

01:16:27: man kann das ja mal Challenge nennen!

01:16:29: Wir haben die Klima-Challenge, wir haben die Migrationschallenge... Das sind alles Challenges.

01:16:36: Wir haben die Pubertäteschallenge, das ist ein Alles-Challenges.

01:16:38: aber wenn man das Krisen nennt oder eine Multikrisengesellschaft jetzt kommt wieder Angst auf und es ist nicht gut dass es so auch nicht gut für uns Menschen.

01:16:44: unsere Gehirne werden nicht kreativer durch Angst ganz im Gegenteil.

01:16:48: deswegen finde ich es unendlich wichtig Leichtigkeit zuversicht ja und Humor ist extrem wichtig weil man sich von sich selbst distanziert und weil man auch manchmal da nicht so ernst nehmen muss und halte ich für unabdingbare Resilienzbooster.

01:17:02: Aber da sieht man ja raus aus dieser Leichtigkeit Humor und zuversicht, dass man eben einen anderen Gedanken eine andere Perspektive auf die Situation bekommt.

01:17:10: Also da sind wir wieder bei der Klammer, bei den Selbstwerträubern in dieser Situation sozusagen wie könnte man auch anders auf diese Situation blicken?

01:17:19: Das ist eher ne andere Perspective einnehmen entweder mit Humor, mit Leichtigheit zu sagen Es gibt immer Menschen, die einen Scheiße finden.

01:17:27: Ich nehme mich jetzt so wie ich bin sozusagen.

01:17:30: Und eben die Amiguritäts-Toleranz?

01:17:31: Also Thomas Bauer hat ja über die Vereindeutigung der Welt ein kleines Reklambuch geschrieben was ich auch großartig finde... Das ist eine Extra, also Mehrdeutigkeit.

01:17:40: Es gibt eben aus dieser Sprecherposition und wo dieser Mensch unterwegs ist durchaus total berechtigte Gründe so zu denken und zu sein und zu wählen auch ja?

01:17:51: Und dann kommt man in eine andere Position gehen und sagen Ja aber aus dieser Position ist das überhaupt nicht sinnvoll und richtig und gut.

01:17:56: Und dann gibt es die dritte Position wieder.

01:17:58: Also Ambiguitis, mehr Deutlichkeits-Toleranz ist extrem sinnvoll.

01:18:03: und wenn uns das abhanden geht, dann werden wir zu einer ganz komischen linearen Roboterwelt.

01:18:08: also Dann werden wir die Roboter.

01:18:09: Wir müssen gar keine Roboter entwickeln übrigens!

01:18:11: Wir sind dann die humanoiden Roboter!

01:18:13: Wenn man wir vor Robotern und selbst dadurch...

01:18:16: Sehr schön Michael wer über dich erfahren möchte.

01:18:19: du hast viele Bücher geschrieben.

01:18:21: Es gibt viele Anleitungen für die PEP Methode im Internet.

01:18:25: Du gibst Kurse.

01:18:26: Ich glaube, nächste Woche hast du gesagt bist du in Wien, glaub ich unterwegs war das?

01:18:31: Du gibts viele Workshops.

01:18:32: also alles wird man im Internet unter Michael Bohne finden.

01:18:36: Super!

01:18:37: Michael vielen Dank für deine Zeit und die spannende

01:18:40: Einblicke.

Über diesen Podcast

Warum fühlen sich viele Menschen trotz Fortschritt, Wohlstand und unzähliger Möglichkeiten erschöpft, gestresst oder orientierungslos? Im Podcast Rebellisch Gesund spricht Moderator Jonas Höhn alle 14 Tage Mittwochs mit führenden Stimmen aus Wissenschaft, Psychologie, Medizin, Soziologie, Neurowissenschaften und Wirtschaft über genau diese Frage.

Zu den Gästen zählen unter anderem Leon Windscheid, Ranga Yogeshwar, Maja Göpel, Hartmut Rosa oder Friedemann Schulz von Thun. Gemeinsam erkunden sie, welche Faktoren unsere mentale, körperliche und soziale Gesundheit prägen – und wie gelingendes Leben und besseres Arbeiten möglich werden.

Der Podcast verbindet wissenschaftliche Erkenntnisse mit persönlichen Erfahrungen und übersetzt komplexe Forschung verständlich in den Alltag. Der Titel „Rebellisch Gesund“ steht für einen Perspektivwechsel: Statt schneller Selbstoptimierungs-Hacks hinterfragt der Podcast verbreitete Narrative über Erfolg, Leistung und Gesundheit.

von und mit Jonas Höhn | Autor & Gründer detoxRebels

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